Duisburg: Unterschriften gegen Sauerland

Adolf Sauerland

Auch fast ein Jahr nach der Loveparade-Katastrophe ist Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland noch im Amt.

Und das ist ein Jahr zu viel – denn wer hätte schon gedacht, dass es Sauerland gelingen würde, sich so lange seiner Verantwortung zu entziehen? Doch das wollen Duisburger Bürger jetzt ändern. Die Initiative „Neuanfang für Duisburg“ hat damit begonnen, Unterschriften für ein Abwahlverfahren zu sammeln. 52.000 werden benötigt. Dann werden die Duisburger zu Sauerland-Abwahl aufgerufen. wenn 92.000 gegen ihn stimmen, ist der Mann Geschichte. Unterschreiben dürfen alle Duisburger Bürger ab 16 Jahren. Und  hier kann man sich die Unterschriftenliste, Flyer, Poster etc. runterladen.

Dir gefällt vielleicht auch:

3 Kommentare

  1. #1 | der, der auszog sagt am 21. Juni 2011 um 18:13 Uhr

    Kein Zweifel, Sauerland gehört weg und spätestens mit der nächsten Kommunalwahl in Duisburg wird auch die CDU in NRW begreifen, dass es ein Fehler war, ihn nach der Loveparade zu stützen. Trotzdem halte ich es für bedenklich, in Form eines Abwahlverfahrens die Verantwortung der Tragödie auf eine einzige Person zu konzentrieren. Katastrophen dieses Ausmasses sind in der Regel Folge einer Kette von Fehlern und weniger das Ergebnis eines einzelnen. Oder anders ausgedrückt befürchte ich, dass die Verantwortung, die der Veranstalter, die Medien und vor allem die Polizei in diesem Drama spielt, gar nicht entsprechend gewürdigt wird. Es ist zumindest auffallend, dass sich der Initiator des „Lex Sauerlandis“, Ralf Jäger, als Chef der NRW Polizei ausgerechnet dann auffallend häufig vor seine Jungs stellt, wenn in den Medien deren Versagen im Rahmen der LP thematisiert wird; gleichzeitig ist Jäger auch noch Vorsitzender der Duisburger SPD, der es im Gegensatz zu den anderen Ruhrgebietsgroßstädten, in denen zwischenzeitlich die CDU den OB stellte, nicht gelungen ist, eine Wiederwahl 2009 zu verhindern. Und wenn ich mir den Spendensumpf gerade der Dusiburger SPD anschaue, mit Ämterkauf und GFB Schmierereien, dann wünschte ich mir neben dem Lex Sauerlandis auch ein Gesetz, das mir ermöglicht beispielsweise meinen derzeitigen Innenminister abzuwählen. Denn dem traue ich genauso wenig wie einem Adolf Sauerland. Aber das ist eine andere Geschichte.

  2. #2 | Mimi Müller sagt am 21. Juni 2011 um 22:33 Uhr

    Wie oft noch ?
    Wie oft muss man noch erklären, was politische Verantwortung bedeutet? Selbst der Bundespräsident hat es Ihnen doch schon erklärt, muß erst der Papst kommen und es in Latein versuchen?

    Und wie oft noch muss man sich die immer gleichen außerordentlich einfältigen „Entlastungsversuche“ durchlesen, die einzig aus den in lapidarer Eintönigkeit wiederholten Hinweisen darauf bestehen, was wer wo wann ja auch schon gemacht hat?
    Halten Sie das für eine ernsthafte Argumentation, was Sie da betreiben?
    Ich kenne es nur aus dem Kindergarten, daß zur Rechtfertigung der eigenen Fehler auf den Nächsten gezeigt wird. Und selbst da kommt man damit nicht durch.

    Und: kann der Kreisverband nicht denn CDU-Ortsvereinen mal ein paar neue Textbausteine zur Verfügung stellen?

    Diese gebetsmühlenartige Litanei ist ermüdend und, was viel schwerer wiegt, wenn es schon an Inhalt fehlt: sie ist kein bißchen unterhaltsam.

  3. #3 | Abwahlverfahren gegen Duisburgs OB Sauerland erfolgreich gestartet | Ruhrbarone sagt am 29. Juni 2011 um 22:39 Uhr

    […] der Kampf um das Stahlwerk in Duisburg-Rheinhausen nächstes Jahr 25 Jahre zurück liegt!“ Das Abwahlverfahren gegen Duisburgs OB Sauerland ist wirklich grandios gestartet. Gut 10.000 Unterschriften in gerade […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Werbung