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#allesdichtmachen: Dicht gemacht hat nur der Kopf – Schauspieler und die Realität

Jan Josef Liefers in der Rolle des Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne Foto (Ausschnitt) Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0

Bis zur vergangenen Nacht dachte ich, Romantic Comedies seien das Schlimmste, was die Zunft deutscher Schauspieler bisher verbrochen hat. Mittlerweile ist klar: Die „satirische“ Videoreihe „Alles dichtmachen“, welche die Coronamaßnahmen kommentiert, unterläuft das Niveau des durchschnittlichen deutschen Kinofilms mit Leichtigkeit.

Es gibt Dinge, die muss man einfach für sich selbst sprechen lassen. Nehmen Sie sich 90 Sekunden Zeit, um den Clip von Heike Makatsch anzuschauen:

Heike. Makatsch. Macht. Die. Tür. Nicht. Auf.
Verstehen Sie? Das soll eine Metapher darstellen, die sich auf den Lockdown bezieht.
So eine Kombination aus unnachahmlichem Drehbuch und schauspielerischer Höchstleistung findet sich sonst nur in Filmen von Uwe Boll.

Zwar ist Heike Makatsch nur eine von vielen Gesichtern, die sich auf dem YouTube-Kanal der Aktion präsentieren, aber neben ihr sind nur noch Jan Josef Liefers und Wotan Wilke Möhring erwähnenswert. Die anderen Gesichter können getrost als das Who is Who des „Wer ist das?“ subsummiert werden.

Da die Inhalte so monoton sind, wie die weißen Wände in denen gefilmt wurde, möchte ich die Botschaft der Aktion exemplarisch am Auftritt von Jan Josef Liefers durchexerzieren.
Um seine Motivation besser begreifen zu können, sei an das Video direkt ein bezugnehmender Facebookpost angehängt

Titelbild Jan Josef Liefers

 

Liefers möchte also einfach die Frage stellen, ob wir von den Medien gut informiert werden. In seinem Video klingt die Kritik durchaus schärfer:

Danke an alle Medien unseres Landes, die seit über einem Jahr unermüdlich, verantwortungsvoll und mit klarer Haltung dafür sorgen, dass der Alarm genau da bleibt, wo er hingehört, nämlich ganz, ganz oben und dafür sorgen, dass kein unnötiger kritischer Disput uns ablenken kann, von der Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer Regierung.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Ironie in der Sache klar rüberkommt. Jan Josef Liefers veröffentlicht auf einem YouTube-Kanal ein Video, das auf sozialen Netzwerken viral geht und von etablierten, sowie alternativen Plattformen wie Tichys Einblick geteilt wird, in dem es darum geht, dass man keine eigene Meinung haben dürfe. Darüber hinaus betont er überspitzt, dass wir alle die Meinung der Bundesregierung teilen sollen. Das müsste nun der Gipfel der Ironie sein, gibt es doch ohnehin fast niemanden, der mit den aktuellen Beschlüssen der Bundesregierung einverstanden ist.

Überhaupt, welcher Disput findet seiner Meinung nach nicht genug Aufmerksamkeit? Welches Thema steht für ihn nicht ausreichend zur Diskussion? Seit Beginn der Pandemie köcheln Ministerpräsidenten ihre eigenen Maßnahmensüppchen, allen voran Laschet und Kretschmer, die ihre ganz persönlichen Experten befragt haben. Im NRW Expertenrat sitzt Beispielsweise Hendrik Streeck, der trotz unzähliger falscher Prognosen und „Missverständnisse“ bis heute ein gern gesehener Gast in Zeitungen und Talkshows ist, und den man als Gegenpol zu Christian Drosten präsentiert. Zu Beginn der Pandemie wurden Menschen wie Bhakdi und Wodarg angehört, die sich mittlerweile vollumfänglich den Querdenkern verschrieben haben. Also, welche Pluralität fehlt ihm genau?

Ähnlich ungenau bleibt Liefers auch bei folgendem Absatz:

Verantwortungslosen, menschenverachtenden Ärzten und Wissenschaftlern, die zu anderen Schlüssen kommen, als die beratenden Experten unserer Regierung, und die sich mit Professoren an weltberühmten Universitäten und Nobelpreisen schmücken; ich möchte sagen, tarnen, dürfen wir keine Bühne geben. Schließlich wissen nur ganz wenige Spezialisten, was wirklich gut für uns ist.

Ja, die Koryphäen mit ihren Lehrstühlen und Nobelpreisen, die quasi schon von Amts wegen eine Erhabenheit besitzen, an die herkömmliche Wissenschaftler gar nicht heranreichen. Hier zeigt sich, dass es eben nicht genug ist, einen Professor der Rechtsmedizin zu spielen, um auch nur ansatzweise etwas von der wissenschaftlichen Methodik zu verstehen. Liefers führt hier ein Argument an, das man recht häufig sieht, wenn sich Laien zu wissenschaftlichen Themen äußern. Das Argumentum ad verecundiam. Das Autoritätsargument. Eine vermeintliche Autorität wird bemüht, wenn man das eigene Argument untermauern möchte, auch wenn die Autorität selbst über keinerlei Belege für die Aussagen verfügt. Was hier also angedeutet wird ist, dass irgendwelche ominösen Nobelpreisträger aufgrund ihrer bloßen Existenz ernstzunehmende Vorschläge vorbringen könnten, die die empfohlenen Maßnahmen der Experten konterkarieren und gleichzeitig eine bessere Kosten-Nutzen-Abwägung haben. Welche großartigen Vorschläge das denn sein sollen, bleibt das Video natürlich schuldig. Vorschläge zu machen und Namen zu nennen, würde ja bedeuten, Farbe zu bekennen.
Also wird auch hier außer plumpen Zynismus nichts geliefert, was das Video bereichert. Natürlich muss man erwähnen, dass keines der anderen Videos in irgendeiner Hinsicht erkenntnisreicher ist. Verglichen mit dem Video von Ulrich Tukur, der sich zur komödiantischen Spitzenklasse aufschwingt, wenn er fordert, dass wir auch Lebensmittelläden schließen sollten, damit unsere verhungerten Körper dem Virus die Existenzgrundlage entziehen, erscheint die Minute mit Liefers beinahe schon reif für die Goldene Kamera.

Nun könnte man ja sagen, dass diese Schauspieler eben auch zur Gruppe der gebeutelten Selbstständigen gehören, die im Rahmen der Pandemie einen Großteil ihrer Einnahmequelle verloren haben. Und dass diese Videos als Reaktion auf eine absolut planlose Politik entstanden sind, die als Reaktion auf die Pandemie lieber individuelle Freiheitsrechte mit dem Holzhammer einschränkt, anstatt sich um wirksame Maßnahmen zu kümmern. Aber diese Schauspieler sind nicht die ersten, die von der Pandemie gebeutelt werden.

Nehmen wir Tim Mälzer stellvertretend für die Gastronomen, die von der Politik im Regen stehen gelassen wurden. Mälzer hatte bisher noch keine Zeit dafür, überhebliche Videos auf YouTube hochzuladen. Mälzer organisiert Demonstrationen, spricht mit Politikern wie Olaf Scholz, verlangt Antworten, bietet Konzepte, bewertet Maßnahmen und reißt sich den Arsch auf, um der Gastronomie als Ganzes zu helfen. Währenddessen spielt Nadine Dubois in ihrem Video ein bisschen das Spiel vom Klassenkampf und Richy Müller kommentiert das Ansteckungsrisiko in Innenräumen abfällig, indem er in dieselben Mülltüten atmet, aus denen sein Skript gekommen sein muss.

Hier könnte jetzt eigentlich ein Fazit stehen, aber ich zeige lieber das Video von Cem Ali Gültekin, lediglich 52 Sekunden lang.  Allerdings auch schon 52 Sekunden zu lang, setzt er doch die Schnelltests für Schulkinder in einen Kontext der Kindesmisshandlung.

Vielleicht doch ein kleiner Abschluss: Ein Land, das Filme von Til Schweiger verkraftet, kommt auch mit überprivilegierten und intellektuell auf der Strecke gebliebenen Schauspielern klar, die erstmals in ihrem Leben aus der ehemals mietpreisgebremsten Berliner Maisonettewohnung in die Realität katapultiert werden und ihre Hilflosigkeit mit ekelerregendem Zynismus zur Schau stellen müssen.

RuhrBarone-Logo

49 Kommentare zu “#allesdichtmachen: Dicht gemacht hat nur der Kopf – Schauspieler und die Realität

  • #1
    Kees Jaratz

    Der Liefers-Clip zielt auf die Demokratie, selbst er wenn das nicht beabsichtigt. Die pauschale Medien-Diffamierung ist der Joker aller Demokratie-Feinde. Von den anderen habe ich nur einen gesehen, und der war empathielos. Und das ist auch viel,aber gefährlicher sind die Worte von Liefers. Die Click-Zahlen der Clips zeigen, wo die Demokratie-Feinde ihren Stoff herholen. Liefers mit Abstand am meisten geklickt.

    Etwas ausführlicher noch im Blog
    https://zebrastreifenblog.wordpress.com/2021/04/23/halbzeitpausengesprach-jan-josef-liefers-braucht-nachhilfe/

  • #2
    Arnold Voss

    "Dissens ist in der Wissenschaft die normalste Sache der Welt, damit habe ich kein Problem. Aber diese ständigen Schubladisierungen, nun ja, die helfen der Sache nicht. Also grenze ich mich ab. Einerseits von der «Querdenken»-Bewegung, die die Gefährlichkeit oder sogar die Existenz von Sars-CoV-2 leugnet. Das ist einfach grundfalsch. Anderseits grenze ich mich auch von jenen ab, die mit der Pandemie das Ende der Welt kommen sehen. Was ich fordere, ist eine Interdisziplinarität in der Betrachtung der Pandemie: Es gibt nicht die eine wissenschaftliche Meinung und deshalb auch nicht die eine politische Antwort. Die Virologen sollten nicht die Macht übernehmen, und die Politiker sollten sich nicht hinter den Virologen verstecken. Wir brauchen vielmehr eine ehrliche gesellschaftliche Debatte und einen gesellschaftlichen Konsens. Nur so kommen wir weiter."

    Aus:

    https://www.nzz.ch/feuilleton/hendrik-streeck-ueber-corona-politik-pandemie-und-infodemie-ld.1611035?mktcid=smsh&mktcval=Facebook&fbclid=IwAR2vAUhYVBZs82zwmipQd4CKYBfFLnU6ONytChZ14t9pSjc5PsB38-wimt4

  • #3
    Arnold Voss

    "Was anschließend weitere Journalisten mit klarer regierungsamtlicher Haltung motivierte, zum großen Angriff auf Liefers und andere bekannte Schauspieler zu blasen: Hatten sie es doch gewagt, mit satirischen Mitteln die Coronapolitik der Bundesregierung kenntlich zu machen. Zugleich wurden auf Twitter publizistische Fahndungslisten erstellt, wer denn so alles diese Aktion unter dem Hashtag #Allesdichtmachen unterstützt hatte. Rechte und „Querdenker“, so der Tenor, haben sich die beteiligten Schauspieler wegen der Kontaktschuld zu verantworten. Das geschah am gleichen Tag, als das bis zum 30. Juni geltende bundeseinheitliche Infektionsschutzgesetz die letzten parlamentarischen Hürden genommen hatte. Nichts beschreibt die vergiftete Atmosphäre dieses Landes besser als der Umgang mit Kritikern."

    Aus:
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-zu-maybrit-illner-corona-politik-mit-satire-angegriffen-17307754.html

  • #4
    Johann

    @ Arnold

    "… wer denn so alles diese Aktion unter dem Hashtag #Allesdichtmachen unterstützt hatte …"

    in der Tat, ich hab gerade mal nachgeschaut wer bei der unterirdischen #Allesdichtmachen-Kampagne mitgemacht hat:

    bis auf wenige Ausnahmen zu erfolgreiche "Staats"-Schauspieler*innen, die schon vorher mega-anmaßend waren, in der ersten Reihe: Ulrich Tukur

  • #5
  • #6
    Sören

    Ein richtiger und wichtiger Kommentar von Herrn Schmalz und ich denke es ist nun Aufgabe des öffentlichen Rundfunks (ÖRR) diesen Systemkritisierenden durch Kündigung und Nichtvergabe von Aufträgen ihre existenzielle Grundlage zu nehmen.

  • #7
    ccarlton

    #1: Die pauschale Diffamierung von Abweichlern aller Art ist seit geraumer Zeit die normale Vorgehensweise von Politik und Medien. Das fing mit der Eurorettung an, wo jeder Kritiker EU feindlich oder schlimmeres war und ging mit Flüchtlingen und Klimawandel weiter. Es sollte keinen überraschen, dass dabei Spaltung und Feindseligkeit herauskommt.

  • #8
    M;ichael Wendmann

    #1
    Man muss auch nicht sofort übertreiben ("Clip ziel auf Demokratie ab"). Die Aktion muss man nicht toll finden, aber sie ist im Rahmen der freien Meinungsäußerung innerhalb eines demokratischen Staates absolut ok!

    Außerdem leidet auch fast keine Branche zu sehr unter dem Lockdown wie die Kulturbranche. Wenn man beispielsweise Beamter ist und sein Gehalt entspannt weiterbezieht, hat man auch immer leicht reden!

  • #9
    Berthold Grabe

    Also mir war sonnenklar worauf Liefers abzielte und ich finde den ironischen Sarkassmusabsolut treffend.
    Wir erleben gerade wie jegliche Kritik die eloquent höflich herüberkommt ,schlicht ignoriert wird.
    Und we n der Ton schärfer wird, wird man als Querdenker bezichtigt oder in deren Nähe gerückt.
    Oder über die Qualität, aber nicht die Botschaft t diskutiert, die man einfach entrüstet zurückweist.
    Ich sehe die intellektuell Unterbelichtung daher eher auf Seiten der Kritiker, die in ihrer Selbstgefälligkeit gegenüber jedem Versagen völlig erblindet sind.
    Liefers und Co haben beträchtlichen Rückhalt in der Bevölkerung jenseits von Radikalen und Querdenkern, wie anmaßend ist es da, einen solchen Beitrag zu schreiben, statt sich inhaltlich mit der zugrundeliegenden Kritik zu beschäftigen?

  • #10
    thomas weigle

    Tiefer hängen!! Nicht jede Kritik an Coronamaßnahmen ist verqueres Leerdenken.

  • #11
    Mawa

    Ich finde die Aktion gut und angemessen. Die Reaktionen zeigen, dass sie einen Nerv trifft. Das ist gut. Außerdem sind die Videos gut gemacht.

  • #12
    Johann

    @ weigle

    hast du Angst um den ARD-Tatort?

    Tukur, Liefers, Wotan W., Folkerts sind alles Tatort Ermittler*innen:

    der neue Fall, ganz groß, total bizarr – das gibt Einschaltquote! – kann man gar nicht höher hängen!

  • #13
    Johann

    @ Mawa

    Hans-Georg Maaßen ist von #allesdichtmachen begeistert. Wie du. Muss ein Zufall sein …

  • #14
    Arnold Voss

    @ Kees Jaratz # 1

    "Der Liefers-Clip zielt auf die Demokratie, selbst er wenn das nicht beabsichtigt. Die pauschale Medien-Diffamierung ist der Joker aller Demokratie-Feinde. "

    Läuft es nicht gerade genau umgekehrt? Wird der Joker der pauschalen Diffamierung nicht gerade von der Mehrheit der Medienschaffenden gegen ihre Kritiker angewandt? Und betätigen sie damit nicht gerade die Kritik an ihnen?

  • #15
    Ali Mente

    Was für eine wundervolle Aktion und wie herlich entlarvend die Reaktionen!
    Die Schauspieler haben den Nagel auf den Kopf getroffen.

  • #16
    yohak

    "Ein richtiger und wichtiger Kommentar von Herrn Schmalz und ich denke es ist nun Aufgabe des öffentlichen Rundfunks (ÖRR) diesen Systemkritisierenden durch Kündigung und Nichtvergabe von Aufträgen ihre existenzielle Grundlage zu nehmen."

    Ist das ironisch gemeint, oder ernsthaft ein Aufruf zur Hexenjagd mit schwarzen Listen im Stil der McCarthy-Ära?

  • #17
    Arnold Voss

    @ Johann

    Alle doof außer Johann? Alles was Leute, die Johann nicht passen, beklatschen ist falsch? Und alles was von Menschen beklatscht wird, die Johann gut findet ist richtig? Im Ernst? Wie wäre es mal mit einer Aussage zur Sache und nicht zu Personen, Johann? Was genau ist jetzt falsch an dem, was die Schauspieler sagen? Und bei welchem genau? Oder glauben sie, dass alle hier alles sachlich richtig finnden, was diese Schauspieler sagen?

  • #18
    Stefan Günterowitsch

    "Überprivilegiert und intellektuell auf der Strecke geblieben"

    Danke für die feine Formulierung.
    Allerdings finde ich es bedauerlich, dass der schöne Begriff des "Zynismus" an diese Damen und Herren verschwendet wird. "Matsche im Kopf" hätte es auch getan, ist aber natürlich nicht so fein formuliert.

  • #19
    Johann

    @ Ali Mente

    natürlich findet ein Querdenker wie du die Aktion "wundervoll" …

    mittlerweile habe etliche Schauspieler*innen ihre Video löschen lassen, weil sie nichts mit Leuten wie dir zu tun haben wollen – zum Beispiel:

    "Die Schauspielerin Meret Becker – bekannt aus dem "Tatort" – und ihr Kollege Ken Duken ("Traumfabrik") haben sich von der Videoaktion #allesdichtmachen distanziert. Kunst müsse Fragen stellen können, sagte Becker in einem Beitrag bei Instagram. "Aber diese Aktion ist nach hinten losgegangen." Sie werde das Video runternehmen lassen. "Und ich entschuldige mich dafür, dass das falsch verstanden werden konnte.“ (…)

    Becker sagte, sie lasse sich impfen, trage Maske, halte Abstand und lasse sich testen, wenn sie mit Menschen in Kontakt trete. Das sei damit nicht gemeint. Dass die Aktion instrumentalisiert werde von der rechten Seite, sei das Letzte, was sie gewollt habe. "Ich möchte auch nicht mit Aluhütchen oder dergleichen verglichen werden." Es sei eine vielleicht zu zynisch gestaltete Kunstaktion gewesen.“

    https://www.n-tv.de/leute/Kuenstler-springen-bei-allesdichtmachen-ab-article22509790.html

  • #20
    Michael Wendmann

    @Johann #13

    Nur weil Maaßen etwas richtig findet, muss das nicht in jedem Fall automatisch falsch sein. Es gibt niemanden der zu 100% Recht oder zu 100% Unrecht hat.

    Was Du machst, ist die primitivste Art der Argumentation: Es geht null um Inhalt und nur noch darum, auf der richtigen Seite zu stehen bzw. den Gegner Mundtot zu machen.

  • #21
    Mawa

    @Johann #13
    Was für ein Zufall! Sehen Sie sich doch bitte mal das Video von Christian Ehrich an:
    https://www.youtube.com/watch?v=Z5E-IQBIXiU
    …gut getroffen, oder?

  • #22
    Mawa

    @Johann #13
    Was für ein Zufall. Sehen Sie sich doch bitte mal das Video von Christian Ehrich an:
    https://www.youtube.com/watch?v=Z5E-IQBIXiU
    …gut getroffen, oder?

  • #23
    abraxasrgb

    Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.
    Kurt Tucholsky, was darf Satire?

  • #24
  • #25
    D

    @6:"Ein richtiger und wichtiger Kommentar von Herrn Schmalz und ich denke es ist nun Aufgabe des öffentlichen Rundfunks (ÖRR) diesen Systemkritisierenden durch Kündigung und Nichtvergabe von Aufträgen ihre existenzielle Grundlage zu nehmen."
    Warum nicht gleich standrechtlich erschießen?

  • #26
    Emscher-Lippizianer

    @thomas weigle #10
    So richtig. Tiefer hängen! Die Regierigen habe durch ihr Versagen diese Situation (natürlich konsequenzenlos) zu verantworten. Wenn da ein paar Leute mal drauf hinweisen sehe ich da noch keinen Angriff auf die FDGO. Das ihre so genannte Satire nun nicht weniger peinlich ist, als ihr schlechtes Schauspiel liegt nun mal in der Natur der Sache.
    Aber hierfür wird Existenzvernichtung ja bereits gefordert.

  • #27
    WALTER STACH

    Nicht ganz dicht! *)

    Eine (Be-) Wertung des Schauspieles bzw. der betr. Schauspieler, frei nach Goethe:
    "Auf einen groben Klotz ein grober Keil.
    Auf einen Schelmen anderthalbe"

    *)
    Artikel-Überschrift bei FAZ-online -allerdings mit Frage- und nicht mit Ausrufungszeichen.

  • #28
    Hans Meier

    # 15 Ali Mente
    Danke für Ihre Worte, Sie sind in der glücklichen Lage nicht verbissen und frei von Vorurteilen zu sein.
    Mir scheint die politische, totalitäre Marschrichtung Merkels, eine absolute Unfähigkeit intelligente Lösungen im Interesse der Bevölkerung zu finden, ist „das große Tabu“, an dem sie sich und ihre Höflinge messen lassen müssen.
    Die Kaiserin ist erschreckend nackt, sie hat sich völlig verirrt und verbremst und darum sollen alle nun auch im Merkel-Stau stehen, denn sie will das Kommando behalten. Wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt, auf den lässt ihre hässlichen Sadisten los.
    Erst „keine“ Masken, dann doch usw., dann „bremsen“ der Freiheiten und wenn das Bremsen nicht gegen das Virus hilft, dann immer fester und verzweifelter fester bremsen, um auf Wunder zu hoffen.
    Das hat was von abgehobenem Wahnsinn ohne jede Bodenhaftung. Siehe https://www.merkur.de/politik/merkel-corona-notbremse-nacht-lockdown-deutschland-ausgangssperre-durchreisen-bahn-auto-fdp-kubicki-zr-90472375.html

    Wer die komplett verrückte Merkel-Politik nicht in ihrer praktischen Unsinnigkeit begreift, hat kein Glück beim Denken.

  • #29
    Arnold Voss

    Es geht journalistisch auch diffenzierter:

    "Die wütende Ablehnung der professionell gemachten Kampagne liess nicht lange auf sich warten. Sie bestätigt, dass die grundlegende Einschätzung der Schauspieler zutrifft: Das freie Wort und die Freiheit der Kunst stehen in pandemischen Zeiten unter erhöhtem Rechtfertigungsdruck."

    "Staatsgläubigkeit, Virologenhörigkeit, Kohortendenken: In diesen drei Kritikpunkten lassen sich die Clips zusammenfassen. Die meisten Videos wurden erkennbar an derselben Location gedreht, einer lichtdurchfluteten Wohnung. Dargestellt werden blasierte Grossstädter, die nicht begreifen wollen, warum andere Menschen nicht in ihrer Wohnung bleiben und dort Abstand halten, das sei doch in grossen Häusern und Villen kein Problem. «Ich bleibe zu Hause», heisst es einmal, «das kann ich mir zum Glück leisten.»"

    Es lohnt sich den ganzen Artikel zu lesen:

    https://www.nzz.ch/feuilleton/allesdichtmachen-den-deutschen-schauspielern-platzt-in-der-pandemie-die-hutschnur-ld.1613530

  • #30
    Martin

    #6
    Ist der Kommentar ernst gemeint?

    Es gab vor 80 Jahren eine Zeit, da wurden Systemkritiker mundtot gemacht oder ein Berufsverbot verhängt. Andere kamen ins KZ.

    Meine Großmutter ist aus der DDR geflohen, weil man auch dort nicht seine Meinung sagen durfte.
    Man denke nur an die Ausbürgerung von Biermann.

    Ich finde, dass eine Demokratie auch unterschiedliche Meinungen aushalten und tolerieren muss, sonst ist sie keine Demokratie mehr.

  • #31
  • #32
    Angelika, die usw.

    #28 @ Hans Meier

    Meldung aus Japan (23. April 2021)
    "…Suga is set to declare states of emergency in Tokyo, Osaka, Kyoto and Hyogo prefectures on Friday as the country resorts to contingency measures to contain a fourth wave of the coronavirus…" https://www.japantimes.co.jp/news/2021/04/23/national/suga-state-of-emergency/

    Pandemie, Herr Meier.
    Weltweit.
    Nicht nur Frau Merkel handelt.

  • #33
    Johann

    @ Angelika, die usw.

    verlorene Zeit: du denkst doch nicht, dass du mit Fakten überzeugen kannst … trotzdem Danke für deinen Einsatz!

    Was machen wir mit Herrn Voss? Am schlimmsten finde ich die, die mit "differenziert" kommen, aber am Ende doch nur den selben bullshit schreiben, wie Querdenker "Max Mustermann" …

  • #34
    DAVBUB

    Just im Augenblick macht sich von Mauschwitz im WDR lächerlich, indem er Liefers das Wort im Mund rumdreht, nicht ausreden läßt und in die recht Ecke stellt. Er stellt krude Zusammenhänge her und unterstellt den Künstlern, sie würden sich über "die Leute" lächerlich machen oder sie gar verhöhnen. Dann tritt er noch nach, indem er den Akteuren grundsätzlich unterstellt, zu den Besserverdienern im Land zu gehören, was ja an und für sich in D schon verdächtig ist ( auch der Autor dieses Artikels haut in dieseKerbe). Ob dies der Wahrheit entspricht, sein mal dahingestellt: Journalismus unterster Qualität beim gebührenfinanzierten Staatsfunk, präsentiert von einem Besserverdiener. Ich kann gar nicht soviel essen,…
    https://www.welt.de/kultur/article230594877/Allesdichtmachen-Schauspieler-kritisieren-Corona-Politik-Karl-Lauterbach-reagiert.html

  • #35
    Mawa

    Noch eins: ich habe einige Bekannte, die haben das garnicht als Satire verstanden. Die dachten, dass wäre eine der üblichen Aktionen von Regierung und ÖRR. Also: die Stimmung ist tatsächlich unterirdisch und ich bin es leid, dass Diskussionen mit Betroffenheitsberichten von Intensivpflegern oder einem Bericht aus der Intensivstation abgewürgt werden. Das ist miserabler journalistischer Stil aber es ist die Regel. Ich finde die Videos daher überwiegend sehr treffend und so ist auch das Aufheulen der MSM zu verstehen.

  • #36
    Mawa

    Das Interview des WDR mit Liefers:
    https://youtu.be/aIfy3vlQZz0
    ….das ist mal ein richtiger Skandal.

  • #37
    DAVBUB

    "Getroffene Hunde bellen" hat ein Herr Rech, der sich genauso liest wie der Sören, an anderer Stelle geschrieben. Dann muß der politisch-mediale Komplex ja sehr getroffen sein, wenn man sich anschaut, mit welchem Schaum vor dem Mund so einige Hofberichterstatter auf die mehr oder weniger gelungenen Filmchen von mehr oder weniger fähigen und prominenten Schauspielern reagieren.

  • #38
    Emscher-Lippizianer

    Ich hoffe, daß alle Möchtegern-Satiriker u.ä. eine Patientenverfügung verfasst und unterschrieben haben, die unser Gesundheitssystem von ihnen dann freihält. Wer etwas (wie ich auch) zu Motzen hat, soll sich an diese Trümmertruppe im Kanzleramt wenden und fragen, wo der Impfstoff bleibt.

    https://www.der-postillon.com/2021/04/klinikpersonal.html

  • #39
    Arnold Voss

    @ Johann # 33

    "Was machen wir mit Herrn Voss? "

    Beantworten sie einfach meine Fragen (# 17), Johann. Und wenn sie sich trauen, bitte unter ihrem Klarnamen. Ich würde sie gerne mal googeln. Sie könne mich im übrigen auch gerne googeln. Oder gehen sie mit dem Cursor einfach auf meinen Namen. Ich bin übrigens von Beginn an einer der Ruhrbarone.

  • #40
    Arnold Voss

    Boris Palmer:
    "@jetzt mal ernst
    Die Debatte über die Aktion „Alles dicht machen“ zeigt doch zwei Probleme:
    1. Wieder mal wird eine abweichende Auffassung stigmatisiert, diffamiert, mit Kontaktschuldthese bekämpft, in einen Topf mit Querdenkern, AfD und Rechten geworfen. Die Mühe, sich ernsthaft mit der Frage zu befassen, warum so viele bekannte Schauspieler dabei mitmachen, ist schon zu viel. Ausgrenzung statt Debatte heißt die Devise. Da empfehle ich Wagenknechts Buch „Die Selbstgerechten“. Die sind mal wieder alle am Werk.
    2. Die Lockdownmaßnahmen sind in einer Demokratie nicht mit der gleichen Härte durchsetzbar wie in China. Es gibt Gerichte, Grundrechte und Maßnahmen müssen verhältnismäßig sein. Das heißt eben, es ist bei uns gerade nicht zulässig, den Schutz vor einer einzigen Virusgattung über alles zu stellen. Und das ist auch gut so. In einer Demokratie dürfen Schauspieler die offenkundigen Defizite einer einseitig auf Verbote fixierten Politik aufspießen, sie dürfen darauf aufmerksam machen, dass viele Medien diese Strategie als alternativlos stützen, statt sie zu kritisch zu hinterfragen. Und es ist eben gewiss nicht so, dass die Bundsnotbremse besonders überzeugende Gesetzeskunst ist. Das haben sogar die meisten Ministerpräsidenten im Bundesrat ziemlich deutlich kritisiert.
    Richtig ist schon: Wer darauf setzt, dass sich jetzt alle in ihre Wohnung zurückziehen und niemand mehr treffen, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, der muss befürchten, dass die „Moral der Truppe“ durch solche kritischen Beiträge nicht gerade gestärkt wird. Auch das ist aber Demokratie. Wenn Menschen nicht mehr überzeugt sind von Verboten und Geboten, die der Staat gar nicht durchsetzen kann, wenn die Leute nicht freiwillig mitmachen, dann funktionieren sie nicht mehr. Kluge Politik würde darauf nicht mit immer härteren Maßnahmen reagieren, sondern mit wirksameren.
    Drei einfache Vorschläge dafür habe ich: Tübinger Test-Modell flächendeckend einführen, Curevac-Impfstoff sofort zulassen, weil er genau so wirkt wie Biontech und Moderna, und endlich eine Tracing-Funktion in die Corona-App einbauen. Wir könnten die dritte Welle weg digitialisieren, weg impfen und weg testen, wenn wir nur wollten."

  • #41
  • #42
    Angelika, die usw.

    #33 @Johann
    Herr Voss (, der ".. Ich bin übrigens von Beginn an einer der Ruhrbarone…") will Tango tanzen.
    Eine Malerin, die hier kommentiert und auch mal einen Artikel schreibt (sorry, hab mir den Namen nicht gemerkt, aber ihre Bilder sind interessant) will malen (mit Ölfarbe, in ihrem Atelier).
    usw. Alle wollen irgendwas. Und das versteh ich (!).

    Und wir (Familie) gehen inzwischen in einem Mehrfamilienhaus mit Mundnasenschutz in den Keller (Waschmaschinenraum, Trockenraum). Hier wohnen nämlich welche, die auf der Straße mit Nachbarn plaudern – ohne Mundnasenschutz, ohne Abstand. Einfach wegen Blablablubberblubber, weil das für die wichtig ist und sonn Virus kann man nich sehn un dann isset au nich da …

  • #43
    thomas weigle

    Es gibt 1 Million Kulturschaffende hierzulande, mehr also als in der Autoindustrie. Nur sind die meisten Kulturschaffenden nicht so gut bezahlt und abgesichert in der Pandemieund auch sonst,wie die in der Autoindustrie Beschäftigten. Dass sich jetzt diejenigen,die gut oder besser gestellt sindals die meisten ihrer Kollegen, finde ich nicht weiter wild.
    Anfangs habe ich,wie die meisten hier,die Maßnahmen der Regierung für angemessen gehalten. Ich bin dafür auf FB übel beschimpft worden von den verqueren Leerdenkern. Ich halte die nach wie vor für ziemlich dämlich, mittlerweile aber auch für gefährlich. Das ändert aber nichts daran, dass die Regierung seit letztem Sommer auf breitester Front versagt hat. Und es muss erlaubt sein,dies zu sagen, ohne mit den verqueren Deppen aus den verschiedesten Verschwörerzirkeln und dem Abfall von Doitschland in einen Topf geworfen zu werden.

  • #44
    Arnold Voss

    Einfach mal zuhören:
    https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-854307.html?fbclid=IwAR3EE5VjMHCXEyulOBMpfV3YD5E7IXzJmAPdiuYjEmTwW32z3onrEuGreo8

  • #45
  • #46
    Kees Jaratz

    @arnold voss
    #14 Ist das nicht das altbekannte Spiel von Ursache-Wirkung-Verdrehen?
    Wie wollen Sie das festlegen, wer hier wen als erstes pauschal diffamiert?
    Vielleicht hätte ich es im Kommentar selbst genauer begründen müssen.
    Für mich ist die Richtung eindeutig, weil im letzten Jahr selbst die abseitigsten wissenschaftlichen Stimmen Raum fanden in den etablierten Medien. Sie wurden eingeordnet. Was ich auch möchte. Dann kann ich mir immer noch meine eigene Meinung bilden. Das werden Sie genauso machen. Dann müssen Entscheidungen werden, das sind die Corona-Maßnahmen. Die lassen sich kritisieren. Das wurde seit dem Sommer von allen etablierten Medien immer wieder gemacht. Hat er keine Zeit gehabt, die zu lesen, zu sehen, zu hören?
    Nun greift er pauschal DIE Medien an. Wir sind uns doch einig, dass Demokratie Vertrauen in das System Medien braucht. Entsprechend ist meine Haltzung dazu, wer das System der Medien grundsätzlich und pauschal in die Tonne kloppt, beginnt die Grundlage von Demokratie zu zerstören.
    Für mich gehört das in die alte Rubrik, lieber ganz am Anfang zu vorsichtig sein als hinterher blödda zustehen.
    Ich habe das so ausführlich nur im Blog-Text beschrieben. Hätte ich auch hier schon machen sollen. Blieb mir vorgestern keine Zeit zu.
    Für mich heißt Ihre Frage nach dem Ursache-Wirkungs-Verhältnis, wer hat am Tag x, dem Erscheinen des Clips,die Deutungsmacht, die ich in Reichweite messen würde. Und da hat Jan Josef Liefers mal nen verdammt weiten Vorsprung.

  • #47
    Berthold Grabe

    @14
    Es ist ziemlich offensichtlich wer hier wen diffamiert.
    Die Massnahmen der Regierung stehen bereits vor dem in krafttreten als wirkungslos und verfehlt in der kritik.
    Inhaltliche Stellungnahme der Regierung dazu: null!
    Da ist es absolut legitim auf diese weise Kritik zu üben.
    Hinzu kommt, das kein einziger der Kritiker inhaltlich dazu Stellung nimmt und eine sachliche Entgegnung zu bringen in der Lage ist. Es herrscht Empörung und Unterstellung und Häme über die Form. Inhaltliche Gegenargumente. völlige Fehlanzeige. Sogar Volksverhetzung in der Gestalt des Herrn Duin kommt vor als WDR Rundfunkrat, unglaublich.
    Damit steht fest wer diffamiert.

  • #48
    Martin Höllriegl

    Es war richtig und wichtig dass Liefeyrs, Brüggemann, Tukur und viele andere eine andere Art von Blick auf das Treiben in diesem Land werfen. Überhaupt finde ich, dass mit allesdichtmachen, danser encore, Frau Julie Zeh mit Ihrem Roman Über Menschen die Dauerverblödung der Bevölkerung durch Künstler unterbrochen wird. Kunst kann aufdecken Kunst kann zudecken. Liefers ich schätze Ihre Arbeit und ab heute auch Sie!
    Und liebe Leute schaut Euch ganz genau von Mauschwitzens framende billigrethorische Achterbahnfahrt an – echt widerlich.

  • #49
    Walter Stach

    Die Vergiftung,.
    so die Überschrift eines Meinungsbeitrages in der TAZ von Georg Diez +)

    Ein kurzer Auszug:
    "Menschen brechen. Und das erzeug scheinbar irrationale Reaktionen. Es erzeugt eine Wut, die sich ihr Gegenüber sucht. Es erzeugt ein toxisches gesellschaftliches Klima, wenn das alles im Schema von Freund und Feind gesehen wird."

    Das Zitierte könnte als eine Zusammenfassung des Wesentlichen aus den einschlägigen Meinungsbeiträge hier bei den Ruhrbaronen verstanden werden.. Deshalb mein Hinweis auf den Meinungsbeitrag von Georg Diez in der TAZ.

    Für mich ist der Meinungsbeitrag von Diez jedoch aus einem anderen Grunde höchst bedenkenswert, da er über den Tag hinaus die aktuelle Verfaßheit der Gesellschaft, besser wohl die aktuelle Verfaßtheit sehr vieler ihrer Individuen aufgreift, um ein gravierendes Potential ihrer Bedrohung, ihrer Gefährdung aufzuzeigen. Im letzten Absatz schreibt Diez:
    " Es geht um Existenzen, und das ist ersteinmal eine wirtschaftliche Angelegenheit. Aber tatsächlich geht es auch um Existenzen im eigentlichem Sinne, und dafür braucht es Foren und Formate der Fürsorge, der Offenheit, des Austausches und des Halts. Denn Menschen brechen. Was in den kommenden Jahren droht, wenn wir nicht aufpassen, ist eine Austerität der Herzen , mit katastrophalen Folgen."

    +)
    TAZ -Mittwoch, 29.April 2021,
    S.12, . -Meinung + Diskussion

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