
Als wir vor einem Jahr die Silvesterpartys vorbereiteten, den Sekt in den Kühlschrank stellten und versonnen auf die für den Abend gelagerten Bierkisten blickten, ahnte niemand von uns, dass 2020 das Jahr sein würde, in dem eine Pandemie unser Leben radikaler verändern würde, als wir es uns je hätten vorstellen können. Wir hatten Angst, haben getrauert, gehofft, uns diszipliniert und waren wütend. Was für ein Jahr.
Wer nach dem zweiten Weltkrieg das Glück hatte, in Westeuropa aufzuwachsen, kannte Katastrophen nur aus den Erzählungen von älteren Verwandten und aus Büchern oder Filmen. Sicher, es gab Probleme, wir hatten Sorgen, es ging uns auch nicht allen immer gut, aber eine Krise in dem Ausmaß, wie wir sie zurzeit erleben, war uns bis Anfang 2020 erspart geblieben.









