Ein Abschiedsbrief an Herbert Feuerstein

Herbert Feuerstein im Jahre 2005. Quelle: Wikipedia, Foto: Elke Wetzig (elya), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Lieber Herbert Feuerstein!

Ich muss mich bei dir entschuldigen! In den vergangenen Jahren hatte ich dich leider etwas aus den Augen verloren.

Zu Beginn der 1990er-Jahre, als du noch ein regelmäßiger Gast im WDR-Fernsehen warst, da bist du mir mit deinem ungewöhnlichen Humor richtig ans Herz gewachsen.

Ich habe damals fast jede Ausgabe von ‚Schmidteinander‘ und ‚Pssst!‘ gesehen, in denen du aufgetreten bist. In dieser Phase, du warst da schon über 50 Jahre alt, habe ich dich leider erst so richtig zu schätzen gelernt.

Klar, ich wusste auch schnell, dass du zuvor wohl bereits beim satirischen ‚Mad‘-Magazin für Schlagzeilen gesorgt hattest, doch blieb mir diese Phase deiner Laufbahn, die viele Freunde und Kollegen offenbar bereits so sehr wertschätzen, weitestgehend fremd.

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Jamiri: Gödel, Escher, Gott


Ohne Zweifel gehört Jan Michael Richter, auch als Jamiri bekannt, zu den wichtigsten Comiczeichnern des Ruhrgebiets. Ob Marabo, Unicum oder Spiegel-Online – seine Geschichten rund um Beate, Gödel, Gott, Escher, Fermat und seine Studienfreunde haben seit Jahrzehnten eine fast schon unheimlich anmutende Präsenz. Mit  „Gödel, Escher, Gott“ hat nun die Edition52 Richters Essenz des Konflikts zwischen Wissen und  Glauben aus 30 Jahren auf 56 Seiten veröffentlicht.

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Alles außer Pop – The Cure VII – The Head On The Door

Nun sind wir also da angekommen, wo wir bei „The Top“ nicht waren: Auf dem Klimax der Poppigkeit. The Head On The Door ist die Platte, auf der The Cure endgültig nicht mehr als Postpunk-, Gothic-, New Wave- oder Wasauchimmer-Band, sondern als Popgruppe auftreten. Und, mein Gott, machen sie das gut.

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Ausstellung 100 Jahre Ruhrgebiet: Die Geschichten zur Geschichte fehlen


„100 Jahre Ruhrgebiet“ im Ruhrmuseum

Ruhrgebiet 2020. Wo stehen wir? Der erhebende Gedanke, Teil des „werdenden Abendlandes“ ­– so Titel einer vielbesuchten Ausstellung in der Villa Hügel im Jahr1956 ­– und damit mehr als der Kohle- und Schwermetallproduzent Westdeutschlands zu sein, hat sich längst verflüchtigt, und händeringend wird nach selbstbewussten neuen Ideen gesucht, die vielfältigen Aspekte dieser Region unter einen Hut zu bringen.

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Das Fassbinder-Biopic ›Enfant Terrible‹ ist ein Meisterwerk

Oliver Masucci spielt Rainer Werner Fassbinder in ›Enfant Terrible‹ von Oskar Roehler | Fotoredit: Weltkino

Heute läuft in den Kinos ›Enfant Terrible‹ an. Es ist von Regisseur Oskar Roehler der Versuch sich seinem großen Idol Rainer Werner Fassbinder zu nähern. Mit einer kunstvollen Farb- und Lichtdramaturgie, sowie außergewöhnlichen Kammerspiel-Kulissen, nähert sich Roehler dem Fassbinder-Universum und erschafft ein grellbuntes Panoptikum. Episodenhaft erzählt Roehler aus dem Leben des Künstlers und zeigt dabei dessen ganze Bandbreite: vom genialen Regisseur über den verzweifelt nach Liebe Suchenden bis hin zum eifersüchtigen Maniac, der einzelne Personen aus seiner Film-Clique immer wieder ärgern und drangsalieren muss. Schauspieler Oliver Masucci spielt den Regisseur in seiner ganzen Komplexität: als innovativen Theatermacher, unerbittlichen Filmfanatiker, Sichtbarmacher von politischen Ungereimten und einem privat Verzweifeltem, der nach dem Selbstmord gleich zweier Lebenspartner (El Hedi Ben Salem im Jahr 1977 und Armin Meier 1978) knietrief im Nebel von Kokain, Alkohol, Valium und Schlaftabletten versinkt.

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‚Wie ein Fremder‘ – Langzeitstudie über Erfolg und Misserfolg in der Musikbranche auf Netflix

Dass der Bonner Filmemacher Aljoscha Pause regelmäßig tolle Sportdokus macht, wissen Leser dieses Blogs spätestens seit unseren Artikeln, die sich in den vergangenen Jahren mit seinen Filmen ‚Being Mario Götze‘ oder ‚Inside Borussia Dortmund‘ beschäftigt haben.

Jetzt versuchte sich der 48-Jährige auf einem ganz neuen Terrain.

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True-Crime mit dem Fall Rohwedder auf Netflix

Beeindruckende Doku über Ex-Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder | Foto: Netflix

Die erste deutsche True-Crime-Doku auf Netflix heißt „Rohwedder – Einigkeit und Mord und Freiheit“ und behandelt einen besonders brisanten Kriminalfall: die Ermordung des deutschen Treuhand-Managers Detlev Karsten Rohwedder im April 1991. Der Fall konnte trotz eines Bekennerschreibens der RAF nie richtig aufgeklärt werden – und diese packende und vierteilige Dokumentation von Christian Beetz und Georg Tschurtschenthaler baut mit viel Spannung eine fesselnde und komplexe Dramaturgie auf.

Detlev Karsten Rohwedder wurde am 3. Juli 1990 vom Ministerrat der DDR zum Vorsitzenden der Treuhandanstalt bestimmt, vorher machte er sich als Manager von Hoesch einen Namen und war als knallharter Sanierer bekannt. Seine Aufgabe als Treuhand-Chef war die Sicherung, Neuordnung und Privatisierung des Vermögens der Volkseigenen Betriebe der DDR. Nur wenige Monate später, am 1. April 1991, wurde Rohwedder in seinem Düsseldorfer Haus von einem Scharfschützen getötet. Zwar wurde kurz darauf eine Großfandung gestartet – Täter und Tatwaffe wurden aber nie gefunden.

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Zwei Süppchen?


Von Anfang Februar bis Mitte September diesen Jahres war in Düsseldorf die erste Fotoausstellung zu sehen, die sich der 150jährigen Geschichte des Mediums widmete: 150 exemplarische Lichtbilder, ausgewählt aus einem Konvolut von 3000 Artefakten, dessen Erwerb im Jahr 2018 auch deshalb als Glücksfall galt, weil die Landeshauptstadt sich um das

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