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BVB-Fans nutzen die große Bühne beim kleinen Revierderby in Wattenscheid für Pyroshow


Bundesligapause! Was macht man also als Fußballfan? Man weicht bevorzugt auf ‚Èrsatzveranstaltungen‘ aus. So vielfach auch gestern, als zum Viertligaderby der SG Wattenscheid 09 gegen die U23 des BVB immerhin rund 2.000 Besucher ins Stadion pilgerten. Zig-Tausende verfolgten die Begegnung zudem vor dem heimnischen Fernseher.

Einige Gästefans sorgten bei der live im Free-TV auf ‚Sport1‘ übertragenen Begegnung mit ihrer Pyroshow dabei für ein ‚Ambiente‘, wie man es in der vierten Liga wohl nicht alle Tage erlebt. Sie nutzten dadurch wohl auch die vermeintlich besonders große Bühne für einen eigenen Auftritt. Die Zweitvertretung BVB gewann am Ende übrigens in der Lohrheide mit 2:0 (0:0) …

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30 Kommentare zu “BVB-Fans nutzen die große Bühne beim kleinen Revierderby in Wattenscheid für Pyroshow

  • #1
    Klaus Lohmann

    Robin, ich frage mich, warum Du Straftaten nicht beim Namen nennst, sondern über "Ambiente" und "nicht alle Tage sehen" verklausulierst.

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: OK, verstehe ich. Aber ich frage mich in Anbetracht dieser Bilder, ähnliche hatten wir ja auch schon in Saloniki, ehrlich gesagt viel mehr was da wohl beim Sicherheitsdienst des Stadions abgelaufen ist. Einem damals erkälteten (und völlig ‘harmlosen’) Kumpel von mir hat man beim BVB (in Liga 1) vor ein paar Jahren sogar mal das Nasenspray an der Einlasskontrolle zum Westfalenstadion abgenommen, da es ein potentielles Wurfgeschoss sei. Aber wie kommen hier so viele Pyro-Artikel völlig unbeanstandet in das Stadion? Das da mal etwas durchrutschen kann ist klar. Aber in diesem Ausmaß? Ähnliches war ja auch schon in der Bundesliga beim Auftritt des HSV in Darmstadt kürzlich zu sehen. Verstehe ich einfach nicht.

    Der BVB musste, wie ich heute auch schon irgendwo gelesen habe, offenbar 60.000 Euro für die Aktion in Saloniki bezahlen. Das hier in Wattenscheid wird wohl auch wieder kräftig kosten….

  • #3
    Klaus Lohmann

    Ich schätze mal, dass die Ordner in der Lohrheide – die ja nach den Bildern zweifelsohne vorhanden waren (ich hab’s auch live bei Sport1 gesehen) – sowie auch der recht junge Schiri mit den in solchen Sachen "erfahrenen" BvB-"Fans" komplett überfordert waren. Das ist ja auch die Gefahr, vor der schon länger von der Polizei gewarnt wird: in den ersten beiden Ligen ist die Kontrolle mittlerweile zumindest teilweise sehr gut, also weicht man in die tieferen Ligen aus.

  • #4
  • #5
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Das denke ich auch. Allerdings war das bei diesem Spiel sooo überraschend ja eben auch nicht. Auch weil es groß im Fernsehen gezeigt wurde. Nun bin ich an Wattenscheid nicht so nah dran, aber irgendetwas scheint da vor Ort nicht wirklich funktioniert zu haben, um es mal vorsichtig zu formulieren.

  • #6
    thomas weigle

    Also wirklich, was regt ihr euch auf wg. Pyrotechnik. Eine Länderspielpause steht vor der Tür und Ihr regt Euch über ein Punktspiel auf. Was gibt es SCHLIMMERES als eine Länder-Spiel-Pause. Eine Pause im Fußball hat maximal 15 Minuten zu dauern und von Spiel hat nicht die Rede zu sein. Fußball ist Kampf bis auf den Meniskus, tobende Tribünen, explodierende Fankurven, Massen die wahlweise nach dem Blut der Schiris, der gegnerischen Spieler, der unfähigen Trainer und Vereinspräsidenten gieren und dürsten. DAS IST FUßBALL. Länderspielpause, dass ist schlimmer als BlatterBeckenbauerPlatiniNiersbachWarner. Die gehen vorbei, aber kaum ist die eine Länderspielpause vorbei, muss man schon der nächsten ins trübe Auge blicken.
    ich will 24er Ligen, Relegationen ohne Ende, englische Wochen, Pokalspiele ohne 11m-Schießen, stattdessen Wiederholungsspiele bis zur Entscheidung. Länderspielpause, aaaaahhhhh, auch noch gegen die loser, die Fußballzwerge aus unserem westlichen Vorgarten. Hauen unsere die nicht ordentlich weg, werden wir uns ellenlange Ausreden anhören müssen- BlatterBeckenbauerPlatiniNiersbachWarner hätten die sensiblen Gemüter belastet.
    Diese Ausreden, warum einer nicht zum Länder"spiel" kommen kann. "Muskelverhärtungen mit Einblutungen" oder so. Rahn, Seeler, Müller, die hätten sowas nicht mal bemerkt. Die Dreschflegel Schulz und Paul oder gar Nobby Stiles hätten wg. sowas das Umpflügen der Gegner und des Rasens gewiss nicht eingestellt.Länderspielpause!!!

  • #7
    Klaus Lohmann

    @thomas weigle: Ich finde ja auch, dass "Training" für deutsche Spitzenpöhler völlig überbewertet wird. Man könnte stattdessen durchaus zwei- bis dreimal pro Tag ein Punktspiel abliefern, das ergäbe dann ein echte 24x7x365 Eventerlebnis in der Glotze – wobei ja der Speicherplatzpreis fürs Aufzeichnen auch immer weiter sinkt und nach dem Tod ja noch genug Zeit zum Gucken wäret;-)

  • #8
    Daniel

    Wie viele Opfer gab es denn diesmal wieder durch diese Pyotechnik?
    Achja, keine.

    Rechtsvorschriften, die von keinem ernst genommen werden, sollten ggf. überprüft werden. Gesprächsangebote gab es ja genug, warum diese scheiterten ist dem informierten Betrachter auch geläufig.
    Aber (besonders bei einem inkompetenten Studienabbrecher als Landesinnenminister) wird wohl weiter eine andere Strategie präferiert.

    Mein Fazit:
    Sehr schöne Bilder, gute Stimmung, drei Punkte! Gerne wieder!

  • #9
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Daniel: Mit einer solchen Begründung könnte man aber auch Raserei im Straßenverkehr rechtfertigen: Wurde doch diesmal niemand verletzt, sah toll und sportlich aus, ich kam schneller an. Also, was soll die Aufregung? 😉

  • #10
    Klaus Lohmann

    @Daniel: Immer wieder erstaunlich, wie langweilig und einfallslos ihr seid. Warum springt denn keiner von euch Ultra-Deppen mal so richtig "unsafe" von Tribünendächern? Ist ja bislang auch noch Niemand dran gestorben und natürlich gibt es auch noch kein Gesetz dagegen, also auf! Das kommt so richtig geil in der Glotze…

  • #11
    thomas weigle

    Klaus Lohmann 2 SPIELE PRO WOCHE nennt man gemeinhin ENGLISCHE WOCHE, außer in Dortmund offenbar. Und in England hatte man lange Jahre 24er Ligen.

  • #12
    Klaus Lohmann

    Thomas, solange Sportreporter bei Reginalliga-Spielen als "Lückenbüßer" in der Länderspielpause nur noch inhaltslose Blubberei mit Uralt-"Stars" rüberbringen, braucht kein Mensch "mehr" Spiele – also *ich* als Mensch zumindest nicht. A

  • #13
    thomas weigle

    Für Sie Klaus Lohmann, schreibe ich beim nächsten Mal extra VORSICHT IRONIE!!!!! Wie sagte doch Thomas Müller in Bezug auf Robben- und Elftalfopperei: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

  • #14
  • #15
    Daniel

    Mit Intelligenz habt ihr es hier nicht so, oder?

    Durch Geschwindigkeitsübertretungen sterben Menschen. Das ist Alltagserfahrung.

    Der Sprung vom Tribünendach ist keineswegs gefährlich! (Sich in Jugendsprache zu versuchen, wenn man diesen Altersbereich bereits lang verlassen hat ist hingegen "langweilig und einfallslos", zudem imO peinlich). Die physische Schädigung ist vorrangig auf das folgende Verlangsamungstrauma zurückzuführen. Da dieses in Anbetracht der allgegenwärtigen Gravitationslage allerdings unvermeidlich ist, springt kein vernünftiger Mensch von hohen Dächern. Ich bin übrigens weder Ultra noch Depp, aber das wird ein seniler, verbitterter Opi evtl. nicht nachvollziehen können.

    Zurück zum Thema: Pyrotechnik wird jedes Wochenende in Fußballstadien, Eishockeyhallen, im Winter bei Skisprung- und Biathlonereignissen und zu Silvester sogar flächendeckend genutzt. Dabei wird erstens mit unterschiedlichem Maß beurteilt, ob dies "ein Verbrechen" darstellt. Zweitens ist die Hysterie im Fußballkontext in Anbetracht der geschädigten Personen unangemessen. Daher hört keiner auf euch jammernde Hippies und Bessermenschen. 😉

  • #16
    Klaus Lohmann

    @Daniel: "Der Sprung vom Tribünendach ist keineswegs gefährlich!"
    Findest Du für solche peinlichen Lachnummern kein anderes Forum oder Blog???

    PS: Kein vernünftiger Mensch hält sich in einer Menschenmenge auf, in der von besoffenen Brüllaffen Fackeln mit Brenntemperaturen von 1600 Grad Celsius und mehr geschwenkt werden. Und schon allein die besoffenen Brüllaffen wären schon ein Grund, solche Areale zu meiden, Insofern bin ich lieber der senile Opi als der dauerpubertäre Vollhonk.

    ich hoffe, Du erlebst noch so einige Stadionverbote direkt am eigenen Körper. Denn das ist wesentlich weniger gefährlich als Pyro-Verbrennungen, bei denen die meisten Vollhonks ja noch nicht mal wüssten, wie man die im Notfall behandeln muss.

  • #17
    Daniel

    Warum ein anderer Blog, fühlst du dich überfordert?!
    😉
    Andere Menschen als "besoffene Brüllaffen"oder "dauerpubertäre Vollhonk(s)" zu bezeichnen ist aber auch diskriminierend. Kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren. Oder lenkst du dich mit den Internetpöbeleien nur von deinem frustrierende Alltag ab? Andere senile Opis stecken sich am Rhein oder der Ostsee Phosphor in die Hosentasche – das ist doch auch ein schönes Hobby; wenn auch mit der Gefahr der spontanen Selbstentzündung verbunden.

  • #18
    Klaus Lohmann

    @Daniel: "Kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren."
    Wenn ich Deine Kommentare lese – Ja, natürlich.
    Für mich ist damit EOT.

  • #19
  • #20
    thomas weigle

    Klaus Lohmann angesichts Ihrer recht , nun ja, derben Ausdrucksweise, nicht nur mir gegenüber, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie dieses in Zukunft so halten würden. Das vermeidet Missverständnisse und Fragen wie diese: ist ihre Argumentation gegenüber Daniel bspw Ironie oder was?

  • #21
    Klaus Lohmann

    @thomas weigle: Sie müssen mir nicht zu abgeschlossenen "Zwiegesprächen" antworten. Und ich werde weder mit Ihnen noch "Daniel" weiter über egomane Pyromanen im Block und vollhonkige Ultras diskutieren; meine Meinung dazu habe ich hier und anderswo seit vielen Jahren wiederholt und unmissverständlich kundgetan.

  • #22
    Daniel

    Genau, und wenn der Oppa was sagt, dann is Ende Gelände, ähh eot. Alle andere sind nämlich vollhonks, egomanen und deppen! Alle außer Oppa! Der hatte schon immer recht! Deswegen is jetzt auch Schluss! EOT!! Und jetzt haltet euch endlich daran…. 😀

  • #23
    thomas weigle

    Klaus Lohmann Dennoch bitte ich Sie inständig, ironisch gemeinte Beiträge zu kennzeichnen, es erleichtert die Diskussion. Zu ihrem Verständnis noch, das pyromanische Gefeuer da war jetzt nicht wirklich MEIN THEMA, ganz ohne Ironie.

  • #24
    keineEigenverantwortung

    Gibt es eigentlich noch keinen Wettbewerb mit Pyro-Choreographien von Stadion-Besuchern.

    Vermutlich können könnte dies doch ein paar Probleme lösen. Fußball für die eine Gruppe und Pyrotechnik und Selbstdarstellung für die anderen Gruppen. Natürlich mit den entsprechenden Auflagen, wie sie auch bei Feuerwerken etc. vorhanden sind.

  • #25
    Daniel

    Der Unterschied zum cheerleading besteht wohl auch daraus, dass die Jungs und mädels eine echte Bindung zu Stadt und Verein haben. Insofern wäre es sicherlich schwierig, eine solo-Veranstaltung daraus zu machen. 😉
    Dass es bereits einen informellen "Wettbewerb" gibt, sollte eigentlich klar sein. Es wurde ja auch sicher nicht zufällig zur tv-Übertragung gezündelt. Am Sonntag bei rwo – rwe könnte es ja wieder so weit sein.

  • #26
    Klaus Lohmann

    @#24 keineEigenverantwortung: Es gab ja schon häufiger Vorschläge für einen gesetzeskonformen oder -refomierten Einsatz von Pyro in den Stadien zu den Spielen. Das hätte dann aber neben dem Einsatz von qualifiziertem Personal z.B. auch einen abgetrennten, nur für dieses Personal zugänglichen "Event-Abschussbereich", also einen eigenen "Mini-Block" oder ein vergattertes Areal hinter den Toren etc. pp. bedeutet.

    Dass die sog. "Fans", die Pyros vehement verteidigen wollen, dies als Geringschätzung ihrer Versuche zur Selbstdarstellung ansehen, war aber von vornherein absehbar. Tenor vieler "Fans" heute:

    " Es müsste eine Änderung des Rechts her – was ja genau das Ziel vieler Fans sein soll. Aber das sagt sich leicht und es ist auch ein bisschen heuchlerisch. So weit käme es ja noch, dass Pyro künftig in irgendeiner Art "gesicherter Schutzzone" durch geschulte "Pyrotechniker-Fans" durchgeführt würde. Pyro-Pässe für "Vorbrenner"? Glaubt das jemand? Zur Pyro gehört doch, dass sie im Block stattfindet, dass darin die Fahnen wehen und die Kurve "brennt".

    "Pyro in der Box" wäre nicht das Gleiche, wäre steril, würde augenblicklich die Faszination verlieren, die in den Kurven so ersehnt ist. Wer heute die Forderung formuliert, man müsse eben das Recht ändern, der tut dies vielleicht wider besseres Wissen. Oder ist schlicht auf dem Holzweg.

    Reizvoll ist, was verboten ist. Nur durch das Verbot ergibt sich die Möglichkeit, eine Gegenposition einzunehmen. Gesetzlich zugelassene, von Vereinen zugewiesene Pyro-Zonen in Stadien würden ganz neue Fragen aufwerfen, aber sie würden eben kein Problem lösen. Das muss auch klar sein."

    http://www.westline.de/fussball/sc-preussen-muenster/aktuelles/Wenn-sich-der-Derby-Rauch-verzogen-hat%3Bart1991,2158109

  • #27
  • #28
    keineEigenverantwortung

    Wenn ich insbesondere an die USA beim Cheerleading denke, habe ich schon den Eindruck gewonnen, dass es auch um den Sport und die Stadt geht. Es ist ein "Anfeuern", das sich aber auch immer mehr verselbständigt hat.

    Ich bin eher beim Wettbewerb von den Wettkämpfen der Feuerwerk-KÜnstler ausgegangen. D.h. explizit außerhalb der Fußballveranstaltungen. In Menschenmengen hat Feuer nichts zu suchen.

  • #29
    Daniel

    Das Ausreizen und Übertreten von gesellschaftlichen Normen gehört zur normalen Entwicklung eines Menschens auf der Schwelle zum Erwachsenenalter. Das hat Klausi schon richtig angedeutet. Insofern stellt das keine gleichwertige Alternative dar. Abgrenzung und Entwicklung einer Persönlichkeit wären so nicht möglich. Manche nehmen Drogen, andere begehen Ladendiebstähle, verkleiden sich als Manga-Figuren oder lassen sich piercen/tätowieren oder tendieren zu religiösen/politischen Extremen. Wenn man älter wird, beurteilt man solche Verhaltensweisen dann im Regelfall kritisch-ablehnend. Das juckt die Jugend aber wenig, bzw. steigert diese Aufmerksamkeit und Ablehnung den Binnenzusammenhalt der Gruppen und ggf. auch den Reiz, noch extremer zu agieren. Insofern ist die Forderung nach stärkere Repression nachvollziehbar, wird aber nichts ändern – außer, dass viele Lebensläufe durch Geld- und Haftstrafen belastet werden.

  • #30
    thomas weigle

    Dein Beispiel @Daniel könnte man noch um die bspw.erweitern, die gerne auf fahrenden Bahnen rumturnen oder es besonders prickelnd finden, unter Oberleitungen auf Wagen Selfies zu erstellen. Die vielen Toten und Schwerverletzten schrecken ebenso wenig ab wie Haft-oder Geldstrafen.

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