Aus für Straßenstrich in Dortmund – und doch eine Blamage für die Stadt

Foto: Barbara Underberg

Der Arnsberger Regierungspräsident Gerd Bollermann folgt dem Rat der Stadt Dortmund und verbietet in der gesamten Stadt die Straßenprostitution. Doch für die Verantwortlichen der Stadt Dortmund ist das nur auf den ersten Blick ein Triumph.

Am 16. Mai ist Schluss mit dem Straßenstrich in Dortmund. Nicht nur an der Ravensberger Straße in der Nordstadt sondern in ganz Dortmund ist dann Straßenprostitution verboten. Regierungspräsident Gerd Bollermann folgte damit einem Beschluss der Rates der Stadt – die Sorge, der Nachbarstädte, dass sich die Straßenprostitution verlagern würde, teilt er nicht.

Ein Sieg für SPD und CDU, die im Rat das Verbot der Straßenprostituion durchgesetzt haben? Nein. Denn Bollermann macht der Stadt zehn Auflagen. Auflagen, welche die Konsequenz aus zum Teil jahrelange Versäumnissen der Stadt sind und dem Eindruck widersprechen, dass vom Straßenstrich in der Nordstadt alles Übel ausgeht.

Die Auflagen:

Umsetzung baurechtlicher Maßnahmen und gegebenenfalls ordnungsbehördliche Schließung sogenannter Problemhäuser

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American Jewish Committee (AJC) kritisiert Palästinenser-Konferenz in Wuppertal

Das American Jewish Committee (AJC) kritisiert in einem offenen Brief an Wuppertals Oberbürgermeister Jung die Palästinenser-Konferenz, die am kommenden Wochenende in der Schwebebahnstadt, stattfinden soll. Teilnehmer der Konferenz würden das Existenzrechts Israels bestreiten. Auf einer Webseite zur Konferenz sei zudem von „Endlösung“ die Rede.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung,

 

bereits seit acht Jahren findet die „Konferenz der Palästinenser in Europa“ statt, welche vorgibt für Solidarität und Förderung des Friedens einzustehen. Die Konferenz findet nun am kommenden Samstag in Wuppertal unter dem Motto „Die Generation der Rückkehr kennt ihren Weg“ statt. Das Hauptthema ist das sogenannte „Recht auf Rückkehr“. Auf der Website der Konferenz ist in diesem Zusammenhang von „Endlösung“ die Rede – eine unverhohlene Anspielung auf den Sprachgebrauch der Nationalsozialisten, die als „Endlösung“ die Ermordung der Juden während des Holocausts bezeichneten.

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Datteln: Grüne erklären das „Verfahren gilt“

Datteln IV Foto: Robin "Bibo" Patzwaldt

Ein gestern veröffentlichtes Rechtsgutachten macht den Bau des umstrittenen Eon-Kraftwerks in Datteln wahrscheinlich.

Auf Nachfrage dieses Blogs sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Ruhrparlament, Martin Tönnes, der noch im Mai Planungsdezernent Grünen des RVR wird, dass das vereinbarte Verfahren gilt: „Wenn das Gutachten zu dem Schluss kommt, dass Datteln weiter geplant werden kann, werden wir uns an das mit der SPD beschlossene Verfahren halten.“ Tönnes will aber erst einmal die Langfassung des Gutachtens prüfen. Das Gutachten wurde zwar von dem Bauherren des Kraftwerks in Datteln, Eon, bezahlt. Den Gutachter Dr. Kment haben jedoch SPD und Grüne gemeinsam ausgewählt. Es ist also kein „Eon Gutachten“.

Für die SPD ist der Weg zum Bau des Kraftwerks jetzt frei. Thomas Eiskirch, der wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD im Landtag in einer Erklärung:

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Start: Kurzfilmtage Oberhausen

She Wolf, Riccardo Bernasconi / Francesca Reverdito, Schweiz 2010 © Bernasconi / Reverdito

Heute beginnen die 57. Kurzfilmtage Oberhausen.

Bis zum 10. Mai werden 466 Filme mit Längen zwischen 13 Sekunden und 55 Minuten gezeigt. Die Kurzfilmtage gehören zu den profiliertesten Filmfestivals Deutschlands – auch wenn der Kurzfilm ausserhalb von Youtube kaum mehr eine Rolle spielt. Im Kino sind Kurzfilme eine Seltenheit geworden. Aber man muss nicht nach Oberhausen fahren, um etwas von den Kurzfilmtagen mitzubekommen. Kurzfilmtage habe eine Video-on-Demand-Plattform:

Mit rund 270 Kurzfilmen und Filmausschnitten geht heute offiziell „Oberhausen Films Online“, die Video-on-Demand-Plattform der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, online. Das Besondere: Im Gegensatz zu anderen Auswertungsformen – ob im Netz, Fernsehen oder Kino – verbleiben die Rechte an und die Kontrolle über alle angebotenen Arbeiten vollständig bei den Filmemachern. Ob ein Film als Streaming oder Download zur Verfügung steht, ob er verkauft wird und zu welchem Preis bestimmen bei „Oberhausen Films Online“ allein die Urheber. Im Programm sind zunächst Arbeiten aus den Oberhausener Festivalprogrammen der letzten Jahre; das Angebot soll fortlaufend erweitert werden. Überdies bietet die Plattform eine umfangreiche Kurzfilmdatenbank. Zu finden sind die Filme auf www.kurzfilmtage.de/videothek.

Jupiter Jones auf Bochum Total

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Vom 21. bis zum 24. Juli findet Bochum Total in diesem Jahr im Bermudadreieck statt. Erste Bands des Line-Ups wurden jetzt bekannt gegeben.

Mit dabei sein werden in diesem Jahr neben Jupiter Jones Bosse (Berlin), Carpark North (Dänemark), Thomas Godoj (Recklinghausen), Wirtz- Bodi Bill (Berlin), Casper (Berlin), Bourani- Die Rakede- Boyhitscar (Los Angeles), Boppin B (Aschaffenburg), Alin Coen- Kraftclub, Pamela Falcon (Bochum), Ian Annesson (Bochum), Zero (Essen), Kellermensch (Dänemark), Deine Jugend (Mannheim). Und die Jungs von der Wattenscheider Schule werden eine Lesung veranstalten.

Der Ruhrpilot

So sehen Verlierer aus_ Marc Jan Eumann, Staatssekretär im Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien Foto: Landtag NRW

JMStVCamp: Interview mit Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann…Netzpolitik

Städte: Steuer auf Luft und Liebesdienst…Welt

Bochum: Architekturstudenten können Studienzentrum rund um die Uhr nutzen…Ruhr Nachrichten

Bochum II: Aktion Canchanabury setzt Container vor die Kunstkirche…Der Westen

Dortmund: Riesenbordell statt Straßenstrich?…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Warten auf Entwürfe für Fußballmuseum…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Hundertmeister-Insolvenzverfahren eröffnet – Zukunft ungewiss…Coolibri

Essen: Hattinger SPD kommt Kritik an Kulturdezernent Bomheuer bekannt vor…Der Westen

 

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Datteln: Rechtsgutachten macht Eon-Kraftwerk wahrscheinlicher

Datteln IV Foto: Robin "Bibo" Patzwaldt

Im Streit um das Kraftwerk Datteln  setzten SPD und Grüne auf die Klärung durch ein Rechtsgutachten. Das ist nun raus. Die Chancen für den Bau des Kraftwerks sind gestiegen. Die Belastung für die Koalitionen von SPD und Grünen im Ruhrgebiet und im Land auch.

SPD und Grüne wollten zu Frage des Eon-Kraftwerks in Datteln keine politische Entscheidung, sondern eine juristische. Und die ist jetzt da. Eben kam diese Pressemitteilung des Regionalverbandes Ruhr herein:

Regionalplanverfahren zum Kraftwerksstandort Datteln
Rechtsgutachter: Voraussetzungen für Fortführung des Verfahrens sind erfüllt – auch ein Zieleabweichungsverfahren ist möglich
Essen. Das von der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) eingeforderte Gutachten zur Klärung von Rechtsfragen im Rahmen des vom RVR durchzuführenden Regionalplanänderungsverfahrens zum Kraftwerksstandort in Datteln liegt vor. In der Zusammenfassung kommt der als Gutachter ausgewählte Privatdozent Dr. Kment zu folgendem Ergebnis:

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Duisburg: SPD-Bericht stellt Kooperation mit Linkspartei in Frage

In der Duisburger SPD kursiert ein Sachstandsbericht zu dem antisemitischen Flugblatt, das auf dem Server der Linkspartei in Duisburg lag. Die Sozialdemokraten beschreiben darin die Zusammenarbeit der Linkspartei Duisburg mit Antisemiten, die Rolle von Linken-Fraktionschef Hermann Dierkes, die Person, die das Flugblatt online gestellt haben könnte und stellen die Zusammenarbeit mit der Linkspartei im Rat in Frage. Der Bericht liegt uns vor.

Seit gestern liegt der SPD-Duisburg eine Sachstandsbericht mit dem Titel „Die Linke“ in Hamborn und Flugblatt“ vor, der detailliert die antisemitischen Strömungen innerhalb der Linkspartei beschreibt und den Mythos vom bösen Hacker, der das antisemitische Flugblatt online stellte, zerstört. Es ist eine hervorragende Analyse.

Das Nazi Flugblatt und die Duisburger Linke

Haben Hacker das Flugblatt auf den Server der Linkspartei gelegt?  Die Analyse der SPD kommt zu einem anderen Schluss:

„Im wahrscheinlichsten Fall hat ein Mitglied – mit moderaten bis guten technischen Kenntnissen – über den Zugang eines Benutzerkontos das Dokument gezielt auf die Unterseite der Jugendgruppe solid platziert.  (…) Eine Recherche mit der Suchfunktion auf der Seite www.die-linke-duisburg.de ergab, dass zwei Veröffentlichungen/Aktualisierungen auf der Seite am 31. Januar 2011 stattfanden. Beide stehen im Kontext zur Jugendorganisation solid. Es liegt nahe, dass dieser Benutzer im gleichen Zuge die Hetzschrift veröffentlicht hat, da es um diesen Zeitraum keine anderen Veröffentlichungen gab.“

Das SPD-Papier führt weiter aus, dass im Parteibüro der Linken ein Student arbeitet, zu dessen Aufgabe die Organisation von Kontakten zu „Splittergruppen“ gehört. Ist er derjenige, der das Flugblatt hochgeladen hat? Zu den Splittergruppen, zu denen der Mitarbeiter die Kontakte organisiert, gehört die Rote Antifa. Der SPD-Sachstandsbericht führt aus,  dass die Rote Antifa fordert, dass Frauen in getrennten Blöcken zu den Männern demonstrieren und ihre Mitglieder auf Demonstrationen „Tod für Israel“ und „Intifada bis zum Tod“ skandieren. Auch eine „Nazi-Fahne in  Kombination  mit dem Davidstern“ soll von ihnen  auf einer Demo mitgeführt worden sein. Genau so ein Symbol fand sich im Kopf des antisemitischen Flugblatts.

Weiter hinten geht der SPD-Sachstandsbericht dann auf den Fraktionsvorsitzenden der Duisburger Linkspartei, Hermann Dierkes, ein. Beschrieben werden seine Boykottaufrufe gegen Israel, seine Relativierung des Holocausts und sein Verständnis für Angriffe der Hamas auf Israel.

Das Fazit zu Dierkes:

„Hermann Dierkes hat in seiner Vorbildfunktion einen ideologischen Überbau gelifert, um eine einseitige anti-israelische  Meinung in Duisburg „salonfähig“ zu machen. Seine Äußerungen und seine fehlende, klare Distanzierung zur Gewalt haben entscheidend zur Radikalisierung einzelner Splittergruppen beigetragen“

Am Ende des Sachstandsbericht findet sich eine Folgerung:

„Die Duisburger Kooperationsvereinbarung zwischen SPD / Bündnis 90 – Die Grünen / Die Linke besagt:

Jegliche Form von Rassismus und Benachteiligung auf Grund eine bestimmten Herkunft lehnen wir ab. Wer das friedliche Zusammenleben stört, muss mit unserem Entschiedenen Widerstand rechnen.

Die Kooperationsvereinbarung steht somit im klaren Widerspruch zur Faktenlage.

Die Glaubwürdigkeit der SPD ist stark beschädigt, wenn wir uns nicht klarere von den Vorgängen distanzieren und zumindest die kooperation mit „der Linke“ in Frage stellen und diese Diskussion auch nach außen getragen wird.

Zumindest beim letzten Punkt konnten wir durch die Veröffentlichung von Teilen des SPD-Sachstandsberichtes hilfreich sein.

Meinung zum Steigerlied

Nora Kröger studiert Sinologie und Medienwissenschaften an der Ruhr Uni. Und macht eine Online-Umfrage zum Steigerlied.

Und die läuft nicht gut. Weswegen wir sie verlinken sollen. Machen wir gerne. Die Hauptfrage der Umfrage: Die Bedeutung des Steigerlieds im Ruhrgebiet. Ich denke mal, sie ist nicht mehr groß. Kaum jemand kennt noch einen Bergmann persönlich. Das Steigerlied steht für die Vergangenheit des Ruhrgebiets. 2018 macht die letzte Zeche zu und dann ist es mit der teuren Folkloreindustrie vorbei.

Als Kind, mein Opa war Schießmeister auf  Moltke in Gladbeck, fand ich die Zeile „denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht“ immer lustig. Weil man das Wort „Arsch“ ja als Kröte nicht in den Mund nehmen durfte – und schwupp: Da sangen es die Erwachsenen.

Hier geht es zur Umfrage…Klick