Mirze Edis („Die Linke“) am 4. September 2021 in Duisburg (Foto, bearbeitet: Peter Ansmann)
Mirze Edis erklärt den umstrittenen Genozidvorwurf zur Gewissheit und israelische Politiker zu Feinden von uns allen. Die Opferzahlen, mit denen in der Debatte gearbeitet wird, stammen jedoch aus einer von der Hamas geführten Behörde. Was ist belegt – und was ist Propaganda?
Mirze Edis (Mitglied des deutschen Bundestags, Die Linke) veröffentlichte am 5. Juni 2026 auf Instagram und Facebook ein Foto von Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton mit der, eher abenteuerlichen, Behauptung:
“Diese drei Männer haben 9 Länder überfallen, 11 Millionen Menschen umgebracht und keiner bezeichnet sie als Terroristen. Das zeigt, wozu Imperialismus in der Lage ist.” – wie das MdB aus Duisburg diese Anzahl von vermeintlichen Opfern ermittelt hat, bleibt im Beitrag unerklärt.
Was wenig verwundert: Für diese, im Beitrag veröffentliche, Anzahl von Opfern – durch militärische Interventionen und im Zuge des Kriegs gegen den Terror – gibt es keinerlei belastbaren wissenschaftlichen Schätzungen. Ebensowenig für die Behauptung, Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama hätten „9 Länder überfallen“ – hier handelt es sich um keine allgemein anerkannte historische Tatsache, sondern es werden verschiedene Arten militärischer Interventionen (Invasionen, Luftangriffe, Drohneneinsätze und Spezialoperationen) zusammengefasst.
Vor dem Spiel in Fürth zeigte sich der Essener Fanblock noch selbstbewusst und gut gelaunt. Foto: Ruhrbarone
Die Bilder vom Dienstagabend in Fürth werden die Fans von Rot-Weiss Essen noch lange verfolgen. Spieler, die völlig entkräftet auf dem Rasen zusammensacken. Mitgereiste Anhänger, die fassungslos ins Leere starren. Und ein Klub, der den Aufstieg in die 2. Bundesliga nach 19 Jahren Sehnsucht auf dramatische Art und Weise verspielt hat.
Ausgerechnet jetzt fällt vielen Beobachtern wieder jene Szene vom Relegations-Hinspiel ein, als Essener Fans demonstrativ einen mutmaßlich aus Duisburg gestohlenen Torpfosten im Stadion präsentierten. Eine Aktion, die damals als kreativer Spott gefeiert wurde. Heute wirkt sie wie ein Sinnbild für die gefährliche Grenzüberschreitung zwischen Rivalität und Überheblichkeit.
Denn der Fußball hat seine ganz eigene Art, Rechnungen zu begleichen.
Der MSV Duisburg hatte sich über Monate hinweg in eine Position gearbeitet, in der der Traum von der lange ersehnten Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga endlich Realität werden konnte. Es brauchte nur noch einen Heimsieg und zumindest die Relegation wäre dem MSV nicht mehr zu nehmen gewesen. Gegen die Viktoria aus Köln, für die es in diesem Spiel schon um nichts mehr ging, sollte das doch doch wohl möglich sein. Die Stadt war elektrisiert, die Menschen euphorisiert, die Straßen rund um das frühere ‚Wedaustadion‘ überfüllt mit Hoffnung, Bierdunst und blau-weißer Leidenschaft. Duisburg lebte. Zumindest für ein paar Stunden.
Im Stadion des MSV Duisburg könnte bald wieder deutlich mehr los sein als hier. Archiv-Foto: Daniel Jentsch
Borussia Dortmund kämpft aktuell mit der eigenen Identität, Schalke 04 liefert mal wieder das ganz große Drama – und während die grellen Scheinwerfer des Fußballs im Ruhrgebiet einmal mehr auf die beiden schillerndsten Vertreter ihrer Art gerichtet sind, droht ein bemerkenswertes Stück Fußballkultur auf überregionaler Bühne einmal mehr fast unbeachtet zu bleiben: die mögliche Renaissance von Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg.
Die Jahrhunderthalle in Bochum ist einer der wichtigsten Standorte der Ruhrtriennale | Foto: Peter Hesse
Die Ruhrtriennale 2026 findet vom 20. August bis 20. September statt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 31 Produktionen und Projekte mit 114 Veranstaltungen in Bochum, Duisburg, Dortmund, Essen und Gladbeck. Im dritten und letzten Jahr der Intendanz von Ivo Van Hove lädt die Ruhrtriennale dazu ein, gemeinsame Erlebnisse zu feiern und neue Perspektiven einzunehmen.
Garagen-Hinterhof in Duisburg-Marxloh | Foto: Peter Hesse
Für ein Buchprojekt mit dem Arbeitstitel „Meine Jugend in den 80er Jahren in Duisburg“ sucht der Autor, Journalist und Podcaster Zepp Oberpichler nach alten Stadtansichten, um das ganze Thema auch entsprechend zu illustrieren.
Old-Daddy-Revival, November 2025 (Foto: Peter Ansmann)
Nach dem Ende des Old Daddy Duisburg an seiner ursprünglichen Location auf der Steinschen Gasse, ließ Peter Jurhahn, früherer Betreiber des Old Daddy in Duisburg, die legendäre Disco wieder auferstehen: Im Eventschloss PULP wurde, seit September 2023, alle paar Monate Old-Daddy-Revival-Partys veranstaltet. Am 31. Mai 2025 fand dort die letzte Old-Daddy-Revival-Party statt. Mit teilweise negativer Kritik, weil Besucher zu später Stunde noch in die übervolle Location reingelassen wurden und keine Getränke, außer Softdrinks, mehr vorrätig waren.
Seit dem 1. Juni 2025 ist das PULP geschlossen.
Danach wurde lange nach einer neuen Location für das Event gesucht. Erfolgreich: Am vergangenen Samstag fand wieder eine Old-Daddy-Party statt.
Die neue Location für die Old-Daddy-Revival-Party in den Räumen der Duisburger Rheingold-Brauerei kam gut an.
In den letzten Jahren haben wir (Freundin und ich) einige Stadtrundfahrten in Duisburg unternommen. Nicht nur, um wiederholt die schönsten Stellen im Duisburger Stadtbild zu sehen, sondern auch wegen der Stimmung in der Gruppe bei den Fahrten im Bus. Diese Rundfahrten werden inzwischen leider nicht mehr angeboten.
Eine Rikschafahrt hatten wir bis gestern nur einmal unternommen. Im Jahre 2023 in Zürich.
Zu dieser Fahrt kam es aus einer Not heraus: Wir mussten einen halben Tag, vom Auschecken aus dem Hotel bis zu unserem Abflug nach Düsseldorf, irgendwie zeitlich überbrücken. Die Tour mit dem eTukTuk stellte sich, auch wegen des speziellen Humors des Guides, als überraschendes Highlight des Zürich-Kurzurlaubs heraus.
Ein Geschenk-Gutschein, wahlweise für eine Rikschafahrt durch Ruhrort oder für eine Fahrt über den Rheindeich lag, seit meinem 50. Geburtstag Ende 2022 in einer Schublade. Ein vorheriger Versuch, diese Fahrt anzutreten, scheiterte wegen des Wetters.
Gestern klappte es mit dem Wetter und wir fuhren mit Rikscha Mick durch den Duisburger Schifferstadtteil Ruhrort.