Fotos vom Zauber auf Zollverein

 

Gestern keine Zeit gehabt? Heute auch nicht? Pech gehabt. Mit Freds Fotos könnt Ihr Euch zumindest eine Vorstellung von dem machen, was gestern auf Zollverein so passierte…

 

 

Ruhr2010: Das hieß Schnee bis zum abwinken. Und mittlerweile ist der im Ruhrgebiet sogar weiß…

Das kulinarische Angebot war natürlich über jede Kritik erhaben.

Was auf der Hauptbühne passierte war nicht wirklich spannend…

…und rauszukriegen wo wann was passierte fiel vielen schwer.

Zum Glück gab es genug zu trinken!

Richtig schön wurde es mit Anbruch der Dunkelheit

Es lag ein Zauber über Zollverein.

Die Schachtzeichen leuchteten…

…und das Ballon-Labyrinth begeisterte viele Besucher.

 

In Halle 5 war etwas dass sich kreatives Kraftwerk nannte…

…und hier konnte auch gezeichnet werden.

HipHop wurde wissenschaftlich analysiert.

 

Das Ballon-Labyrinth

Die Feuertrommler

Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet.

Ruhr2010: Ruhrgebiet feier schlicht und stur…Spiegel

Musik: Stirb langsam…FAZ

Ruhr2010 II: Ruhrgebiet drück Kulturhauptstadt an Herz…Der Westen

Ruhr2010 III: Capital of Culture…ABC

Ruhr2010 IV: Wozu Kulturhauptstadt?…Zeit

Ruhr2010 V: Besucherandrang bei Eröffnung…Ruhr Nachrichten

Ruhr2010 VI: Also wenn… …Rotwangblog

Ruhr2010 VII: MiR in vollem Glanz…Gelsenkirchen Blog

Ruhr2010 VIII: Komm zur Ruhr…Prospero

Ruhr2010 IX: Die Überflüssigen…Bo Alternativ

Ruhr2010 X: Ich bin Kulturhauptstadt…Kueperpunk

Ruhr2010 XI: Komm zur Ruhr…Süddeutsche

Ruhr2010 XII: Identität als Ruhrstadt…Deutschlandfunk

Ruhr2010 XIII: Kultur durch Klimawandel…NMZ

Ruhr2010 IVX: Etwas Größenwahn muss sein…Welt

NRW: Rüttgers kann sich nicht mehr sich sein…Tagesspiegel

NRW II: FDP Signale an die SPD…RP Online

Debatte: Die heterarchische Kommunikation…Weissgarnix

Rechte: Menschenkette gegen Pro NRW…Prospero

Dortmund: Schlechtes Marketing…Der Westen

Dortmund II: Diegel kontert SPD-Vorwürfen…Ruhr Nachrichten

Update: Party im Schnee

Kurze Reden, Strukturwandel, Freude und ja, das Ruhrgebiet hat sich gemacht: Mit einem Festakt auf Zollverein wurde gerade die Kulturhauptstadt eröffnet.

Eine Open-Air Party im Schnee – in den Alpen Alltag, im Ruhrgebiet schon etwas Besonderes. Wenn man über das tief verschneite Zollvereingelände geht, kommen einem vermummte Gestalten entgegen. Die Bierstände, im Ruhrgebiet sonst von Menschentrauben umlagert, sind noch verweist. Gut 500 Menschen haben wir vorhin auf dem Geländer gezählt, aber die Party geht ja auch erst nach 18.00 Uhr los.

Eins ist aber auch klar: Katastrophal war hier gar nix –  mal von den Ruhrgebiets-Rappern abgesehen. Die Veranstalter hatten unvorstellbares Glück mit dem Wetter: Januar – das bedeutet Nieselregen und Temperaturen um die vier Grad. Schmuddelwetter. Schnee und ein wenig Frost – das ist das perfekte Wetter für Aussenveranstaltungen im Winter.

Gerade ist es hier sehr schön. Die Leute laufen herum, freuen sich und frieren nur ein wenig. Wir sind leider bis jetzt in keine Veranstaltung hineingekommen. Wir wollten einen ZDF-Film sehen. Aber da war alles voll. Wir wissen jetzt nicht richtig, was wir tun wollen. Schauen uns einfach um.

Mittlerweile hat es aufgehört zu schneien, und auch der Wind hat sich gelegt. Mit vernünftiger Kleidung kann man es jetzt gut draußen aushalten. Etwas Zauberhaftes liegt über dem Zollvereingelände: In den Büschen hängen Boxen, man hört Klanginstallationen, und viele Gebäude sind illuminiert. An den zahlreichen Ständen können sich die deutlich zahlreicher werdenden Besucher über die verschiedenen Projekte informieren. Im Hinterhof von Pact-Zollverein zieht ein Irrgarten aus weißen Ballonen die Besucher an. Wirklich nett hier.

 

Update: Richtig schön war es im Umfeld der Kokerei. Dort wurde das Stück Klangfarbe aufgeführt – Neue Musik, eigentlch nicht meine Sache. In diesem Ambiente, an der beleuchteten Eisbahn, war es fantastisch. Auch die Feuer-Performances haben sichj gelohnt. Schade dass auf der Hauptbühne so etwas wie eine dröge WDR-Lokalzeit ohne Pause gebracht wurde – da hätte man sich etwas mehr Mühe beim Programm geben können: Grönemeyer nicht nur für geladene Gäste, Kapelle Petra, Boris Gott, Kreator…es hätte genug gegeben was man hätte zeigen können und nicht gezeigt hat.  Fazit: Es war toll und es hat sich gelohnt, dabei zu sein. Vor allem abseits der Hauptbühne gab es viel zu entdecken. Am Ende waren es deutlich mehr als 10.000 und als wir um 22.00 gingen kamen immer noch mehr Leute an als abfuhren.  Morgen gibt es einen ausführlichen Bericht, Fotos und Videos.  

Clement: Heucheln bei Ruhr2010

Wolfgang Clement  lobt das Ruhrgebiet in der aktuellen Welt und fordert das Zusammenwachsen des Reviers. Pure Heuchelei.

Als ich vorhin den Artikel von Wolfgang Clement in der Welt las, fiel mir mein mit Gelbwurst belegtes Knäckebrot aus der Hand. Clement zum Ruhrgebiet:

So ist jetzt erstmals eine ganze Region mit mehr als fünf Millionen Einwohnern, elf kreisfreien Städten und vier Kreisen „Kulturhauptstadt Europas“ (…) Es wäre wunderbar, wenn daraus noch mehr würde: Nämlich die eine „Metropole Ruhr“, die dieser so großartigen, dieser geschundenen und immer wieder aufgestandenen Region eine bessere, eine großstädtische, eine europäische Zukunft geben würde.“

Als er noch in der Regierung war, hat niemand ausser Johannes Rau so engagiert dagegen gearbeitet, dass das Ruhrgebiet zusammen wächst. Clement war wie Rau, der einmal sagte: „Was ich auf keinen Fall will, ist ein einheitliches Ruhrgebiet, womöglich noch mit einem eigenen Ruhrbezirk. Da werde ich Gesinnungstäter“, ein Blockierer, eine Verhinderer in Sachen Ruhrgebiet. Frisch an der Macht wollte er die einzige Klammer die das Ruhrgebiet damals hatte, den Kommunalverband Ruhrgebiet, durch eine Agentur Ruhr ersetzen,  deren einzige Aufgabe die Verteilung von Fördermitteln gewesen wäre. Mit Mühe ist das damals verhindert worden.

Clement überzog das Ruhrgebiet mit teuren und sinnlosen Leuchtturmprojekten. Erinnert sich noch jemand an HDO? Geleuchtet hat keiner die Türme. Clement war immer nur ein Lautsprecher, einer versagte, wenn es ernst wurde. Er setzte zig Millionen in den Sand.

Als das Ruhrgebiet sich für die Olympiade bewerben wollte, setzte Clement durch, dass Düsseldorf der Hauptort der Bewerbung wurde, die natürlich floppte. Als das Ruhrgebiet anfang sich für die Kulturhauptstadt zu bewerben, setzte das Land auf Köln. Clement hat nichts für das Ruhrgebiet geleistet. Wenn ausgerechnet er heute in der Welt von einer Metropole schwärmt ist das nichts als pure Heuchelei. Warum kann dieser Mann nicht einfach mal den Mund halten?

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Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet.

Ruhr2010: "Entecken Sie Deutschlands neue Hauptstadt"…Spiegel

Dortmund: Kopf an Kopfrennen bei OB-Wahl…Der Westen

Ruhr2010 II: Schief im Westen…Spiegel

Ruhr2010 III: Rutsch-Party…FAZ

Ruhr2010 IV: Sonderteil…FAZ

Ruhr2010 V: Das Revier feiert den Wandel…Welt

Ruhr2010 VI: Sonderteil…Welt

Ruhr2010 VII: Feeling His Was…Financial Times

Ruhr2010 VIII: Een cultuurmetropool op maat…De Standaard

Ruhr2010 IX: "Die ist eine Region im Aufbruch"…Wirtschaftswoche

Antisemitismus: Hermanns Gruppentherapie…xtranews

Pro NRW: Kurzer politischer Einwurf…Hometown Glory

Pro NRW II: Widerstand gegen Rechtspopulisten…Der Westen

Blogs: Tortenprozess am Dienstag…Bo Alternativ

Debatte: Das wahre Gesicht Mohammeds…Welt

Gelsenkirchen: Lofts für Bismarck…Gelsenkirchen Blog

NRW: Rüttgers Rhetorik…FR Online

Schweine: Erhalten durch Aufessen…Genussbereit

Wirtschaft: Schumpeter und das Ende des Bürgertums…Weissgarnix

Literatur: Lesung im virtuellen München…Kueperpunk

SPD-Dortmund: 11 mal roter Beton

Alles sollte anders werden nach Langemeyer: Offen wollte die SPD sein, selbstkritisch und Dialogbereit. Doch im Alltag wird wieder der rote Ruhrgebietsbeton angerührt, um die Macht zu erhalten.

Wie die WAZ meldet,  werden 11 Ratsmitglieder gegen die Neuwahlen des Rates klagen. Auch gegen die Neuwahlen aller Bezirksvertretungen klagen Sozialdemokraten – die Partei hatte sich noch im Dezember für Neuwahlen ausgesprochen. Damit ist klar: Rat und Bezirksvertretungen können nicht neu gewählt werden – die Verfahren vor den Verwaltungsgerichten können Jahre dauern. Von der neuen Offenheit, von der Transparenz, von der Dialogbereitschaft von der SPD-Chef Franz Josef Drabig sprach, ist nicht viel übrig geblieben. Für eine Politik des Neuanfangs stehen große Teile der Fraktion nicht zur Verfügung – auch gegen den Willen der Partei.  Die Gründe? Die Wahl sei zu teuer, es gäbe zwei Gutachten mit verschiedenen Positionen, die Ehre der SPD, Pflichterfüllung… . Muß man das ernst nehmen?  Nein, das fast dreckige Dutzend hält seinen Kopf hin, um die Macht der SPD zu retten. Und natürlich das eigene Pöstchen. Man setzt auf das kurze Gedächtnis der Wähler. Die Quittung könnte der SPD-OB Kandidat Sierau zahlen. Mal schauen wie die Forsa-Umfrage Morgen ausfällt – die allerdings vor Bekanntwerden der SPD-Klage gemacht wurde.
Wer wissen will, wie man eine Partei ruiniert, wie man jede Glaubwürdigkeit verliert, der sollte nach Dortmund schauen. Die Dortmund Eleven sollten aus der SPD-Fration ausgeschlossen werden – werden sie es nicht, werden sie von der Fraktion gedeckt. Sollte das der Fall sein, und davon gehe ich aus, ist die SPD im Dortmunder Rat nicht bündnisfähig. Mit der SPD-Fraktion im Dortmunder Rat sollte keine andere Fraktion gemeinsame Sache machen. Sie agiert mit zwei Gesichtern.

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Dressler: Bürgernähe statt Opernhäuser…Der Westen

Ruhr2010: Kulturhauptstadt startet als Wintermärchen…Hamburger Abendblatt

Ruhr2010 II: Die sesshafte kreative Klasse…FR Online

Ruhr2010 III: Gorny: "Nachhaltigkeit erzielt"…Kölner Stadtamzeiger

Ruhr2010 IV: Ruhr 2010…Irish Times

Ruhr2010 V: Programm…Pottblog

Ruhr2010 VI: etzt glänzt der Pott – nur für wen?…Stuttgarter Zeitung

Ruhr2010 VII: Twitterwall…Gelsenkirchen Blog

Ruhr2010 VIII: Local Hero Dinslaken…Der Westen

Ruhr2010 IX: Made in Marxloh…Prospero

Ruhr2010 X: Am Vorabend des Spektakels…Indymedia

NRW: Rüttgers will Hartz-Revision…FAZ

Ruhrgebiet: Bilder von der ewigen Baustelle…Kölner Stadtanzeiger

Ruhrgebiet II: "Wir wissen nicht, was das ist, wo wir leben"…ddp

Dortmund: Forsa-Umfrage zur Kommunalwahl am Samstag…Der Westen

Gelsenkirchen: Georg Kreisler…Zoom

Gelsenkirchen II: Sozialkirche gescheitert?…Hometown Glory

Winter: Deutschland im Schnee…Frontmotor

Wirtschaft: Haare schneiden auf isländisch…Weissgarnix

Medien: Slow Media 2…Mediaclinique

Sternsinger: War der Kraftwerksboykott richtig…Ruhr Nachrichten

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Solidarpakt: Woran sich die CDU erinnern sollte…

Für "fachlichen Unsinn" erklärt der NRW-Minister für Bundesangelegenheiten, Andreas Krautscheid (CDU), den Vorschlag von Hannelore Kraft den Solidarpakt zu überdenken. Der gute Mann hätte vor seiner Kraft-Schelte mal mit seinem Parteifreund Oliver Wittke reden sollen.

Denn wie unlängst Hannelore Kraft forderte auch Oliver Wittke (CDU) früher den Solidarpakt umzubauen. Damal war Wittke allerdings noch nicht ehemaliger Verkehrsminister und Landtagsabgeordneter sondern ein aufstrebender Stern am Himmel der CDU in NRW und Oberbürgermeister von Gelsenkirchen. 2004 schrieb der Focus über Wittkes Haltung zum Solidarpakt: Der Abbau West, längst nicht mehr schleichend, kann nach Ansicht des Gelsenkirchener Oberbürgermeisters Oliver Wittke, 37 (CDU), nur gestoppt werden, wenn den Krisenregionen dort mindestens annähernd so geholfen wird wie dem mit Milliardentransfers gepäppelten Osten. „Im Jahr 14 der deutschen Einheit ist es Wahnsinn, Förderung nur nach der Himmelsrichtung auszurichten“, poltert der Kommunalpolitiker..

Im Gegensatz zu Andreas Krautscheid (CDU), der vor seiner Berufung ins Ministeramt als PR-Mann und FH-Dozent tätig war und  Kommunalpolitik und der Finanzmisiere der Städte aus eigener Erfahrung soviel versteht wie ein Wal vom Schlittschuhlaufen mühte sich Wittke damals, eine Pleite-Stadt zu regieren.

Aber auch Wittke fand damals mit seiner Idee den Solidarpakt zu ändern keine Freunde in der seinerzeit rot-grünen Landesregierung. Focus:  „Den Solidarpakt will keiner antasten“, verspricht NRW-Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau (SPD). Allerdings war Schartau mit seiner Kritik an Wittke deutlich zurückhaltender Krautscheid: „Nicht jeder, der sich an der jetzigen Praxis der Förderung reibt“, erinnert Schartau seine Kollegen in den neuen Ländern, „ist ein Gegner des Aufbaus Ost.“

Auch noch als Verkehrsminister forderte Wittke, damals im Einklang mit Hannelore Kraft, in der Welt eine Änderung des Solidarpaktes. Einen Unterstützer fanden beide damals in CDU-Generalsekretär Wüst: Wüst verlangte ebenfalls Finanzhilfen für NRW-Städte. "Die Grundlage für die Gewährung von Fördermitteln aus dem Solidarpakt darf nicht mehr nur die Himmelsrichtung sein, sondern die wirkliche finanzielle Situation der Kommune", sagte Wüst. Die Bürger in Nordrhein-Westfalen hätten durch große finanzielle Kraftanstrengungen mit dazu beigetragen, den Aufbau der ostdeutschen Städte zu unterstützen: "Diese Solidarität erwarte ich jetzt auch für die armen Städte in Nordrhein-Westfalen."

Auch das eine offensichtlich vollkommen unqualifizierte Aussage – allerdings erst eineinhalb Jahre alt. Neben Sommer und Uhlenberg hat Rüttgers wohl mit Krautscheid einen weiteren intellektuellen Titanen in seiner Regierung.