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Diskussion rund um Datensicherheit: Rückzug aus den ‚Sozialen Medien‘? – Nicht mit uns!

Die Sorgen um den Datenschutz wachsen in diesen Tagen scheinbar sehr rasant. Einer aktuellen Umfrage zur Folge hat fast jeder zweite Nutzer von sozialen Medien in Deutschland in diesem Zusammenhang nun bereits konkret über eine Abmeldung nachgedacht.
Ganz konkret: 49 Prozent hätten einen solchen Schritt laut einer Emnid-Umfrage schon ernsthaft erwogen, hieß es jetzt beispielsweise im ‚Focus‘ dazu. Männer (53 Prozent) tendieren demnach eher zu einer Abmeldung als Frauen (44 Prozent).
Zuletzt war bekannt geworden, dass die britische Datenanalyse-Firma ‚Cambridge Analytica‘ sich über eine App unerlaubt Zugang zu einigen Daten von mehr als 50 Millionen Profilen von Facebook-Nutzern verschafft hatte.
Auch innerhalb der Gruppe der Ruhrbarone-Autoren haben wir über die Thematik intern diskutiert. Fast jeder unserer Autoren ist zumindest bei Facebook aktiv. Viele auch bei Twitter oder Instagram. Wirklich beunruhigt erscheint von uns aktuell allerdings noch niemand zu sein.
Geborene Verlierer: Neue rechte Fraktion im Duisburger Rat nennt sich „HSV“

Im Rat der Stadt Duisburg gibt es eine neue Fraktion. Von Stefan Laurin und Thomas Meiser.
Die beiden ehemaligen AfD-Mitglieder im Duisburger Rat Hans-Werner Schwarz und Marion Stöbbe haben gemeinsam mit Ratsherr Karl-Heinz Hagenbuck undKarsten Vüllings eine neue Fraktion gegründet: HSV. Hagenbuck ist einrechter Sozi, verankert in seinem Kiez, von den Sozis vor zwei Perioden nicht aufgestellt. Karsten Vüllings ist Rheinhauser und ein rechtslappender Kümmerer. Eine kühne Namenwahl: Zum einen gibt es in Duisburg mit dem MSV einen beliebten Zweitligisten, zum anderen wird wohl kein anderer Verein seit Jahren wegen seiner Erfolglosigkeit so verlacht wie der HSV:
Klar scheint zu sein: Große Ziele hat sich die neue Fraktion offenbar nicht gesetzt 😀
GroKo: „Augen zu und durch. 2022 wird dann wieder besser“

Die Koalition aus CDU, SPD und CSU, etwas schmeichelhaft GroKo genannt, steht. Am Mittwoch soll Angela Merkel (CDU) zum viertel Mal zur Bundeskanzlerin gewählt werden. Wir bei den Ruhrbaronen sind uns nicht ganz einig, ob das nun gut oder schlecht ist.
Sebastian Bartoschek: Das Gute an der GroKo zu Beginn: Olaf Scholz, Doro Bär, Michelle Müntefering. Menschen machen Politik. Diese Dreien verstehen, dass Deutschland nicht nur verwaltet werden muss, sondern dass es Zeit wird, Ideen und Visionen zu liefern, mit denen es gelingen könnte, bei Bildung, Digitalisierung und Wirtschaft Anschluss zum oberen Drittel der Welt zu bekommen. Aber die restlichen Minister und natürlich die Kanzlerin werden dies auch weiter verhindern. Untrügliches Indiz hierfür: Peter Altmaier als Wirtschaftsminister. Den zeichnete bisher zweierlei aus: in jeder Talkshow blieb er treu auf Kanzlerinnenkurs, und zudem schaffte er es auch die einfachste Talkshow-Frage nicht zu verstehen, sobald sie mehr als keinen Nebensatz aufwies. Altmaier allein ist in der Lage alles an Fortschritt rückgängig zu machen, wenn die Kanzlerin ihm nicht anderes anweist, was die gesamte GroKo schaffen
Zehn Filme, in denen viele Nazis sterben

Die AfD liegt vor der SPD. Auch wenn es nur eine Umfrage ist, ist es erschütternd und wir wissen von vielen Menschen, dass sie wütend und erschrocken sind. Vielleicht eine gute Gelegenheit, einen Abend im Kino zu verbringen oder ein paar Filme zu streamen oder alte DVDs heraus zu kramen. Wir haben für Euch unsere zehn liebsten Filme zusammengestellt, in denen viele Nazis sterben. Gute Unterhaltung.
Ruhrbarone-Poll: Das war 2017

Was war die Platte des Jahres? Und welche Frau hat es geprägt? Wurde gelesen und wenn ja was? Unsere Autorinnen und Autoren haben im 2017er Poll zusammengefasst, was sich zusammenzufassen lohnte.
Sebastian Bartoschek
Bestes Buch: American Gods“ V. Neil Gaiman
Beste Platte: „Two Devils will talk“ v. The Real McKenzies
Bester Film: —
Bester Serie: Star Trek: Discovery
Liebster Spruch des Jahres: I bims
Liebstes Musikstück des Jahres: „Baggersee“ v. Antilopengang
Mann des Jahres: Christian Lindner
Frau des Jahres: Meine Ehefrau
Auf den Mond geschossen hätte ich gerne… : Sigmar Gabriel
Getränk des Jahres (Alkohol): Akashi Whisky
Getränk des Jahres (Spritlos): Fritz Cola
Meine Kneipe des Jahres: —
Mein Club des Jahres: Kreißsaal, Anna-Hospital, Herne
Fröhliche Weihnachten!
Fröhliche Weihnachten wünschen Euch allen die Autorinnen und Autoren der Ruhrbarone.
Weihnachten bei den Ruhrbaronen

Früher war Weihnachten gefühlt ein Highlight im Kalenderjahr für fast jeden von uns. Im Laufe des Lebens ändert sich das für viele dann. Unterschiedliche Einstellungen und Gefühle gegenüber der je nach Standpunkt schönsten oder nervigsten Zeit des Jahres entwickeln sich. Auch im Team der Ruhrbarone.
Wir haben hier einmal zusammengetragen wie unterschiedliche Mitwirkende dieses netten kleinen Familienblogs über die kommenden Feiertage denken und wie sie sie verbringen werden.
Und was macht Ihr so? Wie denkt Ihr darüber? Lasst es uns wissen und hinterlasst uns gerne einen Kommentar.
Frohe und entspannte Feiertage, wie immer ihr sie auch verbringen mögt!
Peter Hesse: Erst ein Gedicht von Robert Gernhardt, dann Bescherung und ab dem dritten Glas Sekt sagt meine Mutter: „Bleib doch heute hier, das Bett ist schon gemacht.“ Zuhause bei mir wartet allerdings schon „Todesmelodie“ von Sergio Leone im DVD-Player. Okay, das kann warten – aber nicht lange. Der Heiligabend geht mit dem ersten und zweiten Weihnachtstag ja in eine besondere Verlängerung – und ein paar Tage später gibt es an Silvester eine Art Elfmeterschießen.
Arnold Voss: Dem Weihnachtsfest kann man nicht entkommen. Also mach ich mit. Und mit Leuten, die sich wirklich mögen, kann es sogar ganz nett sein. Ob mit oder ohne Geschenke. Also: Frohe Weihnacht, Leute!
Sigrid Herrmann-Marschall: Besuche bei Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle. Gutes Essen in Gemeinschaft. Entspannter planen, als man es sonst oft tut. Ruhe, viel Schlafen. Freude daran, sich hübsch und festlich zurechtzumachen. Weitere schöne Dinge tun wie Filme gucken und dabei stricken. Die bislang ungesehenen neuen Science Fiction Filme des Jahres nachholen. Unverzichtbar: „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, wobei ich mich heute wundere, dass ich diesen Prinzen mal hübsch fand. Der Prinz ist schon ok, da habe ich mich wohl verändert.
Dortmund vs. Ruhr Nachrichten: Sollen Städte Medien betreiben dürfen?

Betreibt die Stadt Dortmund mit ihrer Internetseite ein Medium, das gegen unabhängige Anbieter antritt und sie aus dem Markt verdrängt? Das Medienhaus Lensing (Ruhr Nachrichten), will das die Gerichte klären lassen. Unsere Autoren Peter Hesse und Stefan Laurin haben dazu verschiedene Meinungen.
Das Medienhaus Lensing verklagt die Stadt Dortmund
Die Ruhr Nachrichten begleiten mich mein ganzes Leben, es ist bis heute und seit den späten 1960er Jahren die Tageszeitung meiner Eltern. Noch heute schneidet mir meine Mutter (sie wohnt in Dortmund-Schüren) manchmal Artikel aus, wenn sie Themen findet, wo sie findet, diese könnten mich interessieren. Bin ich daheim, macht mich das Blättern in der Zeitung schon ziemlich ratlos: im Sportteil dreht sich zu 90 Prozent alles nur um Borussia Dortmund – eine reine Monokultur, als gäbe es den Boxsport oder Eishockey überhaupt nicht in der westfälischen Metropole.
Dann der Politikteil – dieser lässt Einordnungen und Haltungen vermissen und im Lokalteil geht es vordergründig zu viel um Handtaschenraub in Dortmund Brackel – oder um PR-Flankierungen zum Aplerbecker Apfelmarkt. Im Kulturteil lese ich gerne die Kino-Besprechungen von Kai-Uwe Brinkmann, ansonsten lässt mich die gedruckte Ausgabe ziemlich kalt. In meinem persönlichen Leseverhalten zappe ich mich täglich durch die online Angebote von der Zeit, der Welt, Spiegel online und der Neuen Züricher Zeitung um mich politisch und kulturell auf dem Laufenden zu halten, oder um mich in Sachen Wirtschaft, Wissen und Gesellschaft weiterzubilden.
Die Angebote der Ruhr Nachrichten holen mich hier nicht ab – und beim Fußball fühle ich mich bei den online-Angeboten vom kicker, dem reviersport, 11Freunde und transfermarkt umfangreicher, detailgenauer und schneller informiert. Lokale News, wenn zum Beispiel der tierärztliche Notdienst in Schwerte geschlossen werden soll, betreffen mich nicht persönlich. Müsste ich mir jetzt ausdenken, wie man das Modell Tageszeitung gerade für junge Leser wieder attraktiver machen könnte, würde ich auf die Wochenzeitung Die Zeit verweisen, die mit langen Dossiers zu allen möglichen Themen auf der Erfolgsspur ist – und damit einen großen Leserkreis erreicht. Ob das auch für die Ruhr Nachrichten funktionieren würde, weiß ich allerdings nicht. Karren, die in den Sand gefahren sind, wieder flott zu machen – das Bedarf viel Fleißarbeit und noch mehr Spucke. Aber auch Hezblut für das Erstellen einer Tageszeitung – und das sehe ich in der Welt der Bilanzen, des gestelzten BWL-Geschafels und des Spardiktats kaum noch.
Es ist allerdings ein gehöriger Fehler im System direkt gegen das Internetangebot der Stadt Dortmund zu klagen, weil dort die Themen zu presseähnlich aufgearbeitet sind.
Die Stadt, so heißt es in der Klageschrift, würde über die kommunale Informationspflicht hinausgehen – und außerdem dürfen Kommunen und Städte der Privatwirtschaft mit durch Steuern finanzierten Angeboten keine Konkurrenz machen. Schaut man auf das Angebot von dortmund.de finden sich dort Features über alltägliches innerhalb der Stadt: Sänger Alexander Klaws wird bei den Cityring Konzerten auftreten, das NRW- Wirtschaftsministerium hat das Dortmunder Konzept „Emissionsfreie Innenstadt“ mit einem Preis ausgezeichnet oder die Wüstenrot Stiftung hat ein Sanierungskonzept für die beschädigten Sonnensegel im Westfalenpark erarbeitet.
Vor Gericht zu ziehen erinnert an Nachbarschaftsstreitigkeiten wegen Ästen von Bäumen, die zu weit über dem Zaun hängen. Vielleicht schneidet sich das Medienhaus hier sogar ins eigene Fleisch, denn wenn die Stadt Dortmund bald zu Presseterminen einlädt, darf man sich nicht wundern wenn Vertreter von Lensing-Wolff- Medien nicht mehr ganz so kollegial behandelt werden, so wie es sich eigentlich gehört. Peter Hesse
Viel Glück, Lensing
Ich hoffe, das Medienhaus Lensing, der Verlag hinter den Ruhr Nachrichten, gewinnt seine Klage gegen die Stadt Dortmund. Lensing kämpft in dieser Auseinandersetzung stellvertretend für alle Medien Deutschlands, auch wenn diesem Verlag diese Rolle egal sein dürfte. Die Stadt Dortmund betreibt eine Internetseite, die für viele Bürger ein unabhängiges lokales Medium ersetzen könnte – und, im Gegensatz zu den Ruhr Nachrichten, kostenlos ist. Während die Ruhr Nachrichten auf dem Markt Geld verdienen müssen, um eine ganze Reihe wirklich hervorragender Lokaljournalisten, von denen ich nur einmal, Tobias Großekemper, Peter Bandermann und Gaby Kolle hervorheben will, verfügt die Stadt über eine Pressestelle, die ihre Sicht der Welt den ganzen Tag verkündet: Unkritisch und oft die Lage beschönigend. Und wenn der Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) der Meinung ist, er müsste Journalisten öffentlich beschimpfen, wird ihm dafür natürlich der Platz eingeräumt. Der PR-Apparat der Stadt versucht die einzig verbliebene Lokalzeitung zu verdrängen und tut dies auch wirtschaftlich: Auf der Seite Dortmunds können auch Anzeigen geschaltet werden. Mit einer Informationspflicht der Stadt und Pressefreiheit hat das nichts zu tun: Die Stadt ist kein Medienbetrieb, sie ist Teil des Staates. Und der hat keine Medien zu machen. Punkt. Aus. Ende. Wer das anders sieht, will einen anderen Staat – um nichts anderes geht es im Kern.
Was Lensing macht ist der Versuch sich zu wehren: Neben dem zwangsfinanzierten WDR mit seinem lokalen Angebot in Dortmund tritt nun auch noch die Stadt gegen ein freies und unabhängiges Medium an. Wer das duldet, dem liegt die Pressefreiheit nicht am Herzen. Ich hoffe, Lensing gewinnt. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe nicht gegen Wettbewerb und Konkurrenz. Ich habe nur etwas gegen Wettbewerber, die ich mit Steuergeldern oder Gebühren zwangsfinanzieren muss – wie den WDR, wie die Städte. Und die direkt, wie bei der Stadt oder indirekt, wie der WDR über seine Gremien, von Politikern gelenkt und mitbestimmt werden. Es geht bei der Klage um den Fortbestand einer unabhängigen Presse auf lokaler Ebene. Das ist kein geringes Gut, das gilt es zu verteidigen. Stefan Laurin
Israelfeindliche Kundgebung in Hagen

Am Mittag des 16.12.2017 fand am Hagener Hauptbahnhof eine israelfeindliche Demonstration statt. Dem Motto der Kundgebung „Jerusalem den Palästinensern“ waren mehrere hundert Teilnehmer vorwiegend türkischer und arabischer Herkunft gefolgt. Anlass der Veranstaltung war die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, die amerikanische Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.
Wie bei ähnlichen Veranstaltungen der letzten Wochen präsentierten die Teilnehmer der israelfeindlichen Versammlung überwiegend türkische und palästinensische Flaggen und riefen „Allahu Akhbar“, „Kindermörder Israel“, „Terrorist Israel“ und „Freiheit für Palästina“. Vereinzelt führten Demonstranten Bilder des Felsendoms und des türkischen Präsidenten Erdogan mit sich. Mehrere Teilnehmer trugen einen Fez als Kopfbedeckung. Einige Demonstranten in Kufiya marschierten mit erhobenem Zeigefinger. Diese Geste wird von Anhängern des politischen Islams und insbesondere in der Propaganda des Islamischen Staates verwendet. Mindestens ein Teilnehmer führte zudem eine Flagge der libanesischen Hisbollah mit sich.
