ETEP beim Eurosonic Noorderslag: So würden wir entscheiden


First Breath After Coma
…ist alleine des Namens wegen schon auffallend, jedoch müssen sich die Portugiesen auch musikalisch nicht verstecken. Ein bisschen wie Bon Iver – gute Gitarren, viel Schlagzeug, teils hymnisch und mit einer ordentlichen Portion Melancholie. Der Name stammt angeblich vom gleichnamigen Explosions in the Sky Titel. Das würde auch passen: Ein Hauch des Flairs der Texaner durchweht die Songs. Ihr zweites, in 2015 erschienenes Album mit dem Titel „Drifter“ haben die Jungs aus Leira übrigens via Crowdfounding finanziert.

Das heute beginnende Konferenz- und Showcase-Festival Eurosonic Noorderslag in Groningen rückt jedes Jahr eine andere Region in den Fokus, um „die Vielfalt des musikalischen Talents in Europa zur Geltung zu bringen“. In 2017 ist es Portugal.

First Breath After Coma nimmt außerdem auch am European Talent Exchange Programm (ETEP) teil. Aus dem ETEP-Pool würden wir in diesem Jahr neben ihnen gerne auch diese vier europäischen Acts auf einer Bühne in unserer Nähe sehen:

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Hey, Little Breitbart

Lügenpresse: Breitbart

So, Breitbart, we heard you wanted to come to our hood with a German edition.

Your lying asses already took a dump in our yard, Dortmund, claiming that St Reinolds was „set alight“ – a fucking lie that has not been independently confirmed.

If you were journalists, you’d know what independent confirmation means.

Claiming that it is „Germany’s oldest church“ – another fucking lie. St Reinold’s is at least 600 years younger than Germany’s oldest church.

If you were journalists, you’d have researched this. It takes 3 minutes. But you can’t spare 3 minutes. You’re too busy lying.

We dare you: Try this sad shit show here, so we can kick your lying asses. We’ve exposed petty criminals before and we will not hesitate to reveal any dirt we get on your little German helpers.

Word is you want to launch in January. Time is running out. We can’t wait.

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62 Fragen – auch an dich – nach Köln

Polizeieinsatz in Köln zu Silvester (Foto: Sebastian Weiermann)

Die Silvesternacht von Köln. Nafris. Racial Profiling. Rechtsstaat. Polizei. Art 3 GG. Gefährder. Simone Peter. 1000 Männer. Polizeikessel. Kriminalprävention. Mimimi. Richtig so! Viel ist noch zu klären, was die Ereignisse jener Nacht betrifft. Und wir Ruhrbarone haben Fragen. Viele Frage. 62 Fragen. 24 Fragen an die Polizei, 8 an die Politik, und weitere 30 Fragen an die Gesellschaft – auch an Dich, lieber Leser. Wir möchte Fragen fragen, wo andere nur Antworten haben. Wir freuen uns, wenn die Fragen zum Nachdenken und Gesprächen führen. Wir freuen uns über aber auch über Antworten unter Nennung der jeweiligen Nummer der Frage. Vielleicht zum Einstieg und zum Warmwerden:

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Die 2016er Polls IV: Tarantino, Tito und Trompete

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Zum Ende des Jahres blicken die Autorinnen und Autoren der Ruhrbarone noch einmal zurück. Mit was und wo haben sie sich in diesem Jahr zugeschädelt, welche Bücher mit Begeisterung gelesen und zu welchen Stücken getanzt, gelacht und geweint? Hier erfahrt ihr es:


Honke Rambow:

Bestes Buch: „Tito“ Jože Pirjevec
Bestes Konzert: LAIBACH, Christuskirche, Bochum/Cankarjev Dom, Ljubljana
Beste Platte: ——
Bester Film: „Frantz“ Francois Ozon
Bester Serie: —–
Liebster Spruch des Jahres: Tristo kosmatih medvedov
Liebstes Musikstück des Jahres: New Order – „Plastic“
Mann des Jahres: Volker Beck
Frau des Jahres: Nina Skubic und Anja Strajnar
Auf den Mond geschossen hätte ich gerne… : Autoidioten
Getränk des Jahres (Alkohol) Refošk Rex fuscus
Getränk des Jahres (Spritlos) hausgemachte echte Limonade
Meine Kneipe des Jahres: Pritličje, Ljubljana
Mein Club des Jahres: Drexx, Essen

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Die 2016er Polls III: Rüttgers Club, Gilmore Girls und Blixa Bargeld


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Zum Ende des Jahres blicken die Autorinnen und Autoren der Ruhrbarone noch einmal zurück. Mit was und wo haben sie sich in diesem Jahr zugeschädelt, welche Bücher mit Begeisterung gelesen und zu welchen Stücken getanzt, gelacht und geweint? Hier erfahrt ihr es:

Thomas Meiser:
Bestes Buch: Theo van Gogh, The Script, Submission.
Bestes Konzert: Fehlfarben, Heimspiel D’dorf Zakk, After Show.
Beste Platte: Die Nerven. Out (Glitterhouse Records).
Bester Film: Vor der Morgenröte, mit Hader und Sukowa.
Beste Serie: Gilmore Girls, was sonst?
Liebster Spruch des Jahres: ‚Fick Dich, Alter. Sonst mach ich Dich Ärger.‘
Liebstes Musikstück des Jahres: Wie immer Tago Mago.
Mann des Jahres: Bob Belcher. Von Bob’s Burgers.
Frau des Jahres: Louise Belcher. Von Bob’s Burgers.
Auf den Mond geschossen hätte ich gern: Gott und die Welt, manchmal auch mich. Aber – erst mal die Anderen. Die ganzen ironiefreien Penner.
Getränk des Jahres (Alkohol): Jägermeister; in kleinen Gebinden als Jenga gespielt.
Getränk des Jahres (Spritlos): Assam.
Meine Kneipe des Jahres: Schraubbar Hochfeld.
Mein Club des Jahres: Doornrosje.

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Die 2016er Polls II: Heinz Strunk, Winona Ryder und ein glückliches, einsames Restleben

Egotronic von links nach rechts: Reuschi, Torsun, Killian und Chrü - Fotograf: Marie Kurth
Egotronic von links nach rechts: Reuschi, Torsun, Killian und Chrü – Fotograf: Marie Kurth


Zum Ende des Jahres blicken die Autorinnen und Autoren der Ruhrbarone noch einmal zurück. Mit was und wo haben sie sich in diesem Jahr zugeschädelt, welche Bücher mit Begeisterung gelesen und zu welchen Stücken getanzt, gelacht und geweint? Hier erfahrt ihr es:

Simon Ilger:
Bestes Buch: Heinz Strunk – Der goldene Handschuh
Bestes Konzert: Egotronic & Der Tante Renate Lo-Fi Tour, Hafenklang Hamburg
Beste Platte: Biffy Clyro – Ellipsis
Bester Film: The Hateful Eight
Beste Serie: Stranger Things
Liebster Spruch: „Kannste machen!“ (Axel Stoll)
Liebstes Musikstück: Susanne Blech – Helmut Kohl (Egotronic Remix)
Mann des Jahres: Die drei Jungs aus Stranger Things
Frau des Jahres: Das Mädchen aus Stranger Things
Auf den Mond geschossen: Otto Normalbürger
Getränk (Alkohol): Stauder
Getränk (Spritlos): CherryCoke
Kneipe des Jahres: Brunnen-Schänke, Brunnenstr. in Essen
Club des Jahres: Zeche Carl

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Die 2016er Polls I: Trump, Gin Tonic und Stranger Things

Trump und seine dritte Ehefrau Melania bei einem Wahlkampfauftritt 2016 Marc Nozell from Merrimack, New Hampshire, USA Lizenz: CC BY 2.0
Trump und seine dritte Ehefrau Melania bei einem Wahlkampfauftritt 2016 Marc Nozell from Merrimack, New Hampshire, USA Lizenz: CC BY 2.0

Zum Ende des Jahres blicken die Autorinnen und Autoren der Ruhrbarone noch einmal zurück. Mit was und wo haben sie sich in diesem Jahr zugeschädelt, welche Bücher mit Begeisterung gelesen und zu welchen Stücken getanzt, gelacht und geweint? Hier erfahrt ihr es:

Maxine Bacanji:
Bestes Buch: Tony Parsons – Als wir unsterblich waren (auch wenn schon älter)
Bestes Konzert: Großstadtgeflüster im CBE
Beste Platte: Audio88 & Yassin – Halleluja
Bester Film: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Bester Serie: The Night Manager
Liebster Spruch des Jahres: „Der Journalist Martin Lejeune…“
Liebstes Musikstück des Jahres: Großstadtgeflüster – Ich boykottier dich (endlich Mal ein vernünftiger Boykott)
Mann des Jahres: Männer mag ich nicht. Definitiv nicht Obama.
Frau des Jahres: Mutti Merkel
Auf den Mond geschossen hätte ich gerne… : Trump
Getränk des Jahres (Alkohol): Wie immer Kölsch.
Getränk des Jahres (Spritlos): Grüner Tee von Pfanner
Meine Kneipe des Jahres: Umbruch in Köln
Mein Club des Jahres: Baalsaal Hamburg

Sebastian Bartoschek:
Bestes Buch: ‚Dankbarkeit‘ von Oliver Sacks
Bestes Konzert: Ignite in Köln
Beste Platte: ‚You want it darker‘ von Leonard Cohen
Bester Serie: Stranger Things
Liebster Spruch des Jahres: „Es gibt immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft. Also von sich aus gar nicht eine große Nähe zu suchen zu Menschen, die einem fremd sind und zu denen man kein gutes Vertrauensverhältnis hat.“
Liebstes Musikstück des Jahres: Der Junge auf dem weissen Pferd von Westernhagen
Mann des Jahres: Jan Böhmermann
Frau des Jahres: Meine Ehefrau
Auf den Mond geschossen hätte ich gerne… : Gina-Lisa Lohfink
Getränk des Jahres (Alkohol) Akashi Whiskey
Getränk des Jahres (Spritlos) FritzCola
Meine Kneipe des Jahres: ‚Die Grotte‘ auf der Reeperbahn
Mein Club des Jahres: Deutsche Lovecraftgesellschaft

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„Das Ausmaß des Liebeskummers variiert“

Im zweiten Teil ihrer Gesprächsreihe über psychologische Probleme sprechen Sebastian Bartoschek und Stefan Laurin über Liebeskummer.

Stefan Laurin: Okay. Liebeskummer kennen alle. Wie schwer ist das, welche Bedeutung hat das für die Menschen, wie schwer sind solche Krisen?

Sebastian Bartoschek: Liebeskummer ist erstmal eine Krise, wie du sagtest, die eigentlich fast jeder mindestens einmal in seinem Leben durchläuft. Und spannenderweise weiß man, dass das Ausmaß des Liebeskummers total weit variieren kann. Also von: ja, das ist eine Krise, die man durchschreitet und dann ist alles wieder gut. Aber, und das hat mich auch nochmal in der Vorbereitung überrascht, es gibt tatsächlich auch einen Zusammenhang von Liebeskummer bis hin zu Suizid und Mord. Was eigentlich, wenn man dann darüber nachdenkt, auch wieder logisch erscheint.

Laurin: Na, der Suizid ist klar. Goethes Werther.

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Wenn Kinder trauern

Caspar David Friedrich: Kügelgens Grab
Caspar David Friedrich: Kügelgens Grab


Auftakt einer neuen, lockeren Reihe: Sebastian Bartoschek, von Haus aus Psychologe, und Stefan Laurin unterhalten sich über psychologische Fragen. In der ersten Folge geht es darum, wie Kinder mit Trauer umgehen.

Stefan Laurin: Ich glaube, zu den schlimmsten Sachen, die einem Menschen passieren können, gehört der Tod eines Menschen, der einem nahestand. Das können Verwandte sein, aber auch Freunde. Und das trifft auch auf Kinder zu, wenn ein Elternteil stirbt, Oma oder Opa oder ein enger Freund. Kinder brauchen in solchen Momenten ihre Eltern, aber die haben ja häufig, beim Tod eines Partners oder der Großeltern, selbst jemanden verloren. Was ist das für eine Situation?

Sebastian Bartoschek: Die Situation ist schlimm. Gehen wir mal die klassische Situation durch. Oma stirbt, dann ist Oma ja Mama von Mama oder Papa gewesen. Und für Mama oder Papa ist das ja dann auch eine Trauersituation. Jetzt ist ein Elternteil also in der Situation, seine Mutter verloren zu haben. Der weiß oft genug selber nicht genau, mit der Situation umzugehen, weil Menschen zu verlieren ja recht selten geworden ist in unserer Gesellschaft. Wir haben ja inzwischen eher kleine Familien, dadurch ist der Tod ja eine weit weggeschobene Sache

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