Walter Schreifels Band, Mittwoch, 2. Februar, 20.00 Uhr, Kleine Freiheit, Osnabrück
Der Ruhrpilot

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Ruhrgebiet: FDP gegen Umweltzone…RP Online
Ruhrgebiet II: Die Ruhrstadt ist tot…Der Westen
NRW: WestLB steht vor der Zerlegung…RP Online
Bochum: Radio CT zeigt sein neues Zuhause…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Karnevalszüge in Duisburg stehen wegen Sicherheits-Bedenken auf der Kippe…Der Westen
Ägypten: Wie die Infrastruktur, so die Politik…Netzpolitik
Ägypten II: Diktatorendämmerung…Spiegelfechter
Umland: The Doors – When You`re Strange…Zoom
Kultur: 10 Jahre animierter Kurzfilm…Denkfabrik
Ägypten wird daneben gehen
Ägypten ist nicht Tunesien. Und egal, was sich viele der Demonstranten wünschen: Nach Mubarak kommt keine offene Gesellschaft sondern die Herrschaft der Muslimbrüder.
Im Oktober war ich mit der Deutschen Welle in Ägypten auf einer deutsch-arabischen Bloggerkonferenz. Zu denen die uns betreuten gehörte ein deutscher Journalist, der perfekt arabisch sprach und seit vielen Jahre in Ägypten lebte. Er sagte, dass das Regime von Mubarak nichts anderes als eine üble Diktatur wäre. Immer wieder würden politische Gegner im Knast verschwinden oder nach üblen Prozessen hingerichtet. Ich fragte ihn, wer seiner Einschätzung nach Ägypten regieren würde, wenn es freie Wahlen gäbe. Seine Antwort: Die Muslimbrüder.
Ägypten ist nicht Tunesien. Ägypten ist die Heimat des modernen islamischen Fundamentalismus. Und für den stehen die Muslimbrüder und ihr Vordenker Sayyid Qutb. Kommen die Muslimbrüder an die Macht, wird nicht nur Israel in seiner Existenz bedroht sein. Auch vielen der jungen, uns sympathischen Demonstranten wird es an den Kragen gehen. Dem Westen wird ein neuer Feind erwachsen. Die Muslimbrüder werden ihr Chance nutzen und in Ägypten ein repressives, islamistisches Regime aufbauen.
Der Sturz Mubaraks wird ein Fanal sein. Andere arabische Regime werden vielleicht folgen. Am Ende der nächsten Monate werden wir aber nur wenige neue, offene Gesellschaften in der Region erleben, sondern neue autoritäre Regime. Und es werden sehr religiöse autoritäre Regime sein.
Für offene, demokratische Gesellschaften braucht es mehr als Wahlen. Grundlage der Demokratie sind die Aufklärung, Säkularisierung, die breite Akzeptanz der Menschenrechte. Viele träumen im Moment die Traum von selbstbewussten, offenen arabischen Gesellschaften. Es ist ein schöner Traum. Leider glaube ich nicht, dass er wahr wird.
Wir haben verpasst, im Nahen Osten Demokratien aufzubauen. Den vom Westen protegierten Verbrechern werden einfach nur andere Verbrecher folgen.
Lasst Kay Voges mit den Dorfmundern nicht allein!
Kay Voges, der neue Intendant des Theaters Dortmund, macht einen guten Job. Nur in Dortmund merkt das kaum jemand. Gute Gründe, den Mann nicht allein zu lassen.
Kultur in Dortmund hat es schwer. Kaum einer geht in den U-Turm und die Besucherzahlen des Dortmunder Schauspiels nähern sich dem Boden wie ein trudelndes Flugzeug mit brennenden Triebwerken. Die Entwicklung des FZW ist eine Katastrophe mit ruhrgebietsweiten Auswirkungen. Kultur in Dortmund zeichnet sich vor allem durch einen von Komplexen getriebenen Repräsentationswillen aus. Alles muss groß und prächtig sein. Mein Dorfmund soll schöner werden ist das Motto der Stadt. Nur mit dem, was in all den Gebäuden passiert, können die wenigsten etwas anfangen.
Das ist auch beim Theater so, das Intendant Kay Voges seit dem Spätsommer rockt. Reihen wie „Stadt ohne Geld“ gehören zum spannendsten, was man auf den Bühnen in NRW sehen kann. Das ist der FAZ, der Welt am Sonntag und der Frankfurter Rundschau klar. Den Dortmundern offensichtlich nicht. Und dann die Band des Theaters: Botanica aus New York. Die Musik liegt irgendwo zwischen Velvet Underground und Sonic Youth. Allein die lohnen den Besuch.
Die Dortmunder interessiert das alles nicht. Die aktuelle Auslastung von 45 Prozent sagt nichts über die mangelnde Qualität der Arbeit von Kay Voges und seinem Ensemble aus, sondern sehr viel über die Provinzialität des Dortmunder Publikums. Trotzdem oder gerade deswegen könnte er morgen im Kulturausschuss der Stadt Ärger bekommen. Aber – und das ist die gute Nachricht: Wir leben ja im Ruhrgebiet. Und wenn die Dorfmunder die Arbeit von Voges nicht zu schätzen wissen, gibt es ja noch die coolen Jungs und Mädchen aus Bochum, Essen, Herne oder – warum eigentlich nicht – Marl, die in sein Theater gehen können. Und dafür sorgen, dass die Intendanz von Voges doch noch zum Erfolg wird. Denn einen wie Voges braucht man im Ruhrgebiet. Man darf ihn nur nicht mit den Dorfmundern allein lassen.
Johnossi
Der Ruhrpilot

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Islam: Zentralrats-Chef ermuntert zu Debatte über modernen Islam…Der Westen
Medien: RP Plus – Scheitern an NRW…Indiskretion Ehrensache
Terrortorte: Blogger-Prozess ist beendet
Die Staatsanwaltschaft Bochum ist zur Besinnung gekommen: Sie hat die Revision gegen den Freispruch des Bochumer Bloggers Martin Budich zurückgezogen.
Budich war vorgeworfen worden, mittels des hier abgebildeten Comics zur Gewalt gegen eine Nazi-Demo aufgerufen zu haben. Der Prozess lief über Jahre – absurdes Theater auf Kosten der Steuerzahler und der Nerven von Martin Budich, der das Blog Bo-Alternativ betreibt.
Mehr zu dem Prozess auf Bo-Alternativ. Dort findet sich auch eine ausführliche Dokumentation des ganzen Prozesses.
The Vaselines
The Vaselines, Montag, 31. Januar, 21.00 Uhr, Comet Club, Berlin
Der Ruhrpilot
NRW: „Entlassen Sie Ihren Finanzminister, Frau Kraft?“…Express
Ruhr2010: Kultur im Schlussverkauf…Süddeutsche
NRW II: Wie geht es weiter mit dem an NRW gescheiterten Jugendmedienschutz-Staatsvertrag?…Pottblog
NRW III: „Wir haben keine Theaterkrise“…Welt
NRW IV: Kraft will beim Personal sparen…Der Westen
Bochum: Fortsetzung der AStA-Koalition…Bo Alternativ
Duisburg: Polizist soll verhängnisvollen Befehl bei der Love Parade gegeben haben…Spiegel
Duisburg II: Über 500 Menschen demonstrieren für Erhalt des Djäzz in Duisburg…Der Westen
Umland: Zwischen Köln und Hamburg…Welt
Umland II: Nach der Jagd ist vor der Jagd…Zoom
Sonia Brex
Sonia Brex, Sonntag, 30. Januar, 20.30 Uhr, Stadtgarten/Studio 672, Köln
