Update: Dortmund – Die Marschroute der Nazis und die Orte der Blockaden und Proteste

nazi_route2013

Morgen wird die Nazipartei „Die Rechte“ in Dortmund demonstrieren. gerechnet werden kann mit mehreren 100 Teilnehmern aus ganz Deutschland.   Nach dem Verbot der Kameradschaft Nationaler Widerstand Dortmund (NWDO) im vergangenen Jahr, hat sich die Dortmunder Naziszene in der von Christian Worch gegründeten Partei organisiert. Die Demonstration am Samstag knüpft an die Tradition der „Antikriegstage“ des NWDO an, die immer Anfang September stattfanden.  

Die Dortmunder Antifa-Union hat gerade die Route der Nazis am Samstag veröffentlicht. Los geht es am Landgericht. Gerichtsstraße, Hamburger Straße, Von der Goltz-Straße, Im Defdahl, Deggingstraße, Karl-Marx-Straße, Feldstraße, Heiliger Weg,  Ernst-Mehlich-Straße. Die Nazis werden also durch die östliche Innenstadt laufen, nur wesentlich näher an Mitte als im Mai, wo sie durch Körne zogen.

Update: Anders als am 1. Mai  sind morgen zahlreiche Protestaktionen geplant. Es gibt mehrere ganztägige Mahnwachen und ein Friedensfest.

Weitere Sammelpunkte:

10.00 Uhr: Treffpunkt für Blockaden: Mahnwache für die ermordeten Sinti und Roma, Weißenburger Straße/ Ecke Gronaustraße (U44 Geschwister-Scholl-Straße, 10 min. vom Hauptbahnhof)

10.00 Uhr: Kundgebung am U-Bhf Kampstraße, zum Gedenken an den von den NAzis ermordeten Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz

11.00 Uhr Treffpunkt des Antifa-Bündnis: Platz von Buffalo (gegenüber des U-Turm)

Noch offen ist zur Zeit, wo das Bündnis Dortmund-Nazifrei seine angekündigte Blockade starten wird und was sich aus dieser entwickelt. Wir werden wieder einen Liveticker einrichten und Euch zeitnah informieren.

Frühstück

Image: Rainer Knäpper, License: artlibre
Image: Rainer Knäpper, License: artlibre

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Reminder: Protest gegen Pro Deutschland in Duisburg

Ein wenig Pro Deutschland in Bochum Foto: SchwarzerHund
Ein wenig Pro Deutschland in Bochum Foto: SchwarzerHund

Pro Deutschland ist im Moment unterwegs und versucht sich in der Simulation eines Wahlkampfs. Sieben Anhänger der rechten Splittergruppe waren gestern in Bochum, acht in Dortmund unterwegs. Bei Kundgebungen vor dem Sozialen Zentrum und dem Langen August trafen sie in Bochum auf  100 und in Dortmund auf 70 Gegendemonstranten.

Für heute hat Pro Deutschland zwei Kundgebungen in Duisburg angemeldet und hofft wohl mit einem Auftritt vor dem von Roma bewohnten und in den vergangenen Wochen als Problemhäusern in die Schlagzeilen gekommen Wohnanlage In den Peschen zumindest auf ein klein wenig mehr an Medienresonanz – bislang ist die Wahlkampftour mit „Rohrkrepierer“ noch nett beschrieben. Auch in Duisburg wird es gegen Pro Deutschland Protest geben – unter anderem hat das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage dazu aufgerufen, sich Pro Deutschland in den Weg zu stellen. Los geht es um 11.00 Uhr – Pro Deutschland hat sein Kommen an der Merkez-Moschee in Marxloh für 12.30 angekündigt. Um 14.30 wollen die Rechten dann bei den Häusern In den Peschen auflaufen.

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Sieben Zwerge protestieren gegen „Die Rechte“

zwerge

Zu einem ungewöhnlichen Protest gegen die Nazipartei „Die Rechte“ kam es in der vergangenen Nacht in Dortmund. Vor dem Parteibüro zogen sieben Zwerge auf und forderten die Rechtsradikalen auf, am Samstag zu tanzen statt zu schreien. Die Namen der Zwerge, auf die Zipfelmützen geschrieben, waren Andeutungen der Namen bekannter Dortmunder Rechtsradikaler. In einem Bekennerschreiben, das diesem Blog vorliegt, heißt es: „wir sind eine Gruppe genervter Dortmunderinnen und Dortmunder, die keine Lust mehr auf die ewigen Naziaufmärsche in unserer Stadt haben. Daher fordern wir die stadtbekannten Kameraden auf, diesmal doch einfach zu tanzen, statt schon wieder ihre ausgelutschten Parolen zu gröhlen.“

Frühstück

Ursula Gather Foto: Gert-Martin Greuel Lizenz. CC.20
Ursula Gather Foto: Gert-Martin Greuel Lizenz. CC.20

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Ursula Gather Foto: Gert-Martin Greuel Lizenz. CC.20
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Hassprediger kommen nach Dortmund

hassprediger

Auf Dortmund kommt ein Wochenende der Hassprediger zu: Am Samstag marschieren den Nazis durch die Stadt, am Sonntag kommen salafistische Fundamentalisten nach Dortmund. Der Verein „Afrikabrunnen“ wirbt  für sich unter anderem mit einem Auftritt von Pierre Vogel. Vogel gilt als einer der gefährlichsten muslimischen Hassprediger Deutschlands und erreicht durch sein lockeres Auftreten vor allem junge Menschen.

Nazis in Dortmund: „Wir sollten sie nicht erneut auf die Beine kommen lassen“

michalakdemo12Kaum eine Gruppe kämpft so lange gegen die Dortmunder Naziszene wie die  Autonome Antifa. Wir sprachen mit einem ihrer Vertreter über die geplanten Proteste gegen den Naziaufmarsch am kommenden Samstag.

Wenn am Samstag die Nazis durch Dortmund marschieren, wird es von Seiten der Antifa keine Gegendemo geben. Warum?

Die letzten Aktionen gegen Naziaufmärsche sind in Dortmund von einem Massiven Polizeiaufgebot begleitet worden. Insbesondere am 1. Mai, aber auch schon vorher hat sich gezeigt, das die Polizei Demonstrationen derart gängelt, dass von eher von einem Gefangenentransport gesprochen werden sollte. Um auf diese Repression zu reagieren, haben wir uns entschlossen, auf vorher angemeldete und mit der Polizei “kooperierte” Demonstrationen zu verzichten. Um in Dortmund Naziaufmärsche zu stören oder gar zu verhindern braucht es dynamische Konzepte, die für die Polizei nicht planbar sind.

Wir haben uns entschieden, eine Kundgebung zu organisieren, die allen interessierten Menschen als Anlaufpunkt dienen kann, um sich Informationen über die jeweils aktuelle Situation zu holen. Was dann passiert liegt in eurer Hand, Leute!

 Habt ihr schon einen Ort für die Kundgebung?

Das ist nicht so einfach. Wir befinden uns seit etwa zwei Wochen in Verhandlungen mit der Polizei, die zunächst die Meinung vertreten hat, keiner der ca. ein Dutzend Plätze in der Innenstadt sei für eine solche Kundgebung verfügbar, und uns stattdessen hinter den Hauptbahnhof, weitab von der Öffentlichkeit, verschieben wollte.

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