Archiv des Autors: Michael Voregger

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Das Problem mit der Wirtschaftsförderung in Gelsenkirchen oder schlecht kopiert ist einfacher, als gut gemacht

Anfang Februar postet die Wirtschaftsförderung einen Beitrag auf facebook mit der Überschrift „Silicon Valley in Gelsenkirchen“. In einer Porträtreihe unter dem Titel „Menschen.Machen.Ückendorf“ werden Kreative und Start-ups vorgestellt.Das erste Unternehmen ist das Software-Unternehmen XingSys. Hier wird eine Technologie entwickelt, die schon in diesem Jahr die Authentifizierung von Behördengängen über das Smartphone möglich macht – ohne Passwörter und zusätzliche Hardware. Gleichzeitig werden in dem facebook-Beitrag die ehemaligen Räume des Start-ups über der Trinkhalle an der Bochumer Straße 139 angeboten: Die „Räumlichkeiten eignen sich ideal für ein Agentur- oder Medienbüro – oder für das nächste erfolgreiche IT-Startup“, heißt in der Veröffentlichung der Wirtschaftsförderung. Es geht also voran in Gelsenkirchen und das gilt für die Bochumer Straße, die Verwaltung und die kreative Szene – oder? Leider trübt meine persönliche Vorgeschichte mit der Wirtschaftsförderung das Bild. Hier wird von der Verwaltung für eigene Zwecke etwas kopiert, was Kreative im Stadtteil und Gelsenkirchen entwickelt haben.

Anfang November habe ich mit einem Partner aus der Medienbranche einen Termin im Wissenschaftspark mit der Wirtschaftsförderung vereinbart. Wir haben dort das Medienprojekt Emscherbote vorgestellt und nach Unterstützung bei der Entwicklung neuer Medienformate gefragt. Ein weiterer Punkt war die Vermittlung von Studio- und Büroräumen in Ückendorf. Bei dem Gespräch haben wir vorgeschlagen, für die Wirtschaftsförderung einen Podcast zu Weiterlesen

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Wir sind Polizei oder doch Antifa?

Die Veröffentlichung der Bilder von Opfern rassistischer Anschläge durch Nazis erfolgt in der Regel durch Aktivisten der Antifa. In Gelsenkirchen ist das anders. Auf dem Posting der Namen der Todesopfer von Hanau ist in der Bildmitte ein Porträt von Britta Zur platziert. Die Polizeipräsidentin von Gelsenkirchen ist seit 2019 im Amt und bekannt für ihre professionelle Kommunikation. In der öffentlichen Darstellung passiert nichts aus Zufall. Weiterlesen

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Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Ein kurzer Text über die Not der SPD, Schmutzkampagnen und die AfD

In den letzten Wochen wurden in Gelsenkirchen die Ausschüsse im Stadtrat gebildet, die Vorsitzenden gewählt und die Aufsichtsräte der kommunalen Unternehmen besetzt. Viele Parteien aus dem demokratischen Spektrum haben dabei versucht, die AfD aus den zu vergebenen Ämtern herauszuhalten. Eine Strategie, bei der die Sozialdemokraten in Gelsenkirchen nicht mitspielen wollen. Ende Januar kam der Integrationsrat zusammen und der Vorsitz wurde neu gewählt. Das Gremium ist die politische Interessenvertretung aller Migrantinnen und Migranten in der Stadt. Würde es nach dem Willen der Wähler gehen, dann müsste die WIN den Vorsitz übernehmen. Die Abkürzung WIN steht für „Wähler Initiative NRW“ und die Partei wird von vielen Zuwanderern und Migranten gewählt. Die Partei hat die meisten der direkt gewählten Mandate bekommen und ist die stärkste Fraktion. Weiterlesen

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Gelsenkirchener Verhältnisse

Gelsenkirchen liegt endlich mal vorne – Screenshot WAZ

Die Stadtgesellschaft interessiert sich nicht mehr für Politik und die SPD feiert sich.

Wer sich am Abend des Wahlabends in Rathaus in Gelsenkirchen verirrte, konnte meinen, dass die SPD einen grandiosen Wahlsieg errungen hat. Auf der Bühne stand der Bundestagsabgeordnete Markus Töns neben der OB-Kandidatin Karin Welge und feierte den Wahlerfolg. Der spärlich besuchte Saal reagierte mit stehenden Ovationen und Welge-Rufen.

Das erinnert an Pippi Langstrumpf und „ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Was war passiert? Die Genossen haben eine krachende Wahlniederlage erlitten. Die SPD hat 15,1 Prozent ihrer Wähler verloren. Hinter dieser Zahl verbergen sich 14395 Menschen, die der SPD nicht mehr ihre Stimme gegeben haben. Rechnet man die Zahl der sozialdemokratischen Wähler auf die Zahl der Wahlberechtigten hoch, dann bleiben nur niederschmetternde 14 Prozent der Bürger übrig, die hier ihr Kreuz gemacht haben. Weiterlesen

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In eigener Sache: Gelsenkirchener OB-Kandidat hat ein zweifelhaftes Verhältnis zur Wahrheit

Malte Stuckmann, der OB-Kandidat der CDU in Gelsenkirchen hat in der WAZ auf eine Nachfrage der Lokalredaktion Gelsenkirchen geantwortet. Anlass des WAZ-Beitrags war ein Artikel auf diesem Blog über ein Facebook-Posting aus dem Jahr 2014, das sich einseitig gegen die Politik Israels richtete. Es wurde eine Grafik gepostet, die eine beliebte Vorlage bei Unterstützern der Weiterlesen

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OB-Kandidat der CDU in Gelsenkirchen postete antiisraelische Propaganda

Im Wahlkampf geht es auch um Neofaschisten, Israel, Erdogan und verunsicherte Genossen. Die CDU tut sich mit dem kommunalen Wahlkampf und ihrem Spitzenkandidaten Malte Stuckmann in Gelsenkirchen schwer. Das hat kaum etwas mit Inhalten zu tun, denn Debatten finden nicht statt und inzwischen haben alle Parteien das Fahrrad als Thema für sich entdeckt.

Es sind vielmehr die Attacken aus dem Hintergrund, die für Diskussionen sorgen. Da wird dem Kandidaten grundlos Spionage bei seiner Konkurrentin von der SPD unterstellt und der Alt-Genosse Joachim Poss wirft ihm politische Nähe zu einer neo-faschistischen Partei aus Italien vor. Das ist weit hergeholt und nicht zu belegen. Es kommt aus einer Sozialdemokratie, die im Wahlkampf sehr verunsichert wirkt. Weiterlesen

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Das System Tönnies, Schalke im Abseits oder das Ende eines Mythos

Clemens Tönnies Foto: Susanne Freitag (susi@fotodesignfreitag.de) – Tönnies Holding ApS Co & KG Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der erste TrinkhalleTalk aus Ückendorf

Kornelia Toporzysek war im Schalker Ehrenrat, als die rassistische Äußerung von Clemens Tönnies verhandelt wurde. Kurz danach ist Sie zurückgetreten und jetzt spricht Sie zum ersten Mal öffentlich darüber. Weiterlesen

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Erste Corona Demonstration in Gelsenkirchen

Unter strengen Auflagen der Polizei fand heute um 15 Uhr die erste Demonstration in den Zeiten der Corona-Pandemie statt. Mit dem Motto „Unser Grundgesetz ist kein Toilettenpapier“ machte sich ein Autokorso von Gelsenkirchen nach Buer auf den Weg. Damit soll gegen die Einschränkungen der Grundrechte protestiert werden. Angemeldet wurde die Auto-Demonstration von einem Gelsenkirchener Bürger und dahinter soll keine politische Organisation stehen. Alle Fahrzeuge waren mit den Farben der deutschen Nationalfahne dekoriert und es wurde die Nationalhymne gespielt. Auf der Facebookseite des Initiators der Aktion wird der Corona-Virus als Grippe bezeichnet und es findet sich ein Video von Xavier Naidoo, der zuletzt wegen seiner Nähe zu den rechten Reichsbürgern und zu antisemitischen Gedankengut in die Schlagzeilen geriet. Am Rande des Korsos waren nur sehr vereinzelt Menschen zu sehen.

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“Doom Eternal” macht die Musik


In Zeiten der nicht sichtbaren Bedrohung kann es helfen sich realen Dämonen zu stellen. Genau das bietet “Doom Eternal” auf grandiose Weise mit viel Feinarbeit. Ein actiongeladener Shooter, der brachiale Kämpfe mit einem angriffslustigen Metal-Soundtrack verbindet. Die Shotgun kickt eindrucksvoll und die Explosionen lassen den Bildschirm wackeln. Besonders aufregend wird das Spiel mit einem Kopfhörer und sich nähernden Dämonen im Rücken des Spielers. Ein atemberaubendes, temporeiches und erschöpfendes Spielerlebnis. Beim Spielen der Story-Kampagne muss regelmäßig eine Pause eingelegt werden, um den Kopfhörer abzusetzen und etwas Luft zu holen. Es ist kein Spiel für schwache Nerven und nichts für den Nachwuchs. Die Alterseinstufung ist mit 18 Jahren genau richtig angesetzt.

„Als DOOM Slayer kehren Sie auf die Erde zurück und finden sie von Dämonen überrannt vor“, verkündet die Spielbeschreibung die anstehenden Herausforderungen.“ Drehen Sie auf und entdecken Sie die Ursprünge des Slayers und seiner fortwährenden Mission, zu metzeln und zu schnetzeln, bis nichts mehr steht“. Was beim Start wie ein wie ein wildes Geballer wirkt, ist in Weiterlesen

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