Essen: Wie rechtsradikal sind die „Steeler Jungs“?

Logo der Gruppe „Steeler Jungs“ auf Facebook

Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ (ESSQ)hat eine Recherche über Mitglieder der „Steeler Jungs“ veröffentlicht. Die Gruppe sorgt in dem Essener Stadtteil Steele mit ihrem Auftreten seit Monaten für Aufregung – auch bei der Polizei.

In ihrem Beitrag „Was denken die Steeler Jungs“ hat ESSQ nun Belege für offenen Rassismus, Gewaltverherrlichung und Kontakten zu Nazi-Szene gefunden.

Hier geht es zum Beitrag von ESSQ

Ruhrgebiet: Lehrerin fordert „Schule gegen Islamismus“

Schule in NRW (Symbolbild) Foto: Jan Mathys Lizenz: CC BY-SA 3.0

In einem anonymen Artikel in der Zeitschrift „Emma“ schildert eine Lehrerin aus dem Ruhrgebiet den Einfloss der Religion auf die Arbeit an ihrer Schule:

Auf extrem großen Widerstand stieß ich in dieser 10. Klasse, als ich Weltent­stehungstheorien durchnahm. Wir hat­ten einen Film über Darwin und die Evolutionstheorie gesehen und der wurde geradezu ausgebuht. Die Schüler bestan­den darauf, dass Allah die Welt erschaf­fen hat und basta. Als ich vorsichtig dar­auf hinwies, dass auch der Koran ein Menschenwerk ist und damit kritisierbar, tobte der ganze Kurs: Nein, Allah hat Mohammed den Koran in die Feder dik­tiert! Und damit gilt er unveränderlich für alle Zeiten, ein für allemal in Stein gemeißelt, bis heute.

Die Lehrerin fordert in ihrem Beitrag ein stärkeres Engagement gegen Islamismus an den Schulen:

Bislang wollen die Schulen nur „Schu­le gegen Rassismus“ sein, nicht aber „Schule gegen Sexis­mus“ – und schon gar nicht „Schule ge­gen Islamismus“. Dabei müsste das das gute Renommee einer Schule sein: Dass sie für Demokratie und Geschlechterge­rechtigkeit eintritt! Und dass sie durch­greift und sanktioniert, wenn sich Schüler nicht daran halten.

Mehr zu dem Thema:
Emma: Was ist an den Schulen los?

 

Bochum: Protest gegen AfD vor der Jahrhunderthalle

Dampfgebläsehaus im Bochumer Westpark

Die AfD hat sich für Freitag in die Jahrhunderthalle eingeklagt. Die städtische „Bochumer Veranstaltungs GmbH“ die Eigentümerin der Halle, hat alles getan, um die Vermietung der Dampfgebläsehaus an die Partei zu verhindern. Für Freitag, 17.00 Uhr haben nun verschiedene Gruppen zu einer Demonstration gegen die AfD vor der Jahrhunderthalle aufgerufen.

4000 Einwände gegen Regionalplan-Ruhr

Verwaltungsgebäude des Regionalverbands Ruhr in Essen Foto: Flux Garden~commonswiki Lizenz: CC BY-SA 2.5

An die 4.000 Stellungnahmen sind beim Regionalverband Ruhr (RVR) zum Entwurf  des Regionalplans Ruhr gegangen, teilt die CDU in einer Pressemitteilung mit. Die Erwartung von Planungsdezernent Tönnes (Grüne) auf relativ großen Konsens nach dem zeitintensiven sogenannten „Regionalen Diskurs“ hat sich nicht erfüllt. „Ganz genau wissen wir immer noch nicht wie viele Stellungnahmen es gibt“, sagte Roland Mitschke, CDU-Fraktionsvorsitzender im Ruhrparlament. „Die Verwaltung hält sich mit konkreten Aussagen zum weiteren zeitlichen Ablauf auch sechs Wochen nach dem Ende des Beteiligungsverfahrens sehr bedeckt“, kritisiert Mitschke die andauernde Unklarheit.

Die CDU-Fraktion im Ruhrparlament ist skeptisch, ob das ursprüngliche Vorhaben der Aufstellung des Regionalplans Ruhr vor der Kommunalwahl im September 2020 zu halten sein wird. Die politischen Gremien hatten bisher noch keinerlei Möglichkeit die Inhalte des Planentwurfs der RVR-Verwaltung zu diskutieren. Diese Möglichkeit wird es erst nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen und dem Versuch eines Meinungsausgleichs geben. Die Regionaldirektorin muss hierzu eine Vorlage in die politischen Gremien einbringen.

„Wir werden uns für die Diskussion der Inhalte Zeit nehmen müssen, um die komplexen und zum Teil strittigen Sachverhalte zu bewerten und abzuwägen“, erklärt Roland Mitschke. Durch die Änderungen des Landesentwicklungsplans und die sich daraus ergebenden Änderungen im Entwurf des Regionalplans Ruhr steht unter Umständen noch eine zweite Offenlage, zumindest von einzelnen Kapiteln des Planentwurfes, aus. Hierzu können dann wieder Stellungnahmen abgegeben werden. „Die derzeitige Gemengelage lässt leider die Hoffnung nach einer schnellen Aufstellung des Plans schwinden“, so Mitschke abschließend.

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Bochum: Karfreitag darf getanzt werden


Die Initiatiative Religionsfrei im Revier hat bei der Bezirksregierung in Arnsberg beantragt, am Karfreitag eine Ausnahmegehmigung zu bekommen, um am Karfreitag den Film das „Leben des Brian“ im Rahmen „…einer besonders unterhaltsamen öffentlichen Veranstaltung einschließlich Tanz gegen die klerikale Bevormundung an so genannten stillen Feiertagen.“ zeigen zu dürfen. Die Bezirksregierung hat die Ausnahmegehmigung erteilt. Damit sind die Bestimmungen des Feiertagsgesetzes faktisch von der Bezirksregierung als bedeutungslos erklärt worden.
Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigt seit sechs Jahren am Karfreitag den Film „Das Leben des Brian“, um gegen die klerikale Bevormundung in unserer Gesellschaft zu protestieren. Die Vorführung von mehr als 700 Filmen ist am Karfreitag durch das Feiertagsgesetz verboten. Dies

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Revierderby Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04 am 27. April 2019 live im Ersten

Die BVB-Reserve beim Aufwärmen auf Schalke. Archiv-Foto: Franz-Christian Müller

Eine besondere Aktion von Sky und der ARD für alle Fußballfans in Deutschland ist geplant. Am 31. Spieltag und damit in der Endphase der Saison 2018/19 wird Das Erste ein Fußball-Bundesliga-Highlight live zeigen: Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 am 27. April 2019 um 15:30 Uhr. Darauf verständigten sich die ARD und Sky Ende vergangener Woche. Sky und Das Erste werden das Live-Spiel parallel übertragen.

Dr. Holger Ensslin, Geschäftsführer Legal, Regulatory & Distribution von Sky Deutschland: „Um die Aufmerksamkeit für unsere Bundesliga-Berichterstattung noch weiter zu steigern, haben wir uns entschieden, auch der ARD die Live-Übertragung des Revierderbys Dortmund gegen Schalke zu ermöglichen. Durch diese Kooperation mit der reichweitenstarken ARD unterstreichen wir unsere Programmkompetenz als langjähriger Partner des deutschen Fußballs und machen das Spiel zudem einem noch größeren TV-Publikum zugänglich.“

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Rechte Gewalt in NRW ist 2018 wieder gestiegen

Naziaufmarsch


2018 gab es in Nordrhein-Westfalen (NRW) 232 rechte Gewalttaten mit mindestens 318 direkt betroffenen Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche. Dies ist das Ergebnis der gemeinsamen Jahresstatistik der OBR (Opferberatung Rheinland) und von BackUp (Opferberatung in Westfalen-Lippe), den beiden Beratungsstellen für Betroffene extrem rechter, rassistischer, antisemitischer und anderer menschenfeindlich motivierter Gewalt – kurz: rechter Gewalt.

Die beiden Beratungsstellen registrieren nach dem extremen Anstieg politisch rechts motivierter Gewalt in den Jahren 2014 bis 2016 eine erneute Zunahme um 11% im Vergleich zum Jahr 2017. Bei einem Großteil der Gewalttaten in NRW handelt es sich um

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Antisemitismus heute: Vortrag im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund

Samuel Salzborn

„Antisemitismus heute“ ist Thema und Titel eines Vortrags am Donnerstag, 21. März, 18.30 Uhr in der Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte: Professor Samuel Salzborn spricht über die Ausweitung und Radikalisierung von Antisemitismus seit den islamistischen Terroranschlägen von 9/11, die der Referent jenseits alter Abgrenzungen zwischen den politischen Spektren wahrnimmt. Seine These: Antisemitismus ist zur globalen Integrationsideologie von Islamisten, Neonazis, Globalisierungsfeinden und Antiimperialisten geworden und richtet sich gegen das Hauptfeindbild Israel. Samuel Salzborn analysiert diese Entwicklung, ihre historischen und theoretischen Hintergründe und die wesentlichen Entwicklungen im aktuellen Antisemitismus.

Prof. Dr. Samuel Salzborn ist Gastprofessor am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Kürzlich erschien sein Buch „Globaler Antisemitismus. Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne.“

„Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“ ist eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts Frankfurt. Für die Präsentation kooperieren das MKK und die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., der Auslandsgesellschaft.de e.V. und der VHS Dortmund. Ausstellung und Begleitprogramm werden gefördert von Borussia Dortmund und Evonik.

 

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Bodo ‑ das Straßenmagazin im März

Das Straßenmagazin im März mit einer zugezogenen Archäologin, einem selbsternannten Drachentöter, selbstbewussten Straßenjugendlichen, digitalen Bergleuten, zurückkehrenden Zugvögeln, deutschtürkischen Kartoffeln, Hobby-Cineasten, Hartz-Sanktionen und vielem mehr. „bodo“ erscheint am 1. März und ist nur auf der Straße erhältlich: für 2,50 Euro, die Hälfte bleibt bei den Verkäuferinnen und Verkäufern.

Doreen Mölders leitet seit kurzem das LWL-Museum für Archäologie und erzählt im Interview, was sie ins Ruhrgebiet zog, wie sie ihr modernes Museum noch moderner machen will und wie es ist, als ostdeutsche Frau aus einer Arbeiterfamilie in Leitungspositionen zu kommen.

Nach einem Auftritt mit Jazzband im Bochumer Schauspielhaus und vor Erscheinen seines neuen Erzählbandes sprach „bodo“ mit Wolf Biermann, dem streitbaren Künstler mit dem „klingenden Holzschwert“.

„Entkoppelt“: Vom 11. bis 21. März macht eine Wanderausstellung mit Porträts und biografischen Texten von Straßenjugendlichen Halt im Dortmunder Hauptbahnhof. Umgesetzt haben sie Annabel Trautwein und Mauricio Bustamante vom Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt. Ein Interview.

Hartz-Sanktionen: Darf der Staat das grundrechtlich garantierte Existenzminimum an Bedingungen knüpfen? Diese grundsätzliche Frage muss das Bundesverfassungsgericht nun entscheiden. „bodo“ bat ExpertInnen um ihre Einschätzung.

Ein Zuhause teilen: Während die einen kaum bezahlbaren Wohnraum finden, leben zugleich andere nach Trennungen oder nach dem Tod des Partners allein in eigentlich zu großen Häusern. „Homesharing“ bringt beide Gruppen zusammen.

VfL Bochum: Dimitrios Grammozis geht als neuer Cheftrainer nach Darmstadt

Das Stadion in Bochum. Foto: Stefan Laurin

Was sich in den vergangenen Tagen angebahnt hat, ist nun Fakt: U19-Trainer Dimitrios Grammozis wird den VfL Bochum 1848 verlassen und sich dem Zweitligisten SV Darmstadt 98 anschließen. Er übernimmt dort den seit Wochenbeginn vakanten Posten des Cheftrainers.

„In den Gesprächen mit Darmstadt und Dimi haben wir Einigung erzielen können“, sagt Sebastian Schindzielorz, VfL-Geschäftsführer Sport. Grundlage ist eine bestehende Vertragsausstiegsmöglichkeit von Dimitrios Grammozis.

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