#1 | Philipp sagt am 1. Oktober 2020 um 12:17 Uhr

Re: Steag streicht 1000 Stellen

Das nahende Ende der Steinkohlekraftwerke im Ruhrgebiet hat auch noch eine andere Dimension.
Die meisten Kraftwerke im Ruhrgebiet haben ihre Versorgungslogistik auf die Wasserstraße eingestellt. Über den Wesel-Datteln-Kanal, den Datteln-Hamm-Kanal und den Rhein-Herne Kanal werden Millionen Tonnen Kohle im Jahr transportiert.

Das fällt bald alles weg und deswegen spricht der Duisburger Hafenchef Staake schon von einem "zweiten Strukturwandel". Man kann das derzeit auch sehr schön sehen: Der Duisburger Hafen nimmt seine Kohleninsel aus dem Verkehr und ersetzt sie durch ein Containerterminal für den Handel mit China.

Wirtschaftlich verbindet die Städte im Ruhrgebiet dann noch weniger – Chongqing ist für Duisburg wichtiger als Bergkamen.

Während dann nächstes Jahr die Emscherrenaturierung fertig ist, verliert der Rhein-Herne Kanal wirtschaftlich an Bedeutung und auch sein Freizeitwert ist eher gering einzuschätzen.

Ergo: Der Fluss verbindet die Städte nicht mehr?