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Die #WM2018 bei ARD und ZDF: Jetzt aber bitte nicht ablenken, Claudia Neumann!

Claudia Neumann. Foto: Copyright: ZDF/Peter Kneffel

Die Kritik an ihr ist überaus heftig und vielfach auch schlicht völlig daneben. ZDF-Reporterin Claudia Neumann, derzeit einzige Frau am Kommentatoren-Mirkrofon im Deutschen Fernsehen während der laufenden Fußball-WM 2018 in Russland, sieht sich nach 2016, als sie im Rahmen der EM bereits ganz ähnliche Erfahrungen machen musste, zum zweiten Mal im Mittelpunkt massiver und überaus emotionaler Kritik von Millionen.

Das zerrt offenbar (verständlicher Weise) an ihren Nerven. In einem aktuellen Interview verteidigt sich die so arg Kritisierte jetzt, lenkt dabei jedoch leider wesentlich von der im Kern durchaus berechtigten Kritik ab. „Ich finde das einfach grauenvoll. Diese Art von Kommunikation und falschem Demokratieverständnis, die sich durch die sozialen Medien frisst, ist grauenvoll. Man kann den Menschen nur immer wieder zurufen: Geht länger zur Schule. Bildet euch weiter, erweitert euren Bewusstseinshorizont, dann lernt man auch andere Haltungen zu tolerieren“, so Neumann im Interview mit der ‚Zeit‘.

Neumann ergänzte ferner, es gehe bei der Kritik gar nicht um sie als Person, sondern darum, dass es sich Frauen erdreisten würden, „in exponierten Positionen im Fußball aufzutauchen“. Vielleicht würden Männer, so Neumann dort weiter, einfach eine „kleine Oase des Rückzugs“ brauchen.

Einigen Menschen jedenfalls „scheint jegliche Form des Anstands abhandengekommen zu sein“. Das betreffe nicht nur weibliche Kommentatorinnen, sondern, man höre und staune, ihrer Meinung nach ebenso homosexuelle Spieler und Fußballer mit Migrationshintergrund.

Spätestens an dieser Stelle wird es dann doch irgendwie arg schräg. Natürlich ist die Kritik vieler Zeitgenossen an ihrer Leistung geschmacklos und teilweise sogar beleidigend. Doch so weit zu gehen, das wirkt schon sehr lächerlich.

Es stimmt einen als Beobachter aus der Ferne tatsächlich traurig, dass viele Zuschauer Frauen offensichtlich grundsätzlich gerne vom Mikrofon bei Länderspiel komplett verbannt sehen möchten, schlicht weil es sich eben um eine Frau handelt.

Völlig richtig sich darüber aufzuregen. Nur ändert all dies eben rein gar nichts an der im Kern völlig berechtigten Kritik an den Leistungen von Claudia Neumann, die sich ja zu tausenden in diesem Zusammenhang eingefunden hat.

Wie selbst hier im Blog bereits mehrfach formuliert, gehört Neumann eben nicht gerade zu den aktuell Besten ihrer Zunft. Das hat tatsächlich rein gar nichts damit zu tun welchem Geschlecht sie angehört.

Wer ständig so kommentiert als ob er weite Teile des gesprochenen Textes abliest, wer sich mehrfach pro Spiel in den eigenen Worten verheddert, wer kurz gesagt den Eindruck hinterlässt, als ob er gerade irgendeine eine Provinzveranstaltung für ein paar vereinzelte Zuhörer kommentiert, der muss sich am Ende eben nicht wundern, wenn er oder eben auch sie bei einer solch vielbeachteten und hochklassigen Sport-Veranstaltung wie einer Fußball-Weltmeisterschaft mit darüber zurecht erbosten Zuschauern konfrontiert wird.

Dass ihre Stimme im Gehörgang des Zuschauers zudem nicht gerade ankommt wie Seide, schlicht nicht sehr angenehm rüberkommt, macht die Sache übrigens nicht besser. Nicht erstaunlich also, dass sich viele Zuschauer darüber ärgern.

Kritik in ganz ähnlicher Weise gibt es zudem ebenfalls gegenüber einigen derzeit eingesetzten männlichen Reporter-Kollegen. Denn die vielfach ebenso empört hervorgebrachte Kritik an Neumanns Kollegen Bela Rethy und Steffen Simon, um nur einmal kurz zwei davon zu nennen, fällt ja aktuell in den sozialen Medien auch sehr auf. Allerdings wird die Debatte in ihren Fällen halt nicht ganz so emotional geführt.

In diesem Punkt erweisen die übertriebenen ‚Hater‘ der im Kern sachlichen Kritik an Claudia Neumann natürlich einen echten Bärendienst, ermöglichen sie doch diese einfach gleich mit zu entwerten und als unmögliche Pöbeleien abzutun.

Zudem sieht das ZDF (bzw. die ARD) sich im Falle der kritisierten Männer bisher nicht gezwungen diese in aller Öffentlichkeit leicht verzweifelt zur Seite zu springen, was Neumanns derzeitige Situation in den Augen vieler halt nur noch etwas bemitleidenswerter erscheinen lässt.

Das ZDF und Claudia Neumann selber sollten durch öffentlichkeitswirksame Strafanzeigen gegen einzelne überharte Kritiken und solch doch recht merkwürdig anmutende Interviews wie jetzt in der ‚Zeit‘ veröffentlicht, die Claudia Neumann völlig ohne auf die im Kern berechtigte Kritik einzugehen, lediglich in eine reine Opferrolle zwingen, nicht von der im Kern völlig berechtigten Kritik an ihrer Arbeit abzulenken versuchen. Denn das wird der Sache am Ende so halt schlicht überhaupt nicht gerecht!

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18 Kommentare zu “Die #WM2018 bei ARD und ZDF: Jetzt aber bitte nicht ablenken, Claudia Neumann!

  • #1
    Bochumer

    Es sollte die Möglichkeit geben, die Spiele nur mit Stadionton zu sehen. Das Gequatsche braucht kein Fan. Leute, die nur ab und an schauen, brauchen natürlich Erklärungen.
    Die Kritik an Moderatoren nimmt allerdings durch die Bank hektische Züge an. Die Leute spinnen und hyperventilieren – mittlerweile bei jeder Kleinigkeiten. Die wollen doch alle mal wieder einen Krieg.

  • #2
    Helmut Junge

    Unabhängig von ihrem journalistischen Können, was ich ihr überhaupt nicht absprechen kann, weil sie mehr über Fußball weiß als ich, denke ich, daß Männerfußball für viele Männer eine Sache sein könnte, die mit "Krieg" oder als Ersatz dafür zu tun hat. Ich kenne diese Gefühle mangels Emotionalität an mir selber nicht. Aber ich habe seit meiner Kindheit immer wieder Männer erlebt, die derart außer sich waren, daß ich das vermuten darf. Martialische Schreie aus tausenden Kehlen spielen ein große Rolle. So ein geschrienes AAAAAAHHHrrrch! klingt eben bei Männern nach Krieg und Vergeltung.
    Da sind sogar Grunzlaute zwischen. Der Kommentator muß, wenn er unterhaltend sein will mit seiner Sprache genau das provozieren. Wenn er das kann, dann ist er gut. Das Ganze gleicht einer Show für manche männliche Seele.
    Wie könnte eine Frau diese Seelenshow aufheizen? Grunzen verbietet sich von allein, überhaupt könnte eine Frau, wenn sie da mitmischen will, auf keinen Fall die in der Geschichte dieser Sportart üblichen Brunstschreie anwenden. Das würde ihr niemand abnehmen. Aber auch Frauen könnten den Rasenkrieg emotional sprachlich ihrem männlichen Publikum übermitteln. Es wird in Zukunft auch Frauen geben, die das schaffen. Claudia Neumann berichtet, als wäre es ein Spiel, in dem Männer einfach nur schwitzen. Doch das ist es nicht. Das bemerke selbst ich, obwohl ich noch nie, wirklich noch nie bei einem Fußballspiel aufgeheizt war. Also liebe Frauen, findet die zu euch passende Kriegssprache, dann könnt ihr auch diesen Job machen. Wenn euch das nicht gelingt, aber nach Quotenrecht den Job machen wollt, kriegt ihr bei den privaten Sendern keinen Job. Die wollen verkaufen.

  • #3
    ke

    Es wird eine Veranstaltung als Premium verkauft, der Zuschauer zahlt über die Gebühren sehr viel dafür, dann erwartet er auch Premium Leistung bei den "Monopolisten".

    Wenn Kritik strafrechtlich relevant ist, sollte dies auch angezeigt werden. Sonst müssen Menschen, die ihren Job in der Öffentlichkeit zu guten Gehältern suchen auch damit rechnen, dass das Publikum reagiert. Wenn der Hobbyfußballer im Dorf schlecht spielt, bekommt er dies auch mit.

    "if you can’t stand the heat, get out of the kitchen"

    Das Interview ist natürlich unterirdisch.

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @ke: Ich hatte es schon vor ein paar Wochen mal in die Runde geworfen: Alle Kommentatoren mit überdurchschnittlicher Begabung dürften inzwischen wohl zu den Sendern abgewandert sein, die auch regelmässig Live-Fußball im Programm haben, wo sie dementsprechend häufiger als nur ein paar Mal im Jahr zum Einsatz kommen können. Wer es nicht dorthin geschafft hat, der ist auf den Job bei ARD und ZDF in dem Bereich sicherlich stolz, wie offenbar auch Claudia Neumann, die sich in dem Zeit-Intervie aufs ‚hohe Ross‘ setzt und den Kritikern mehr Bildung empfiehlt. Immer wenn ein Großereignis (wie diese WM) mehr oder weniger exklusiv zu ARD und ZDF kommt, dann sind die Fußballstammzuschauer über die dortigen Reporterleistungen entsetzt. War ja auch bei den vergangenen Turnieren schon so. ARD und ZDF haben eben keine wirklich guten Fußballreporter mehr, da die alle längst von Sky/Eurosport/Dazn abgeworben wurden, da nur dort die attraktiven Livespiele über das gesamte Jahr hinweg im Programm sind.

  • #5
    maTTes

    Das Gute ist, dass ich von den Anfeindungen gar nichts mitbekommen habe, erst nachdem es Kritik über die Kritik an Fr. Neumann gab.
    Ich kann allerdings die Kritik nicht verstehen, da meiner Meinung nach sie ihren Job gut gemacht hat und auch eine angenehme Stimme hat. Da gibt es bei der Bundesliga im WDR2 aber andere Kaliber …

  • #6
    Klaus Lohmann

    @maTTes: Wer Ernst Huberty mag, wird Claudia Neumann lieben. Das war es aber auch schon mit dem "Kaliber" einer Sportreporterin, die nachweislich besser bei Leichtathletik, Dressurreiten oder Kanu aufgehoben ist.

  • #7
  • #8
    Peter Mohr

    Wie kann man sich bloss so ereifern, bin jetzt 55 und die Debatte über gute/schlechte Fußballkommentatoren gibt es schon immer, hat mich aber nie interessiert, weil mich das Spiel interessiert, so bekomme ich auch bei eingeschalteten Ton so gut wie nichts vom Kommentar mit. Also Ball flach halten, gelassen bleiben und sich über wirkliche Probleme/Fragen auseinander setzen.

  • #9
    Walter Stach

    Peter Mohr -8-
    Die "Causa Neumann" ist nicht Anderes als ein Beispiel unter Tausenden, unter Millionen, das deutlich macht, wie heutzutage "dank" der sozialen Medien, die ich mittlerweile die a-sozialen en nenne, primitiv, pöbelhaft , wider simple Anstandsregeln, ja letztendlich menschenunwürdig gegen eine Person gehetzt werden kann, weil man z.B. im Falle Neumann die Art der Ausübung ihres Jobs, warum auch immer, für kritikbedürftig hält.

    Ich finde das, u.a. im Falle Neumann, unerträglich und bezeichnet für die Unkultur, die mehr und mehr in zivilisierten Gesellschaften um sich greift.

    PS
    1.
    Dass Frau Neumann so wie einige (!!) ihrer männlichen Kollegen für mich persönlich wegen der "Art und Weise" ihrer Kommentierung als Fehlbesetzungen gelten, "steht auf einem anderen Blatt" als dem, das jetzt landesweit "voll geschmiert" wurde und anscheinend weiterhin "voll geschmiert" wird.

    2.
    Helmut-2-,
    zu vermuten, daß diese bösartige, primitive Hetze gegen Frau Neumann sich bei Einigen aus ihrer prinzipiellen Ablehnung " von "Frauen im Fußball" -als Kommentatorinnen, als Schiedsrichterinnen, als Trainerinnen- resultiert, erscheint mir zumindest nicht abwegig.

  • #10
    Walter Stach

    Oliver Schmidt…
    Ich habe so eben ein tolles WM-Spiel gesehen -Frankreich/Uruguay.
    Ich habe die Tore der französischen Auswahl lauthals (!!) bejubelt.
    Und ich habe das Alles genossen belgeitet von einer fachkompetente, wohltuend zurückhaltende Kommentierung durch Oliver Schmidt.

    Und nun…
    Kurz vor Spielbeginn Brasilien-Belgien bin ich voller Vorfreude auf ein ähnlich tolles Spiel wie das vorangegangene.

    Aber….
    Bela Rethy kommentiert und da werde ich wie immer Einiges ertragen/erdulden müssen.

    So ist das nun ‚mal mit "unseren Kommentatoren/Kommentatorinnen" .
    "Ett gibt nun ‚mal sonne und sonne", wie man im Revier zu sagen pflegt.

  • #11
  • #12
    Klaus Lohmann

    Und ich sehe grad das fantastische "falsche" Endspiel mit gigantischen Belgiern;-))

  • #13
    Robert Müser

    Oja,
    wirklich ein schönes Spiel – nur der Ton stört ein wenig …

  • #14
    ke

    Es ist wie eigentlich immer. Interessant wird es, wenn Europa mit ARG und BRA um die WM spielt. Den ganzen anderen Quatsch mit noch mehr Teams aus "aufstrebenden" Fußballnationen kann man sich sparen. Das bringt seit Jahren nichts und will keiner sehen.
    Afrika wird seit Jahren gehypt und schafft es nicht, das Potenzial der Spieler im Land zu halten bzw. konkurrenzfähig zu werden.

    Bei der aktuellen WM habe ich bisher ca. 130 Minuten Fußball geschaut. Davon 90 +x Minuten vom Drama gegen Südkorea. Mal sehen, ob das so bleibt. Langsam kommen ja interessante Paarungen.

  • #15
    Helmut Junge

    Wußtet ihr, daß Karl der Große eigentlich Belgier war? Er wurde in Liege (Lüttich) geboren.
    Ein kleines Land eben.
    Ich glaube mittlerweile, daß dieses kleine Land Fußballgeschichte schreiben könnte. ——da schließe ich mich Walter an.

  • #16
    Walter Stach

    ke
    Dann haben Sie -leider- die längste Zeit für den größten Mist der WM verschwendet.
    Es hat mittlerweile zahlreiche hervorragende Spiele gegeben, davon heute zwei. U.a. die beiden heutigen Spiele, aber eben nicht nur die, haben "über"-deutlich das derzeitige Leistungsvermögen der DFB-Auswahl deutlich gemacht -und das hat etwas mit der begrenzten fußballerischen Qualität der einzelnen Spieler der DFB-Auwahl, mit ihrer gänzlich unbefriedigenden Einsatz-/Kampfbereitschaft zu tun, mit mangelnder mannschaftlicher Geschlossenheit und mit einer mir in allen drei Spielen der DFB-Auswahl seltsam erscheinenden Taktik des Bundestrainers zu tun bzw. mit einem Mangel seinerseits, während eines Spieles taktisch zu variieren.

    Aber, ich habe keinen Anlass zu meckern:
    Die WM hat mir schon mehr hochklassige, dramatische Fußballspiele geboten als anzunehmen war.
    So kann es weiter gehen -ohne "unsere" Gurkentruppe.

    Im übrigen habe ich mich besonders über den Erfolg der französischen Mannschaft gefreut, die nicht nur erfolgreichen Fußball spielt, sondern auch spielerisch zu überzeugen weiß.

    Und Belgien…
    für mich neben Kroatien von Anfang an zumindest ein Kandidat für das Viertelfinale; und nun…..?
    Jetzt ist sogar ein Endspiel Belgien-Kroatien denkbar.

    "Meine" Mannschaft bleibt die französische, die aber keineswegs Favorit gegen Belgien ist.

    Helmut,
    ich habe alle Spiele der Franzosen und die der Brasilianer gesehen. Danach schienen mir die Franzosen als Mannschaft leistungsstärker als die Brasilianer. Insofern hat mich der heutige Sieg der Franzosen gegen die Brasilianer nicht überrascht. Zugegeben: Es hätte auch anders ausgehen können.
    Frankreich – Weltmeister?
    Ich würde mich freuen.
    Bis dahin sind aber noch zwei Siege notwendig. Und gegen Belgien….???

    PS
    -13-
    Robert Müser
    ja, ja…..
    Aber das tolle Spiel ließ mich auch einen Bela Rethy ertragen.
    Diesem sog. Fußballexperten war es beispielsweise während der gesamten 95 Minuten keiner Erwähnung wert, daß der belgische Trainer mit einem taktischen Schachzug überrascht hat, indem er a.) Lukaku meistens auf der rechten Außenbahn und de Bryne in der Sturmmitte spielen ließ und b.) alle drei Stürmer regelmäßig die Positionen tauschen ließ.
    Bela Rethy hat dazu mit Blick auf die vor Spielbeginn gezeigte taktische Aufstellung lediglich angemerkt: " De Bryne spielt heute auf der rechten Außenbahn, nicht im Mittelfeld".
    Nach 5 Minuten war für jedermann erkennbar, daß De Bryne sich in der Sturmmitte und Lukaku auf der rechten Außenbahn positionierten.
    Statt das zu registrieren und zu kommentieren -während des gesamten Spieles- hat Bela Rethy wieder viel zu erzählen gehabt, was bezogen auf das Spielgeschehen völlig uninteressant war -vermutlich, weil das so von ihm zu Erzählende auf seinem Notizzettel vermerkt und er damit Fußballwissen demonstrieren konnte.

    "Ett iss wie ett iss" -und das ist allemal relativ belanglos!
    Und das gilt meinerseits auch für Frau Neumann.

  • #17
    Marc Bertram

    Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass die auffällige Scharlatanerie gewisser Fußballkommentatoren bei den Verantwortlichen des ZDF völlig unbemerkt bleibt. Ich würde es nicht ausschließen, dass die Situation intern ganz anders beurteilt wird. In der Außendarstellung gibt es bei den öffentlich-rechtlichen Sendern wahrscheinlich eine offizielle Sprachregelung, die eine Kritik an Frau Neumann und Herrn Rethy verbietet und deren Verletzung negative Konsequenzen für die betroffenen Mitarbeiter hätte. Die restliche Medienlandschaft schließt sich dieser Sprachregelung bis auf wenige löbliche Ausnahmen an. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Art Korpsgeist unter den Journalisten. Die Frage ist, ob sich diese Vorgehensweise mit den Prinzipen von Meinungsfreiheit und Medienpluralismus vereinbaren lässt.

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