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Das lachende Honigkuchenpferd oder Gorny macht Kasse

gorny_bollermann

Nein was war die Freude groß, als ich gerade die nun fast einen Monat alte Pressemitteilung fand, aus der hervorgeht,  das Dieter Gorny dafür gesorgt hat, dass ECCE und Labkultur weiter existieren dürfen. Förderbescheide in Höhe von 593.330  Euro bekam er aus der Hand von Arnsbergs Regierungspräsident Gerd Bollermann überreicht. Warum, wissen wir auch nicht, nur das es Bollermann offensichtlich Spaß macht, das Geld anderer Leute herzugeben und auch Schnorring-Dieter grinst auf dem Foto wie ein Honigkuchenpferd.

Anbei die wunderbare Pressemitteilung:

european centre for creative economy GmbH
Die Kulturregion stärken – auch in Europa

Weitere Impulse für die Kulturmetropole Ruhr: Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann hat am Donnerstag Förderbescheide in Höhe von insgesamt bekomm 593.330 Euro an Prof. Dieter Gorny, Geschäftsführer der european centre for creative economy GmbH (ecce), überreicht. Im Einzelnen: So erhält die ecce GmbH 275.500 Euro im Kontext der Betreuung des NRW-Förderprogramms „Kreativ.Quartiere Ruhr“. Hierzu gehören: Abstimmungsprozesse im Zuge des Förderprogramms, Beratungen und Einzelcoachings von Städten und weiteren Akteuren, zudem die Verstetigung der Eigendynamiken z.B. durch lokale „Round tables“ und regionale Netzwerke.

Mit weiteren 150.000 Euro wird das Projekt LABKULTUR.tv gefördert – mit dem Ziel, Impulse aus der Kulturmetropole Ruhr in Europa sichtbar zu machen. Das Webmagazin berichtet z.B. über Urbane Künste Ruhr, Emscherkunst, die Ruhrtriennale und das Dortmunder U.

„Wenn wir als Region auch im europäischen Kontext kulturelle Ausrufezeichen setzen wollen, ist die Vernetzung und Kooperation der relevanten Akteure unabdingbar. Die ecce GmbH hat hier in vieler Hinsicht eine Schnittstellenfunktion“, so Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann. Prof. Dieter Gorny sagte bei dem Übergabetermin am Donnerstag (16.01.) in Dortmund: „Die Metropole Ruhr ist dann auch kulturell nachhaltig stark, wenn sie vernetzt und kooperiert denkt, plant und konzipiert. Diesen Prozess gilt es auch nach der Kulturhauptstadt RUHR 2010, ganz besonders zum Wohle des Ruhrgebiets, voranzutreiben.“

RuhrBarone-Logo

21 Kommentare zu “Das lachende Honigkuchenpferd oder Gorny macht Kasse

  • #1
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  • #3
    keineEigenverantwortung

    Das ist viel Geld! Für Schulen etc. fehlt es ja immer.
    Was bekommt der Steuerzahler jetzt dafür?

  • #4
  • #5
    Walter Stach

    Warum so kritisch, so ironisch, so zynisch?

    Das Land NRW schwimmt im Geld. Es weiß gar nicht wohin damit. Die Kulturförderung durch das Land NRW ist weltweit führend; pro Einwohner……….?

    Was wäre danach also grundsätzlich kritisch zu hinterfragen?

    Was wäre konkret zu kritisieren angesichts der außerordentlich präzisen Wirkungsziele, die zu erreichen sich Gorny u.Co. gegenüber dem Land verpflichtet haben?

    PS
    „Ist’s schon Wahnsinn, hat es doch Methode“.

  • #6
    Klaus Lohmann

    @#3 | keineEigenverantwortung: Was der Steuerzahler dafür bekommt? Nichts, wie in der gesamten Amtszeit Gornys.

  • #7
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  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Thorsten: Korrigiert – ich hätte denen aber auch die doppelte Summe von Herzen gegönnt 🙂

  • #10
    Thorsten

    Labkultur. Da ist Omes est Nomen.

    …laben…
    …sich laben…
    …sich an den Honigtöpfen laben…

    Und das alles auf Tuvalu. Wunderbar.

  • #11
  • #12
    der, der auszog

    Immerhin hat er sich von dem Geld einen tollen Rasierer gekauft und wenigstens der scheint zu funktionieren.

  • #13
  • #14
    Dormunder

    Der eine Professor links im Bild erhält also vom anderen Professor rechts im Bild einen Förderbescheid. Warum der Professor links im Bild allerdings dafür zu kritisieren ist, dass der Professor rechts im Bild dem Professor links im Bild einen Förderbescheid überreicht, ist mir nicht ganz klar.

    Eigentlich wäre doch der Professor rechts im Bild zu kritisieren, nicht der Professor links im Bild, weil der Professor rechts im Bild dem Professor links im Bild meine Steuergelder in den Rachen wirft.

    By the way: Meines Wissens haben beide Professoren im Gegensatz zu mir eine Volluniversität noch nie von innen gesehen. Professor müsste man sein, dann kann man andere Leute Geld wunderbar verbrennen.

  • #15
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Dortmunder: Gorny hat Musik studiert (Klaver, Komposition) – das macht man gewöhnlich an entsprechende Hochschulen für Musik oder Kunst. Bollermanns Rolle ist schnell erklärt: Er ist der Briefträger – die Bewilligungsbescheide kommen aus Düsseldorf. Das ist sein Job – Gorny ist vor allem vorzuwerfen, dass mit dem vielen Geld das er bekam, so wenig geschehen ist – und dass das Land immer weiteres frisches Geld hinterherwirft.

  • #16
    teekay

    Den Ausdruck ‚Verstetigung der Eigendynamiken‘ merke ich mir: Ich möchte Fördergelder fuer etwas, was andere Leute woanders schon gemacht haben, weil ich zur ‚Verstetigung‘ von zivilgesellschaftlichen Engagement einen institutionellen Rahmen brauche der gerade bei lokalen ‚Kreativquartieren‘ wenig Sinn macht. Liest die Anträge denn ueberhaupt jemand, oder kriegt ecce Kohle aufgrund frueherer ‚Erfolge‘ automatisch?!

  • #17
    KClemens

    Irgendwie fehlt aber in dem tollen Konzept was.

    Kein Projekt, das sich in Europa bemerkbar machen will kommt schließlich ohne Gender- und Queeraspekte in der Kultur aus.

    Ich plädiere für #aufschrei-kulturregion.

    Das sollte den Förderern, Förderinnen und Förder* noch einen Nachschlag wert sein.

  • #18
    Arnold Voss

    ECCE bekommt weiter Geld, damit keiner das Gesicht verliert. Sonst müssten die Förderer zugeben, dass sie in das falsche Projekt investiert haben, und die Geförderten müssten zugeben, dass sie die Förderung nicht verdient haben.

    Sowas nennt man Bündnis der Versager. Die Verlierer sind die, die dieses Versagen bezahlen müssen.

  • #19
    SN

    Aber zusammengerechnet sind das doch „nur“ 425.000 €. Und der Rest der 593.330 €? Wo ist der gebleiben? Sonst hätte bestimmt das Netzwerk X auch Verwendungsmöglichkeiten!!

  • Pingback: Links anne Ruhr (12.02.2014) » Pottblog

  • #21
    Frank

    Wenn das nächste mal über den Länderfinanzausgleich diskutiert wird, kann man Gorny doch mal in den Ring schieben, oder?
    Er kann dann den Masterplan von NRW erklären. Kohlehämmer zu E-Gitarren, Waschkauen zu Studios. SUN statt Zollern..

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