
Die großen Naturschutzverbände begnügen sich schon lange nicht mehr mit klassischem Natur- und Artenschutz – und haben damit Erfolg. Einige Eindrücke aus dem Herbst 2016.
In Köln ist das mit der richtigen Seite so eine Sache. Die gute liegt auf der Seite des Rheins, an welcher der Dom steht, das Wallraff-Richards Museum liegt und sich die Innenstadt ausbreitet. Von ihr aus blickt man auf die falsche Seite, die „Schäl Sick“, von der aus man allerdings den besten Blick auf das Panorama der Stadt hat. Und das hat man von den Poller Wiesen aus, einem der schönsten Abschnitte der „Schäl Sick“. Kilometerlang kann man hier auf breiten Wiesen am Rhein entlang spazieren, den Schiffen zuschauen oder einfach die Aussicht auf Köln genießen.
Auch am 17. September war das so, ein Tag im Spätsommer, an dem sich der Herbst bereits leicht ankündigte. Doch nicht allen, die an diesem Tag über die Pollerwiesen schlenderten stand der Sinn nach Erholung und Entspannung. Denn der 17. September ist der internationale Küstenputztag, ein weltweites Ereignis an dem sich in Deutschland auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) beteiligt. Und da es in Köln keine Küste gibt, reinigen Mitglieder des Nabu gemeinsam mit Mitarbeitern des Handelskonzerns Rewe die Pollerwiesen, lesen Papierfetzen auf, sammeln Flaschen ein und entsorgen Verpackungen in große, orangene Säcke. 412 Kilogramm Abfall werden die Helfer im Laufe des Tages gesammelt haben.


