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Das große Kuscheln: Warum wir Bill Gates mögen!

Paul Allen und Bill Gates in der Lakeside School 1970 Foto: Bruce Burgess Lizenz: Gemeinfrei

Nazis, Hippies und Wutbürger hassen Bill Gates. Wir nicht – trotz DOS und Windows.

Peter Ansmann: Ich mag an Bill Gates, dass er auch unpopuläre Meinungen vertritt: Wie z.B. seine Einschätzung zu Edward Snowden.

Ich mag Bill Gates, weil er mit seinen Systemen, seit Windows2000 und damit seit 20 Jahren, für weitgehend stressfreie PC-Benutzung steht. Ich mag, dass einige Visionen seiner digitalen Gesellschaft in der aktuellen Krise wichtiger denn je erscheinen. Stichwort: Digitale Bildung

Ich mag besonders, dass er sich mit seiner Stiftung für Bildungsprojekte und medizinische Forschung einsetzt – trotz des Hasses und Schwachsinns, der ihm von ignoranten Hinterwäldlern entgegengebracht wird (Stichwort: Bill Gates fördert Impfungen, um möglichst viele Menschen zu töten und so die Weltbevölkerung zu verringern. Die Wahrheit ist: Es geht um die Verringerung des Bevölkerungswachstums: Geimpfte Kinder verringern die Kindersterblichkeit. Menschen müssten deswegen weniger Kinder in die Welt setzen, wenn sie durch diese später versorgt werden müssen.

Robert Herr: Dass er sehr reich ist, kann ich Bill Gates nicht zum Vorwurf machen. Er hat die Regeln nicht gemacht, er hat nur nach ihnen gespielt und das sehr erfolgreich. Auch, dass er einen nicht unerheblichen Teil seines Privatvermögens in Gemeinnütziges steckt, kann ich ihm schlecht verübeln. Ich sehe Philanthropismus durchaus kritisch. Gründsätzlich wäre es mir lieber, dass der Staat vernünftige Steuern erhebt und dann demokratisch entschieden wird, wie man das Wohl der Gesellschaft mehrt. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass das, was Philanthropen fördern, schlecht ist.

Bill Gates hat es sich schon seit Langem und sehr konsistent zum Ziel gesetzt, gegen Infektionskrankheiten vorzugehen. Sein erklärtes Ziel ist die Ausrottung von Polio, der gefürchteten Kinderlähmung. Das ist ein nobles Ziel und ich wünsche ihm viel Glück dabei. Viele Krankheiten wären nach heutigem Stand von Wissenschaft und Technik ausrottbar – theoretisch. Dass sie es nicht sind, ist ein Versäumnis. Gut, dass es Leute gibt, die das anpacken. Politiker, Forscherinnen, Ärzte und ja, auch reiche Philanthropen wie Bill Gates.

Stefan Laurin: Als jemand, der seit 1991 Macs benutzt, stand ich Bill Gates lange sehr kritisch gegenüber. OK, ich kaufte den Mac um endlich mit Word arbeiten zu können und nicht mehr mit irgendwelchen Atari-Programmen, aber für mich war klar: Wer DOS und Windows erfunden hatte, konnte kein guter Mensch sein. Diese Zeiten sind vorbei, mein Groll auf Microsoft ist verflogen. Voller Mitleid richtet sich mein Blick auf die armen Menschen, die mit Betriebssystemen aus Seattle arbeiten müssen. Und Gates? Macht gute Sachen: Er engagiert sich in der Seuchenbekämpfung., fördert neue Formen der Kernenergie – ein kluger, engagierter Mann der mit seinem Geld etwas anzufangen weiß. Dass er nun von rechtsradikalen Idioten gehasst wird, macht ihn gleich noch sympathischer.Und von Betriebssystemen lässt er ja längst die Finger, denn es bleibt bei dem, was der damalige SUN-Chef Scott McNealy einmal sagte: „Ich würde meinen Kindern lieber Drogen geben als DOS.“

Robin Patzwaldt: Ich mag Bill Gates. Ein Mann, der es als ein abgebrochener Student zum mehrfachen Milliardär und als ungelernter Schauspieler in die Erfolgsserie ‚The big bang theory‘ schafft, der hat meine aufrichtige Bewunderung verdient. Er zeigt mir: Alles ist möglich im Leben!

Mario Thunes: Bill Gates hat Windows entwickelt, aber sonst ist er ein netter Mensch.

Sebastian Weiermann: Word!

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3 Kommentare zu “Das große Kuscheln: Warum wir Bill Gates mögen!

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