
Als 1981 mit „Duisburg Ruhrort“ der erste Schimanski-Tatort im Fernsehen lief, war die Aufregung groß. Die Stadt sah sich falsch dargestellt, der Chef der Duisburger Mordkommission, Dagobert Allhorn, sagte: „Bei mir dürfte dieser Mann nicht mal Fahrrad-Diebstähle bearbeiten.“ Schimanski fluchte, soff und die Dienstvorschriften waren ihm egal. Viele, die im Ruhrgebiet
Islamisierung, Impfung… welche eingebildete Gefahr bringt in Sachsen als Nächstes das Blut zum Kochen?

Alles außer Koalas

Vergessen Sie den Titel im Rosamunde-Pilcher-Style und freuen Sie sich auf ein großartigen Roman für alle Leser ab 14 Jahre.
Die Handlung: Ein Austauschjahr in Australien. Alles soll sich ändern, findet Jannik, als er auf die andere Seite der Welt reist. Vor allem er selbst. Wenn er sich neu erfinden könnte, wäre Jannik gerne so rätselhaft wie Sienna, die das Meer und ihre Freiheit liebt, die Jannik nahekommt und ihn dann doch immer wieder voller Fragen im Regen stehen lässt. Oder wenigstens halb so lässig wie sein Gastbruder Neil, der scheinbar alles kann. Neil Maden ist ein guter Typ, aber verdammt verschlossen. Die ganze Familie – allen voran der depressive Vater – hütet ihre Probleme wie geheimnisvolle Schätze – bis Ruby wegläuft, die jüngste Tochter der Madens. Als Jannik erfährt, dass Sienna die Ex-Freundin seines Gastbruders ist und sie nach der Beerdigung ihrer Oma spurlos verschwindet erkennt Jannik, dass das Erwachsenwerden auf der anderen Seite des Globus mindestens genauso kompliziert ist, wie in Berlin.
Die Autorin Nora Joana Hoch, geboren 1983 in Bochum, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis‹ in Hildesheim und arbeitet als Dramaturgin und Theaterpädagogin am GRIPS Theater in Berlin. »Das Salzwasserjahr« ist ihr Debütroman.
Sicherheitstest

Zieht Euch warm an!
Deutschland im Winter. Ein Reisehandbuch von Freunden.
Man muss nicht in ferne Länder reisen, um Unvergessliches zu erleben. Mit diesem Grundgedanken und der Devise: „Endlich Winter“ haben die Herausgeber mit 40 Reiseautoren ein Vademecum besonderer Tipps für ungewöhnliche Orte, Events und Ausflüge zusammengetragen, die sich sowohl an Winterfans richten, als auch an diejenigen, die sich als Wintermuffel bisher lieber vor dem Elektrokamin einkuschelten um beim „Traumschiff“ aus der ZDF-Mediathek vom nächsten Sommer zu träumen. Die Südsee kann warten, denn der Reisedepeschen-Verlag hat mit dem Reisehandbuch „Deutschland im Winter“ mehr als 250 proaktive Alternativen parat.
Phantastische Gruselreise durch die Hustadt, Bochum und das Ruhrgebiet
Rezension zu Pia Lüddeckes Roman: In Dreams
Mysteriöse Dinge ereignen sich im Dunstkreis der Ruhr-Universität. Menschen verschwinden. Bei Nacht werden dämonische Tiere mit glühenden Augen gesichtet. Eine zwielichtige Firma wirbt für ein ominöses Wellnessprogramm. Und ständig diese Stromausfälle…
Die junge Literaturstudentin Indra und der neurotische Psychologie-Doktorand Arno Löwenherz widmen sich der Erforschung luzider Träume, als sich ihr beschauliches Leben in einen Alptraum verwandelt. Unversehens wird Indra in die unheimlichen Vorgänge rund um das angebliche Wellnessinstitut verwickelt. Doch wer zieht die Strippen? Die Frage quält nicht nur ihren Freund und Mentor, der ohnehin hinter allem eine Verschwörung wittert. Sollte er damit Recht behalten?
Die Autorin PIA LÜDDECKE kam in einer dunklen Gewitternacht
Filmbarone Episode 008 – Squid Game, Army of Thieves, Narcos Mexico

In dieser Folge sprechen Robert und Maximilian unter anderem über den Netflix-Hit „Squid Game“, den Schweighöfer-Netflix-Schinken „Army of Thieves“ und die neue Staffel „Narcos Mexico“. In den News die Trailer zur vierten Staffel „Stranger Things,“ dem neuen Spiderman-Film und dem Star Wars Ableger „Book of Boba Fett“.
„Die Liste der „Gottbegnadeten“ : Vergiftet für immer

Werden Kunstobjekte im öffentlichen Raum als Straßenmöbel übersehen, oder wie kommt es, dass 76 Jahre nach dem Ende des Tausendjährigen Reichs in Deutschland und Österreich immer noch Objekte aus der Hitler-Diktatur im öffentlichen Raum herumstehen oder Theaterfoyers und Ämter „schmücken“, dass Künstler unbehelligt sowohl nationalsozialistischer Propaganda sich andienen als auch nach Kriegsende sich in Trauerarbeiter verwandeln und so die Opfer verhöhnen konnten? Die Mühlen der Geschichte mahlen langsam.
Deutschland zu entnazifizieren, hatten 1945 die Siegermächte im Potsdamer Abkommen sich vorgenommen, 596 Objekte wurden als Propaganda identifiziert und von amerikanischen Soldaten in die USA geschafft, wo sie bis heute, weitgehend abgeschottet von der Öffentlichkeit, lagern. Nach wie vor befürchten amerikanische Kunsthistoriker, diese Werke könnten Neonazis anstacheln oder sich unter Rechtsradikalen zu Ikonen verwandeln, während in der hiesigen Museumspraxis mittlerweile NS-Kunst, sachgemäß kommentiert, in größeren thematischen Zusammenhängen gezeigt wird.
Die Hindenburgstraße ist so wertvoll wie ein kaputtes Fahrrad

Ein Teil der Ruhrbarone-Redaktion sitzt ja gar nicht im Ruhrgebiet, sondern in Mainz. Und hier ist gerade ein Streit neu aufgeflammt, um die Frage, ob man die Hindenburgstraße umbenennen soll. Diese Straße in der Mainzer Neustadt ist eine hübsche, kleine Allee, die sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass sie weitgehend von Bomben verschont blieb, so dass sie einer der wenigen Flecken in Mainz ist, der noch den Charme der Jahrhundertwende-Architektur ausstrahlt. Der Name ist Programm. Außerdem liegt hier die eindrucksvolle Neue Mainzer Synagoge.
Der Inhalt des Streits ist rasch zusammengefasst: Die einen wollen die Straße umbenennen, weil Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannt hat und ein Monarchist und Kriegstreiber war, die anderen wollen den Namen so lassen, weil Hindenburg doch nicht so schlimm gewesen sei und weil es Geld koste, alle Personalausweise umzuschreiben. Eine Anwohnerbefragung soll ergeben haben, dass die große Mehrheit gegen eine Umbenennung ist. Es gab eine Historikerkommission, die minutiös ausgerechnet hat, zu wieviel Prozent Hindenburg ein Nazi war, und die zum Ergebnis kam, dass die Nazihaftigkeit nicht die Schwelle erreichen würde, bei der man die Straße umbenennen muss. Da waren die Konservativen erleichtert, aber jetzt haben die Linken einen neuen Vorstoß gemacht und es könnte sein, dass die Straße von einer Mehrheit aus Linken, SPD und Grünen doch noch umbenannt wird.
Neue Regierung, neue Geschmacksrichtung, altes Problem
