„Unterm Arm die Odyssee“


Der Kamener Schriftsteller und Journalist Levent Aktoprak hat seinen erstmals 1987 erschienen Gedichtband „Unterm Arm die Odyssee“ in einer erweiterten Fassung neu veröffentlicht. 

Levent Aktoprak schreibt, seitdem er zu Schule ging und lange, bevor er begann, als Journalist für den WDR und den Deutschlandfunk zu arbeiten. Heinrich Heine, Aras Ören und Charles Bukowski, letzteres nicht ganz untypisch für jemanden, der 1959 geboren wurde, gehören zu seinen literarischen Vorbilder. Man merkt es seinen Gedichten an. Oft haben sie eigene Erlebnisse oder Alttagsszenen zum Inhalt. Und manche Sätze sind wunderschön und voller Humor:

Am hellen Frühstückstisch
entdeckte
meine Nachbarin (angezogen)
in Lisa eine Frau

Levent Aktoprak
Unterm Arm die Odyssee
Dağyeli Verlag, 18 Euro

Filmbarone Episode 007 – Halloween Special

Heute dreht sich passend zu Halloween alles um Horror: Wir sprechen über die Netflix-Horrorserie Midnight Mass, den neusten Film der Halloween Reihe, die Genre-Perle Empty Man, die Romanverfilmung No one gets out alive, den Lovecraft-Film Intersect und die für ein jüngeres Publikum geeignete Netflix Serie Locke & Key.

Filmbarone Episode 006 – Dune Special


Gemeinsam mit Psychologe, Ruhrbaron und Dune-Fan Sebastian Bartoschek besprechen die Filmbarone Robert Herr und Maximilian Schulz einen der heißesten Anwärter auf den Film des Jahres, Dune, von Denis Villeneuve. Von der Buchreihe von Frank Herbert über die Dune-Verfilmung von David Lynch und die 2000er-TV-Verfilmung bis hin zur neuen Verfilmung von Villeneuve reden wir über das Phänomen Dune.

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In Andenken an Dirk Siepe

Walter Siepe (links im Bild) und Michael Lohrmann (rechts) übergeben Thilo Danilesmeyer einen Check | Foto: BVB-Fanprojekt

Am 17. Februar diesen Jahres ist der Dortmunder Autor und Musik-Journalist Dirk Siepe verstorben. Er war mehrere Jahre Chefredakteur beim Musikmagazin Visions. Der Vater von Dirk Siepe hat die Plattensammlung Michael Lohrmann übergeben, seinem alten Chef beim Dortmunder Musikmagazin. Dieser hat in wochenlanger Kleinarbeit alle Vinyl-Scheiben seiner Sammlung gesichtet, geordnet, professionell gereinigt und mit neuen Innen- und Außenhüllen versehen – und viele dieser Exemplare verkauft. So sind schlussendlich 10.000 Euro zusammen gekommen, die Walter Siepe und Michael Lohrmann nun dem BVB-Fanprojekt als Spende übergeben haben.

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Dortmund: Bundesweites Theaterprojekt zu NSU-Morden

Erinnerung an die NSU Opfer Foto: Ayse Guelec Lizenz: Copyright/DKH


„Kein Schlussstrich!“, heißt es in diesem Herbst auch in Dortmund: Das Keuninghaus beteiligt sich am gleichnamigen bundesweiten Theaterprojekt. Ziel ist es, die Taten und Hintergründe des so genannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) künstlerisch zu thematisieren. Damit ist das Keuninghaus Teil einer Kooperation von Theatern und Institutionen aus 13 Städten, die zwischen dem 21. Oktober und 7. November 2021 auf die Taten von damals und den Rassismus bis heute aufmerksam machen.

Im Herbst jährt sich die Selbstenttarnung des NSU zum zehnten Mal. In Dortmund war im April 2006 Mehmet Kubaşik ermordet worden. „Die Spur der Nazi-Morde führte quer durch Deutschland. Die bisher einmalige Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Städten für

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Lesung mit Lucia Leidenfrost im Literaturhaus Dortmund am 20. Oktober

Am 20.10.2021 um 19.30Uhr liest Lucia Leidenfrost im Literaturhaus Dortmund aus ihrem Debütroman „Wir verlassenen Kinder“. Für den Roman erhielt sie 2020 den oberösterreichischen Kunstpreis für mutige Literatur.

Ein abgeschiedenes Dorf. Leere Bauernhöfe. Eine verwaiste Schule, die offensteht. Die Erwachsenen haben sukzessive das Dorf verlassen. Zurückgeblieben sind die Kinder. Sie empfangen Pakete und Geld. Sie kochen, putzen und pflegen die Großeltern und kleinen Geschwister. Scheinbar soll Krieg herrschen rundherum. Als auch der einzige Lehrer das Dorf verlässt, beginnen die Kinder, ihre eigenen Gesetze und Regeln aufzustellen. Was harmlos beginnt, wird rasch zu einem System aus Gewalt und Macht, dem sich alle zu unterwerfen haben. Nur Mila will sich nicht beugen und wird zur Außenseiterin, die bis zum Ende für das Gute kämpft.

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L’Arc de Triomphe, WRAPPED und der erweiterte Kunstbegriff

Eine Verpackung bezeichnet im Allgemeinen die Hülle eines Objektes, insbesondere zu dessen Schutz oder zur besseren Handhabung. Zugleich bezeichnet der Begriff auch den Vorgang des Verpackens bzw. den des Verpacktwerdens. Im Kontext von Handel und Produktion wird der Begriff auf die Verpackung von Produkten bezogen. Hier ist eine Verpackung (in der Kaufmannssprache auch Emballage genannt) die gezielt angebrachte, wieder möglichst ohne größeren Aufwand lösbare Umhüllung eines Produktes. Tuben, Eimer, Flaschen und Dosen sind die gängigsten Verpackungsbehälter.

Transportfähigkeit und Sicherheit geben der klassischen Verpackung also zunächst einmal einen Sinn und Zweck. Relativ abstrakter erscheint dagegen die Geschenkverpackung, die keinen anderen Zweck verfolgt, als das verpackte Geschenk zu umhüllen und zu verstecken, um dem Vorgang des Schenkens und Beschenktwerdens einmal ein Spannungsmoment zu verleihen; der Beschenkte weiß nicht, was sich in der Geschenkverpackung befindet und ist gespannt darauf, es zu erfahren.

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Ein Buch für die Kids von der Straße

Arye Sharuz Shalicar Foto: Privat

Das Arye Sharuz Shalicar einmal ein hoher Beamter der israelischen Regierung werden würde, war in seiner Jugend äußerst unwahrscheinlich: Der in Göttingen geborene Sohn jüdischer Einwanderer aus dem Iran verbrachte seine Jugend im Berliner Stadtteil Wedding. Er war in Gangs, wurde kriminell, prügelte sich und wurde verprügelt und schaffte nur knapp – und

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