Dortmund: Grundgesetz gegen Salafisten

Thorsten Hoffmann Foto: CDU Bundestagsfraktion
Thorsten Hoffmann Foto: CDU Bundestagsfraktion

Am kommenden Samstag, den 18. Juli 2015, wird der Bundestagsabgeordnete Thorsten Hoffmann ab 11 Uhr wieder Grundgesetze am Dortmunder Hauptbahnhof verteilen. Für den gleichen Tag haben Salafisten im Internet eine Koranverteilung am Bahnhof angekündigt.

Bereits zum dritten Mal möchte Hoffmann auf diese Weise ein Zeichen für Toleranz und gegen Extremismus setzen. „Intoleranz, Frauenfeindlichkeit und Gewalt gegen Andersgläubige sind mit unseren Werten nicht vereinbar“, so Hoffmann. „Das Grundgesetz ist ein starkes Bollwerk gegen jede Form von Extremismus.“

Wichtig ist ihm, dass sich die Aktion in keiner Weise gegen den Islam richtet. „Die Religionsfreiheit ist durch unser Grundgesetz geschützt, nicht aber ihr Missbrauch“, kommentiert Hoffmann. Jeder Demokrat der bei der Verteilung der Grundgesetze helfen möchte, ist am Samstag herzlich willkommen

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6 Kommentare

  1. #1 | Sigrid Herrmann-Marschall sagt am 15. Juli 2015 um 06:23 Uhr

    Nett. Mehr aber auch nicht.
    Wer ist die Zielgruppe der Verteilung?
    Mit den Islamisten hat das wenig zu tun. Das schafft auch wenig Bewußtsein für die Problemlage. Der Normalbürger bringt das nicht in Verbindung auch wenn der Name über der Aktion schwebt. Warum das in diesem Zusammenhang genannt oder gebracht wird, ist kaum erkennbar für den Passanten. Das richtet sich an die Mehrheitsgesellschaft. Da das eine Aktion gegen LIESseion soll, müsste man das GG im direkten UMFELD verteilen. Wird aber kaum stattfinden, wenn die LIES-Aktivisten anrücken, werden Hoffmann und Tross längst weg sein. Das hätte als Symbolpolitik eine gewisse Berechtigung, wenn das die muslimischen Vereine Dortmunds machten. Aber Hoffmann?

    Das ist so Marke "kann keiner sagen, dass ich NIX gemacht" habe.

  2. #2 | keineEigenverantwortung sagt am 15. Juli 2015 um 07:02 Uhr

    @1: Das GG ist für die meisten Bürger sehr abstrakt. Es hat bisher kaum eine Rolle gespielt, weil diese Grundrechte vorhanden waren. Ferner wurden die Grundrechte gefühlt ständig verbessert. Selbst der Tierschutz ist als Staatsziel ist im Gesetz.

    Ich bin der Meinung, dass ein solche Info-Stand auffällt, weil es so etwas bisher nicht gab. Zum Nachdenken/Nachfragen wird er wohl nur wenige Menschen anregen. Aber das gilt für viele Stände/Demos.

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 15. Juli 2015 um 07:06 Uhr

    Es ist eine Demonstration und als solches hat sie die Aufgabe, die Öffentlichkeit auf ein Thema aufmerksam zu machen. Das versucht Hoffmann und er ist damit leider alleine. Ich finde gut, das er was macht.

  4. #4 | Sigrid Herrmann-Marschall sagt am 16. Juli 2015 um 06:22 Uhr

    Ja, es ist gut, DASS er was macht. Und es ist zu wünschen, dass sich da viele in den vielen anderen betroffenen Kommunen anschlössen. Alleine die LIES!-GmbH gibt für letztes Wochenende an:

    "Liebe Geschwister
    Inscha Allah morgen, Samstag den 11.07.2015, hat das Lies! Projekt ca. 122 Infostände und Lies! Street Dawa in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Bosnien, Kroatien, Kosovo, Türkei, Spanien, Schweden, England und Italien.
    Hier sind die Adressen der wichtigsten Lies!"

    Infostände unter: http://www.infostaende.info

    In vielen deutschen Kommunen wird also fleißig auf der Strasse missioniert. Die örtlichen politisch Aktiven ducken sich weg. Nicht mal die viel strapazierte Zivilcourage ist zu beobachten. In dem Spannungsfeld zwischen persönlicher Feigheit und öffentlicher Parkettunsicherheit bei dem Thema bleiben die allermeisten auf der Strecke. Bei dem Gedanken, dass es einmal eine ernsthafte Krise in D geben könnte, und genau diese Personen dann echte, ernsthafte und schwerwiegende Entscheidungen treffen müssten und nicht nur Tischvorlagen hin und her schieben und am kalten Büffet eine gute Figur abgeben, wird mir gar nicht mehr besser.

  5. #5 | Helmut Junge sagt am 16. Juli 2015 um 09:07 Uhr

    Ich finde die Aktion von Thorsten Hoffmann auf jeden Fall gut und nachamenswert.
    Ebenso ist die Kritik an Politikern wichtig, die Ihrer Verantwortung nur halbherzig nachkommen.
    Die müssen sich dann eben der öffentlich Kritik an ihrer Aufgabenerfüllung stellen.
    Sigrid Herrmann-Marschall schreibt zurecht:
    "Bei dem Gedanken, dass es einmal eine ernsthafte Krise in D geben könnte, und genau diese Personen dann echte, ernsthafte und schwerwiegende Entscheidungen treffen müssten und nicht nur Tischvorlagen hin und her schieben und am kalten Büffet eine gute Figur abgeben, wird mir gar nicht mehr besser."
    Das geht mit diesen Politikern ähnlich, nur frage ich mich, warum die so sind. "Persönliche Feigheit"? Dagegen läßt sich kaum was machen. Aber wenn wir "öffentliche Parkettunsicherheit" vermuten, dann sollten wir uns dringend die Frage stellen, woher das kommt. Denn das kann ja nur heißen, daß diese Politiker Angst vor bestimmten Wählergruppen haben, die ihnen die Stimmen verweigern, falls sie ihr Amt wirklich ausüben. Das sollten wir herausfinden, um welche Leute es sich dabei handeln könnte, und welche größeren meinungsrelevanten Organisationen dahinterstecken. Die Frage lautet also: "Wer hindert durch welche Meinungsmache feige Politiker daran, ihre Aufgabe mit dem erforderlichen Einsatz zu machen?
    Wir sollten vielleicht diese Politiker selbst fragen, welche Rücksichten sie glauben nehmen zu müssen.
    Vielleicht gibt es dann ja eine Antwort. Denn reden tun die meist gerne.

  6. #6 | Achim sagt am 16. Juli 2015 um 17:04 Uhr

    Grundgesetz und Scharia sind miteinander nicht vereinbar. Damit ist die Verteilung von Grundgesetzen eine mögliche Protestform gegen die Koranverteilung durch die Salafisten.

    Achim

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