Wahlplakate die einen wütend machen!

DSC08859
Waltrop steht kurz vor dem Ruin. Die ‚regierende‘ SPD wirbt trotzdem für ’solide Finanzen‘.

Das Wahlwerbung häufig nicht so ganz ernst zu nehmen ist, das sollte ja jedem klar sein. Häufig werden einem als Wähler hierbei Dinge versprochen, welche man dann seitens der darauf um Zustimmung werbenden Partei gar nicht zu realisieren in der Lage ist. Die berühmten ‚Leeren Versprechungen‘ halt. Auch das ist sicherlich den allermeisten Wählern klar.

Richtig ärgerlich wird es aber aus meiner Sicht dann, wenn man das Gefühl bekommt von Wahlwerbung regelrecht ‚für dumm verkauft‘ zu werden.

Ich wohne aktuell in Waltrop, im Kreis Recklinghausen. Meine Heimatregion ist in den letzten gut 20 Jahren regelrecht zu einer Armutshochburg in NRW verkommen. Das ehemals recht gepflegte Waltrop zählte z.B. bis in die 1990er-Jahre hinein noch zu den echten ‚Perlen‘ im nördlichen Ruhrgebiet.

Inzwischen vergammelt die Stadt, so wie viele andere in der Region auch, quasi vor den Augen der Bürger. Dreck und Gammel überall. Diesbezügliche Fortschritte sind aktuell kaum noch vorstellbar, wenn man einen Blick auf die dramatische Kassenlage der Stadtfinanzen wirft.

Continue Reading

Angstkultur: Wider das Ökotest-Prinzip

Walter Krämer
Walter Krämer

Immer wieder werden Gifte dort gefunden, wo sie angeblich nicht hingehören. Aber das bloße Vorhandensein macht einen Stoff noch nicht zum Gift, sondern erst die entsprechende Dosierung – und die ist meist minimal. Von unseren Gastautoren wie Walter Krämer und Gerhard Arminger/Novo Argumente

Gifte, Gifte, überall. Kein Tag vergeht, an dem wir nicht in den Medien hören und lesen können, dass in unseren Kleidern, unseren Möbeln, dem Spielzeug der Kinder und natürlich im Essen und gar in unseren Körpern Gift gefunden wurde. Das wichtigste Werkzeug für Panikmache ist eine systematische statistische Desinformation per reinen Existenznachweisen von Giften aller Art. Ein typisches Beispiel ist die folgende Meldung des Südwestrundfunks[1]: „Bei 70 Prozent aller deutschen Großstädter konnte das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat im Urin nachgewiesen werden“.[2] Diese Zahl resultiert aus einer Untersuchung [3] des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seines europäischen Dachverbands Friends of the Earth (FOE) an 182 Stadtbewohnern aus 18 Ländern, davon 10 aus Deutschland (Pressemitteilung des BUND) [4]. Sie wurde auch von anderen Medien übernommen und ist nicht nur wegen der Abwesenheit einer seriösen Grenzwertdiskussion als grober statistischer Unfug einzuordnen. Abgesehen davon, dass es schlicht unmöglich ist, aus einer Stichprobe von zehn Personen auf die gesamte deutsche Großstadtbevölkerung rückzuschließen, sagt allein die Existenz eines Schadstoffs absolut nichts über dessen Gefahrenpotenzial. Denn viele dieser Funde sind ein Artefakt von immer feineren Analysemethoden und als solche keine Meldung wert. Tatsächlich kann man heute überall alles finden, wenn man nur genau genug misst. Damit fällt die besagte Unstatistik zu Glyphosat wie schon eine andere als Unstatistik des Monats aufgespießte Meldung zu Giften in Adventskalendern in die große Schublade „Viel Lärm um nichts“. Da hatte die Stiftung Warentest in gewissen Produkten Mineralölrückstände entdeckt. Mehrere Firmen mussten darauf ihre Produkte aus den Regalen nehmen, mit Schäden für die jeweiligen Hersteller von mehreren 100.000 Euro. Zwar wurde hier immerhin auch die Menge angegeben – rund 10 Milligramm pro Kilogramm Schokolade – aber nach Auskunft des Bundesinstituts für Risikobewertung gehen von diesen Mineralölrückständen keine zusätzlichen Gesundheitsgefahren aus; sie entsprechen in etwa dem, was Kinder und Erwachsene ohnehin über die sonstige Ernährung gewohnheitsmäßig zu sich nehmen.

„Allein die Existenz eines Schadstoffs sagt absolut nichts über dessen Gefahrenpotenzial. Denn viele dieser Funde sind ein Artefakt von immer feineren Analysemethoden und als solche keine Meldung wert.“

Continue Reading

Heute: Museumsfest am Schiffshebewerk Henrichenburg

DSC08832Für Kurzentschlossene habe ich einen kleinen Ausflugstipp: Noch bis um 18 Uhr steigt am heutigen Sonntag am LWL Museum ‚Schiffshebewerk Henrichenburg‘ in Waltrop das Museumsfest.

Ich war heute Vormittag, kurz vor der offiziellen Eröffnung, schon einmal vor Ort und habe ein paar aktuelle Fotoeindrücke von dort mitgebracht.

Das bunte Familien-Programm mit Musik und Bootsrundfahrten startet in diesen Minuten, die offizielle Eröffnung ist übrigens für 14 Uhr vorgesehen.

Heute wird dort auch die Ausstellung „100 Jahre Rhein-Herne-Kanal“ eröffnet, die auf dem umgebauten Schleppkahn ‚Ostara‘ eingerichtet ist. Das Schiff liegt kurz vor dem ‚Alten Hebewerk‘ vor Anker.

Auch wer sich umfassend über die Schiffshebewerke und Schleusen in Waltrop informieren möchte, hat dazu Gelegenheit bei heute kostenlosen Führungen.

Continue Reading

Der Ruhrpilot

partei_willenDuisburg: „Die Partei“-Kandidat kann auch mal ernst sein…Der Westen

NRW: Hunderte Schulen haben keinen Direktor…Spiegel

Ruhrgebiet: Ruhrfestspiele mit Shakespeares „Sturm“ eröffnet…Zeit

Debatte: Der Ami ist an allem schuld…Achse des Guten

Dortmund: OB-Kandidatenrunde am 7. Mai…Radio91.2

Duisburg: Bildung gegen Wohnen…Welt

Essen: Journalisten machen gemeinsame Sache…Der Westen

Essen: Denkmal-Streit um Café Overbeck…Der Westen

Essen: Im Aalto-Theater steht Spielzeit voller Entscheidungen an…Der Westen

Werbung
Werbung


#1MaiNazifrei- Eine Zusammenfassung

plauen_naziopa

Fast 2.000 extrem Rechte marschierten am 1. Mai bundesweit auf. An allen Orten überragte der Gegenprotest die Zahl der Neonazis um ein Vielfaches. Teils kam es zu erheblichen Einschränkungen der extrem rechten Demonstrationen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Presseservice-Rathenow, Publikative.org, Ruhrbarone, Zeit-Online-Störungsmelder, Johannes Grunert, Sören Kohlhuber und Timo Müller.

Plauen: Die größte Neonazi-Demo bundesweit

Rund 700 Neonazis marschierten am 1. Mai durch das sächsische Plauen. Damit fand im Vogtland die größte neonazistische Demonstration am 1. Mai in Deutschland statt. Mobilisiert hatten vor allem das neonazistische und militante „Freie Netz Süd“ und die extrem rechte Kleinstpartei-Neugründung „Der III. Weg“. Die Organisation des Aufmarsches wurde von den FNS- Führungsaktivisten Matthias Fischer (Fürth), Norman Kempken (Nürnberg) und Tony Gentsch (Oberprex) übernommen. Dem Aufruf waren vor allem Neonazis aus Bayern, Sachsen, Thüringen und Hessen gefolgt. Aber auch aus Ungarn, Finnland und Tschechien waren extrem Rechte nach Sachsen gereist. Wie sich in Plauen erstmals zeigte, existiert mittlerweile ein Thüringer Ableger der militanten und neonazistischen „Weissen Wölfe Terrorcrew“. Direkt hinter deren Banner sammelten sich auch NPD Kommunal- und Landtagskandidaten aus Thüringen.

Continue Reading

Der Ruhrpilot

Düsseldorfs OB Dirk Elbers Foto: CDU Düsseldorf
Düsseldorfs OB Dirk Elbers Foto: CDU Düsseldorf

Ruhrgebiet: Düsseldorfer OB vergreift sich im Ton…Kölnische Rundschau

Ruhrgebiet: OB Elbers verteidigt Äußerung zum Ruhrgebiet…RP Online

NRW: Land scheut schnelle Abkehr vom Turbo-Abi…Welt

NRW: Portigon-Chef hatte Streit mit Finanzministerium…RP Online

Ruhrgebiet: Kunst aus Island bei den Ruhrfestspielen…Revierpassagen

Bochum: Hausärzte werden immer älter…Der Westen

Bochum: Auf Spurensuche in Auschwitz…Der Westen

Dortmund: „Global Marijuana March“ und Euromayday Ruhr…Nordstadtblogger

Duisburg: Vor dem Turm-Abriss wird noch saniert…RP Online

Duisburg: Jeder vierte Duisburger kennt den „Unionsbürger“ nicht…Der Westen

Duisburg: Mercatorhalle sorgt für Misstöne…Der Westen

1. Mai in Dortmund: Lernen und liefern

nazi_demo_1mai2014

Ein Marsch von 490 Nazis, 1000 Gegendemonstranten – die Bilanz des 1. Mais in Dortmund fällt gemischt aus.

Es fällt schwer zu verstehen, wie DGB-Funktionäre und sozialdemokratische Würdenträger am 1. Mai im Westfalenpark bei Sonnenschein in ihre Bratwürstchen beißen können, während, nur fünf Jahre nach dem Überfall auf eine DGB-Demonstration, Nazis ein paar Kilometer entfernt das Verbot von SPD, DGB und den Nationalen Sozialismus fordern und mit Sprüchen wie „Ali, Mehmet, Mustafa, geht zurück nach Ankara“ durch den Dortmunder Stadtteil Westerfilde ziehen. Das SPD und DBG sich nicht stärker an den Protesten gegen die Nazis beteiligt hat, ist nicht nachvollziehbar, mehr noch, es ist unentschuldbar. Es fällt schwer zu verstehen, wie Polizeipräsident Gregor Lange es zulässt, das Nazis während ihres Aufmarsches am Straßenrand stehende Bürger bedrohen und beleidigen und auch nicht einschreitet, wenn ein Polizeibeamter aus der Nazi-Demonstration heraus angegriffen wird. Noch am Mittwoch löste die Polizei eine Kundgebung der Nazis auf, weil die volksverhetzende Parole „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ gerufen wurde – am Donnerstag wurde genau diese Volksverhetzung nicht geahndet. Lange hatte versprochen, den Nazis “ Keinen Millimeter mehr“ zuzugestehen, als er rechtlich muss. Lange hatte viel versprochen,

Continue Reading
Werbung
Werbung


Der Ruhrpilot

Düsseldorfs OB Dirk Elbers Foto: CDU Düsseldorf
Düsseldorfs OB Dirk Elbers Foto: CDU Düsseldorf

Ruhrgebiet: „Da will man nicht tot überm Zaun hängen!“…Bild

NRW: Ärger über Mißfelder…Frankfurter Rundschau

NRW: Portigon-Chef Voigtländer tritt überraschend ab…Handelsblatt

Ruhrgebiet: Ruhrfestspiele mit Volksfest eröffnet…Die Glocke

Umland: Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein…Welt

Umland: Laufen, rangeln, kehren…taz

Bochum: Rettung von Industriearbeitsplätzen gefordert…Der Westen

Bochum: Initiativkreis Flüchtlingsarbeit gegründet…Bo Alternativ

Dortmund: Blockierer verzögern Dortmunder Neonazi-Demo um Stunden…Der Westen

Duisburg: Hunderte Gegendemonstranten stellen sich Rechten in Duisburg in den Weg…Der Westen

Duisburg: Künftiger DGB-Chef redete in Duisburg…Der Westen

Duisburg: Vier Festnahmen bei NPD-Kundgebung…Bild

Duisburg: Notarzt-Einsatz bei Pro-NRW-Demo…RP Online

Essen: Mutlos gegen das Skandal-Konzert von Thompson…Der Westen

Essen: EBE finanzierte Fahrer für Bürgermeister…Der Westen

Gelsenkirchen: Die Integrierten…Gelsenclan