Documenta-Skandal: Hat Roth nichts verstanden oder will sie nicht verstehen?

Claudia Roth Kulturstaatsministerin 2022 by Stephan Röhl (c) Heinrich-Böll-Stiftung cc 2.0

Sie ist der Emo-Booster der Ampel-Koalition: Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). Die dauerbetroffene Empathieschleuder ist seit Amtsantritt überall präsent, aber für nichts verantwortlich. Das gilt vor allem für die Documenta, deren aktuelle Auflage zu Antisemiten-Show geriet. Dem Stern sagte Roth nun:  „Mir ist bewusst, dass es nicht reicht, wenn ich sage: Ich konnte nicht mehr tun. Auch wenn es objektiv stimmt.“. Was natürlich nicht stimmt: Roth hält sich im Amt nicht an den BDS-Beschluss des Bundestages aus dem Jahr 2019, nachdem antisemitische BDS-Anhänger keine Steuergelder mehr bekommen sollten. Roth stimmte damals dagegen und hat ihre Linie seitdem auch nicht geändert. Sie ist auf einer Linie mit den vielen vom Staat durchgefütterten Kulturmanagern, die sich ebenfalls, vereint als Inititiative GG 5.3 Weltoffenheit, gegen den Willen des Parlaments stellten.

Dem Stern sagte Roth, sie sei gegen den BDS  aber auch gegen einen „umgekehrten Kulturboykott“, der sich gegen all jene richte, die einmal Sympathien für die gegen Israel gerichteten Bewegung BDS gezeigt hätten. Dabei hat die Documenta genau eines gezeigt: Wer sich BDS Anhänger ins Haus holt, und bei der Kasseler-Kunstshow sind die auf allen Ebenen zahlreich vertreten, holt sich Antisemitismus ins Haus. Hat Roth das nicht verstanden? Nein, sie will es nicht verstehen: Sie entstammt einem politischen Milieu, in dem in dem die Ablehnung der USA und Israels zum guten Ton gehört und liegt damit auf einer Linie mit den staatlich finanzierte Kulturfunktionären. Roth wird sich des Themas BDS nicht annehmen, das hat sie ebenfalls im Stern auf ihre heuchlerische Art klar gemacht: „Wenn ich von einem nachweisbaren Fall Kenntnis bekomme, werde ich sofort eingreifen“, sagte sie zum Boykott jüdischer und israelischer Künstler in Deutschland. Nur nachweisbar ist der nie: Er ist nicht offen. Veranstalter laden Juden einfach nicht mehr ein, weil sie sich nicht mit BDS-Anhängern anlegen wollen. Jüdische Künstler berichten davon, seit Jahren immer häufiger  einfach nicht mehr gebucht zu werden. Roth weiß das, es ist ihr offenbar egal. Und den Ampel-Koalitionären aus SPD, Grünen und FDP offensichtlich auch.

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4 Kommentare

  1. #1 | Berthold Grabe sagt am 10. August 2022 um 12:08 Uhr

    Diese Frau kann nichts verstehen, sie ist der Prototyp derer, die wunsch- und überzeugungsgetrieben nicht in der Lage ist, die eigenen Position zu hinterfragen.
    Sie ist parteiisch unparteiisch, weil sie und Andere ihr Gedankengut für Allgemeinverbindlich halten, was es aber nicht ist.
    Deshalb ist sie und Leute wie sie völlig ungeeignet für eine eine Führungsposition, egal welcher.
    Auch wenn sie es menschlich gut meint.
    Aber gut gemeint war schon immer das Gegenteil von gut.
    Auch wenn es unverdient erscheint, so sind Menschen wie Frau Roth doch immer die größte Bedrohung für eine Gesellschaft.

  2. #2 | Karl Tuwat sagt am 10. August 2022 um 12:16 Uhr

    Sie kann nicht. Es gibt Beschränkungen, die mit dem Tellerrand zu tun haben, also mit beschränktem Horizont.

  3. #3 | Taner Aydın sagt am 10. August 2022 um 14:59 Uhr

    Nun ja, viele Grüne kommen aus einer antisemitischen bzw. den Antisemitismus verharmlosenden Tradition, gerne getarnt als Israel-Kritik. Man schaue sich nur die Haltung zum Iran an. Die können halt nicht aus ihrer Haut.

    Taner Aydın

  4. #4 | Burak Yilmaz in Duisburg-Wanheimerort: Ehrensache – Kämpfen gegen Judenhass | Ruhrbarone sagt am 22. August 2022 um 15:18 Uhr

    […] das Festhalten am unappetitlichen und vom deutschen Steuerzahler finanzierten BDS-Happening „Documenta 15“ […]

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