Anonymus: „Final Endboss of the Internet“


Anonymous. Im Internet, und mittlerweile auch darüber hinaus, ein Begriff der schon länger für eine Organisation, ein Kollektiv steht, zu dem es oft schwer fällt sich eine Meinung zu bilden. So kämpfen die Aktivisten mit den Guy-Fawkes-Masken zwar gegen Zensur, wenn sie gegen das ACTA-Abkommen ins Feld ziehen, oder gegen die totalitäre Scientology-Organisation mit ihrer „Chanology“-Operation. Doch gibt es auch Anons, so die Kurzbezeichnung für jemanden der sich dem Kollektiv zugehörig fühlt, die Medien oder soziale Netzwerke wie Facebook angreifen. Die Waffen sind dabei Hackingattacken, die ganze Webseiten lahmlegen können. Von unserem Gastautor Sebastian Bartoschek.

Was sind das für Menschen, die sich hinter der Maske verbergen, was sind ihre Überzeugungen, wie ist ihr Verhältnis zur Rechtsstaatlichkeit? Und braucht es wirklich Internet-Robin-Hoods, die sich über das Gesetz erheben? Wo verläuft die Trennlinie zu schlichter Kriminalität? Nach einiger Anbahnungszeit gelang Sebastian Bartoschek das folgende Interview in einem Textchat mit einem aktiven Anon, der sich selbst j4rkiLL nennt.

Sebastian Bartoschek: Bevor wir auf das Kollektiv Anonymous eingehen, kurz zu Deiner Person: was dürfen unsere Leser über Dich wissen?

j4rkiLL: Dass ich ein Aktivist bin, der gegen Scientology kämpft und über Zensur und Überwachung aufklärt, sich aber nicht an illegalen Aktionen wie z.B. Hacking oder DDoSing beteiligt.

„DDoSing“?

In den Medien ist der Begriff dafür „Webseiten lahmlegen“. DDoS steht dabei für Distributed Denial of Service.

Was machst Du beruflich und wie alt bist Du?

Ich möchte es dabei belassen, dass ich selbständig bin. Und mein Alter spielt hier keine Rolle.

Du schriebst vorab, dass Du nur für Dich und nicht fürs Kollektiv antworten kannst. Gibt es denn jemanden, der für das Kollektiv sprechen kann?

Richtig, so ist es, ich kann nur für mich sprechen und eventuell auch für Leute, die meine Meinung und Recherchen vertreten. Und Nein, Anonymous hat keine offiziellen Mitglieder, keine Sprecher und keine Hierarchie

Dann sind alle bisher in den Medien verbreitete Interviews Einzelmeinungen? Oder gibt es eine „Versammlung“ die über die Antwort auf Fragen beraten könnte?

Wichtige Medieninterviews werden meist von mehreren Anons beantwortet, kommt immer auf das Thema an. Ich, als aktiver Anon, kann Dir aber versichern, dass ich Dir nur richtige Informationen gebe, welche auf Erfahrung und selbstbeteiligung am Kollektiv selbst, beruhen

Was ist eigentlich Anonymous? Wo hat es seine Wurzeln? Was sind die Ziele?

Anonymous ist ein loses und führerloses Kollektiv, enstanden im 4chan, einem Imageboard wo man quasi das lustige Internet kennenlernt. Wer in diesem Imageboard postet, heißt automatisch „Anonymous“. Dann ließ Scientology im Jahr 2008 ein Video von Ton Cruise im Internet zensieren – erstmals sind da Anons auf die Straße gegangen, um gegen Scientology zu demonstrieren.

Anonymous war also ursprünglich gar keine Netzgemeinde?

Doch, doch. Anonymous war schon immer eine Art „Netzgemeinde“, bis 2008 hatte sich alles um das Internet gedreht. Sprich Images posten, Pranks, gegen Internet Zensur vorgehen und sich über alles und jeden lustig machen, der im Internet dafür Steilvorlagen geliefert hat.

Vor den Anti-Scientology-Demonstrationen gab es dann im Februar 2008 einen weltweiten Aufruf, dem überall Anons folgten.

Was sind Pranks?

Pranks sind Scherze, sprich Leuten Pizza bestellen, Scherzanrufe und sowas.

Wieso habt ihr denn so ein Problem mit Scientology?

Es gab da also dieses Video von Tom Cruise ist, wo er über Scientology schwärmte. Dieses Video wurde von damaligen Anons zur Belustigung ins Internet geladen, bis Scientology selbst kam und dieses Video zensieren ließ. Danach wurde das Video massenhaft hochgeladen, auf mehreren Plattformen, bis Scientology einen Copyright-Akt erwirkte, einen sogenannten DMCA[1], um alle Videos aus dem Netz entfernen zu lassen. Das machte einige Leute böse, da Zensur für die Anons damals schon ein Kernthema war. Man wollte halt auf Grund der Massenzensur irgendwas gegen diese Leute unternehmen. Anonymous, das bis dahin noch nie als Kollektiv in Erscheiung getreten war, interessierte sich dann für die Sekte Scientology und sammelte Fakten über diese vermeintliche Religion…

Wieso „vermeintlich“?

Nun ja, Scientology an sich ist ein Wirtschaftsunternehmen, das gewinnorientiert  arbeitet und von seinen Mitgliedern viel Geld verlangt, damit diese Scientology-Technologie nutzen dürfen, um den „Glauben leben“ zu dürfen. Religion kostet kein Geld –  Scientology schon. Es tarnt sich aus steuerlichen Gründen nur als Kirche.

Aber weiter in der Geschichte: als im Februrar 2008 genug Fakten und Quellen verfügbar waren, wurde  ein Massenaufruf via Video mit Computerstimme gestartet, dass jeder gegen Scientology auf die Straße gehen soll, was auch passierte: weltweit waren Aktivisten im 5stelligen Bereich gegen diese Sekte auf der Straße, so wurde das Projekt „Chanology“ geboren, in dessen Rahmen bis heute noch gegen Scientology regelmäßig und weltweit gekämpft wird.

Hm, aber in Deutschland sind Abgaben an die konfessionellen Kirchen doch auch normal, viele Staaten unterstützen direkt oder indirekt Religionen.

Das sind Kirchensteuern, und ja, Du wirst zum Beispiel beim Gottesdienst in einer evangelischen Kirche um eine Spende gebeten, die Du aber nicht geben musst. Bei Scientology musst Du Geld bezahlen, um glauben zu dürfen. Nur in Amerika ist Scientology bisher eine anerkannte Religion, sonst nirgends.

Ich kann in Deutschland auch nicht katholisch sein, ohne Kirchensteuern zu zahlen…

Richtig, aber Du darfst  eine Kirche betreten und mit dem Pastor über den Glauben reden, selbst wenn Du keine Kirchensteuern zahlst. Mit Scientologen darfst Du in einer Org, einer Niederlassung, nur über ihre Technologie und Glauben reden, wenn Du Geld bezahlst.

Gegenfrage: wenn Du aus deiner Kirche austrittst, um keine Steuern mehr zu zahlen, würde dich die katholische Kirche verfolgen und beschatten?

Eher nicht – aber womöglich liegt das an der Größe. Sprich: es geht euch nicht um Religions- oder Glaubenskritik generell, sondern nur um Scientology?

Genau, uns geht es um die Praktiken von Scientology, woran schon Menschen gestorben sind und  systematisch arm gemacht werden, aus einer Abhängigkeit heraus.

Wieviele Menschen sind denn überhaupt bei Anonymous organisiert? Wie wird man Anon?

Eine genaue Zahl gibt es nicht, es sind mittlerweile viel zu viele geworden, und jeder darf sich Anon nennen, wenn er meint, sich mit dem Kollektiv identifizieren zu können.

Was sind denn die Kernaussagen des Kollektivs, mit denen ich mich identifizieren muss?

Du musst hier gar nichts. Du kannst auch einfach nur Anon sein und beispielsweise im IRC rumhängen und belangloses Zeugs schreiben oder Dich nur auf Imageboards rumtreiben und Memes, lustige Bildchen, posten. Unser Hauptanliegen liegt aber darin, das Internet frei und unzensiert zu halten.

IRC?

IRC ist der Internet Relay Chat, den es schon seit den späten 80ern gibt und den man als anonymes Kommunikationskanal nutzen kann.

Wieso findest Du denn, dass es „viel zu viele“ Anons gibt?

Seit ACTA 2012 ist der Zufluss neuer Anons um gefühlte 300% gestiegen. Vorher hatte man in Deutschland immer eine gute Übersicht, wer so neu dazugekommen ist und auch aktiv ist.

 

Aber Zuwachs ist doch etwas Gutes – oder wollt ihr ein elitäres Grüppchen sein?

Nein, das nicht, Zuwachs ist natürlich immer gut, da gebe ich Dir Recht. Aber es gibt leider zu viele Leute, die sich nicht wirklich informieren, wo Anonymous herkommt und wogegen man von Anfang an kämpft, nämlich gegen Zensur, Überwachung, Scientology, und dann entstehen plötzlich schlechte Operationen, wo ich nicht weiß, ob ich weinen oder lachen soll.

 

Hast Du Beispiele für solche Operationen?

Also, die Operation Facebook 2011, wo es einen Aufruf einiger weniger Aktivisten gab, Facebook anzugreifen und platt zu machen. Bei Anonymous gibt es kaum Regeln, aber dafür Netiquetten wie Medien oder Nachrichtensender nicht anzugreifen oder Kommunikationskanäle, die wir selbst nutzen, wie Facebook. Tja, und ab wenn es immer mehr Aluhüte, Verschwörungstheoretiker, gibt, verbreiten die dann auch unter Anonflagge ziemlich viel Müll.

 

Was umfasst dieser „Code of Behavior“ denn noch so?

Es gibt einen „Code of Conduct“, der aber mehr auf Chanology und Straßendemonstrationen ausgelegt ist, den kann man im Internet nachlesen[2]. Einen genauen Code für das Internet gibt es nicht, jeder ist für sich selbst im Internet verantwortlich, aber wenn es darum geht, dass Neuankömmlinge Medienseiten angreifen wollen, dann ist dies Zensur der Pressefreiheit und wird vom Großteil des Kollektivs nicht gut geheißen.

 

Aber auch nicht unterbunden…

Doch schon: man geht als Anons selbst gegen diese Anons vor…

 

Wäre dann nicht eine, wie auch immer geartete, Struktur besser?

Es gibt natürlich interne Strukturen, jede Operation hat einen Initiator und Leute die sich dieser Op anschließen, weil sie diese gut finden. Es würde aber niemals eine öffentlich bekannte Struktur geben, denn sobald es Strukturen, Sprecher oder auch Führer gibt, ist man angreifbar.

 

Reden wir in Deutschland über Dutzende, Hunderte oder Tausende Anons?

Über 9000 auf alle Fälle. Quer durch alle Schichten und Altersgruppen. Das ist immer wieder überraschend. Es sind natürlich viele junge Leute dabei, aber genau so viele ältere, sprich Ü25. Ich hatte auch schon Ärzte vor mir auf einer Demo, die die Maske tragen und es toll finden.

 

In den Medien ist von Anonymous  meist in Verbindung mit illegalen Aktionen die Rede – ist dies eine verzerrende Darstellung?

Dies ist einfach nur das Interesse der Medien selbst an solchen digitalen Aktionen, wie Hacks, Leaks oder DDoS, in Deutschland läuft aber sehr viel was Anonymous angeht auch auf der Strasse, sei es der Kampf gegen Scientology, oder momentan der „International Day of Privacy on Operation Big Brother“. Die Medien könnten ja über alle unsere Aktivitäten berichten, statt nur über digitale Aktionen, aber das müssen die selbst wissen.

 

Wie ist denn das Verhältnis von legalen zu illegalen Aktionen?

50:50. Man versucht immer eine Balance zu halten, in Deutschland zumindest. Im nativen Bereichen, z.B. den USA, gibt es mehr Online-Aktionen als Demos, da würde ich eher 70:30 sagen.

 

Ich habe den Eindruck, dass Anon dem rational-skeptischen Denken nahe steht. Wenn ich sehe, was auf Twitter verbreitet wird, dann sind es oft News, die einen wissenschaftlichen und glaubenskritischen Standpunkt einnehmen…

Das kommt natürlich drauf an, welchen Quellen Du folgst. Es gibt Accounts die „missbrauchen“ Anonymous als Menschenrechtsorganisation und schreiben nur über solche Themen. Dann gibt es Accounts die nur über Online-Security schreiben und dann wiederum Multi-Accounts, die von allem Wichtigem Berichten, sprich von Politik, Wirtschaft, Anonymous, Überwachung, Zensur und Scientology.

 

Also hat das Kollektiv an sich keinen Standpunkt zu religiösen oder wissenschaftlichen Fragen?

Eine gesunde Skepsis ist immer gut, man darf es nur nicht übertreiben, gerade unter Anonflagge. Ich selbst mag es nicht, wenn Leute daher kommen und immer sagen ‚Das System ist so schlecht und an allem Schuld‘ oder ‚Die Medien wollen uns nur negativ beeinflussen und stecken nur mit der Regierung unter einer Decke‘.

Das Kollektiv ist aber individuell und vertritt viele Meinungen, da es viele Aktivisten mit unterschiedlichen Meinungen gibt. Ich zum Beispiel schließe mich da den Anons an, die schon lange dabei sind und wirklich nur Themen wie Scientology, in diesem Fall also Religion und Wissenschafft, Überwachung und Zensur behandeln.

 

Ihr maßt euch an, in Prozesse einzugreifen, für die es in vielen Ländern demokratisch legitimierte Gremien gibt.

Das stimmt, in gewisser Hinsicht ist das auch gut so, auch wenn es in einigen Fällen Selbstjustiz ist.

 

Wo verläuft die Grenze?

Es dürfen keine Menschen physisch zu Schaden kommen, zudem sollten Privatpersonen, die nichts mit den Dingen zu tun haben, außen vor gelassen werden. Wenn eine Regierungsseite eine Sicherheitslücke hat und man daraus wertvolle Informationen extrahieren kann, die geeignet sind, einen vertuschten Skandal aufzudecken, ist das schon eine gute Sache.

 

Aber ihr entzieht euch einer Kontrolle von Aussen. Wer also wacht über die Wächter?

Niemand, so ist das ja leider auch in der Politik. Die Politik verlangt immer mehr Überwachung, doch wer überwacht die Überwacher?

 

Politiker können abgewählt werden. Sie können von der Justiz belangt werden. Sie treten unter ihrem Klarnamen für das ein, was sie tun. Ihr nicht.

Richtig, abgesehen von den Masken, die zum Schutz der Identität gegenüber Scientology getragen werden, sind wir auch im Netz anonym unterwegs. Daher kommt ja auch dieses amorphe, dieses dezentrale Prinzip. Wir sind eine Schlange mit vielen Köpfen, die man nicht gepackt kriegt. Und gerade bei gewissen Aktionen, ist es gut, dass die operierende Aktivisten anonym sind. Immerhin ist Anonymous keine Firma, Partei oder Organisation, die mit Klarnamen agieren muss.

 

Aber das führt eben auch zu fehlender Kontrolle. Bei gleichzeitigem Aufbau einer Drohkulisse – durch Masken, Anonymität und illegale Aktionen….

Das hat ja auch seine Gründe. Man würde nie einfach so, ohne Grund, Menschen bedrohen, bisher sind die großen und bekannten Aktionen alle auf einer politische Schiene gefahren, z.B. ACTA. Wo man etwas erreichen wollte, hat man auch etwas erreicht und um etwas zu erreichen, braucht man keinen Klarnamen oder ein Gesicht. Wenn man das Recht und die Möglichkeit auf Anonymität und Privatsphäre im Internet hat, warum sollte man dies nicht nutzen?

 

Gibt es denn eine politische Ausrichtung von Anonymous?

Primär Nein, im Endeffekt ist Anonymous nur der „Final Endboss of the Internet“ und kann politisch werden, wenn es um die Zensur des Netzes oder Überwachung geht.

 

Was sollten unsere Leser noch über Anonymous wissen?

Die Leser sollten wissen, dass wir kein reines Hackerkollektiv sind. Man braucht vor uns auch keine Angst zu haben, auch wenn das Wespennest oft grob mit Kritik umgeht. Das ist halt so bei einem großen Kollektiv, wo niemand was zu sagen hat.

Mich selbst fasziniert das „strukturlose“ Zusammenarbeiten mit anderen Anons, man kommt mit der Masse an Leuten sehr schnell an Ziele oder Lösungen – es sind einfach sehr viele kreative und fähige Menschen an Board.

Vielen Dank für dieses Interview!

Dieses Interview wird 2014 in einem Sammelband erscheinen, der an das soeben erschiene Buch „Gedankenwelten“ von Sebastian Bartoschek anknüpft.

 


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Millennium_Copyright_Act

[2] http://www.whywefight.net/code-of-conduct/#axzz2LpRDimWY

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17 Kommentare

  1. #1 | globbo sagt am 25. Februar 2013 um 13:39 Uhr

    Fake. Ausgedacht oder reingefallen.
    Ein echter Anon würde zu den Wurzeln niemals 4chan benennen.

  2. #2 | Bernd sagt am 25. Februar 2013 um 14:00 Uhr

    @Globbo Seit wann gibt es „echte“ und „unechte“ Anons? xD Und wo liegen denn deiner Meinung nach die Wurzeln, wenn nicht auf diversen Image-Boards?

  3. #3 | PatatoeCounter sagt am 25. Februar 2013 um 14:02 Uhr

    Hmmmm hier riecht es nach Newfags, oh Hallo Globbo, lange nicht gerochen!

  4. #4 | globbo sagt am 25. Februar 2013 um 15:14 Uhr

    @ Bernd das Brot

    Genau deswegen. Der Interviewte weiß genauso wenig wie Du über 4chan und „diverse Image-Boards“. Deswegen klappts auch nicht mit der Authentizität.

  5. #5 | pat boone sagt am 25. Februar 2013 um 15:38 Uhr

    @globbo: ist schon wieder sommer?

  6. #7 | Berndine sagt am 25. Februar 2013 um 16:51 Uhr

    Boah geht alle mal zur Volkshochschule und verschwendet eure Zeit nicht mit diesem dämlichen rechthaberischen Gelaber das is ja nich zum Aushalten

  7. #8 | Sebastian sagt am 25. Februar 2013 um 21:11 Uhr

    So sind die halt von Anonymous, gehen lieber gehen israelische Seiten vor anstatt gegen die faschistische, homophobe, judenhassende Hamas und Hezbollah…

  8. #9 | globbo sagt am 25. Februar 2013 um 21:23 Uhr

    @Berndictus das Weißbrot

    Rules 1 & 2, you faggot.

    Aber wichtig ist die wahre Geschichte, nicht?

  9. #10 | Local Horst sagt am 26. Februar 2013 um 00:33 Uhr

    https://www.spiegel.de/netzwelt/web/nahost-konflikt-anonymous-ruft-zu-hacks-israelischer-websites-auf-a-867634.html

    „Anonymous Solidarisierung erstreckt sich auch jenseits der gewohnt dramatisierten Drohungen: Zehntausende Mitglieder der Anonymous-Armee stünden hinter den Palästinensern, heißt es in der Pressemitteilung, und würden ihnen helfen, wo immer sie können.“

    Warum werden solche Antisemiten hier auch noch gepusht ?

  10. #11 | mana sagt am 26. Februar 2013 um 00:45 Uhr

    Reden wir in Deutschland über Dutzende, Hunderte oder Tausende Anons?

    Über 9000 auf alle Fälle.

    :3. mini-epic

  11. #12 | Axel sagt am 26. Februar 2013 um 06:47 Uhr

    Von Anonymus zu 4Chan: was ist das für eine Platform, welcher Sprach-Codex herrscht dort usw. usf.?

    Vielleicht gibts ja demnächst einen – kritischen – Artikel, der Licht in die Sache bringt?

    Ansonsten habe ich den Eindruck, dass der Kommentar-Bereich der Ruhrbarone gerade dazu genutzt wird, Auseinandersetzungen von dort hier weiter zu führen, sprachliche Entgleisungen inklusive (s. #10 „faggot“).

  12. #13 | Arnold Voß sagt am 26. Februar 2013 um 08:23 Uhr

    Wer sein Gesicht verstecken muss ist arm dran. Wer sein Gesicht freiwillig versteckt ist dem Kindergarten noch nicht wirklich entkommen.

  13. #14 | BallerBodo sagt am 26. Februar 2013 um 13:26 Uhr

    @Local Horst Diese virtuellen Angriffe gegen Israel gingen von amerikanischen und arabischen Anons aus und nicht von Deutschen, muss man wissen. Und jetzt überlege mal, warum Araber dort mitgemacht haben?

  14. #15 | Bernd sagt am 26. Februar 2013 um 14:07 Uhr

    1) Woher kommt Anonymous?
    Anonymous war der „Name“ den Poster im Imageboard 4Chan beim posten zugewiesen bekamen, wenn sie keinen Namen wählten.
    Das Imageboard 4Chan wurde 2004 von M00T gegründet, der im Internet auf das japanische Imageboard 2channel gestoßen war.
    Er übersetzte den Quellcode ins Englische – 4Chan war geboren.

    4Chan ist seit nunmehr 9 Jahren eine chaotische Quelle für allerlei lustiges, abstoßendes, grenzlegales, dummes, kreatives usw.
    Denn wie immer wenn Menschen anonym sind beginnen sie auch illegale Dinge zu tun. So wurde 4Chan 2006 wegen Kinderpornographie kurzfristig vom FBI geschlossen, seitdem wird man dort wegen Kipos gebannt.

    Anonymous ist also nicht „gut“ und es sind nicht die „Guten“ – es ist ein chaoitischer Haufen von kreativen Menschen mit vielen Abgründen.

    2) Warum die Guy Fawkes Maske?

    2006 gab es das Meme des „Epic Fail Guy“:
    https://knowyourmeme.com/memes/epic-fail-guy

    Der Epic Fail Guy war eine Strichmännchenfigur die bei allem was sie tat versagte.
    Am 30.9.2006 fand diese Figur in einer Mülltonne die Maske aus dem Film „V wie Vendetta“
    https://i.imgur.com/wseLW.png

    Was natürlich nichts daran änderte, dass diese Figur weiter failte.

    Anfang 2008 ging Operation Chanology los.
    Chanology ist der Kampf von Anonymous gegen Scientology nachdem Scientology versucht hatte das Internet zu zensieren und das zufällig nach außen gelangte Tom Cruise Video löschen zu lassen.
    Bei den ersten Protesten im Februar 2008 trugen viele der Demonstranten die Guy-Fawkes-Maske um Scientology zu zeigen „ihr seid epic fail“.
    Außerdem war die Maske zu diesem Zeitpunkt günstig und weltweit zu haben.

    In Deutschland gilt auf Demonstrationen grundsätzlich das Vermummungsverbot.
    Bei den Scientology-Demonstrationen verzichtet der Staat in der Regel aber auf eine Durchsetzung diesers Verbotes, weil sie wissen, dass Scientology gefährlich ist und das die Anons einen recht strengen Code of Conduct haben
    (siehe: https://chanology-wiki.info/anonymous/aktivismus/howto/demo) und die Maske tragen um sich zu schützen und nicht um damit Scheiße zu bauen.

    Anonymous macht sich stark für:
    + freies, unzensiertes Internet
    + Netzneutralität
    + Meinungsfreiheit
    + Pressefreiheit
    + Anonymität im Internet
    + Privatsphäre
    + Open Government

    Anonymous stellt sich gegen:
    – Netzsperren, Internetfilter, Vorratsdatenspeicherung
    – Überwachungswahn (z.B. INDECT, CCTV etc.)
    – Ausspähung des privaten Datenverkehrs
    durch Firmen oder Staat
    – totalitäre UFO-Sekten wie Scientology

  15. #16 | Martin Niewendick sagt am 26. Februar 2013 um 14:09 Uhr

    @Berndictus: War das deine Bewerbung um hier gesperrt zu werden? Wie du willst!

  16. #17 | Bernd sagt am 26. Februar 2013 um 15:49 Uhr

    @Sebastian @Local Horst
    Anonymous ist deswegen keinesfalls antisemitisch, das gewaltsame Vorgehen des Besatzerstaates Israel gegen Palästinenser und afrikanische Gastarbeiter wird selbst von Juden aller Welt scharf kritisiert.

    @globbo
    Mittlerweile sind Rule 1 & 2 weitgehend wertlos, selbst dem dümmsten 9faggerkiddie ist der Vierkanal ein Begriff. Nur absolute Neubienen lauern noch dort, die originale Belegschaft ist schon lange geflohen :3

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