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Ein Abend im Gehirn von Bill Gates

Paul Allen und Bill Gates in der Lakeside School 1970 Foto: Bruce Burgess Lizenz: Gemeinfrei

Nicht erst seit Corona ist Bill Gates für viele Menschen eine Reizfigur. Er gilt für die einen Jahrzehnten als großes Genie, für die anderen als ein raffgieriger Machtmensch. Schon weit bevor Verschwörungstheoretiker der Gegenwart ihn zu einem Feindbild auserkoren hatten, sorgte Gates immer wieder für Schlagzeilen.

Kein Wunder also, dass der Streamingdienst ‚Netflix‘ den Mircrosoft-Gründer für würdig hielt als Protagonist einer 3-stündigen Biografie herzuhalten. Und genau diese Dokumentation aus dem vergangenen Jahr erhält jetzt durch die unsäglichen Corona-Debatten der Verschwörungstheoretiker in diesen Tagen noch einmal ganz neue Aktualität.

Der Name Gates geistert aktuell ja so sehr durch die Schlagzeilen, dass selbst ich, der ich mich mit diesem Verschwörungsblödsinn nur ganz am Rande beschäftigen will, sofort darauf ansprang, als ich diese Serie jetzt im Angebot bei Netflix entdeckte und sie mir in einem Stück, nämlich am gestrigen Abend, ansah. Und es hat sich gelohnt!

In „Inside Bill’s Brain“ wird, wie der Name schon andeutet, die Psyche des Dreiundsechzigjährige ergründet. Gates, der sich über die vergangenen vier Jahrzehnte einen Namen als begnadeter Programmierer, Unternehmer und Philanthrop, aber eben auch als schwierige Persönlichkeit gemacht hat, öffnet sich den Filmemachern dabei in zuvor so bisher nie gesehener Art und Weise.

Wenn auch naturgemäß nicht wirklich alle Fragen zur Persönlichkeit beantwortet werden können, gelingt es der Doku doch den als Einzelgänger geltenden Bill Gates als Sohn, Ehemann und Freund unterhaltsam und intensiv zu beleuchten.

Neben Gates beantworten auch seine Freunde, Wegbegleiter, seine Frau und Geschwister viele Fragen. Das Ergebnis ist kein reiner Egoschmeichler für Gates, es werden auch seine Schwächen und Macken analysiert. In zahlreichen Ausschnitten aus Privatvideos der Familie ist der Hauptdarsteller zudem in den wichtigsten Stationen seines bisherigen Lebens zu sehen.

Fernsehbilder aus dem Archiv zeigen ihn als Mittdreißiger, der als reichster Mann der Welt gefeiert wird, und als unwirschen Angeklagten in seinen Vierzigern, der sich gegen den Vorwurf des Monopolismus vor Gericht und in den Medien verteidigt.

Mag der Film natürlich am Ende auch nicht die ‚reine Wahrheit‘ abbilden, so zeigt er doch, dass Gates eben nicht das Monster ist, zu dem ihn einige Zeitgenossen gerade machen wollen, sondern vielmehr ein überaus ehrgeiziger Geschäftsmann, der zugleich ein weiches Herz hat und der in den vergangenen Jahren verstärkt versucht der Gesellschaft einiges zurückzugeben.

Man muss ihn sicherlich nicht mögen, aber als die gesamte Menschheit bedrohendes Feindbild taugt Gates ganz offenkundig halt auch nicht.

„Inside Bill’s Brain“ ist ein Film, der insbesondere den verblendeten Verschwörungstheoretikern unter unseren Lesern also ein Stück weit die Augen öffnen könnte, ihnen einmal die andere Seite seiner Persönlichkeit verdeutlichen könnte. Wenn sie das denn überhaupt noch zulassen… 😉

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Ein Kommentar zu “Ein Abend im Gehirn von Bill Gates

  • #1
    Yilmaz

    Wer ist Bill Gates?

    Ein hochintelligenter Mensch, der die Welt nachhaltig verändert hat … und zwar positiv. Der sein Vermögen ebenfalls positiv einsetzt. Und der vor Jahren (!) CORONA-ähnliches Ausbrüche vorher gesagt, davor gewarnt und Lösungen aufgezeigt hat. – Das ist Bill Gates!

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