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Ahmad Mansour: Widerliche Debatte um Ereignisse in Köln

Ahmad Mansour Foto: Privat. Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Ahmad Mansour Foto: Privat. Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Ahmad Mansour, Psychologe und Islamismus-Experte hat die Debatte um die Silvester-Nacht in Köln als widerlich bezeichnet.

Ahmad Mansour, Autor des Buches Generation Allah und Islamismus Experte hat auf Facebook die Debatte um die Ereignisse in Köln als widerlich bezeichnet. Während die rechte Seite versuche, die Überfälle auf Frauen gegen Migranten zu instrumentalisieren, seine andere bemüht, das Geschehen zu relativieren:

Es wird versucht die Taten zu relativieren, mal wird von ähnliche Ereignisse während des Oktoberfests, und mal wird von Einzelfällen und verirrten Seelen gesprochen. Die andere Seite versucht ihren Hass, Vorurteile und rechtes Gedankengut durch die Ereignisse zu bestätigen.

Mansour kritisiert, dass die Opfer in der Debatte nicht genug beachtet werden und hofft auf eine Bestrafung der Täter.

Solche Taten gibt’s leider in unterschiedlichen Kulturen und die Gründe dazu können sehr unterschiedlich sein. Jedoch in manchen arabischen Kulturen führen Erziehungsmethoden die auf Tabuisierung der Sexualität und Abwertung von Frauen basieren zu solchen Taten. Es kommt seit Jahren in den arabischen Ländern immer wieder zu solchen Taten. Jeder, der einen gesunden normalen Umgang zwischen den Geschlechtern untersagt, darf sich nicht wundern, dass es dann zu solchen Taten kommt. Darunter leiden nicht nur blonde westliche Frauen, sondern auch jede Frau, die die krankhaften traditionellen Vorstellungen ablehnt und versucht frei zu leben.

Mansour fordert  Ursachenforschung zu betreiben ohne Hass zu schüren und ohne Probleme „unter den Teppich zu kehren.“

 

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51 Kommentare zu “Ahmad Mansour: Widerliche Debatte um Ereignisse in Köln

  • #1
  • #2
    F.

    Lesenswert auch:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article150662104/Muslime-fordern-Ruecktritte-bei-der-Polizei.html

  • #3
    Linker Nichtwähler

    Wer das unterdrückerische und abwertende Frauenbild im Konservativen Islam kritisiert wird von unseren Linken und Grünen Moralwichteln ja sofort in die Rechte rassisten Ecke gestellt. Genau das leistet dem Aufstieg der Rechten (Pegida, AfD) usw doch ganz massiven vorschub. Wenn es Religions und Islamikritik eben nur noch bei den Rechtsradikalen gibt es ansonsten aber tabuisiert wird dann profitieren eben die Rechten davon.

    Es gab mal eine Zeit da waren Kommunisten/Anarchisten überzeugt Atheistisch und haben sich gegen jedwede Religiöse Machtansprüche gestellt. Wer diesen Anspruch heute noch vorführt wird von den heutigen Linken sofort und unisono in die Rechte unmenschen Ecke gestellt und entsprechend diffamiert.

    Gerade die Linke die früher immer den Konservatismus aktiv bekämpft hat ist heute die Schutzmacht der konservativsten, Reaktionärsten religiösen Strömungen und deren Patriarchialischem Familienbild geworden. Wer den Reaktionären Islam infrage stellt wird zum Nazi gemacht.

    Ich als Atheistischer Linkslibertärer finde den heutigen Linksgrünen Gutmenschen Mainstream einfach nur noch zum kotzen da er nicht nur die freie Meinung und Diskussion unterdrückt sondern auch ein Verrat an den ursprünglichen Linken Idealen darstellt.

  • #4
    kE

    Viele Gruppen haben ihr Weltbild. Sie wollen nicht davon abweichen und ignorieren viele Fakten.
    Es ist auch unangenehm, wenn man merkt, dass das eigene Weltbild nicht passt, dass Lösungen nicht funktionieren.

    Deshalb gibt es auch immer das Aufrechnen bei Opfern, Anzahl der Taten von Gruppen etc. Meine Gruppe ist zwar höchstkriminell, aber die anderen sind ja noch viel schlimmer.

    Wenn ich der Meinung bin, dass die Erde im Mittelpunkt steht, die Lebewesen in der jetzigen Form von einem Schöpfer gemacht wurden, werde ich viele Umwege finden, die mein Weltbild bestätigen, bevor irgendwann alles zusammenbricht und ich merke, dass es auch eine einfache Erklärung gibt. So verhält es sich auch mit den Weltbilder vieler Menschen.

    Im Bereich der schweren Kriminalität ist mir die Ursache etc. auch egal. Wer andere Menschen mutwillig verletzt, muss die Konsequenzen tragen. Es gibt Linien, die nicht überschritten werden dürfen.

  • #5
    Werner Krohm

    Ich glaube das wir uns ein großes Problem ins Land holen, oder schon haben.
    Bei den meisten Zuwanderern handelt es sich um Menschen im Alter von 20 – 30 Jahren,
    für die Industrie nach Ausbildung ev. ok, für die Gesellschaft problematisch…….
    Wir haben eine alte, bewahrende Gesellschaft das muß zu Konflikten führen.

  • #6
    Arnold Voss

    Werner, sie waren doch sicher auch mal zwischen 20 und 30 Jahre alt, oder sind es gerade, oder werden es bald sein. Sein sie froh, dass es von dieser Altersgruppe in Zukunft ein paar mehr in Deutschland gibt. Die können bei guter Ausbildung nämlich noch gut 30-40 Jahre für die mitarbeiten, die jetzt über 60 sind. 🙂

  • #7
    Daniel

    @#6: aus diesen Zuwanderern werden definitiv keine Fachkräfte mehr. Wer mit 25 die Grundrechenarten nicht beherrscht und sich keine Mühe gibt, die Sprache des einwanderungslandes zu erlernen, hat da schlechte Karten. Und diese bildungsdefizite sind nicht mehr aufzuholen. Insofern belügen die sich selbst, wenn sie solche Märchen glauben. Und ich verfüge in dieser Hinsicht über Einblicke, die Ihnen leider verwehrt sind.

  • #8
    Ralf

    @#7 möglicherweise werden aus den Tätern von Köln keine Fachkräfte mehr. Die Zuwanderer, die ich persönlich zur Zeit erlebe sind zum großen Teil schon Fachkräfte, oder daran welche zu werden, ich weiss nicht wo Sie reinblicken, dort wo ich reinblicken darf siehts jedenfalls anders aus.

  • #9
    Klaus Lohmann

    @#7 Daniel: Und ich habe gestern drei syrische Flüchtlinge Mitte der Zwanzig kennengelernt, die hier ihr Studium aufnehmen und sich innerhalb von 7 Monaten ein fast einwandfreies Konversations-Deutsch in Wort und Schrift selbst beigebracht haben – eine Leistung, von der viele deutsche Hartzer nur träumen.

  • #10
    Wolfram Obermanns

    Der Beitrag von Hr. Mansour hinterläßt bei mir an mindestens einer Stelle einen eher schalen Nachgeschmack.
    Durch den Vergleich mit anderen Zwischenfällen würde die Rolle der Opfer in Köln relativiert. Umgekehrt relativiert er so automatisch die Opfer in Duisburg, Dortmund, Hamburg, Berlin, München.

    Auch muß eine konservative (muslimische) Sexualmoral noch lange keine neurotische Störung im Frauenbild evozieren. Akte der Selbstaufwertung durch Fremdabwertung entlang sexistischer Trennlinien scheint eher eine Frage des sozialen Status, denn der Moral zu sein. Die Übergriffe in Rotherham z.B. wurden zwar von muslimischen Tätern initiiert, Nutznießer sollen aber auch Kunden aus der Oberschicht gewesen zu sein, die darum scheinbar keinerlei Handlungszwang zum Schutz der "kleinen Schlampen" sehen wollten. ("" Den Vergewaltigern von mir in den Mund gelegt.)

  • #11
    Arnold Voss

    @ Wolfram Obermanns

    Du bestreitest aber nicht, dass Erziehung und Sozialisation, also das soziokulturelle Umfeld, ganz unabhängig vom sozialen Status, zu sexistischen Vorurteilen, ja sogar zur generellen Verachtung z.B. von Frauen führen kann, Wolfram? Sonst würde nämlich dein Kommentar bei mir einen „schalen Nachgeschmack“ hinterlassen. 🙂

  • #12
    Walter Stach

    1.
    Ich will mich nicht an der Diskussion darüber beteiligen, warum Männer willens und fähig sind, Frauen zu vergewaltigen, als Einzeltäter, als Teil einer Gruppe, ob und ggfls. wie eine Religion diesbezüglich auf Männer vermeidend, verhindernd oder gar "fördernd", z.B. durch Duldung, beitragen kann oder ob und inwieweit das Verhindern sexualer Aktivitäten von Männern ( z.B.durch staatliche Vorgaben wie dem Verbot von Bordellen oder aufgrund "besonderer Umstände" -Kasernierung junge Männer und Ausschluß jeder sexuellen Beziehungsmöglichkeit zu einer Frau), diese zu Vergewaltigern werden lassen kann.
    Darüber haben Fachkundiger zu beraten, zu diskutieren, einschließlich notwendiger Überlegungen darüber, wie man im allgemeinen, wie man in der konkreten Situation solche Vergewaltigungen/Vergewaltigungsversuche verhindern kann.

    2.
    Ich kann, wie sattsam bekannt, im Sinne meines Veständnisses vom Wesen und von der Bedeutung des Rechtes, das den Willen und die Fähigkeit des Staates einschließt, rechtswidriges Tun "bedingungslos" zu sanktionieren, nur wiederholen, daß jede Vergewaltigung, jeder Vergewaltigungsversuch in Deutschland eine schwere Straftat ist, von der man sich selbst dann nicht exkulpieren kann, wenn man sich auf Unwissen über die Strafbarkeit beruft, und das gilt unabhängig von der Rasse, der Religion, der Herkunft, der Weltanschauung für jeden Menschen.
    "Eigentlich" ist das eine Trivialität.

    Also hat der Rechtstaat Bundesrepublik Deutschland -ohne Wenn und Aber (sh. Low and order) durch seine Behörden präventiv und repressiv gegen jeden Straftäter vorzugehen und angesichts potentieller Straftäter -sehr,sehr problematisch- über Prävention -Erklärungen, Aufklärungen….?-darüber nachzudenken, was u.a. nach den Erfahrungen in Köln bei massenhaften Auftritten junger Menschen aus dem arabisch-muslimischen Raum vor Ort besondere Polizeieinsätze notwendig machen könnte -leider-.
    Mehr kann ich zur inhaltlichen Problematik der "Ereignisse in Köln" nicht sagen.
    "Eigentlich" ist auch das trivial.

    Leider, leider muß ich zur Kenntnis nehmen, daß die Ereignisse in Köln zwangsläufig(!!) all denen Auftrieb verleihen und all denen mehr als bisher öffentlichen Beifall bringen werden-bis hin zu entsprechenden Entscheidungen bei den nächsten Wahlen -sh.AFD- ,für die die Flüchtlinge "als solche", für die Flüchtlinge " a priori" allesamt potentielle Straftäter sind, eben auch potentielle Vergewaltiger, ganz besonders dann, wenn sie nicht weißer Hautfarbe sind oder wenn sie aus arabisch-muslimischen Staaten kommen.
    Dieses "ZurKenntnisnehmen" heißt für mich allerdings nicht, dieses Denken, diese daraus resultierenden Menungsäußerungen, die sich daraus ergebenden politischen Forderungen oder gar die sich daraus ergebenden Gewaltakte gegenüber Flüchtlingen wderspruchslos/tatenlos hinzunehmen.
    Die Frage, ob und inwieweit die (Mehrheits-) Gesellschaft an ihrer und ob und inwieweit der Staat an seiner grundsätzlich positiven Einstellung gegenüber jedem Menschen, der nach Deutschland flüchtet, trotz alldem festhalten wird, einschließlich entsprechender Taten und Maßnahmen von Gesellschaft und Staat zu Gunsten der Flüchtlinge, vermag ich zur Zeit nicht zu beantworten. n.
    Ich kann lediglich in Gemenschaft mit vielen anderen Menschen versuchen, in der Gesellschaft – auf veschiedenen Ebenen, in unteschiedlichen Funktionen und mit veschiedenen Mitteln – daran mitwirken, daß es bei der grundsätzlich positiven Einstellung von Gesellschaft und Staat gegenüber jedem Menschen, der nach Deutschland flüchtet, bleibt. Dass dieses "ab Silvster in Köln" ein wesentlich schwierigeres, ein wesentlich anstrengendere "Geschäft" ist als es ohnehin bis dahin schon war , ist naheliegend.
    Ich hoffe darauf, daß ich meine Position bestätigt bzw. bekräftigt sehen werde durch "meine" SPD und durch "meine" kath.Kirche -sicher bin ich mir bezüglich einer solch klaren Positionierung
    allerdings nicht -weder mit Blick auf "meine" SPD noch mit Blick auf "meine kath.Kirche" -leider-.

  • #13
    kE

    Die SPD ist in der Regierungsverantwortung.
    Die Chefin muss jetzt durch Personalentscheidungen zeigen, wo klare Grenzen sind, d.h. das Innenministerium brauch dringend einen neuen Minister.

    Danach müssen die Behörden und auch die Regierung (SPD) ihre Informationsstrategie dringend ändern.

    Wir erleben zurzeit, dass es nicht nur auf der Strasse einen Schrecken gab, sondern danach der Bürger falsche Informationen erhalten hat.

    So wird das letzte Vertrauen genommen.

    Hier hoffe ich, dass die SPD auch in der Lage ist, notfalls über die Mitglieder, ihre Landesregierung zu steuern.

  • #14
    Alreech

    @Klaus Lohmann
    Ich kenne unzählige Menschen in Deutschland die trotz guter Deutschkenntnisse kein Studium aufnehmen können, weil sie nur mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung haben.
    Einige von denen leben jetzt sogar von Hartz IV, da sie dank den neoliberalen Reformen der rot-grünen Bundesregierung ihr Recht auf Arbeitslosenhilfe verloren haben.

    Das sie von einem Studium nur träumen können liegt nicht an mangelhafter Bildung, sondern an der ungerechten Bildungspolitik der etablierten Parteien die ein Gratisstudium nur den Kinder des Bildungsbürgertums ermöglicht.
    Aber es freut mich zu hören das syrische Flüchtlinge die in ihrer Heimat schon einer privilegierten Gruppe angehört haben in Deutschland nicht auf ihre Standesgemäßen Privilegien verzichten müssen…

  • #15
    Walter Stach

    -13-
    Zu diesem "Detail aus dem operativen Geschäft":
    Zweifel an der Qualität "meines Genossen" Jäger, das enorm wichtige Innenministerium in NRW führen zu können, gibt es bekanntlich seit längerer Zeit innerhalb und außerhalb der SPD.
    Ich kann nicht hinreichend begründet darlegen, daß diesen Zweifeln so viele und so eklatante "Fehler in der Führung des Ministeriums" zugrunde liegen, um öffentlich zu fordern: "Herr Jäger muß weg".

    Allerdings hängt bekanntlich ein Ministerrücktritt oder eine Ministerentlassung nicht nur von objektiven Fakten ab, sondern letztlich davon, ob es der zuständigen Parteivorsitzenden hier in Personalunion also der Ministerpräsidentin mit Blick auf das Renommee ihrer Partei und mit Blick auf ihr persönliches Renommee opportun erscheint, an einem Minister festzuhalten oder seinen Rücktritt "so oder so" durchzusetzen, hier in Person von Herrn Jäger.

    Ich sehe bezogen auf das jetzt wohl nicht mehr zu bestreitende polizeiliches Fehlverhalten in Köln nicht , wie man den Minister in der Sache in die persönlich in die Verantwortung nehmen könnte. Mir scheint, nicht nur in diesem Falle, daß dem Min.Jäger Fehler weniger in der Sache, sondern ehe in der Kommunikation Fehler unterlaufen. Und Kommunikatiosnfehler sind bekanntlich häufig weitaus folgenreicher für einen Minister als Fehler in der Sache; das mag auch für Min.Jäger gelten.

    Zunächst so meine ich, wenn es um Führungs-fehlverhalten bezogen auf die Polizeiarbeit in Sachen "Silversternacht in Köln", also vornehmlich in Sachen "Vergewaltigung,Vergewaltigungsversuche" geht, daß "man" sich mit dem Polizeipräsidenten zu befassen hat.. Aber auch auf ihn bezogen, so meine ich, bleibt noch Einiges zum Sachverhalt bzw. mit Blick auf vergangene Ereignisse zu den Sachverhalten bezogen auf ein denkbares Fehlverhalten bei der Wahrnehmung seiner Führungsaufgaben zu klären. Und darauf bezogen ist wiederum der Innenminister in seiner Führungsverantwortung gefragt, denn er ist der Vorgesetzte des Polizeipräsidenten.

    Mir scheint, daß das eigentliche Problem -über Köln hinaus-
    auf Bundes-, auf Landes- und auf kommunaler Ebene primär kein personelles, sondern daß es ein gesamtpolitisches ist -parteiübergreifend- und dieses Problem darin besteht, daß das Thema Sicherheit und Ordnung in den letzten Jahren -Jahrzehnten? -"bestenfalls"- in der gesamten Politik von zweitrangiger Bedeutung war. Ich habe hier bei den Ruhrbaronen mehrfach erwähnt, daß ich in "meiner SPD" -und darüber hinaus-, wenn man es gut mir gemeint hat, belächelt oder, wenn man es mit mir schlecht gemeint hat, beschimpft wurde, sobald ich es "gewagt habe" von "Low and order" als "Handlungsanleitung" für die Innenpolitik auf Bundes- und Landesebene zu sprechen.

    Ändert sich das jetzt?
    Ich meine, es wäre gut für jeden einzelnen Menschen, es wäre gut für die gesamte Gesellschaft, wenn das so wäre.
    Allerdings könnte es dann notwendig sein, wie die bereits jetzt laufende einschlägige Diskussion zeigt -auch hier bei den Ruhrbaronen-, dafür einzutreten, daß eine "Low and order Politik" in einem freiheitlichen Rechtstaat nicht verwechselt werden darf mit der Politik eines Polizeistaates, so wie sie weltweit in totalitären Staaten praktiziert wird.

  • #16
    Thomas Weigle

    Die ersten Jahrzehnte der Bundesrepublik waren weiß Gott nicht von der Gleichberechtigung von Mann und Frau geprägt, GG hin oder her. Jeder der Gegenteiliges zu behaupten wagte, würde zu Recht Unverständnis und Gelächter ernten. Und auch heute leben wir noch lange nicht in der gleichberechtigsten aller möglichen Gesellschaften.
    Warum also tun wir uns so schwer damit, wenn die Diskussion um das Frauenbild von Menschen geht, die aus Gesellschaften kommen, die noch Jahrzehnte vom Frauenbild der frühen Bundesrepublik entfernt sind? Die heute, selbst wenn sie in diesem unserem Lande geboren sind, z.T. meilenweit von der Anerkennung einer Gleichberechtigung der Frau entfernt sind.

  • #17
    kE

    @14:
    In den Nachkriegsjahren (2. WK) war es unüblich ein Abitur zu machen.
    Viele meiner Ex-Chefs hatten es auf Abendschulen oder am Wochenende nachgeholt.

    Ist anstrengend, ging damals aber.

    Dann gibt es auch bspw. die FernUniversität, wo man berufsbegleitend studieren kann. Das ist auch anstrengend, geht aber.

    Wer will, der kann die Voraussetzungen schaffen. Der finanzielle Einsatz hält sich auch in Grenzen.

    Die von Herrn Lohmann angesprchonen Beispiele zeigen auch, dass es möglich ist, eine Sprache schnell zu erlernen, ich habe auch erlebt, wie schnell Menschen neue Sprachen ausreichend sprechen, wenn sie sich selber fordern. Im Regelfall sind die Gesprächspartner begeistert, wenn sie bspw. wöchentlich Fortschritte feststellen können. Dieses schnelle Erlernen der Sprache erfordert Disziplin (z.B. Sprachapps, – Kurse) und auch die KOmmunikation mit Menschen, die Sprache sprechen (z.B. im Supermarkt).

    Ich kann nicht nachvollziehen, dass so viele Menschen auch nach Jahren solche Probleme mit der deutschen Sprache haben. Nach spätestens 1 Woche und der Universal-Sprache Englisch, habe ich das dringende Bedürfnis auch die Menschen in ihrer Sprache anzusprechen.

    Kurzfassung:
    Mit Eigenengagement ist viel zu erreichen. Wer immer nur auf den Staat wartet oder aber die Bildungspolitik als Stopp betrachtet, sollte sich fragen, ob nicht einfach nur eine Ausrede gesucht wird.

  • #18
    Walter Stach

    Alreech -14-
    1.
    Ihr Beitrag erinnert nachdrücklich daran, daß es für Gesellschaft und Staat in ihrem Interesse notwendig und konkret im Interesse der Menschen, die nach Deutschland flüchten, unbedngt geboten ist, alles zu tun bzw. alles zu unterlassen, was in den sozialschwachen, was in den bildungschwachen, was in benachteiligten Schichten der Bevölkerung dazu führen kann, objektiv eine Bevorzugung der Flüchtlinge ihnen gegenüber durch Gesellschaft und Staat feststellen zu können.

    Ich sehe nicht, daß sich eine solche, dann letztendlich ungerechte Bevorzugung objektiv belegen läßt.

    2.
    Dass auf dem Arbeitsmarkt, dass im Studium, dass am Arbeitsplatz ein nach Deutschland geflüchteter Mensch den Konkurrenzkampf "im freien Wettbewerb mit Einheimischen" gewinnen kann, gewinnen können muß, ist unserem "System" immanent, dh., es wäre "systemwidrig", das verhindern zu wollen.

    3.
    Dass Pegida und AFD wider allen Fakten mit allen Mitteln versuchen, den "Einheimischen" zu vermitteln, es existiere "jetzt und hier" in Gesellschaft und Staat objektiv eine ungerechtfertigte Bevorzugung von Flüchtlingen gegenüber Einheimischen ist bekannt.
    Deshalb -sh.oben zu -1-……

  • #19
    Klaus Lohmann

    @#14 Alreech: Wir sollten evt. die Übertreibung "unzählige" vermeiden, sonst muss ich vielleicht noch hinterher schicken, dass ich "unzählige" Studenten aus dem privaten und beruflichen Umfeld kenne, die bei jeder Deutschklausur in der 11 krachende Fünfen und Sechsen schreiben würden – und wo die Profs an den Unis schon lange jegliche Korrekturversuche aufgegeben haben.

    Nur um das klarzustellen: Mir geht es im Gegensatz zum braunen Populismus mit seiner "Können nix und sind faul!"-Stigmatisierung um die Energieleistung, die ein Teil der Flüchtlinge hier auf sich nimmt, um sich möglichst schnell möglichst gut zumindest sprachlich hier zu integrieren. Die Chancen dazu haben sie wie jeder Hartzer auch.

  • #20
    Thomas Weigle

    @kE es ist einer der Geburtsfehler der Zuwanderung gewesen, dass niemand von den Zuwanderern Deutschkenntnisse verlangte oder Deutschkurse in größerem Maßstab anbot, denn die Absicht war, diese "Gastarbeiter" nach getaner Arbeit wieder in ihre Herkunftsländer zu schicken. Aber selbst in den letzten Jahren meiner Berufstätigkeit hatte ich mit Menschen zu tun, die schon Jahrzehnte in Deutschland waren, mit denen ich mich nur mit Hilfe von Dolmetschern verständigen konnte. Wenn ich als Mitglied der grünen KTF GT oder der bündnisgrünen LWL-Fraktion Deutschkurse für Zuwanderer forderte, stieß ich auf große Ablehnung oder bekam 1999 vom späteren Fraktionsvorsitzenden Entfellner auf einer Sozialarbeitskreissitzung in Detmold zu Problemen jugendlicher deutschrussischer Migranten zu hören, diese Kurse seien sinnlos, da diese eh keine Arbeit finden würden.
    Im November 2011 veranstaltete die damalige linke NRW-LTF eine Veranstaltung zur Integration, in der laut Ankündigung auch ernsthaft die Frage gestellt wurde, ob man Migranten überhaupt Integrationsbereitschaft abverlangen dürfe.
    Die Forderung Migranten unser Grundgesetz zur Lektüre auch nur anzubieten, stößt in linken Kreisen nicht unbedingt auf einhellige Zustimmung. Und bei den Grünen? Ich weiß es nicht.
    Das hat natürlich Folgen, die unangenehm und ärgerlich sind und die heute Pegidas und anderen Fremdenfeinden in die Karten spielen.

  • #21
    Walter Stach

    Thomas Weigle,
    es scheint in der Tat geboten zu sein, ‚mal den Versuch zu starten, die "Einheimischen" zu animieren, sich

    daran zu erinnern, wie in der deutschen Geschichte bis in die 195oer Jahre mit den Frauen in Gesellschaft und Staat in Deutschland in der Vergangenheit umgegangen worden ist -tatsächlich und rechtlich.

    Ich erinnere u.a. daran, daß noch im 2o.Jahrhundert von Gesellschaft und Staat akzeptiert wurde, daß in Ostpreußen, daß in Pommern, daß in Bayern junge Mädchen für die Gutsherren, für die Großbauern "Freiwild" waren.

    Ich vermute, daß es zur Problamtik " Gleichheit/Gleichberechtigung der Frauen" in der deutschen Geschichte umfassende Literatur gibt, die deutlich macht, daß es keineswegs dem zvilisatorischen, dem kulturellen Selbstverständis unserer Gesellschaft stets immanet war, die Frauen als mit den Männern gleichwertige Menschen mit einer gleichrmaßen unantastbaren Würde zu akzeptieren und zu respektieren. Und "Restbestände" eines Denkens und eines Verhaltens, nach dem Frauen im Verhältnis zu den Männern eben nicht absolut gleichwertig, absolut gleichberechtigt sind, lassen sich alltäglich feststellen.

    Thomas Weigle,
    es ist also "gut so", die Einheimischen an ihre Geschichte und an ihre Gegenwart zu erinnern, wenn sich z.B. Flüchtlingen gegenüber als diejenigen produzieren, für die die Gleichwertigkeit von Frauen und Männern, für die die Gleichberechtigung de Frauen stes eine Selbstverständlchlichkeit war und heute eine Selbstverständlichkeit ist

    Damit keine Mißverständnisse aufkommen:

    Es gibt heutzutage nicht zu leugnende gravierende Unterschiede zwischen einer immer noch zu registrierenden Benachteiligung von Frauen in Gesellschaft und Staat in Deutschland

    -objektiv und subjekitv, trotz des mittlerweile 66 jährigen Verfassungsgebotes der Gleichberechtigung der Frauen im Art.3 GG und trotz vieler einschlägiger einzelgesetzlicher Regelungen-

    einerseits
    und anderseits der in vielen anderen Staaten, z.B. in arabisch-islamistischen, geltenden Staatsdoktrin (!!) vom "Herrscherschaftsrecht des Mannes über die Frau" mit Konsequenzen bis in beinahe jedes Detail des privaten und des öffentlichen Lebens der Frauen.

    Diesen gravierenden Unterschied müssen die Flüchtlinge aus arabisch-islamistischen Staaten unverzüglich akezptieren und respektieren. Vielleicht gehört es zu den vordinglichen Aufgaben der Menschen, die sich um die Flüchtlinge kümmern, diesen unmißverständlich das Prinzip von der Gleichberechtigung zu vermitteln.

    Und Gesellschaft und Staat sind gefordert, allen hier lebenden Menschen klar zu machen, daß die Gleichberechtigung der Frauen mit den Männern nicht zur Disposition des Einzelnen steht.
    Hier, so meine ich, haben es Staat und Gesellschaft in Deutschland oftmals an der notwendigen Konsequenz fehlen lassen, wenn registriert werden mußte, daß es für Menschen mit einschlägigem Migrationshintergrund nach wie vor selbstverständlich zu sein scheint, daß sich die Frauen gegen ihren Willen der Herrschaftsmacht des Mannes zu fügen haben.
    "Klare Kante", wie Müntefering zu sagen pflegt, ist hier geboten, jetzt eben gegenüber den Menschen, die aktuell nach Deutschland flüchten, auch wenn es diesen Menschen aufgrund ihrer kulturell-religiösen Prägung schwerfällt, ihr Leben jetzt aus- bzw. einurichten zu müssen u.a. nach dem Postulat von der Gleichwertigkeit, der Gleichberechtigung der Frau.

  • #22
    Alreech

    @Klaus Lohmann
    und dazu müssen sie jeden Harzer als dumm, ungebildet und sozial schwach stigmatisieren ?
    Die "können nix und sind faul !" Stigmatisierung wird ja auch gerne von linken Populisten verwendet.

    @kE
    Natürlich kann man auch heute noch neben der Berufstätigkeit sein Abitur nachholen und dann auf einer Fernuni studieren. Oder Abends und am Wochenende einen Meisterkurs besuchen. Und nebenher noch für die Familie da sein.
    Und das ganze dann noch aus eigener Tasche bezahlen. Und dabei bitte noch ordentlich Steuern zahlen, damit die Kinder der Besserverdienenden auf Staatskosten ein Gratisstudium erhalten.

    @all
    Die Konfliktzone verläuft nicht zwischen Drinnen und Draussen, sondern zwischen Oben und Unten.
    Und nein, der syrische Zahnarzt und seine Kinder die schon in Damaskus studiert haben stehen nicht auf meiner Seite der Barrikade. Genausowenig wie Menschen die auf Harz IV Bezieher herabsehen und sie pauschal als dumm, faul und ungebildet ansehen.

  • #23
    kE

    @20:
    Eine Diskussion gab es auch beim Zuzug von Verwandten. Was dabei herausgekommen ist, kann ich nicht sagen.
    Selbst die Forderung nach dem Erlernen von wenigen Wörtern führte zu einem großen Widerstand.

    Da sind klassische Einwanderungsländer anders. Sie fordern und das ist auch richtig. Wenn ich wirklich dauerhaft in einem anderen Land leben will, sollte ich auch die Zeit aufbringen, einen Grundwortschaftz von 2000 Wörtern zu lernen. Das geht auch via Online Kurs etc.

    @21:
    Wir haben auch viele Freiheiten erst in den letzten Jahren errungen. Das war aber eine weltweite Bewegung.

    Nun sind auch schon wieder viele Jahre vergangen. Wer unbedingt nach Deutschland will, hier leben will, sollte auch wissen, welche Freiheiten es hier gibt und was nicht geht.

    Bei Verstößen hilft nur die unmittelbare Sanktion. Ich möchte nicht, dass hier Rechte auch nur ansatzweise diskutiert werden (Armlänge), für deren Durchsetzung unsere Vorfahren viel investiert und riskiert haben.

    Wenn teilweise schon wieder von der Schuld der Gesellschaft gesprochen wird.. ist das nicht zu akzeptieren.
    Wenn ich in andere Länder Reise und insbesondere wenn ich dort meinen Lebensmittelpunkt aufbauen will, habe ich mich mit den grundlegendsten Verhaltensweisen zu beschäften.
    Das habe ich bspw. zu berücksichtigen, falls ich dauerhaft in Saudi Arabien leben wollte.

    Ja, die Entwicklung ist relativ jung. Afghanistan hat bspw. viele Wendungen erlebt. Das merkt man, wenn man Bilder der 60er sieht. Aktuell ist es wieder auf dem absteigenden Ast nach unseren Werten. Das bedeutet auch, dass Rechte schnell wieder verloren gehen.

    Solche Bewegungen oder Tendenzen muss unmittelbar entgegen getreten werden. deshalb war die Reaktion auf die "Armlänge" auch berechtigt.

    Es bedeutet aber auch, dass wir die Dauerverständnisvollen verbal stellen müssen und offensiv auf den möglichen Verlust von Grundrechten hinweisen müssen.

  • #24
    Deutschlandkritiker

    @ Linker Nichtwähler: Kommunist_innen waren noch nie atheistisch; nur heißen deren Götter Marx, Lenin, Stalin, Trotzki usw. usf., und das gilt es genauso zu kritisieren wie die Gottesanbeterei anderer
    Religionen. Wer im 21. Jahrhundert allen Ernstes noch göttliche Instanzen benötigt, um an die das Denken zu delegieren, tut mir leid. Dass jeder, der Religionskritik übt, in die rechte Ecke gestellt wird, nehme ich nicht wahr. Solche Behauptungen halte ich für Geheule, mit dem ein vermeintliches Tabu konstruiert werden soll, um sich selbst dann als mutige_r Tabubrecher_in zu inszenieren. Solchen Opfermythen tragen manche Menschen wie eine Monstranz vor sich her, was ebenfalls regelrecht religiös anmutet und ebenfalls der Kritik bedarf.

  • #25
    Klaus Lohmann

    @#22 Alreech: Weder bin ich "linker Populist" noch habe ich "*jeden* Harzer als dumm, ungebildet und sozial schwach stigmatisiert". Plumpe Unterstellungen Ihrerseits überwinden garantiert nicht Ihre "Oben/Unten-Grenze".

  • #26
    Walter Stach

    Deutschkenntnisse…..
    Ich bitte zu bedenken,

    daß das

    a.) ein extrem auslegungsfähiger und auslegungsbedürftiger Begriff ist;.

    -Wenn ich ca. 3o Jahre zurückdenke und daran, daß ich Diktate und Aufsätze von Abiturienten bewerten mußte, die sich in Kommunen um eine Einstellung für den gehobenen Dienst bewarben, dann durfte ich feststellen, daß zwischen meiner Auffassung von Deutschkennnissen und der Auffassung von Lehrern und Schülern an Gymnasien "Welten lagen"; hat sich da ‚was geändert?-

    daß das
    b.)
    m.E. zunächst nur beinhalten sollte, den Flüchtling, der nicht Deutsch spricht, in die Lage zu versetzen, im Alltag in der deutschen Sprache kommunizieren zu können;
    – Das hinzubekomen, kann nicht allzu schwer sein -für Schüler und Lehrer-.

    daß das

    c.)
    über "Grundkenntnisse" der deutschen Sprache -sh.b.)-hinausgehende "Beherrschen der deutschen Sprache" durch den Staat, durch gesellschaftliche Organisationen, durch Unternehmen pp.zwar gefördert werden kann, es aber letztendlich der Einsicht der neuen Mitbürgern überlassen bleiben muß, ob sie die deutsche Sprache beherrschen wollen, weil sie einsehen, daß sie nur so
    den sozialen Aufstieg in Deutschland schaffen. Wer den nicht will, der …………..
    Wenn ich mich während mündlicher und schriftlicher Kommunikation mit in Deutschland lebenden Menschen mit sog. Migrationshintergrund, die den sog. Aufstieg geschafft haben, deren Beherrschung der deutschen Sprache zu registrieren habe, bestätigt das meine vorangegangen Festellung von der Eigennitiative, von dem unbedingt Wollen und es läßt mich häufig fragen, wie es um die Beherrschung der deutschen Sprache bei vielen "Einheimischen" bestellt ist; zur Zeit "nerven mich" die meisten Wintersportler aus Bayern, wenn sie so tun, als ob sie mittels der deutschen Sprache…………

    Erinnern will ich daran, daß der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit voraussetzt, daß man sich "auf deutsch" verständigen kann.

    Dass dies zukünftig in einem hoffentlich alsbald kommenden Einwanderungsgesetz -das nicht die Flüchtlinge betriff(!!)-festgelegt sein wird, versteht sich von selbst.

    Dass jeder Einwanderer, jeder Flüchtling, jeder Deutsche mit Migrationshintergrund weiterhin seine Muttersprache pflegt, u.a. in der Familie, ist für mich selbstverständlich -anders, als von CSUlern gefordert.

    Ich bestätige Grundschüler, mit denen ich gelegentlich schulisch zu tun habe, wenn sie z.B. aus türkisch stämmigen Familien stammen, ausdrücklich darin, nicht nur wie allen anderen Schüler die deutsche Sprache zu erlenen, sondern, wenn das zu Hause üblich ist, z.B. auch die Kommunikationsmöglichkeit mittels der türkischen Sprache zu pflegen:.
    "Denk ‚mal daran, was Du später alles werden kannst, wie viel Du verdienen kannst, wenn Du deutsch und türkisch sprechen und schreiben kannst"!

    Im übrigen wissen wir aus unserer Geschichte, speziell der des Ruhrgebietes, daß es über viele Jahrzehnte hinweg Menschen gegen hat -vor allem Frauen-, die bis zu ihrem Lebensende nur in der polnischen Sprache kommunizieren konnten. Das gilt heute noch für viele türkisch stämmige Frauen. Und in den jüdischen Vierteln von US-Großstädten galt das über Jahrzehnte für Juden, die aus Osteuropa eingewandert waren, wo von z.B. Philip Roth mehrfach erzählt. Letztendlich hat das Alles der jeweiligen Gesellschaft keinen Schaden zugefügt und, was wohl wichtiger ist, trotz aller sprachlichen Unzulänglichkeiten war das Leben für die Eingewanderten, für die Flüchtlinge ein besseres als in der Heimat.

    Also……….
    Gelassenheit und Pragmatismus könnten helfen, wenn es bezogen auf Flüchtliknge um das Problem der deutschen Sprache geht.

    PS
    Ist es Satire, wenn Pegidisten aus Sachsen in "ihrer Sprache" und frei von allen grammatikalischen Regeln von Flüchtlingen verlangen, daß diesee die deutsche Sprache beherrschen müssen?

  • #27
    W

    "Du bestreitest aber nicht, dass Erziehung und Sozialisation, also das soziokulturelle Umfeld, ganz unabhängig vom sozialen Status, zu sexistischen Vorurteilen, ja sogar zur generellen Verachtung z.B. von Frauen führen kann, Wolfram? Sonst würde nämlich dein Kommentar bei mir einen „schalen Nachgeschmack“ hinterlassen. :-)"
    Ich glaube wir beide sind Großmeister im aneinander vorbei schreiben. Macht trotzdem Spaß.

    Zum Glück kann es mir zunächst mal völlig Wumpe sein, ob eine von mir Vertretene Auffassung, bei anderen einen schalen Nachgeschmack hinterläßt, Geschmäckles sind durchaus substantiell bei Kontroversen. Ob wir eine Kontroverse haben, weiß ich aber noch gar nicht.
    Um eine Prägung durch das soziokulturelle Umfeld rundheraus zu verneinen, müßte ich ein Volltrottel sein, bin ich aber nicht. Vielleicht habe ich Deine dahinter liegende, eigentliche Frage nicht dekodieren können.

    Offensichtlich war ich allerdings nicht so verständlich, wie gedacht, darum mal konkreter:
    Ahmad Mansour schreibt von einer arabischen Kultur, die junge Männer in notgeile Zeitbomben verwandelt. Dabei ist arabisch≠syrisch≠ägyptisch≠tunesisch≠marokkanisch≠ertreisch.
    Was diese Flüchtlinge/Immis gemein haben ist, sie stammen aus hochgradig disfunktionalen Gesellschaften, in denen eine Alltags"kultur" vom entgrenzten Recht des Stärkeren unsanktioniert gelebt werden kann.
    Dazu kommt, als junge Männer erfüllen sie keinerlei Kindchenschema und haben deutlich seltener Anteil an einem Mentorenprogramm oder anderen Integrationsinitiativen. Zum "Ausgleich" leben sie häfig ziemlich zusammengepfercht in sehr provisorischen Bullenklöstern.
    Bevor das jetzt jemand in den falschen Hals bekommt: das entschuldigt nix, erklärt aber mehr als eine wolkige (so formuliert rassistische?) arabische Kultur.

    Wobei vor allem immer noch, auch nach dem nun öffentlichen Polizeiberichten (, die am ersten Werktag nach den Ereignissen verfaßt worden sind), bisher von 16 identifizierten Tätern noch nicht näher bestimmter Herkunf die Rede sein kann.
    Fazit: Mansour spekuliert also m. E. nicht nur, er fabuliert auch.

  • #28
    Klaus Lohmann

    @#26 Walter Stach: Ich als Jemand, der heute Studenten bei Studien-/Diplom-Arbeiten unter die Arme greift, kann Dir leider bestätigen, dass grundlegende Interpunktion, Satzbau und Grammatik immer noch (oder schon wieder?) die größten Probleme sind – neben einer generellen Problematik, außerhalb der "Copy+Paste"-Welt eigenständige wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen.

  • #29
    Walter Stach

    Klaus Lohmann,
    also fordern wir Beide ab sofort nicht nur für unsere Landsleute in Bayern, in Sachsen, sondern zugleich für alle, die zum Studium zugelassen werden wollen als unabdinbare Voraussetzung:

    "Die Beherrschung der deutschen Sprache".

    Denn, ansonsten besteht die Gefahr, daß demnächst nicht nur einige wenige Zuwanderer, sondern die Zuwanderer in Mehrheit und nicht die "Einheimischen" diejenigen sind, die die deutsche Sprache beherrschen.

  • #30
    Arnold Voss

    @ W # 27

    Wolfram, man wird nicht dadurch zum Frauenverächter in dem man zur Flucht gezwungen wird und/oder aus hochgradig dysfunktionalen Gesellschaften stammt und/oderin mit anderen Männern eng zusammengepfercht wird. Man war es schon vorher, bzw. ist man in einem solchen Wertesystem groß geworden. Auch führt Geilheit nicht automatisch zur Frauenverachtung, geschweige denn zur sexuellen Gewalt gegen Frauen.

  • #31
    kE

    Wenn ich die aktuelle Nachrichtenlage mit meinen Erfahrungen verbinde, gehe ich davon aus, dass die meisten Täter in einem gruppendynamischen Prozess eingebunden waren, der dadurch begünstigt wurde, dass bisher kein Eingreifen von Behörden etc. feststellbar war. In letzter Zeit haben viele Menschen doch die Erfahrungen gemacht, dass Gesetze nicht durchgesetzt werden, dass Identitäten beliebig sind.
    Es wurden Grenzen ausgereizt! Wenn dann noch Alkohol oder Drogen im Spiel waren, braucht es vermutlich nicht unbedingt eine grundsätzliche Frauenverachtung. Es reicht, wenn wenige Menschen andere auffordern, Straftaten zu begehen (siehe auch Experimente, wo "Autoritäten" Menschen zum Quälen anderer Menschen auffordern).

    Es ist deshalb wichtig, dass die Behörden endlich Transparenz schaffen und der Staat reagiert. Das geht nur mit einem totalen Neuanfang und neuem Personal auch in den Spitzenpositionen, wenn die Regierungschefinnen sich halten wollen. Sie verantworten dieses Totalversagen im Land und im Bund.

    Ebenso muss klar sein, dass solche massiven Straftaten ernste Konsequenzen haben. Insgesamt bleibt aber zu bemerken, dass bei Ersttätern in den meisten Fällen ein Warnschuß ausreichen wird. Bei Wiederholungstäter muß es ernste Konsequenzen geben, die bei fremden Staatsangehörigen dazu führen, dass ein Verlassen Deutschlands sinnvoll ist, wenn nicht das Leben im Ausland akut bedroht ist,

    Neues Personal im Ministerium und in den betroffenen Städten muss transparente Strukturen schaffen. Zusätzlich muss die Polizei wieder Aufklärungsraten und Verurteilungen erreichen, die dazu führen, dass Verbrechen eben auch Konsequenzen hat. Die transparenten Strukturen würden dies sichtbar machen.
    Hierbei hilft bspw. kein Rasermarathon oder die 1000. Ankündigung.

    BTW:
    Köln war es nicht gelungen, gesetzeskonforme Wahlzettel zu erstellen. Wie weit ist es dann bis zur "Bananenrepublik"?

  • #32
    kE

    @22 Alreech:
    Ja, von nichts kommt nichts!

    Ist das Studium nicht für alle frei, abgesehen von ein paar Euros?

    Besserverdiener zahlen 42 Prozent Einkommensteuer 5 Prozent Soli und oft noch Kirchensteuer.
    Wenn es ganz gut läuft, sind es 45 Prozent Einkommensteuer.
    Dazu kommen noch diverse andere Steuern.

    Das ist eigentlich eine ganze Menge Geld für die Umverteilung für eine angebliche soziale Kälte.

    In anderen Ländern hätte der Besserverdiener deutlich mehr Netto vom Brutto.

  • #33
    kE

    Hier ist noch ein Kommentar aus dem Comedy Bereich des WDR 2 (Audio-Link).
    http://www.wdr2.de/unterhaltung/kabarett/dieter_nuhr100.html
    (Audio-Link auf der Seite)

    Gab es im Netz schon Erklärungsversuche, wie die Amis die Kölner Vorfälle manipuliert haben könnten?

  • #34
    Klaus Lohmann

    @#29 Walter Stach: Wenn die Beherrschung unserer Muttersprache durch Zuwanderer in einer Form erfolgt, dass sich die Fortschritts-Balken von Germanisten nicht bis zur Unkenntlichkeit verbiegen und der restringierte Code der Fachsprachen nicht leidet, muss ich doch darin keine Gefahr sehen, oder?

  • #35
    Klaus Lohmann

    @#31 kE: "Köln war es nicht gelungen, gesetzeskonforme Wahlzettel zu erstellen"

    Der Kölner Polizei bzw. deren Chef Albers ist es auch nicht gelungen, *seinen* Stall im Griff zu behalten: https://de.nachrichten.yahoo.com/sek-skandal-k%C3%B6l-personalrat-polizeipr%C3%A4sidiums-132330617.html "SEK-Skandal in Köln – Anwälte reichen Beschwerde gegen Polizeipräsident Albers ein"

  • #36
    Alreech

    @kE
    Das Studium ist nur für alle frei die an einer normalen Hochschule studieren.
    Studium an einer Fernuni oder die Kosten für einen Meisterkurs müssen privat finanziert werden.

  • #37
    Klaus Lohmann

    Ein erneuter Versuch, etwas Intelligenz gegen diese Hysterie zu stellen:

    "Es wird versucht die Taten zu relativieren, mal wird von ähnliche Ereignisse während des Oktoberfests, und mal wird von Einzelfällen und verirrten Seelen gesprochen."

    Nein. Es wird selbst von Seiten der FrauenrechtlerInnen genau das versucht, was zur geistigen Entspannung der xenophoben Hysterie der letzten Tage notwendig ist:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/margarete-stokowski-ueber-sexualisierte-gewalt-a-1070905.html

    http://www.derwesten.de/politik/hoert-endlich-auf-so-zu-tun-als-sei-das-alles-neu-id11440468.html

    "Das plötzliche Interesse an Frauenrechten ist gespielt und nichts als ein vorgeschobenes Argument, um den eigenen Rassismus zu legitimieren. Die Verharmlosung sexueller Gewalt ist allgegenwärtig und tief in die – ja, auch die deutsche – Gesellschaft und Kultur eingebrannt. Die Kölner Angriffe von Männermobs auf Frauen wären eine sehr passender Anlass, um sich dieser Tatsache zu stellen und herauszufinden, weshalb ein großer Teil der deutschen Öffentlichkeit sich erschütternd wenig um sexuelle Gewalt schert – außer sie kommt von "nordafrikanisch oder arabisch aussehenden" Männern. " http://www.spiegel.de/netzwelt/web/koeln-silvester-mob-und-gegenmob-kolumne-a-1070724.html

    Die Anzahl bei der Polizei gemeldeten sexuellen Nötigungen (ungleich "sexueller Belästigungen") ist seit 15 Jahren nicht unter massive *siebentausend Fälle* pro Jahr gesunken (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/200877/umfrage/vergewaltigung-und-sexuelle-noetigung/). Die Täter entstammen *allen Kulturkreisen*, *allen Altersschichten*, *allen sozialen Levels und kulturellen Umgebungen*, ergo auch unseren "BILDBlondBlöd"-Ariern, die hier und jetzt so tun, als wären massenweise Übergriffe etwas "völlig Neues", vor dem sie aber schon vor wenigen Jahren immer wieder neu gewarnt hatten.

    Aber man kann natürlich als pre-prädestinierter Buchautor-Geldverdiener und gern gesehener TV-Gast Blödfug zu Geld machen, das verbietet ja Keiner.

  • #38
    Arnold Voss

    Danke für die Links und die Zitate, Klaus. Aber so allgemein richtig sie sind, helfen sie im Fall von Köln nicht wirklich weiter. An diesem Abend entstammten die Täter eben nicht "allen Kulturkreisen" und "allen Altersschichten" und es war – wenn die bisherigen Informationen Stimmen – sehr wohl eine neue Dimension sexueller Gewalt in Deutschland. Ich ziitiere dazu auch noch mal die Frauenrechtlerin aus dem zweiten ihrer Links: "Ein riesiger Mob, wie der in Köln, der einen vermeintlich rechtsfreien Raum schafft, in dem Frauenrechte mit Füßen getreten werden, das ist tatsächlich eine neue Dimension."

  • #39
    kE

    @36 Alreech:

    Hier ist eine Auflistung der Gebühren der FernUniversität Hagen:

    http://www.fernuni-hagen.de/studium/studienorganisation/gebuehren/kosten.shtml

    Die Kosten eines Studiums bewegen sich lt. dieser Infos insgesamt in dem Bereich 1000-1×00 EUR. Das ist vergleichbar mit den Semestergebühren an anderen Hochschulen.

    Dazu kommen dann natürlich noch Nebenkosten wie Briefmarken, Fahrten ..

    Es handelt sich also wirklich um die berühmten Peanuts. Es geht um ein Hochschulstudium, das mit vielen Zugangsmöglichkeiten neben dem Job gemacht werden kann.

    Wie gesagt, man muss natürlich wollen und die Angebote der staatlichen Bildungsmöglichkeiten nutzen.

  • #40
    Deutschlandkritiker

    @ kE: Fürs Studium sind jedes Semester knapp 300 Euro zu berappen. Als Empfänger von Bafög ist das mehr als ein "paar Euros", viel Geld geht außerdem für die Bezahlung horrender Mieten und die Anschaffung nicht gerade preiswerter Fachliteratur drauf, und was spätere "Zugangsmöglichkeiten" betrifft, so sehen die Chancen für Geistes-, Sprach- und Kulturwissenschaftler_innen alles andere als rosig aus: Die Arbeit im Theater bspw. wird derart miserabel bezahlt, dass es mehr Sinn macht, bei der Arbeitsagentur um Hartz IV-Leistungen zu betteln. Im Journalismus Fuß zu fassen ist auch alles andere als easy – erst mal ein mindestens einjähriges Volontariat ist obligatorisch, ob davon die während des Studiums angehäuften Schulden (Bafög + Kredit) abgetragen werden können, fragwürdig. In anderen infrage kommenden Branchen sieht die Situation nicht besser aus. Dennoch ist es das alles wert, denke ich: Der Wert ist eher ideeller Natur; der Sinn des Studiums besteht erst mal darin, etwas zu machen, was einem liegt, und entsprechende Ressourcen nicht veröden zu lassen. Es fünf Jahre lang zu genießen, sich nicht von Behörden gängeln und zu unsinnigen Maßnahmen zwingen zu lassen, ist auch ganz nett – das kann man sich dann noch früh genug antun.

    @ Daniel: Das Märchen, dem Sie aufgesessen sind, ist uralt und lautet: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." Das Erlernen sowohl sprachlicher als auch naturwissenschaftlicher Fertigkeiten hängt von weitaus mehr Faktoren ab als dem Lebensalter. So was wie intrinsische Motivation sollte nicht unterschätzt werden, und eine solche kann sich aus vielfältigen individuellen Gründen durchaus erst spät einstellen.

  • #41
    Klaus Lohmann

    @Arnold #38: Ich überlasse die Definition und Eingrenzung des Begriffs "Dimension" – vor allem dann, wenn Jemand aus Medien und Politik ihn mit dem Adjektiv "neu" zu garnieren versucht – aus historischen, logischen und wissenschaftlichen Gründen lieber den Mathematikern, denn diese können viel besser mit schwammigen Mengenangaben umgehen – vor allem dann, wenn diese noch nicht belegt sind. "Riesige", gewalttätige Mobs ohne soziale Selbstkontrolle kenne ich allerdings selbst sehr konkret u.A. von Bundesliga-Heimspielen.

  • #42
    Ke

    #40
    Ausbildung für einen Job oder Selbstverwirklichung.
    Hier muss jeder selber entscheiden.
    Warum nicht einfach Ingenieurwesen, Medizin, … studieren, d.h. Fächer, in denen es überall auf der Welt Jobs gibt.

  • #43
    Arnold Voss

    Ich auch. Und es wäre höchste Zeit, darüber genauso öffentlich zu diskutieren, wie über die sexistischen Übergriffe in Köln. Neben der zunehmenden Infantilisierung betrachte ich die zunehmende (auch sexuelle) Verrohung unserer Gesellschaft für die Hauptgefahren der zukünftigen Entwicklung. Wer Multikulti will, der darf sich dabei aber nicht scheuen auch kulturelle und religiöse Dimension von Gewalt und Infantilisierung zu thematisieren.

  • #44
    Deutschlandkritiker

    @ 42: Vielleicht gibt´s auch noch was zwischen striktem Entweder oder. Es kann und will nicht jeder Mediziner_in oder Ingenieur_in werden, Fähigkeiten und Interessen sind nun mal unterschiedlich ausgeprägt und der Bedarf breit gefächert, und das finde ich auch ganz gut so. In Deutschland werden jährlich etwa 90.000 Bücher als Neuerscheinung gedruckt; statistisch gesehen übersteigen die Theaterbesuche bei allen Klagen über vermeintlich mangelnde Auslastungszahlen immer noch die Besuche der bundesdeutschen Fußballstadien (das will schon was heißen). Gesagt werden soll damit, dass eine lebendige Kulturlandschaft gesellschaftlich erwünscht ist und der Bedarf an gut ausgebildeten Fachleuten in der Branche durchaus besteht. Nur was die Bezahlung angeht, da sollen die sich gefälligst damit zufrieden geben, am Existenzminimum zu darben, so die weit verbreitete Logik. Davon abgesehen erzählen mir Kommiliton_innen aus den Naturwissenschaften, dass die Jobaussichten in ihren Fachbereichen ebenfalls längst nicht so prickelnd ausschauen, wie sie sich das zu Beginn des Studiums gedacht hätten und wie das landläufig gerne angenommen wird. Juristen betrifft das ganz genau so. Also Leuten vorzuwerfen, dass sie das vermeintlich falsche Fach studieren, ist ziemlich billig und sortiert Menschen primitiv nach verwertungslogischen Kriterien – blöd nur, wenn solche Kriterien nicht mal am ach so geliebten Markt ausgerichtet sind und tatsächlich nur auf Hirngespinsten basieren.

  • #45
    Walter Stach

    Klaus Lohmann,
    -29/34-
    das mit der "Gefahr" war als Methapher gedacht mit Blick auf die Deutschnationalen bei Pegida, AFD, CSU und…….!

    Eine Glosse dazu:
    "Die Deutschnationalen müssen sich halt allesamt sehr anstrengen, damit ihr Klientel sich nicht stetig und unaufhaltsam in Sachen "Beherrschung der deutschne Sprache" von der Note"mangelshaft" zur Note "ungenügend"" bewegt,, nicht zuletzt deshalb, weil es diesen Deutschnationalaen ein besonderes Anliegen zu sein scheint, die "Beherrschung der deutschen Sprache" den Einwanderern, den Flüchtlingen abzufordern, so daß folglich diese Deutschnationalen eigenständig und masiv die Konkurrenten ihres Klientels fördern -jedenfalls was die deutches Sprache angeht. Fördern sie so gezielt und bewuß den Wettbewerb zwischen den Einheimischen und den Zuwanderer, einen Wettbwerb, der dann über den Faktor Sprachbeherrschung hinaus alle Lebensbereiche erfassen wird?"

    Klaus Lohmann, in der Tat:
    "Das wäre dann ja nicht schlecht. Das wäre gut so!"

  • #46
    Thorsten Stumm

    Zum Warum der Übergriffe guter Artikel aus dem Handelsblatt
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/frauenbild-in-der-arabischen-welt-verachtet-diskriminiert-missbraucht/12806454.html

  • #47
    Wolfram Obermanns

    #30 Arnold
    Von allein dysfuntkional war keine Rede, dysfunktional im Sinne von entgrenztes Recht des Stärkeren ist aber sehr wohl ausreichend für solch übergriffiges Verhalten. In solch kaputten Gesellschaften sind Frauen die Gekniffenen.
    Es sein denn natürlich, man glaubt Pippi Langstrumpf, ist die Biographie einer realen Person.

  • #48
    Wolfram Obermanns

    Was zum Lesen, so von wegen soziokultureller Zusammenhänge zur Kriminalität:
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kriminologin-zu-uebergriffen-frankfurt-nicht-mit-koeln-vergleichen-14003109.html

  • #49
    Arnold Voss

    Wolfram, ich zitiere aus deinem Link: "Über die Sozialisation entscheidet nicht das Herkunftsland und auch nicht die Religion, sondern wie jemand in seiner Familie geprägt wird."

    Der Satz ist wissenschaftlich schlichter Unsinn. Ein Familie ist keine gesellschaftliche Monade, sonder von den sozialen Strukturen und kulturellen Werten beeinflusst, die sie umgeben. Dass sie ihnen deswegen nicht unbedingt folgen muss, ändert nichts an dieser soziologischen Tatsache. Ansonsten ließ bei mir noch mal meinen ersten Kommentar. Da steht was von E r z i e h u n g.

    Und natürlich gilt immer die Einzelabwegung, denn jeder Mensch, auch in stark traditionellen Gesellschaften, ist ein Individuum. Deswegen wird auch nicht jeder, der aus einer fraunverachtenden Familie kommt, zum potentiellen Sexualstraftäter. Mein Vater war auch ein Frauenverächter. Da er aber seine Kinder nie geschlagen hat, konnten seine Söhne an ihm in Opposition lernen, dass es auch anders geht.

    Wenn mein Vater ein echter und zugleich gewalttätiger Patriach gewesen wäre, dann hätte ich diesen oppsitionellen Lernprozess wahrscheinlich nicht gemacht. Wenn mich meine Freunde obendrein noch in meiner frauenfeindlichen Haltung bestätigt hätten, wäre ich die Sorte Mann geworden, die ich heute zwar verstehe (was nicht mit Verständnis zu verwechseln ist) , aber deren verhalten ich nicht billige und nicht akzeptiere, ja bekämpfe.

    Wenn ich aus ihrem eigenen Grund so wütend würde, dass ich gewalttätig werde, dann wird sich dewegen meine Gewalt auch niemals gegen eine Frau richten, erst recht nicht gegen eine wehrlose. Das würde ich mir nämlich selbst nicht verzeihen können. Auch nicht wenn ich lange Zeit ohne jede sexuelle Befriedigung gewesen wäre. Man(n) realisiert seine Gewaltphantasien nur gegen die Objekte, die man(n) auch sonst hasst. Und die generelle Verachtung von Frauen ist nie nur familiär sondern immer auch kulturell begründet, weil Familiewerte immer Teil einer Kultur sind.

    Wer diesen Zusammenhang nicht sehen will, der ist für mich entweder kein Experte, oder einer der sich gerade an den politischen Wind, oder die diesbezüglichen Vorgaben seiner Vorgesetzten anpasst. Da kenne ich mittlerweile reichlich von. Wissenschaft wird auch in diesem Land immer mehr Teil von Politik. In öffentlichen Interwiews mit Sicherheit. Ich nenne das stromlinienförmige Wissenschaft.Aber wenn deren „Ergebnisse“ einem natürlich in seine eigene Ideologie passt, dann ist das genau die „Wissenschaft“, die zu Zeit gebraucht wird.

  • #50
    Helmut Junge

    @Arnold,
    Zustimmung, wenn der Vater nicht autoritär ist, haben die Söhne eine Chance sich am Vaterbild abzuarbeiten und sich von ihm abzugrenzen, und dadurch anders zu werden. Ist der Vater autoritär, haben die Söhne die Chance nicht, und werden häufiger so wie der Vater. Dabei gibt es natürlich Ausnahmen, wie immer bei Menschen. Aber als Faustformel ist das richtig.
    Als wir unsere Kindheit lebten, waren unsere Väter wegen der vielen Veränderungen in ihrem Umfeld, selbst etas orientierungslos. Das war unsere Chance. Später habe sie sich sogar uns in einigen Punkten angepaßt! Koteleten, Bart, Jeans, alles vorsichtig, aber immerhin. Wir haben die Veränderungen als Kinder spielend mitgemacht. für die Väter war das anders, war schwieriger.
    In Ländern, die sich nicht so schnell entwickeln, können väter ihre traditionellen Vorstellungen beibehalten. Da gibt es auch für Söhnen nicht so viel Spielraum. @wolfram scheint jünger zu sein als wir. Die fanden alles vor und mußten sich nicht auseinandersetzen, was auch nicht gut für die Persönlichkeitsentwicklung ist, weil da dieses kollektive Zusammengehörigkeit einer Generation nicht gebildet werden kann. Wir haben uns gegen unsere Väter durchgesetzt! Und das hat uns als 20-jährige in einem Maße selbstbewußt gemacht, wie ich es von meinem Nachwuchs nicht kenne.

  • #51
    Arnold Voss

    Der wird andere, wahrscheinlich sogar härtere Möglichkeiten dazu bekommen. Keine Sorge. Aber dann leben wir beide wohlmöglich nicht mehr, was eventuell ein Glück sein könnte. Unsere Generation war und ist immer noch, zumindest was die westliche Welt betrifft, eine der bevorteiltesten, die es bislang in der Menschheitsgeschichte gab.

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