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Corona-Krise: Die Sportwelt muss sich in diesen Tagen bescheiden

Olympische Ringe. Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei

Auch die Sportwelt steht aktuell Kopf. In Zeiten des Corona-Virus sind nahezu alle laufenden und in Kürze geplanten Veranstaltungen inzwischen abgesagt, oder verschoben worden. Das hat große Konsequenzen für alle Beteiligten.

Der Sport entpuppt sich in Zeiten wie diesen jedoch bei näherer Betrachtung rasch als eine vergleichsweise leicht entbehrliche Unterhaltungsindustrie. Zumindest in seiner Spitze.

So gesehen ist es dann auch nur vernünftig und eigentlich sogar irgendwie selbstverständlich, dass besonders gutverdienende Profifußballer auf signifikante Teile ihrer vergleichsweise üppigen Gehälter verzichten, wie auch wir gestern aus Bochum und Dortmund vermeldet haben. Die Profis der Bundesliga und der 2. Liga helfen dadurch ihren Vereinen und deren ‚einfachen‘ Angestellten durch diese schwierige Zeit.

Deutlich komplizierter wird die Angelegenheit, wenn es um eine Großveranstaltung wie die Olympischen Spiele geht.

Auch hier wurde gestern bekannt, dass die Spiele von Tokio nicht in diesem Sommer, sondern erst im kommenden Jahr ausgetragen werden sollen. Die Konsequenzen sind dabei noch deutlich weitreichender und komplizierter zu bewältigen.

Was ist mit den erforderlichen Qualifikationen für die Sportler, was wird aus den geschlossenen Verträgen und Plänen? Es sind so viele Ebenen betroffen, dass ich hier an dieser Stelle nur einmal auf die Situation im Medienbereich und bei den Werbepartnern hinweisen will. Eigentlich müssen als diese Details jetzt komplett neu ausgearbeitet werden. Eine immense Belastung für alle Beteiligten.

Und doch ist die Entscheidung natürlich alternativlos gewesen. In diesem Jahr ein solch gigantisches globales Event durchzuführen wäre nicht nur gefährlich gewesen, schließlich hätte das Virus so eine gigantische Multiplikationsmöglichkeit bekommen, es wäre auch dem größten Sportfan schlicht nicht zu vermitteln gewesen.

Dass jetzt vereinzelt Sportler sauer sind ist aus ihrer persönlichen Sicht verständlich. Für viele Aktive hätten die Spiele ihren Karrierehöhepunkt bedeutet, die Verwirklichung ihres großen Traums. Dieser gerät nun ins Wanken. Werden einzelne Sportler auch im ko0mmenden Jahr bei den Spielen mitwirken können/dürfen? Vieles ist derzeit unklar.

Doch auch diese kritischen Stimmen werden in ein paar Tagen komplett verstummt sein. Spätestens dann, wenn sich die Pandemie in unserer Gesellschaft noch mehr ausbreiten, die Gedanken der Menschen in aller Welt noch mehr beherrschen wird als aktuell schon.

Persönliche Träume von Sportlern müssen in diesen Tagen natürlich hinter dem gesamtgesellschaftlichen Wohl eben zurückstehen. Weniger Egoismus und mehr Gedanken an das Wohl der Mitmenschen, das gilt es aktuell in der bürgerlichen Gesellschaft ebenso wie im Spitzensport umzusetzen.

So traurig die Verschiebung der Olympischen Spiele in Japan also für Millionen von Sportbegeisterten in aller Welt auch sein mag, die Entscheidung war folgerichtig und am Ende dann auch endlich konsequent. Streng genommen kam sie nämlich sogar um Wochen zu spät. Denn dass sich die Situation rund um das in Asien erstmals aufgetretene Virus so entwickeln würde, das war ja eigentlich schon seit Wochen abzusehen.

Aber besser spät als nie!

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