Devil Doll, Sonntag, 14. März, 20.00 Uhr, Sounds Music Hall, Essen
Ruhrpilot – Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
SPD: Dortmunder Abgeordneter fühlt sich als Abnicker…Der Westen
NRW: Schwarz-Grün – Aus Spiel wird Ernst…Zeit
NRW II: Gabriel glaubt nicht an Schwarz-Grün…Der Westen
Ruhr2010: Die Krise spielt verstecken…Kölner Stadtanzeiger
Online: Welttag gegen Internetzensur…Spreeblick
NRW III: Grüne: Dreifaches Stoppsignal nach Berlin…Ruhr Nachrichten
Medien: Arrogante Journalisten?…FIXMBR
Wirtschaft: Was macht der US-Konsument?…Weissgarnix
NRW IV: Spur des Maulwurfs?…Post von Horn
Fotos: Erste Tour des Jahres…Kueperpunk
Westerwelle? Unschuldig!
Immer neue Vorwürfe werden gegen den FDP-Chef und Außenminister Guido Westerwelle erhoben: Jobs für Kumpels, Reisen mit den Spendern und Touren mit dem Gspusi – die Anschuldigungen gegen Westerwelle stürzen das Land ins Chaos. Doch Westerwelle ist nicht für alle Desaster der vergangenen Monate verantwortlich.
Der Winter
Monatelanger Frost, Meter hohe Schneeverwehungen. Für DGB-Chef Michael Sommer ist klar, wer dahinter steckt: „Westerwelle brauchte das Schneechaos, um seine Forderung, Hartz IV Empfänger sollten Schnee schippen, zu untermauern. Im Mai hätte doch kein Mensch auf so einen Unsinn reagiert.“ Jörg Kachelmann vom Wetterdienst Meteomedia wiegelt ab: „Auch wenn Westerwelle nicht gerade Wärme ausstrahlt – die Schuld an diesem Winter hatten arktische Tiefausläufer.“
Opel
Klaus Ernst (Die Linke): „Ein Guido Westerwelle ist sich viel zu fein, einen Opel zu fahren. Kein Wunder, wenn die Marke vor dem Aus steht.“ Wir haben in der Marketingabteilung von Opel in Rüsselsheim nachgefragt. Dort gibt man sich entspannt: „Wir haben Herrn Westerwelle zu einem Audi geraten, als er uns fragte, wie er Opel unterstützen könne. Das Image von Opel sollte nicht weiter beschädigt werden .“
Helene Hegemann
Soweit, Westerwelle mit einem Axolotl zu vergleichen, will Juso Chefin Franziska Drohsel nicht gehen. Aber für sie ist klar, wer hinter dem Literaturskandal der Saison steht: „Westerwelle hetzt mit seinem Leistungsdruck die jungen Menschen auf. Es geht nur noch um Erfolg. Die können sich dem Druck dann nicht mehr entziehen und kopieren Texte statt selbst zu dichten.“ Wir fragten Helene Hegemann, die Autorin von Axolotl Roadkill, nach Westerwelles Mitschuld. Hegemann erklärte, sie habe den Namen Westerwelle noch nie gehört und kopieren sei auch nicht so anstrengend, wie alle immer denken würden.
Schickedanz-Pleite
„Westerwelle und die FDP saugen ihre Spender aus wie rumänische Vampire deutsche Arbeiter auf dem Weg zur Frühschicht.“ Arbeiterführer und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) ist empört: „Westerwelles Gier ist der Grund, warum Madelaine Schickedanz heute gebrauchten Lidl-Joghurt essen muss.“ Wir wollten die Vorwürfe von Rüttgers überprüfen und versuchten, bei der ehemaligen KarstadtQuelle-Großaktionärin nachzufragen. Vergebens. Ihr Telefon ist abgemeldet.
Ruhrmarathon-Desaster
Der Ruhrmarathon im vergangenen Jahr war der sportliche Tiefpunkt 2009: Ein verzögerter Start, nix zu trinken und Teenies als Ordner drückten auf das Gemüt der Sportler. Der Veranstalter: Westerwelles Lebensgefährte Michale Mronz. Für Hannelore Kraft, SPD-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl ist damit alles klar: „Das Revier ist eine SPD-Hochburg. Mronz war die Strafe Westerwelles für das traditionell miese Abschneiden der FDP im Pott.“ Unsere Recherchen ergaben: Mronz kann es einfach nicht besser.
Gazpacho
Gazpacho, Samstag, 13. März, 20.00 Uhr, Underground, Köln
Ruhrpilot – Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Bildung: Förderunterricht für Migrantenkinder gestrichen…Der Westen
RWI: AKW-Laufzeiten versteigern…FAZ
NRW: Pinkwart sieht keine Chance für die Hauptschule…Der Westen
NRW II: Debatte über Rot-Rot-Grün…taz
FDP: Westerwelles Sturzflug…Post von Horn
Ruhr2010: U wie unbekannt…Der Westen
Dortmund: Deutschland-Achter versenkt…Ruhr Nachrichten
Nahverkehr: Sozialticket verschoben…Der Westen
Zukunft: Older and Wiser…Economist
Online: Leistungsschutzrecht wird konkretisiert…Netzpolitik
Online II: Wenn PI-Fans demonstrieren…Süddeutsche
Kultur: Helge Schneider Interview…Zitty
Umland: Die Neuordnung des ärztlichen Notdienstes ist kein Grusel-Szenario…Zoom
Podewitz live in Bremerhaven
Ab und an schreibt Peter Podewitz hier bei den Ruhrbaronen. Morgen und übermorgen ist er mit seinem Bruder live zu sehen. Im Theater im Fischereihafen in Bremerhaven feiert ihr neues Comedy-Programm Premiere.
Peter Podewitz gehört zu den wenigen Menschen, die den Umzug ins Ruhrgebiet als Geschichte ihres persönlichen Aufstiegs erlebt haben. OK, hier ist es genauso arm und hässlich wie in Bremerhaven, aber wenigstens stinkt es nicht überall nach altem Fisch.
An den wird sich Peter im Moment wieder gewöhnen müssen, denn zusammen mit seinem Bruder Willi steht er am Wochenende in Bremerhaven auf der Bühne. Premiere. Und das wird sicher lustig. Also hin.
Online-Ausstellung-Tasch III: Son of God
Hier ist der dritte Teil unserer Online-Ausstellung mit Werken von Stephan Tasch.
Das Bild trägt den Titel “Son of God”, 2000, Aquarell, Pastellkreide, Tusche auf Leinwand.
“Son of God“ groß…Klack
Tasch 1…Köpfe
Tasch 2…Gladbeck nach Mitternach
Was mir wichtiger als das Theatersterben ist…
Bochum kann sich das Konzerthaus nicht leisten und wahrscheinlich werden nicht alle Theater im Ruhrgebiet die nächsten Jahre überleben. Na und? Wir haben andere Sorgen.
Dass die Städte im Ruhrgebiet pleite sind ist keine Neuigkeit und zum Teil auch selbstverschuldet. Wer meint, sich in einer Region mit gerade einmal fünf Millionen Einwohnern 53 Stadtverwaltungen, vier Kreisverwaltungen und mehr als ein Dutzend Nahverkehrsunternehmen leisten zu müssen hat nun einmal kein Geld. Auch wenn Bund und Länder künftig weniger dreist Politik auf Kosten der Städte machen werden, wird das Geld für einen solchen Öffentlichen-Dienst de Luxe nicht ausreichen.
Wer am Wasserkopf nicht sparen will, muss sich nach Alternativen umschauen. Auch auf Druck der Aufsichtsbehörden geht es jetzt an die Kultur. Das Ruhrgebiet rühmt sich die dichteste Kulturlandschaft der Republik, was sag ich, Europas, der Welt, ja wahrscheinlich der gesamten Galaxis zu haben. OK, das meiste ist Mittelmaß und wir noch nicht einmal regional wahrgenommen. Auch die Auslastung ist häufig schlecht. Das ist nun einmal so, wenn Quantität vor Qualität geht: 50 Kreisligisten genießen zusammen weniger Aufmerksamkeit als ein Bundesligist. Und wenn von diesen vielen Spielstätten ein paar in den nächsten Monaten oder Jahren über den Jordan gehen sollten, ist mir das egal. Die Städte könnten immer noch gemeinsam für ein attraktives Angebot in diesem Kultursegment sorgen, wenn sie beginnen würden, ihre Mittel zusammen zu legen. Von da an ist das Gejammer über die sterbende Theaterlandschaft vor allem einer gut vernetzten Klientel zu verdanken. Andere Bereiche mit viel größeren Problemen werden hingegen kaum wahrgenommen und haben keine so wirksame Lobby.
Die Schulen zum Beispiel. Viele sind verrottet, miserabel ausgestattet. Schulen, die so aussehen, wie sie es in den meisten Ruhrgebietsstädten tun, sind ein Statement der Gesellschaft. Es lautet: „Was hier passiert interessiert uns nicht.“ Fast jede Sparkassenfiliale macht einen repräsentativeren Eindruck.
Es gibt gute Konzepte für Schulen und in einer Region wie dem Ruhrgebiet müssten sie dringend umgesetzt werden. Mülheim macht so etwas: Im Stadtteil Eppinghofen plant die Stadt eine „Zukunftsschule“: Einrichtungen der Jugendarbeit, Elternberatung, VHS-Kurse, Vereine, Kindertageseinrichtungen, eine Grundschule, – alles unter einem Dach in einem attraktiven, gut ausgestatteten Gebäude. Solche Konzepte braucht das Ruhrgebiet dringend. Es müsste hunderte dieser Schulen geben. Ich würde mir einen so breiten und lauten Protest für bessere Schulen und Kindergärten wünschen, wie es ihn für den Erhalt der hochsubventionierten Theater und Konzerthäuser gibt. Dort, nicht in den Theatern und Konzerthäusern, entscheidet sich die Zukunft des Ruhrgebiets. Um ein Theaterstück zu sehen, kann man auch mal eine halbe oder eine Stunde fahren. Das ist kein Problem. Aber die „Zukunftsschulen“ müssen schnell und flächendeckend errichtet werden. Und sie müssen vor allem in den Stadtteilen gebaut werden, in denen die bildungsfernen Schichten leben, sie müssen vor der Haustür zu finden sein.
Ein oder zwei gute Theater, ein oder zwei gute Konzerthäuser – damit hätte das Ruhrgebiet nicht mehr die dichteste Kulturlandschaft Deutschlands, aber es wäre ok. Wie schön wäre es hingegen, wenn wir die beste Bildungslandschaft hätten!
Tocotronic
Tocotronic, Freitag, 12. März, 20.00 Uhr, Dortmund, FZW. Ausverkauft – Keine Abendkasse!
Ruhrpilot – Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Antisemitismus: Bedingungslos für Israel?…xtranews
NRW: Kraft will aus der Westerwelle-Ecke…Zeit
Bochum: Weiter pleite…Der Westen
Ruhrgebiet: „Die Revierstädte werden abgekoppelt“…Der Westen
Ruhr2010: Local Hero Herten…Hometown Glory
Ruhr2010 II: Schimanski und Supermann…Sächsische Zeitung
Ruhr2010 III: Hast Du mal ´ne Straße?…Zeit
Pro NRW: Sitzblockaden sind keine Straftat…Hometown Glory
Grimme Preis: „Inas Nacht“ beste Unterhaltung …Stern
Schwule: NRW-Wahl – Hoffen auf den Wechsel…Queer
Pop: Tom Liwa…Coffee & TV
Abmahner: Weiße Weste für Katja Günther…Lawblog
SPD: Sozialdemokratische Zeitenwende…FAZ
Debatte: Die heimliche schwarz-grüne Republik…Welt
