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Dortmund: “Wir wollen Xavier Naidoo nicht in unserer Stadt”

Xavier Naidoo bei der Goldenen Kamera 2012 (Ausschnitt) Foto: © JCS Lizenz: CC BY 3.0


Ullrich Sierau (SPD), der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, will nicht, dass der Verschwörungsbarde Xavier Naidoo im Westfalenpark auftritt.

Naidoo habe, so die Stadt in einer Pressemitteilung, in der jüngeren Vergangenheit wiederholt öffentliche Äußerungen mit rassistischer und antidemokratischer Tendenz getätigt. Er äußere Verschwörungstheorien mit “teils antisemitischen Bezügen und pflegt in den sozialen Medien Kontakte zur Identitären-Bewegung.”

“Wir wollen Xavier Naidoo nicht in unserer Stadt und auch nicht jene Anhänger seiner Musik, die seine Positionen teilen”, so Oberbürgermeister Ullrich Sierau. “Wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Xavier Naidoo und seine Äußerungen passen nicht hierher.”

Die Stadt Dortmund prüft nun in Gesprächen gemeinsam mit dem externen Veranstalter, der die Fläche im Westfalenpark gemietet und die Künstler engagiert hat, wie sich eine Absage am besten regeln lässt. Die Stadt Dortmund setzt darauf, dass der Vertragspartner ihre Auffassung teilt und eventuell einen Ersatz für den Termin am 5. September anbietet – in der Corona-Situation immer vorbehaltlich des Gesundheitsschutzes und der dann gültigen Auflagen für derartige Veranstaltungen.

 

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4 Kommentare zu “Dortmund: “Wir wollen Xavier Naidoo nicht in unserer Stadt”

  • #1
    K. Erstner

    Genau richtig so!
    Tatsächlich hätte ich das vom Sierau sonst so gar nicht erwartet.!
    Übrigens scheinbar auch direkt musikalisch verarbeitet worden: https://www.youtube.com/watch?v=sn7ngLVR2vk

  • #2
    M.Schulze

    Die Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden!
    Vielfalt, Toleranz und Demokratie schütz man nicht durch Verbote und Zensur von Kulturveranstaltungen. Wer das behauptet ist ein Scharlatan.
    Ich persönlich kenne die Songs und Inhalte von Xavier Naidoo nicht, das ist aber auch nicht nötig um diese Meinung zu haben!
    Ausgerechnet in Corona Zeiten, in der viele Bürgerrechte eh schon zum Fenster rausgeschmissen werden, will also unser erster Bürger durch Verbot bestimmen, was gehört werden darf und was nicht…besten Dank, als wenn man das nicht selbst entscheiden könnte!
    Im Übrigen: Für Künstler und Veranstalter die Straftatbestände erfüllen, gibt es andere Organe und Behörden als anmaßende Bürgermeister.
    Mit besten Grüßen
    Matthias Schulze

  • Pingback: COVID-19: Desinformation, Propaganda und Hetze während der Corona-Pandemie – Teil 5 | Ruhrbarone

  • #4
    K.Mira

    @M.Schulze
    Man muss Vielfalt, Toleranz und Demokratie auch verteidigen. Nämlich gegen jene, die diese Grundordnung gefährden. Unter den Worten Vielfalt, Toleranz und Demokratie können sich nämlich im Grunde alle Menschen dieser Welt wiederfinden, wenn sie diese Werte auch respektieren und ebenso wahren wollen.
    Wenn das jemand anders sieht, passt er schlicht nicht dazu.

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