NRW-Wahl: Armin Laschets größte Sorge heißt Lindner

Angela Merkel in Haltern.

Es läuft gut für Armin Laschet.  Vor der nordrhein-westfälischen Landtagswahl am morgigen  Sonntag, ist alles offen: Laschet könnte der künftige Ministerpräsident von NRW und Hannelore Krafts Nachfolger werden.

Auf Halterns Marktplatz drängeln sich Tausende in der warmen Nachmittagssonne. Ein Blasorchester spielt volkstümliche Musik und in den Seitenstraßen der pittoresken Altstadt stehen in kleinen Gruppen die Beamten eines Sondereinsatzkommandos. Die Läufe der schussbereiten Maschinenpistolen sind auf das Kopfsteinpflaster gerichtet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht gemeinsam mit Armin Laschet Haltern. Die beiden werben mit den örtlichen Landtagskandidaten der Union um Stimmen für die CDU. Vor fünf Jahren waren Auftritte von Merkel im Landtagswahlkampf eher entspannt und unterhaltsam. Sowohl der damalige CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen als auch Merkel wussten, dass Hannelore Kraft die Wahl gewinnen wird. Die Kanzlerin hielt charmante, kluge Reden voller Witz, aber sie kämpfte keinen Kampf, der schon verloren war.

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Der Ruhrpilot


NRW:
Diese Wahlen sind ein Grund, stolz zu sein…Welt
NRW: Die Pleite am Rhein…FAZ
NRW: Brot und Planspiele…Tagesspiegel
NRW: Letzte Chance für Schulz…Südwest Presse
NRW: Hannelore Kraft setzt auf sich selbst…Tagesspiegel
NRW: „Kraft hat blutleeren Wahlkampf in NRW geführt“…DLF
Debatte: Putin führt Krieg gegen den Westen…NZZ
Debatte: Trugbild Tabaklobby…Novo Argumente
Bochum: Gründerszene präsentiert starke Ideen…WAZ
Bochum: Schauspielhaus setzt auch in der neuen Saison auf Vielfalt…WAZ
Dortmund: Nordstadt erinnert an Slums in der Dritten Welt…WAZ
Duisburg: Trinkerszene – Diakonie fordert Geld für Streetworker…WAZ
Essen: Am Wahlsonntag ist für Spannung gesorgt…WAZ

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Mama wählt nicht

Auf Mamas Handgelenk ist ein blauer Davidstern tätowiert. Es war ein betrunkenes Tattoo, von einer Freundin gestochen. Kugelschreiber-Mine, Betäubungsmittel. Aber es ist da.

Als ich sechs Jahre alt war, habe ich sie gefragt, warum. Und sie hat gesagt: „Wenn sowas nochmal passiert, sollen sie mich direkt umbringen.“

Ich weiß nicht, ob Mama am Sonntag in NRW zur Wahl geht. Sie hat kein Geld, das sie verteidigen oder vermehren möchte, keinen Job, den sie behalten will. Sie hat keine Angst vor Flüchtlingen, weil sie nichts an sie zu verlieren hat. In den Sozialwohnungsplattenbauten, zwischen rauchvergilbten Vorhängen und Kindern, die einmal im Jahr in Armutsberichten bemitleidet werden, ist genug Platz.

Landtagswahlzettel in NRW (c) Awaya Legends on flickr (flickr.com/awaya/)

 

Mit sieben Jahren bin ich mit Mama auf dem Rad zum Einkaufen gefahren. In einer Unterführung stand eine Gruppe Skinheads mit Sprühdosen. „Scheißnazis“ hat Mama gesagt und ich habe laut nachgefragt: „Was sind Nazis?!“ Sie hat „Pssst“ gesagt und erst erklärt, als wir außer Hörweite waren: „Arschlöcher.“

Mama würde niemals auf die AfD reinfallen, niemals Nazis wählen. Aber ich lese Nachrichten und Parteiprogramme und Hannelore-Reden und Schulz-Pamphlete und frage mich: Was soll sie denn wählen?

Mit 16 habe ich an Sozialdemokratie geglaubt. Daran, dass nur alle einsehen müssten, was richtig ist. SPD wählen oder grün und dann wird alles gut. Grünwählen hieß Gerechtigkeit, konservativ hieß gemeine, alte, reiche Menschen. Dieser kindlich-naive Glaube an Demokratie. Ich verstehe bis heute nicht, woher er kam.

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NRW: Die Dummheit der Ökodeutschen

Es ist Wahlkampfzeit in Nordrhein-Westfalen, die Parteien werben um die Stimmen der Wähler. Auch die Grünen sind dabei. Ihre Plakate bestehen aus drei Elementen: Einem Bildmotiv und zwei Inhaltselementen:

Eines dieser Plakate widmet sich dem Thema Heimat. Ok, damit kann ich nicht viel anfangen. Heimat – das Wort benutze ich eigentlich nie. Ich fühle mich da Zuhause, wo Menschen sind, die ich mag. Wo das ist, ist mir relativ gleich. Den Ökodeutschen offenbar nicht. Auf einem Plakatmotiv setzen sie Arminius mit dem Begriff Heimat gleich. Arminius, auch bekannt als „Hermann“, war ein römische Offizier germanischer Herkunft, unter dessen Führung ein

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Der Ruhrpilot


NRW:
CDU liegt in zwei Umfragen vor der SPD…FAZ
NRW: Das große Zittern der Grünen…Handelsblatt
NRW: Das Misserfolgsrezept der Grünen…DLF
NRW: Linke gibt sich kämpferisch…Süddeutsche
NRW: Die AfD versucht sich als Arbeiterpartei...WiWo
NRW: Multiple Zerwürfnisse…FAZ
NRW: Das letzte Gefecht ums Schweizer Bankgeheimnis…NZZ
Debatte: Was tun mit den 55 Milliarden…Cicero
Debatte: Einnehmender Staat…FAZ
Debatte: Umsonst gefördert…FAZ
Debatte: Du sollst nicht Burka!…Jüdische Allgemeine
Debatte: SPD, Grüne und Linke sitzen in der Steuerfalle…Welt
Debatte: „Ein Journalist sollte nicht verhaftet sein“…Welt
Ruhrgebiet: Industrieregion soll Welterbe werden…WAZ
Ruhrgebiet: Interview mit Anselm Weber…Coolibri
Ruhrgebiet: Thyssen-Krupp-Stahlchef: „Sparen und investieren“…WAZ
Bochum: Zahlreiche Bochumer verärgert über verspätete Wahlunterlagen…WAZ
Dortmund: Beweislage gegen Sergej W. ist nun „erdrückend“…Welt
Duisburg: Keine Klagen gegen A-40 Brückenneubau…WAZ
Essen: Heftiges Gezerre an der Universität um Gebetsraum…WAZ

NRW-Landtagswahl: 31:30 – CDU überholt SPD


Drei Tage vor der Landtagswahl hat die CDU die SPD in der Wählergunst überholt. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage für SAT.1 NRW zur Landtagswahl in NRW würde die CDU derzeit 31 Prozent erreichen. Für die SPD ermittelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov einen Wert von 30 Prozent. Im Vergleich zur letzten YouGov-Umfrage vor gut zwei Wochen verliert die SPD damit 6 Prozentpunkte, die CDU kann 4 Prozentpunkte zulegen.

Auch bei den kleineren Parteien geht es eng zu. Die FDP gewinnt 2 Prozentpunkte und erreicht nun ebenso wie die AfD 9 Prozent (-2 Prozentpunkte). Die Linke kommt unverändert auf 8

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Heute: #FreeDeniz — Journalismus ist kein Verbrechen: Diskussion im Hopla in Köln


Noch immer sitzt der Türkei-Korrespondent der Welt und Jungle-World Mitherausgeber Deniz Yücel in der Türkei in Untersuchungshaft. Nach dem, was in der Türkei Recht genannt wird, kann die Untersuchungshaft noch fünf Jahre dauern. Ihm werden „Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung“ vorgeworfen. Deniz Yücel ist nicht der einzige Journalist, der zur Zeit in der Türkei in Haft ist: Nach dem Putschversuch im vergangenen Sommer  wurden weit über 100 Journalisten verhaftet und rund 150 Medien geschlossen. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht die Türkei auf Platz 155 von 180.

Über die Lage von Deniz Yücel, aber auch über den Abbau von Freiheitsrechten in der Türkei wird es auf der Diskussionsveranstaltung der Initiative „#FreeDeniz“  mit dem Titel  „Journalismus ist kein Verbrechen“ gehen, die heute im Hopla in Köln-Kalk stattfindet. Der Kölner Anwalt und Menschenrechtler Ilias Uyar wird dann mit Stefan Laurin über die aktuelle Lage in der Türkei und  den Fall Deniz Yücel reden.

#FreeDeniz — Journalismus ist kein Verbrechen. 11. Mai, 19.30 Uhr, Hopla, Steprathstraße 26, 51103 Köln-Kalk

 

Der Ruhrpilot


NRW:
Eine große Koalition ist sehr wahrscheinlich…RP Online
NRW: Entscheidung im Nachzügler-Land…FAZ
NRW: Hannelore Kraft schließt Koalition mit der Linken aus…Welt
NRW: Wie glaubwürdig ist Kraft?…Post von Horn
NRW: Hannelore Kraft ignoriert die Realität…WiWo
NRW: Warum Marcus Pretzell kein Rechtsanwalt mehr ist…RP Online
NRW: Vor dem Machtwechsel?…Berliner Morgenpost
NRW: Kümmerin in der Defensive…FNP
NRW: Ein Kraftakt soll es richten für die SPD…Tagesspiegel
NRW: AfD-Wahlkampf – Multiple Zerwürfnisse…FAZ
NRW: Marcus Pretzell muss liefern…Tagesspiegel
NRW: Jagd auf Jäger…Zeit
Debatte: Thomas D! Maizière covert die Leitkultur…Jungle World
Debatte: Autoritäre Versuchung…Jüdische Allgemeine
Debatte: Den Wandel nicht verschlafen…NZZ
Debatte: Löst die Rückkehr zur Wehrpflicht das Bundeswehr-Problem?…FAZ
Debatte: Wovor haben die Grünen nur Angst?…Welt
Bochum: Höhere Gebühren treffen 11 000 Musikschüler…WAZ
Dortmund: Neonazi bewirbt sich aus Gefängnis…WAZ
Dortmund: Streit über Wahlparty im Rathaus…Nordstadtblogger
Essen: Parteien klagen über Vandalismus…WAZ

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Der Mut zum Alkoholverbot in Innenstädten ist beeindruckend

Ein Bild des Bösen: Alkohol in öffentlichen Räumen. (Foto: Sebastian Bartoschek)

Erst Herne, jetzt Duisburg: Das Alkoholverbot in Innenstädte ist eine Idee, an der Kommunalpolitiker zunehmend gefallen finden. OK, wer keine Ideen hat, wie er die Lage seiner Stadt verbessern kann der verbietet gerne mal etwas, in der Hoffnung, die simulierte Handlungsfähigkeit könnte ein paar Wähler beeindrucken.
Aber mit dem Alkoholverbot in den Innenstädten ist das so eine Sache. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen. Viele Kommunalpolitiker im Ruhrgebiet haben ihre Posten doch schlicht der Tatsache zu verdanken, dass ihre Wähler selten nüchtern  sind und gar nicht mitbekommen haben, was den Innenstädten in den vergangenen Jahrzehnten angetan wurde. Wer weiß, was sie sagen, wenn sie sich künftig die verquollenen Augen reiben und erkennen, wie die Stadt, in der sie leben, wirklich aussieht.

Der Ruhrpilot


NRW:
Abwärtstrend bei der SPD, FDP und CDU verbessern sich…Welt
NRW:
Hannelore Kraft verdient keinen Wahlsieg…Welt
NRW: Wie Bosbach Jäger in die Enge treibt…Tagesspiegel
NRW: Der wirkliche Skandal…Cicero
NRW: So denkt NRW vor der Wahl…Stern
NRW: Umfragen mit Vorsicht zu genießen…RP Online
Debatte: Pyrrhussieg für die EU-Elite…Novo Argumente
Debatte: Warum wird die Autoindustrie an die Wand gefahren?…Welt
Debatte: Merkel warnt Türkei wegen Todesstrafe…NZZ
Debatte: Augen auf bei der Bigotterie-Wahl!…FAZ
Ruhrgebiet: 120 Millionen Euro für die Industriekultur…NRZ
Ruhrgebiet: Gute Noten für die UDE im Uni-Ranking…RP Online
Bochum: Zahlreiche Wahlplakate der AfD beschmiert…WAZ
Dortmund: Innenminister will BVB-Hooligan-Gruppe „0231 Riot“ verbieten…WAZ
Duisburg: 350 Wahlhelfer-Posten sind noch nicht besetzt…WAZ
Essen: Erst Genossen, dann Rivalen…Zeit
Essen: Ende einer Ära und Neuanfang beim Essener Bürgerbündnis…WAZ

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