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Abellio befährt die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, die Müngstener Brücke Foto: Abelio
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Nachdem der Berliner Erdogan-Aktivist Martin Lejeune auf Twitter den Tod der Journalistin Sylke Tempel bejubelt hat, wurde nun Strafanzeige gegen ihn erstattet. Tempel kam gestern während eines Sturms in Berlin durch einen umstürzenden Baum zu Tode. Die Anzeige wurde wegen des Verdachts auf Verunglimpfung des Andenkens einer Verstorbenen gestellt:
Nach Informationen dieses Blogs wurden die Gesundheitsbehörden in Berlin bereits zwei Mal aufgefordert, sich Lejeune anzunehmen. Die Behörden wurden von Menschen informiert, die Zweifel an der psychischen Gesundheit Lejeuns hatten.
Seit Jahren fällt Lejeune durch nahezu unkontrollierte Hassbotschaften im Internet auf. Zahlreiche Islamisten, Antisemiten und Erdogan-Anhänger feuern den ehemaligen Journalisten in den Sozialen Medien an.
Lamya Kaddor, Religionswissenschaftlerin und Autorin hat sich in einem Beitrag auf t-online mit der Frage beschäftigt, warum Muslime so wenige Nobelpreise bekommen haben. Und tatschlich ist es so, dass es bislang nur drei muslimische Nobelpreisträger in naturwissenschaftlichen Fächern gab – und die allesamt an Universitäten im Westen arbeiteten.
Kaddor beginnt ihren Text mit eine Feststellung:
Und wie jedes Jahr werfen am Rande der Prozedur wieder ein paar Neunmalkluge die Frage auf: Warum kriegt eigentlich keiner aus der islamischen Welt einen Nobelpreis? Natürlich nur, um die Antwort gleich hinterherzuschicken: „Weil der Islam bildungsfeindlich ist. Ist doch klar!“
Diese simple „Beweisführung“ eignet sich wunderbar, um eifriges Kopfnicken an Stammtischen zu bewirken und ganz viele Likes in Sozialen Medien zu sammeln.
Es mag sein, dass es diese Argumentation gibt und sie trifft wohl auch auf viele islamisch geprägte Gesellschaften zu. Allerdings springt sie, und daran lässt sich schon schön der
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Homöopathische Globuli und Dilutionen Foto: Wikidudeman Lizenz: Gemeinfrei
Vor zwei Monaten sprach sich der Münsteraner Kreis, ein Zusammenschluss von Ärzten und Wissenschaftlern, dafür aus, den Heilpraktikerberuf zu reformieren oder abzuschaffen. Die Ausbildung der Heilpraktiker sei mies, eine wissenschaftliche Grundlage für ihre Arbeit gäbe es im Gegensatz zur Medizin nicht. Nun sammeln die Gegner des Münsteraner Kreises Unterschriften. Und alleine ihre Begründungen für den Heilpraktikerberuf sind gute Argumente, ihn sofort abzuschaffen.
Das Fazit, welches der Münsteraner Kreis in seinem Memorandum zieht, ist eindeutig:
Medizinische Parallelwelten mit radikal divergierenden Qualitätsstandards, wie sie aktuell
im deutschen Gesundheitswesen in Form von Doppelstandards bei Ergebnisbewertung und
Qualitätskontrolle bestehen, sind für eine aufgeklärte Gesellschaft nicht akzeptabel. Bei Heilpraktikern stehen aufgrund ihrer ungenügenden, kaum regulierten Ausbildung die Qualifikationen und Tätigkeitsbefugnisse in einem eklatanten Missverhältnis. Heilpraktiker bieten schwerpunktmäßig alternativ- oder komplementärmedizinische Verfahren an, die in den meisten Fällen wissenschaftlich unhaltbar sind. Dies führt zu einer Gefährdung von Patienten.
Spektakulär ist es indes nicht: Dass Heilpraktiker und sogenannte „Alternative Heilmethoden“ modischer Unsinn sind, der Menschen im besten Fall viel Geld, im schlimmsten Fall das Leben kosten kann, ist bekannt. In Großbritannien wird mit der Homöopathie Schluss gemacht, der Wissenschaftsrat der Europäischen Akademien fordert ein Verbot von Globuli.
Es geht den Quacksalbern also an den Kragen. Aber die wehren sich und sie tun das online. Eine eher mies laufende Unterschriftensammlung macht gegen den Münsteraner Kreis mobil. Zwei der Hauptargumente:
Die Schulmedizin möchte uns glauben lassen, sie wüsste es besser als Mutter Natur. Durch ihre Interventionen geben sie vor, den Menschen verbessern zu können. Was ihnen gelingt, gleicht eher dem Sohn von Frankenstein.
Jeder, der dank eines Herzschrittmachers noch lebt, wird das sicher etwas anders sehen. „Mutter Natur“ hat dieses kleine Wunderwerk der Technik dummerweise nicht auf Blumenwiesen wachsen lassen.
Besonders blöd ist das Argument, mit dem sich die Quacksalberlobby gegen wissenschaftliche Studien wehrt:
Traditionelle Methoden benötigen keine Studien, weil sie zum überlieferten Wissen der Erfahrungsheilkunde gehören, die viel länger als in den längsten Langzeitstudien erprobt worden sind.
Dumm nur, dass diese Erfahrungen über Jahrtausende weder aufgeschrieben noch ausgewertet wurden. Deswegen wurde der Aderlass bei allen möglichen Krankheiten über Jahrhunderte angewendet. Wer sich der Wissenschaft verweigert, sollte Menschen nicht anrühren dürfen.
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