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Compact-Konferenz in Berlin: FU verheimlicht Veranstaltung mit Jürgen Elsässer

"Niemand hat die Absicht eine Compact-Konferenz abzuhalten": Im Terminkalender der FU Berlin ist von Elsässer keine Spur.

Morgen beginnt an der Freien Universität Berlin (FU) die dubiose „Souveränitätskonferenz“ des „Compact“-Chefredakteurs Jürgen Elsässer. Als Referent tritt unter anderem der als Nahost-Experte geltende Peter Scholl-Latour auf. Nach eigenen Angaben sind im Vorverkauf bereits rund 700 Karten über die Ladentheke gegangen – dem Megaevent der Polit-Sektierer steht somit nichts mehr im Wege. Das „Compact“-Magazin von Jürgen Elsässer verbreitet regelmäßig Verschwörungstheorien, antiwestliche Propaganda und  eine Kapitalismuskritik, die „gewisse Ressentiments“ schürt. Die FU Berlin stellt diesem Konglomerat ihre Räumlichkeiten zur Verfügung – und spielt dabei eine seltsame Doppelrolle. Einerseits lassen die Verantwortlichen jegliche Kritik an sich abperlen und reagieren erst gar nicht auf Presseanfragen zu der Compact-Konferenz. Andererseits wird die Veranstaltung im Terminkalender der FU verheimlicht (siehe Screenshot). Ist den Verantwortlichen die Sache am Ende doch peinlich? Wollen sie kritische Berichterstattung verhindern? Auf die Ergebnisse der „Konferenz“ darf man gespannt sein. Wenn Elsässer und Co. morgen verzapfen, was sie immer verzapfen, könnte dies der FU noch gewaltig auf die Füße fallen.

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5 Kommentare zu “Compact-Konferenz in Berlin: FU verheimlicht Veranstaltung mit Jürgen Elsässer

  • #1
    Martin Niewendick Beitragsautor

    Naja wärs so, hätten sie es ja sagen können. Aber da kam nix, und das von der sogenannten Pressestelle. Und wieso würde das das Schweigen der Pressestelle erklären?…. Du kritischer Kommentator……

  • #2
    Ben

    Kommentar #1 liegt richtig.

    Es ist eher eine Ausnahme, dass Termine externer Veranstalter in solche Terminkalender eingetragen werden, wenn der Veranstalter in keinerlei Bezug zum Vermieter der Räumlichkeiten steht. Das gilt übrigens nicht nur für Universitäten oder Räume in öffentlicher Hand, sondern auch für die Räumlichkeiten von Vereinen, etc.

    Insofern: Unnötig aufgeregt. 😉

  • #3
    rundertischdgf

    Was soll das Denunzieren an der Pinwand der Ruhrbarone? Hat da einer noch eine Rechnung mit Elsässer offen? Wieso nicht mal über die nicht vorhandene Souveränität (Schäuble) Deutschlands reden. Keiner braucht dorthin zu gehen, aber wer es will, der muß es können. Versammlungs- und Meinungsfreiheit war wohl gestern, zumindest für den Schreiber dieses Beitrages oder? Wenn wir jetzt feststellen (de Maiziere), daß selbst die Souveränität zum deutschen Budgetrecht in Frage gestellt ist, wird wohl Niewendick sagen, alles nur Verschwörungstheorie von Sektierern.

  • #4
    Stefan Laurin

    @rundertischdgf: Sehen sie es doch positiv. Der Artikel von Martin bringt Menschen wie Sie dazu, die Ruhrbarone zu lesen. Und das ermöglicht uns ihnen zielgenaue Hilfsangebote zu unterbreiten. Hier finden Sie und alle anderen die etwas von “nicht vorhandener Souveränität” und den “Bilderbergern” reden, die Unterstützung, die sie so dringend nötig haben:
    http://www.depressionen-depression.net/notfaelle/notfallnummern.htm

  • #5
    deri

    Sie hätten noch erwähnen können, dass die FU es verboten hat, die Reden von Gästen der Veranstaltung abzufilmen und als Filmaufnahme zu veröffentlichen. Wäre das nun in Ihrem Sinne, dass die fraglos kruden Reden, etwa des ehemaligen Vizepräsidenten der Sorbonne Professor Edouard Husson, von der Veröffentlichung dank Eingreifen der FU Berlin abgehalten werden?

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