Easy October, Samstag, 7. Februar, 21.00 Uhr, Grend, Essen
Blockade vor Unterkunft: Rund 80 Personen verhindern Abschiebung
Um sechs Uhr morgens sollte er sich bereithalten. Dann sollte der Mann aus Pakistan bereit sein, mit Beschäftigten der Dortmunder Ausländerbehörde an den Düsseldorfer Flughafen zu fahren, in ein Flugzeug nach Rom zu steigen und sich nach Italien abschieben zu lassen. Doch dazu ist es heute nicht gekommen: Rund 80 Menschen blockierten die Zugänge zur Geflüchtetenunterkunft in Lütgendortmund und verhinderten so die Abschiebung des 23-Jährigen. Es berichten Sebastian Weiermann und Alex Gehrhardt
Der Mann war vor den Taliban geflohen und war zuerst nach Italien eingereist, bevor er auf seiner Flucht weiter nach Deutschland kam. Einen Asylantrag kann er darum nur in Italien stellen.
Antirassisten verhindern Abschiebung in Dortmund
Ungefähr 100 antirassistische Aktivisten haben am frühen Morgen eine Abschiebung in Dortmund verhindert. Die Menschen blockierten die Zugänge zu einer Asylunterkunft in Lütgendortmund ab 5 Uhr und hielten trotz Kälte bis 8 Uhr aus. Das Ordnungsamt, dass den Geflüchteten zum Flughafen transportieren sollte sagte die Abschiebung schnell ab. Die Polizei akzeptierte die Versammlung der Abschiebe-Gegner.
Ein ausführlicher Artikel folgt im Laufe des Tages.
Duisburg: PEGIDA und die Nazis
In Duisburg fand am Montag zum dritten Mal eine Demonstration von PEGIDA NRW statt. Nur noch 200 Menschen folgten dem Aufruf. Wie bei den vorherigen Versammlungen befanden sich auch wieder viele Neonazis unter den „Islamisierungsgegnern“. Nachdem Sebastian Nobile bei PEGIDA ausgestiegen ist, leitete am Abend Marco Carta die Versammlung. Und dabei hatte er einige Probleme.
Waren die neonazistischen Teilnehmer der PEGIDA-Demonstrationen in den letzten Wochen relativ zurückhaltend, ließen sie heute, auch für den letzten, ihre Maske fallen. Sie riefen Parolen wie „Ali, Mehmet, Mustafa – Geht zurück nach Ankara“ oder „Ein Hammer, ein Stein, ins Arbeitslager rein!“. Während der Demonstration konnten die PEGIDA-Organisatoren diese neonazistischen Versuche, die Veranstaltung zu übernehmen, noch durch das gemeinsame Singen der Nationalhymne befrieden.
Was will die neue griechische SYRIZA-Regierung? (Teil 1)

Foto: Privat
Für deutsche Verhältnisse hat die neue griechische Regierung unter Alexis Tsipras ungewöhnlich schnell ihre Arbeit aufgenommen und gleich damit begonnen, Wahlverspechen auch umzusetzen. In deutschen Medien hat das ein weitgehend negatives Echo gefunden bis hin zu der schroffen Behauptung, die Regierung Tsipras habe einen Fehlstart hingelegt. So David Böcking in seinem Kommentar vom 30. Januar auf Spiegel online. Skepsis gegen die ausgesprochen monotone Berichterstattung über die ersten Tage der Regierung Tsipras hast lediglich Georg Diez (Immer voll auf Merkel-Linie) auf Spiegel online geäußert.
Die Rasanz und Konsequenz, mit der die Tsipras Regierung ihre Arbeit aufgenommen hat, kann man allerdings auch anders interpretieren: Anders als ihrer Vorgängerregierungen meint die Regierung Tsipras es ernst mit den im Wahlkampf angekündigten Reformen.
Von Parteitagen abgesegnete Partei-Programme sind in Griechenland nicht üblich. Gleichwohl ist Syriza mit klar umrissenen und detaillierten Zielen in den Wahlkampf gezogen. Alexis Tsipras hat diese Ziele am 13. September 2014 in einer Rede auf der internationalen Messe in Thessaloniki vorgestellt und erläutert.
Watter
Watter, Mittwoch, 4. Februar, 20.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Bochum
„Ob ich verroste, oder verkalke – ich geh‘ immer auf Schalke!“
Zugegeben, es ist dann in der hier vorgelegten Form letztendlich auch ‚nur ein Werbespot‘, doch der Kurzfilm den der Pay-TV Anbieter ‚Sky Deutschland‘ am Wochenende bereits im Vorprogramm zum Bundesliga-Rückrundenauftakt über den Fanclub „Wohl-Auf Blau & Weiß“ im Johanniterstift Gelsenkirchen dem Publikum im TV und auch in der Arena Gelsenkirchen präsentiert hat, der sagt doch sehr viel über die Bedeutung des Fußballs im Ruhrgebiet, speziell eben auch auf Schalke, aus.
Wie wohl in keiner anderen Region Deutschlands ist der Fußball hier für Millionen von Fans ein wichtiger, fester Bestandteil des Lebens. Und zwar tatsächlich auch über die komplette Lebensspanne. Das ist schon sehr ungewöhnlich und die Leidenschaft für diesen Sport tatsächlich auch überaus intensiv.
Der Ruhrpilot

NRW: Lindners Wutrede gegen den „dämlichen“ Zwischenruf…Welt
NRW: Die Volksparteien verlieren an Macht…RP Online
NRW: Grundschülern droht Ausfall von Sportunterricht…RP Online
Debatte: Neues Album von „Deichkind“ – Ihr könnt es alle lieben…FAZ
Debatte: Muslime, traut euch doch, über Mohammed zu lachen…Welt
Debatte: Lucke brutal, Lucke erfolgreich, Lucke allein…Cicero
Ruhrgebiet: Bewohner schulden Revierstädten mehr als 600 Millionen Euro…Der Westen
Bochum: Kinder gehen im Dunkeln zur Schule…Der Westen
Dortmund: Stadtkasse fehlen mehrere Millionen Euro…Der Westen
Duisburg: Großes Saubermachen nach dem Brand…RP Online
Essen: Kirchliche Schule sind der Renner…Der Westen
280 Menschen demonstrieren gegen Rassismus
In der Innenstadt haben gestern Nachmittag ca. 280 Menschen gegen Rassismus und für Solidarität mit Asylsuchenden demonstriert. Bei der Demonstration wurden Reden durchgängig in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch gehalten, um die Inhalte der Demonstration für möglichst viele Menschen zu vermitteln. Zu einer Störung kam es als Neonazis am Rand der Versammlung auftauchten und versuchten diese zu stören. Die Polizei reagierte schnell und verhinderte die rechte Provokation.
Die Veranstalter der Demonstration zeigen sich in ihrer Pressemitteilung zufrieden:
Dortmund und Schalke starten solide aber glanzlos in die Bundesliga-Rückrunde

Die beiden großen Ruhrgebietsvereine aus Schalke und Dortmund haben ihren Bundesliga-Rückrundenauftakt inzwischen also hinter sich gebracht. Und beide Champions League-Teilnehmer können trotz unterschiedlichster Ausgangslagen und Ergebnisse wohl mit dem Erreichten vom Samstag auch ganz zufrieden sein. Und noch etwas einte sie letztendlich an diesem Wochenende, die zum Rückrundenauftakt gezeigten Leistungen stellten die neutralen Beobachter und wohl auch die eigenen Anhänger jeweils nur teilweise zufrieden.
Vom Ergebnis her hat der FC Schalke 04 seine Aufgabe dabei beim 1:0 Heimerfolg gegen das Team von Hannover 96 deutlich besser gelöst. Ein Treffer von Höger (32.) reichte den Knappen bereits zu einem glanzlosen Pflichtsieg. Nach verkorkster Vorbereitung und argen Personalsorgen, u.a. fehlte Stammkeeper Ralf Fährmann, für den der Ex-Düsseldorfer Fabian Giefer sein Bundesligadebüt im Kasten der Königsblauen feierte, erkämpfte die Di Matteo-Truppe aber zumindest die wichtigen drei Punkte, welche das Team aktuell auf Rang 4 der Tabelle hieven.
