„Deutschland ist doch nach wie vor besetzt“ – der Putin spricht!

Der Kremldespot, Buddy von Stegner, Precht, Wagenknecht, Weidel und Schwesig hat soeben gesprochen. Knapp 40 min lang. Was hat er gesagt? Wie peinlich wurde es? Wir Ruhrbarone haben uns die Rede gegeben. (In einer Übertragung und Übersetzung bei Welt.

TL;NR: Der Westen ist ein neoliberaler Kolonisator. Russland ist 1000 Jahre alt. Die Ukraine ist Russland. Russophobie herrscht im Westen. Die annektierten Provinzen der Ukraine werden mit allen Mitteln verteidigt werden. Deutschland ist immer noch besetzt. Und ganz viel Mimimi.

Putins Rede war eine Abrechnung mit dem Westen, eine tiefe Wiedergabe seiner Sicht auf die Geschichte der Welt und auf diesselbige. Sein Hass auf den Westen war selten so deutlich. Letztlich auch seine Verzweiflung. Eine kurze chronologische Wiedergabe von Teilen:

Zu Beginn bezog sich Putin noch halbwegs gemäßigt darauf, dass die „Referenden“ in den ukrainischen Gebieten den Anforderungen des Völkerrechts genügten.

Es folgt viel Pathos, viel russischer Nationalismus, eine Umschreibung der Geschichte. Immer wieder geht es darum, wie es nach dem Untergang der Sowjetunion weiterging. Der Western zerteilte, zerstückelte Russland, so auch in die Gebiete Ukraine. Russland hat eine Geschichte von 1000 Jahren. Die Revolution in der Ukraine sei verdammenswert gewesen.

Ab da geht es dann los. Putin steigert sich im Laufe der Rede, spricht schneller und heftiger, Schmipfwörter fallen. Die Erregung ist im immer mehr anzumerken – oder er tut so, als hätte er Leidenschaft.

Die kriegerischen Aktivitäten gegen Russland hätten bereits 2014 begonnen. Diese seien nun einzustellen. Russland wünsche Frieden.

Die „Wahlen“ in den ukrainischen Provinzen stünden nicht zur Diskussion.
Russland werde sein Gebiet mit allen Mitteln verteidigen.
Man werde dort alles wieder aufbauen.

An die russischen Soldaten gerichtet teilt Putin Lob aus und die Aufforderung, sich klar zu machen, mit was für einem Feind man kämpfe.

Und ab da geht es dann gegen den Westen. Der seit dem Mittelalter die Wurzel allen Übels ist.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion habe man sich der Diktatur des Westens beugen sollen. Dieser Missstand werde nun abgeschafft. Russland sei in viele Staaten zerstückelt worden. Neokolonialismus präge den Westen. Der Anspruch des Westens auf die Weltherrschaft sei aber mehrfach durch Russland gebrochen worden.

NATO-Osterweiterung doof. Bedrohung Russlands. Doppelmoral des Westens.

Russland ist über 1000 Jahre alt. Es gibt keinen Grund, wieso es nach den Regeln des Westens spielen sollte.

Der Westen sei schon immer ein Kolonisator gewesen, in den USA habe man die Indianer getötet, GB habe China überfallen, und auch sonst herrsche Russophobie, eine Form von Rassismus. Und Rassismus findet Putin auch doof. Russland sei im 20. Jhdt die antikolonialistische Kraft gewesen. Der Westen beutete Russland aus – wie eine Kolonie.

Eine unipolare Weltordnung sei Heuchelei. Die USA haben 2mal Atomwaffen eingesetzt. In Korea und Vietnam haben sie chemische Kampfstoffe eingesetzt. Südkorea und Deutschland seien immer noch besetzt.

Die USA machten nun Druck auf Europa, mit Blick auf die Sanktionen gegen Russland, die Europa schadeten. Die USA wollten Europa deindustrialisieren.

Man versuche nicht nur Russland einzudämmen, sondern auch den Iran.

Mit Blick auf die Sabotage von North Stream müssen man sich fragen „Wem nützt das?“. Und es nützt nicht Russland, sondern der USA.

Der Westen führe einen Sanktions-Blitzkrieg. Da machten nur masochistische Staaten mit. Die anderen nicht. Die stehen zu Russland. Weil da ist wirklich Freiheit. Im Westen gibt es keine Freiheit.

Göbbels sagte: „Je größer die Lüge, desto eher glaubt man sie.“ Und der Westen lügt halt.

Der Westen wolle die Welt zum Kollaps bringen, genauer ihre Eliten. Der Westen richte sich gegen Werte wie Familie oder Religion – letztere könne den Menschen ja erlösen.

Im Westen wolle man nicht mehr von „Mama“ und „Papa“ sondern „Elternteil 1, Elternteil 2, Elternteil 3“ sprechen.
Kinder sollen Dinge glauben, die das Ende der Welt bedeuten, so dass es nicht nur zwei Geschlechter gibt, sondern auch Transgender.

Die westlichen Eliten handelten auch gegen die eigenen Staaten. Das sei offener Satanismus. Aber einige im Westen würden das verstehen, und sich dagegen wenden.

Russland will eine gerechte Welt. Es wird keine Welt wie vor der Spezialoperation geben.
Man sei auf einem Schlachtfeld für das eigene Volk für ein großes, historisches Russland.

Und die Provinzen gehören jetzt halt zu Russland.

 

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4 Kommentare

  1. #1 | Adrian Brandl sagt am 30. September 2022 um 18:18 Uhr

    Man muss endlich dieses menschenverachtende regime mit all seinen Mittätern in die Schranken weisen. Was lassen wir uns noch alles gefallen von dem Massenmörder Putin und seinen Schergen.
    Keine gnade gegenüber Russland.

  2. #2 | Susanne Scheidle sagt am 1. Oktober 2022 um 03:06 Uhr

    Ich frage mich seit geraumer Zeit, ob der Herr P. aus M. den Mist, den er verbreitet, eigentlich selbst glaubt, oder nur so raushaut in der Hoffnung, dass es wenigstens irgendjemand anderes glaubt.
    Aber das ist letztendlich nebensächlich.
    Viel interessanter ist die Frage, wie lange sich das seine „Buddies“ noch anhören.
    Wie man hört fallen in Russland gerade sehr viele Leute aus Fenstern oder kippen ganz überraschend über die Reling ihrer Yachten.

  3. #3 | Michael Biberger sagt am 1. Oktober 2022 um 05:13 Uhr

    Man kann fast nicht verstehen wie es Putin gelungen ist die gesamte Welt seinen Wahnsinn zu Verschleiern . Wer es jetzt nicht versteht ….
    Jetzt warten alle auf die nächste Stufe! Oder ?

  4. #4 | Putins "Gayropa" - und wie wir es stoppen. | Ruhrbarone sagt am 3. Oktober 2022 um 14:06 Uhr

    […] Putins Rede vom Freitag letzter Woche verfolgt hat, der bekam ziemlich genau vom Kreml-Despoten mitgeteilt, wie er diese Dinge sieht: Im […]

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