
Die Oster-„bodo“ ist da
Angeblich braucht ein Hase achtzig verschiedene Kräuter, um zu überleben: die Hasenapotheke. Ein Feldbesuch. Außerdem: eine Bochumer Museumsdirektorin, eine Wittener Hutmacherin, ein Dortmunder Reichtumsforscher und die Hälfte der Grünen-Doppelspitze im Interview. Dies und vieles mehr in der Aprilausgabe des sozialen Straßenmagazins.
Nach 23 Jahren gibt es einen Leitungswechsel am Kunstmuseum Bochum: Die 36-jährige Noor Mertens tritt im Juni 2021 ihre neue Stelle als Direktorin an und löst damit Hans Günter Golinski ab, der in den Ruhestand geht.
Er begegnet uns auch jenseits von Ostern im Volks- und Aberglauben, in Fabeln und Legenden: der (Feld-)Hase. In der Grauzone zwischen Mythen und Realität ist die Hasenapotheke zu verorten, jene achtzig Kräuter, ohne die ein Hase angeblich nicht leben kann. Eine Reportage.
Die heimlichen Konservativen: Warum Queerfeminismus und Genderideologie keinen Fortschritt bringen

Noch vor 70 Jahren war die Welt eine einfache: Männer waren stark, gingen arbeiten, machten Politik, trugen Anzug, kurzes Haar und flache Schuhe, während ihre Frauen sich zuhause um die Kinder und den Haushalt kümmerten, um anschließend das Abendessen vorzubereiten. Wer damit nicht einverstanden war – ja, der hatte eben Pech. Von unserem Gastautor Paul Geilenkeuser.
Bis heute verlangt die Gesellschaft, wenn auch hierzulande in abgeschwächter Form, von jedem Einzelnen, sich gewissen Normen zu unterwerfen, die ihm aufgrund seines Geschlechts auferlegt werden. Mann und Frau haben ihre Rollen zu spielen, und wer aus diesen ausbricht,
Ruhrfestspiele finden trotz Corona statt

Ein Live-Festival, das sich mit hybriden und digitalen Elementen an die dynamische Pandemiesituation anpasst – so wollen die Ruhrfestspiele in ihrem 75. Jahr ihr Publikum erreichen. Unter dem Titel „Utopie und Unruhe“ hat Intendant Olaf Kröck ein facettenreiches Programm mit 90 Produktionen und rund 210 Veranstaltungen auf die Beine gestellt, das vom 1. Mai bis zum 20. Juni im Ruhrfestspielhaus und an unterschiedlichen Orten in der Stadt in Szene gesetzt wird. Unter anderem wird erstmals das Stadion Hohenhorst bespielt. Mit dem Titel wollen die Ruhrfestspiele der aktuellen Unsicherheit und der Dynamik, aber auch dem Aufbruch Rechnung tragen.
50 Jahre Moers Festival

Matthias Hesse
„Improvisation ist eine gesellschaftliche Idee, Moers hat 2021 den Kampf für eine neue Zukunft der Kunst aufgenommen,“ sagt Tim Isfort im Time-Tunnel, einer seit langem versiegelten Unterführung in der Innenstadt, in die das Festival geladen hat. Von unserem Gastautor ************@***oo.com“ data-hovercard-owner-id=“126″>Matthias Hesse.
Vergangenes Pfingsten war das Moers Festival das erste seiner Art, das trotz Pandemie stattfand, indem es komplett ins Internet gestreamt wurde – flankiert von allerlei Versuchen, mit den virtuellen Besucherinnen und Besuchern interaktive Tuchfühlung aufzunehmen, von der internationalen Jazzpresse mit reichlich Aufmerksamkeit bedacht. Nun fällt ausgerechnet das
Die Metaphysik des Heimatbegriffs. Eine Annäherung
Es gibt für den sesshaften Menschen nur ein ernstes philosophisches Problem: die Heimat. Die Entscheidung, ob und wo das Leben in Sesshaftigkeit sich lohne oder nicht, beantwortet die Grundfrage der Moderne. Alles andere – ob die Welt drei Dimensionen oder der Geist neun oder zwölf Kategorien habe – kommt erst später. Das sind Spielereien; zunächst heißt es Antwort geben. Und wenn es wahr ist, dass – nach Nietzsche – ein Philosoph, der ernst genommen werden will, mit gutem Beispiel vorangehen müsse, dann begreift man die Wichtigkeit dieser Antwort, da ihr dann die endgültige Tat folgen muss.
Die Banalität des Blöden
Die Südtiroler Rechtsrockband Frei.Wild bringt es in ihrem Song „Heimat“ folgendermaßen auf den eindimensionalen Punkt:
Die Juicy Beats Park Sessions haben ein namhaftes Programm am Start

Alles ist schwierig zurzeit – besonders für Konzertveranstalter. Während die Branchenriesen von Rock Am Ring über Hurricane bis zum Wacken alles abgesagt haben, kommen die Macher vom Dortmunder Juicy Beats Festival diesen Sommer mit einem kleinen, aber feinen Ersatzprogramm um die Ecke.
Schwierig ist derzeit alles – und die Stimmen von entnervten Konzertverstaltern und Musikern sind in der Öffentlichkeit so präsent vorhanden, wie Sand am Meer.
Kultur in der Krise: Das schweigende Publikum

Vor kurzem gab es auf Facebook einen gutgemeinten Post: Die Kultur hätte die Pandemie natürlich überlebt, so wie sie auch viel schlimmere Krisen überstanden hat, und nichts, auch nicht die Politik, würde sie beenden können. Es gab sofort beistimmende Worte der Leserschaft. Das war sehr berührend, aber: Beipflichten können hier nur die Konsumenten, weniger die Ausführenden. Von unserem Gastautor Christian Miedl in Kooperation mit dem Opernmagazin.
Gegen Kriege sind die Zeiten jetzt natürlich Pillepalle – aktuell haben 80% der Bevölkerung finanziell keinerlei Einschränkungen. Das Tragen der Maske wird beklagt, was in realiter aber keine existenzielle Einschränkung ist! Mich würden dagegen die Kommentare interessieren, wenn dieselben Leute wie die freischaffenden Opernsänger seit einem Jahr keine Einnahmen hatten und auch keine staatliche Hilfe erhalten haben, sprich, bereits 12 Monate nur Ausgaben hatten, bei Null Einnahmen. Da hilft leider kein Umarmungs-Emoji!
Blick nach innen und in die Welt

Mutet es in der gegenwärtigen Situation nicht an wie ein Appell an uns, was Novalis vor nicht weniger als 222 Jahren formulierte? „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es“, notiert der Dichter in „Fragmente und Studien“. Als gelehrige Schülerin werfe ich einen Stein ins Wasser und überlasse mich der Bewegung der Wellen . . .
Augenblicklich schießt mir „CDF“ durch den Kopf, als ich in Virginia Woolfs Roman „Die Wellen“ auf diesen Satz stoße: „Leben ist ein leuchtender Schein, eine schwach durchlässige Hülle, die uns umgibt vom Augenblick des Bewusstwerdens bis zum Ende“. Caspar David Friedrich und seine „Licht-Bilder“! Der berühmteste deutsche Maler des 18. Jahrhunderts pinselte 1824 sein „Felsenriff am Meeresstrand“, auf dessen Kräuselwellen dieser Tage das Licht der algerischen Wüste tanzt, das von Heinz Macks Silberfahne (1976) reflektiert wird, seit die beiden Künstler
Wohnen: Die meisten wollen ein Einfamilienhaus

Die meisten Menschen würden am liebsten in Einfamilienhäusern am Rande der Stadt wohnen. Dafür nähmen sie auch etwas längere Fahrzeiten ins Zentrum in Kauf. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Neue und gut angebundene Quartiere von modernen Ein- und Zweifamilienhäusern im Umland könnten die städtischen Wohnungsmärkte entspannen.
Im Zuge der Coronakrise ziehen immer mehr Menschen aus den Städten ins Umland. Eine neue IW-Studie im Auftrag der Deutschen Reihenhaus AG verrät jetzt mehr über ihre Motive. Demnach ist die Wohnform den meisten Menschen besonders wichtig, sie wollen am liebsten in Einfamilienhäusern wohnen, auch weil sie an ihnen eine Garage und einen Garten schätzen.