The Cure – Dunkelbunte Jahre

Es gibt Bücher, da ärgert man sich im Nachhinein kräftig, dass man sie nicht schon deutlich eher für sich entdeckt hat. Zu dieser Kategorie zählt für mich seit ein paar Wochen eindeutig auch der Bildband ‚The Cure – Dunkelbunte Jahre‘, der bereits im Sommer im Hannibal-Verlag erschienen ist, den ich aber leider erst jetzt entdeckte, als ich mich mit der Biografie von Stevie Van Zandt beschäftigt habe, die ich hier im Blog vor rund zwei Wochen vorgestellt habe.

‚The Cure‘ begleitet mich musikalisch schon seit den späten 1980er-Jahren. Viele Mädchen in meiner Schule begeisterten sich damals für die Band, von der ihr Sänger Robert Smith heute behauptet:  ‚Wir hatten nie die Absicht, so erfolgreich zu werden.‘

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Weihnachten mit Schimanski

 

Götz George als Horst Schimanski Foto: www.horstschimanski.info Lizenz: CC BY-SA 2.5

Der WDR macht Fans vom Duisburger Tatort und Kommissar Horst Schimanski ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Zum 40. Sendejubiläum werden vier Folgen der Kultreihe erstmals in HD

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Omoshirogara: Sonderbare Ermunterungen


Die hauchdünne Seide des über ein Bambusrohr geworfenen  Kimonos scheint in einem Walzertakt zu wehen, der von fern erklingt, anziehend schön. Beim Herantreten an das Objekt stutze ich: Flaggen prangen dort, wo auf dem kostbaren Stoff Blüten, Kraniche oder Fächer zu erwarten sind, wie sich herausstellt  Nationalflaggen von Italien, Japan und NS-Deutschland, die 1940 den Dreimächtepakt schlossen. Blitzartig sehe ich mich In meiner Neugier und Bewunderung in der Tradition jener, die um die Zeit des Fin de siècle fremde Kulturen

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Petition: Hände weg von Donald Duck!

Carl Barks 1982 in San Diego auf der Comic-Con International Foto: Alan Light – Carl Barks Lizenz: CC BY 2.0

Der Egmont Ehapa Verlag will die Donald Duck-Comics woker machen und sich damit an einem Stück Popkultur vergreifen. Mit einer Petition sammeln die Freunde Entenhauses Unterschriften gegen dieses Vorhaben:

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Sounds of Silence – ein Buchprojekt über Dortmunder Clubs im Lockdown

Der Lockdown machte die Clubs in Dortmund zur Geisterstadt – Sounds of Silence porträtiert das Ganze

Als Corona explodierte und die Clubszene stagnierte, fasste der Dortmunder Musiker und Grafik-Designer Marcel Richard sich ein Herz. Für sein Projekt ››Sounds of Silence‹‹ hat er Dortmunder Clubs vom Langen August über das Freizeit Zentrum West bis hin zur Westfalenhalle insgesamt 18 Clubs und Kneipen im pandemiebedingten Dornröschenschlaf porträtiert. So ist eine multi-visuelle Reise durch eine Zeit entstanden, die wir mit großer Sicherheit nicht vermissen werden. In der Hafenschänke subrosa stehen die Hocker auf dem Tresen, im domicil sind die stillen Schnapsflaschen im Glasregal momentan das einzige Publikum und beim Oma Doris haben die Discokugeln an der Decke schon Staub angesetzt.

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Kinogeschichte NRW: Wo jetzt Pixels herrschen


„Kino“ ist seit gut hundert Jahren ein Zauberwort für viele und die meisten haben eine Liebesgeschichte mit irgendeinem Vorstadtkino. Auch in der soeben erschienenen Kinogeschichte NRW der Film- und Medienstiftung NRW bezaubern die Erinnerungen von Regisseurinnen und Regisseuren, Filmvorführern und Kino-Betreibern. Ihre Erzählungen gleichen das Übergewicht an Fakten und Zahlen aus, die sich wohl zwangsläufig auftürmen, wenn es gilt, die Geschichte eines weltumspannenden populären Mediums auf eine einzige Region herunterzubrechen. Einerseits  braucht eine Edition wie die vorliegende zur Einordnung allgemeine Texte über hinlänglich bekannte Entwicklungen des Kinos von der Schaubude zum Lichtspieltheater, andererseits dürften regionale und lokale (auf Spielorte im Bundesland

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Stevie Van Zandt: ‚Soulfire!‘ – Die Biografie eines über viele Jahre hinweg Unterbewerteten

So richtig aufmerksam geworden bin ich auf Stevie Van Zandt eigentlich erst vor ein paar Jahren, als der Musiker mit der inzwischen zum Kult aufgestiegenen Mafia-TV-Serie ‚Lilyhammer‘ auch hier bei uns in Deutschland eine kleine, aber sehr begeisterte Fangemeinde eroberte.

Rasch erinnerte ich mich dann aber daran, dass mir der etwas skurril aussende Typ doch schon lange als Musiker bekannt war. Und zwar nicht nur als Mitglied von Bruce Springsteens legendärer ‚E-Street Band‘, sondern auch als Solokünstler ‚Little Steven‘, der in den 1980ern einige Hits hatte, sogar beim legendären Live Aid-Konzert von Bob Geldof mitwirkte, er sich damals intensiv im Kampf gegen das Apartheid-System in Südafrika engagierte.

Meine Begeisterung für Lilyhammer intensivierte zugleich meine Neugier in Bezug auf den Schauspieler und Musiker aus New Jersey, den ich zwar schon ewig kannte, über den ich aber, wie ich feststellen musste, so gut wie gar nichts wusste. Mühsam googelte ich mich durch das Internet, um mehr zu erfahren.

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Talk & Musik über deutsch-türkische Literatur

Deniz Yücel Foto: Urban Zintel

An Max Frischs Ringen um Worte mit Blick auf die Situation und Wahrnehmung von Arbeitsmigrant:innen, die im Zuge der Anwerbeabkommen in den 1960er-Jahren nach Deutschland kamen, können sich viele von uns erinnern. Gekommen – und zum Glück

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DJ-Performance von Julia Bünnagel zwischen Noise und Beethoven

Die Schallplatten von Julia Bünnagel bei einem DJ-Set

Julia Bünnagel arbeitet spartenübergreifend als Bildhauerin, Soundperformerin und Installationskünstlerin. Morgen (12. November) spielt sie um 19 Uhr ein Live-Set mit modifizierten Schallplatten im Kunstmuseum Bochum. Ihre Soundperformance BTHVN (refracted) ist ein brechender zeitgenössischer Umgang mit Beethovens posthumen Tonaufnahmen, auf die Bünnagel aktuelle Musiktechniken wie Loopen, Scratchen und Remixen direkt via Turntable anwendet – das heißt, dass der Palttenspieler als Instrument in den Fokus rückt.

Mit Verve und eigenem Duktus knüpft Julia Bünnagel an Beethovens konzertante Tradition des freien Improvisierens über seine eigene Musik an und improvisiert mit den modifizierten Beethoven- Schallplatten als Material mit jeder Performance aufs Neue – so entsteht eine unmittelbare und einmalige Uraufführung. Die veränderten Oberflächen der mitgebrachten Vinyl-Schallplatten, die eingesägt, lackiert oder beklebt sind – produzieren dadurch spezifische Geräusche. Die Platten werden so ineinander gemischt, dass treibende rhythmische Soundscapes entstehen. So wird Beethoven mit Noise-Fragmenten in eine neue Dimension gehoben.

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