„Schöner wohnen zwischen Leerstand und Langeweile – ein Spaziergang durch die Innenstadt von Recklinghausen“

Ein Stadtbummel durch Recklinghausen im Mai 2025. Foto(s): Robin Patzwaldt

Willkommen in Recklinghausen, der charmanten Metropole des stillen Niedergangs! Wer heute durch die Innenstadt schlendert, kann sich glücklich schätzen, denn hier gibt es alles, was das Herz begehrt – solange das Herz nichts begehrt.

Früher war hier mal richtig was los. Menschen bummelten durch die Straßen, Läden hatten geöffnet, und man musste nicht erst einen Archäologen beauftragen, um ein Geschäft zu finden, das tatsächlich noch etwas verkauft. Heute gleicht ein Einkaufsbummel eher einer nostalgischen Zeitreise durch das, was einmal Einzelhandel genannt wurde – garniert mit einer Prise Depression.

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Zeitreise am Kanal in Waltrop – das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg

Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop im Mai 2025. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wer glaubt, Technik sei trocken und Stahlherzen könnten nicht schlagen, war noch nie am Alten Schiffshebewerk in Waltrop. Zwischen Dortmund und Datteln, wo der Rhein-Herne-Kanal und der Dortmund-Ems-Kanal sich gute Nacht sagen, steht ein wahrer Koloss der Ingenieurskunst – und erzählt Geschichten aus einer Zeit, als Dampfkraft und Muskelarbeit Deutschland ins Industriezeitalter katapultierten.

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„Wie kann man sich Antifaschist nennen und den arabischen Faschismus bejubeln?“

Andrej Hermlin, Deutscher Pianist und Bandleader Foto: Willi Wallroth Lizenz: Gemeinfrei


Andrej Hermlin ist nicht nur ein prominenter Musiker, sondern auch überzeugter Sozialist. Nach dem 7. Oktober 2023 trat er nach über drei Jahrzehnten Mitgliedschaft aus der Partei Die Linke aus. Warum er Sozialist bleibt und warum er sich von der Partei verraten fühlt. Von unseren Gastautoren  Ellen Daniel und Michael Miersch.

Frage: Herr Hermlin, wie haben Sie das Ende der DDR erlebt?

Andrej Hermlin: Mir war Mitte der 80er Jahre klar, dass dieser Staat auf tönernen Füßen stand und es nur noch eines Windhauchs bedurfte, damit er zusammenbricht. Ich habe das offen ausgesprochen. Wie genau und wann, die DDR kollabieren würde, wusste ich natürlich nicht.

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„Oh, wie ist das schön“ – Schalke verabschiedet sich mit Sarkasmus in einen bitteren Sommer

Ein beeindruckendes Bild: Die Schalker Ultras in der Nordkurve wenden dem Spiel den Rücken zu. Foto: Michael Kamps

Es waren Szenen, wie man sie in dieser Form wohl selten in einem Fußballstadion erlebt. Sonntag, Arena auf Schalke. Die Mannschaft liegt gegen die SV Elversberg zurück, einen Gegner, der bisher eher für belächelten Provinzfußball als für fußballerische Glanzlichter stand – und die Fans? Feiern. Jubeln. Singen „Oh, wie ist das schön“ und lassen die La-Ola-Welle durchs Rund kreisen. Nicht aus Freude. Sondern aus purer Ironie. Aus Frust. Aus Enttäuschung.

Ein symbolträchtiger Abschluss für eine Saison, die für Schalke 04 nichts Gutes bereitgehalten hat. Platz 14 in der 2. Bundesliga. Historisch schlecht. Vom Traum des Wiederaufstiegs blieb nicht einmal ein Hauch übrig. Stattdessen: wochenlanges Zittern um den Klassenerhalt. Und während nach der 1:2-Niederlage der Knappen nun ausgerechnet Gegner Elversberg in die Relegationsspiele um den Aufstieg gegen Heidenheim darf, schauen die Schalker fassungslos auf eine Realität, die sich wie ein wahr gewordener Albtraum anfühlt.

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„Das kostbarste aller Güter“

Regisseur Michel Hazanavicius Foto: Boungawa Lizenz: CC0


Filmvorführung mit Diskussion im Rahmen der Jüdische Literaturtage Essen

Im Rahmen der  Jüdische Literaturtage Essen (j-LIT) wird am Donnerstag, den 22. Mai 2025, um 19:30 Uhr im Astra Theater der eindrucksvolle Animationsfilm „Das kostbarste aller Güter“ von Michel Hazanavicius (The Artist) gezeigt. Der Film basiert auf der Erzählung von Jean-Claude Grumberg und erzählt eine zutiefst bewegende Geschichte über Menschlichkeit und Zivilcourage inmitten des Holocaust.

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Bald ist der BVB der einzige Ruhrgebietsverein in der 1. Bundesliga

Zuletzt war der BVB in Top-Form | Foto: Peter Hesse

Der Fußball im Ruhrgebiet steckt in schwierigen Zeiten: Der VfL Bochum muss den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten, Schalke 04 entgeht dem erneuten Absturz in die Drittklassigkeit nur hauchdünn – und einzig Borussia Dortmund sorgt mit einer starken Rückrunde für einen Hoffnungsschimmer. Die Schwarz-Gelben dürfen weiterhin auf die Qualifikation zur Champions League hoffen. Thommy Junga und Peter Hesse analysieren, warum der Fußball im Revier längst nicht mehr so glorreich ist– und was sich ändern muss.

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