Der Ruhrpilot

NRW: Jäger zieht die Notbremse…Der Westen
Bochum: Altenheime verschuldet…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Wiedereröffnung Media Markt…Pottblog
Dortmund: Kritik am Aus für Straßenstrich…Ruhr Nachrichten
Essen: OB Paß nimmt Alte Synagoge vor Hass-Vorwurf in Schutz…Der Westen
Essen II: Hein Mulders wird Intendant für Aalto-Theater und Philharmonie…Der Westen
Essen III: Entscheidung über Thyssen-Krupp-Werk Hüttenheim wohl am Freitag…Der Westen
Umland: Jagdhunde in Neukölln…Exportabel
Gefordert? ja. Ratlos? Nein – Soziale Straßenzeitungen und Roma
Am vergangenen Wochenende trafen sich Vertreter der deutschsprachigen sozialen Straßenzeitungen in Wien. Das Thema war provokativ und mit einem – nicht ganz unwesentlichen – Fragezeichen versehen: „Arm gegen Ärmer?! Roma, AsylbewerberInnen und die „Einheimischen“. Ein Gastbeitrag von Bastian Pütter.
Soziale Straßenzeitungen – unbekannte Wesen
Die Idee ist immer dieselbe: Ein Magazin, meist erstellt von einer Redaktion aus Journalistinnen und Journalisten wird vertrieben von Wohnungslosen, Suchtkranken, Armen. Mindestens die Hälfte des Kaufpreises behält der Verkäufer / die Verkäuferin.
Hier enden scheinbar die Gemeinsamkeiten, denn vom alternativen Wagenburg-Projekt bis zum hochprofessionellen Stadtmagazin ist alles dabei, die Auflagen reichen von 5.000 bis zu 80.000 Heften im Monat.
Doch noch etwas Entscheidendes eint alle Straßenmagazine (übrigens weltweit – im internationalen Verband INSP sind Zeitungen aus 38 Ländern organisiert.): Der Vertrieb steht gleichberechtigt neben dem journalistischen Produkt. Das heißt: Kern der Arbeit ist, Menschen in Not mit dem „Produkt“ zu versorgen, das sie von Almosenempfängern zu Verkäufern macht.
Energiewende in Nordrhein-Westfalen – Der ökologische Umbau eines Industrielandes

Nordrhein-Westfalen ist in Deutschland das Energieland Nummer Eins. Nirgendwo sonst wird soviel Energie produziert wie hier – aber auch nirgendwo sonst wird soviel Energie verbraucht. Von unserem Gastautor Sven Lehmann. Sven Lehmann ist Landesvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen NRW.
Dies stellt gerade NRW vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Risiken der Atomkraft vor besondere Herausforderungen. Seit den neuen Erkenntnissen der dramatischen Folgen des Klimawandels und der Katastrophe in Fukushima ist hoffentlich jeder und jedem klar, wie wichtig die Energiewende, wie wichtig Energieeinsparung, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Erforschung neuer, nachhaltiger Technologien zur Energiegewinnung und Energieeffizienz sind. Neben den nicht beherrschbaren Risiken der Atomkraft stößt nämlich auch die Nutzung fossiler Rohstoffe zur Energieerzeugung an ihre Grenzen. Nicht nur die weiter steigenden Spritpreise zeugen täglich von der Abhängigkeit endlicher Energiequellen.
Erster Duisburger Science Slam: Wissenschaft rockt!
Am Dienstag, 10. Mai findet im Duisburger HundertMeister ein Science Slam statt. Von unserer Gastautorin Melanie Goldmarie
Was macht eigentlich ein Wissenschaftler? Bei Chemikern (die im Labor stehen) oder Medizinern (die Kranke heilen) können wir uns das noch gut vorstellen, wie aber sieht es aus bei Politikwissenschaflern, an Hochschulen arbeitenden BWLern oder forschenden Ingenieuren? Science Slams bieten seit geraumer Zeit in ganz Deutschland Wissenschaftsinteressierten und -amüsierten die Möglichkeit, sich interdisziplinär zu informieren – garantiert lektüre- und scheinfrei. Das Veranstaltungsprinzip ist an das bekanntere Format der Poetry Slams angelehnt: Eine Anzahl von drei bis sieben Slammer erhalten nacheinander für einen vorher definierten Zeitraum (zum Beispiel 10 Minuten) das Mikrofon und damit die Wortgewalt über das Publikum.
Britta Persson
Britta Persson, Dienstag, 10. Mai, 20.00 Uhr, Falkendom, Bielefeld
Der Ruhrpilot

NRW: Neue Vorwürfe gegen NRW-Innenminister Jäger und Justizminister Kutschaty…WAZ Rechercheblog
NRW II: Bei Vorratsdatenspeicherung auf der Überholspur…Netzpolitik
Duisburg: Hells Angels und Bandidos prügeln sich…Der Westen
Duisburg II: SPD stellt Selbstanzeige wegen Parteispenden…RP Online
Dortmund: Phoenix-See für Besucher freigegeben…Ruhr Nachrichten
Dortmund II: Details zur BvB-Meisterfeier…Pottblog
Essen: Essener Bürgermeister gehen zu Paß auf Distanz…Der Westen
Internet: Twitter und Facebook schalten RSS ab…F!XMBR
Internet II: Der Tod eines Bloggers…2.0
„Antisemitismus heute“ in der Alten Synagoge Essen

Am Donnerstag, den 12. Mai, findet in der Alten Synagoge Essen eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Chaim Noll statt; Thema: „Antisemitismus heute“. Der Schriftsteller wurde 1954 als Hans Noll in Ostberlin geboren. Mit seiner Kriegsdienstverweigerung fiel er in der DDR in Ungnade, siedelte 1984 nach Westberlin über, lebte einige Jahre in Rom, bevor er 1995 nach Israel auswanderte, dessen Staatsbürger er mittlerweile ist. Die Sprache verbindet freilich Noll noch mit der alten Heimat, die er immer wieder für Vortragsreisen besucht – so wie in dieser Woche.
Ob es daran liegt, dass Noll in Israel lebt? Wer weiß? Jedenfalls spielt der muslimische Judenhass in Nolls Vortrag eine besondere Rolle, schenkt man dem Ankündigungstext zu seiner Veranstaltung Glauben. Darin heißt es: „Judenfeindliche Ressentiments spielen seit der Niederschrift des Korans im 7. Jahrhundert und dem Massaker gegen die Juden von Medina im Jahre 628 durch Mohamed im Islam eine fundamentale Rolle. Bis heute kann dieser traditionelle Judenhass reaktiviert und politisch instrumentalisiert werden.“
Dieser Befund ist nicht weiter aufsehenerregend; aber so ist das mit Ankündigungstexten: man kann von ihnen einfach nicht allzu viel erwarten. Alle möglichen Zusammenhänge müssen in ein paar Zeilen gequetscht werden, und außerdem: das wirklich Spannende soll erst auf der Veranstaltung selbst verraten werden. Sonst könnte man sich die ganze Sache ja schenken. Also: antisemitische Ressentiments gibt es im Islam seit Mohameds Zeiten. Näheres dazu, wie das mit denen heutzutage zusammenhängt, erfährt man erst am Donnerstag.
Ständige Vertretung Dortmund eröffnet Coworking Space
Jetzt gibt es für Solo-Selbständige im Ruhrgebiet eine weitere Alternative zur Einsamkeit des Home Office: Nach CoWoDo hat nun am Hohen Wall Nr.15 der zweite Coworking-Space seine Pforten geöffnet. Von unserer Gastautorin Sarah Meyer-Dietrich.
25 Arbeitsplätze stehen zur Verfügung. Wahlweise tage- wochen- oder monatsweise. Für einen Tagessatz von 15 Euro (günstiger im Falle von Wochen- und Monatstickets) bekommen die Coworker Schreibtisch, Stuhl, Lampe und W-LAN zur Verfügung gestellt und können Drucker, Kopierer, Scanner und Faxgerät nutzen.
Spannender als die Nutzung der Facilities ist aber vermutlich die Nutzung der im Coworking Space entstehenden Kontakte und Netzwerke. Und so denkt man bei Coworking meist an mehr als nur die Nutzung gemeinsamer Infrastrukturen. Auch wenn der Begriff selbst erst einmal kein zwingendes Miteinander-Arbeiten bedeuten muss. Ein Nebeneinander-Arbeiten ist es allemal. Sei es im Großraumbüro oder bei der Pause im Social Space – eins ist der Coworker jedenfalls nie: allein.
Der besondere Charme eines Coworking Spaces erschließt sich daher vor allem, wenn Austausch stattfindet. Also
Toro y Moi
Toro y Moi, Montag, 9. Mai, 21.00 Uhr, Comet Club, Berlin
