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Eishockey: Die Titelträger der letzten vier Jahre ermitteln den NHL-Champion 2013 unter sich

Kann Patrick Kane mit seinen Chicago Blackhawks nach 2010 den nächsten Titel in der NHL erringen? Foto: Robin Patzwaldt

Kann Patrick Kane mit den Chicago Blackhawks 2013 den Titel erringen? Foto: Robin Patzwaldt

Häufig genug gab es in der nordamerikanischen NHL (National Hockey League) in den letzten Jahren Überraschungssieger. Teams aus der unteren Setzliste konnten die Vorrunde vergessen machen und sich Lord Stanley’s Cup sichern. Dieses Jahr wird das nicht der Fall sein. Seit heute Nacht steht fest: Die Titelträger der letzten vier Jahre machen den neuen Champion unter sich aus. Es kommt zum Treffen der ‚Giganten‘ in der National Hockey League.

Spannend und ausgeglichen waren die Serien zuletzt. Sowohl Chicago als auch Los Angeles benötigten die volle Anzahl von Spielen, nämlich sieben, um ihre Gegner mit jeweils 4:3 aus dem Wettbewerb zu befördern. Hierdurch hatten die San Jose Sharks und auch die altehrwürdigen Detroit Red Wings knapp das Nachsehen. Zuvor hatten bereits die New York Rangers (2:4 gegen Boston) und die Ottawa Senators (1:4 gegen Pittsburgh) den Kampf um den großen Silberling für dies Jahr aufgeben müssen.

Im Folge ihres Ausscheidens trennten sich die New York Rangers von ihrem Coach John Tortorella, der es zwar in den letzten Jahren regelmäßig schaffte die ‚Blueshirts‘ in die KO-Runde zu bringen, dort aber immer frühzeitig mit seinen Jungs ausschied. Wer sein Nachfolger werden wird, das ist derzeit noch offen.

Patrick Roy wird es jedenfalls nicht sein. Der legendäre Ex-Torhüter, der seine Karriere 2003 beendet hatte, wird nun neuer Trainer der Colorado Avalanche, bei denen er zuletzt auch spielte, und wo er quasi Kultstatus besitzt. Ob es ihm nun gelingen wird den Titelträger aus 1996 und 2001 wieder flott zu machen, das wird die neue Saison (ab Oktober) zeigen.

Bleiben wir aber noch einmal bei den nun folgenden Conference-Finales 2013. Hier kommt es nun konkret zu folgenden Begegnungen in den nächsten ca. 2 Wochen:

Eastern Conference Finale

(1) Pittsburgh Penguins vs. (4) Boston Bruins

Western Conference Finale

(1) Chicago Blackhawks vs. (5) Los Angeles Kings

(In Klammern die jeweilige Platzierung in der Conference nach der Punkterunde)

Betrachtet man es logisch, dann dürfte das auf eine Stanley-Cup-Finale Pittsburgh gegen Chicago hinauslaufen. Beide Teams waren in der Vorrunde überragend. Doch die Außenseiter aus Boston und Los Angeles (aktueller Titelträger) werden jeweils ein hochkarätiger Gegner für die Setzlistenfavoriten sein.

Kurios ist zudem, dass es sich hierbei um die letzten vier Titelträger der NHL handelt. Los Angeles gewann 2012, Boston 2011, Chicago 2010 und Pittsburgh 2009. Das hat es in dieser Form in der NHL seit über 50 Jahren schon nicht mehr gegeben.

Wer sich am Ende auch durchsetzen mag, es wird also kein wirklicher Überraschungssieger sein.

Die zuletzt vielleicht am deutlichsten verstärkte Mannschaft kommt aus der Stahlstadt Pittsburgh. Das Team der Pinguine wurde im Frühjahr noch auf etlichen Positionen gezielt verstärkt, so hat sich u.a. auch der langjährige Kapitän der Clagary Flames, Jarome Iginla, nun das Dress der Schwarzgoldenen übergezogenen.

Die Chicago Blackhawks überzeugen als seit Jahren gewachsene uns relativ stabil spielende Truppe. Seit dem Neuaufbau der Mannschaft, der im Jahre 2008 so richtig begann, blieb der Kern des Kaders zusammen. Man kennt sich also gut, harmoniert prima.

Die Los Angeles Kings sind noch immer eine positive Überraschung. Als Achtplatzierter der Vorrunde gewannen sie im Vorjahr den Titel, sind seither auch quasi unverändert geblieben, zeichnen sich durch ihre Leidenschaft und die Jugend aus. Ihnen ist eine Titelverteidigung durchaus zuzutrauen, jetzt, wo sie es wieder unter die letzten vier geschafft haben.

Die Boston Bruins, Titelträger aus 2011, verfügen ebenfalls über einen ausgeglichenen, qualitativ hochkarätig besetzten Kader. Vielleicht aber nicht ganz so ‚glanzvoll‘. Für sie wird es schwer werden sich gegen die Penguins durchzusetzen. Das Team um den deutschen Verteidiger Dennis Seidenberg, hat aber durchaus das Zeug dazu. Das haben sie ja auch im Jahre 2011 bewiesen, als sie sich auswärts in Vancouver durchsetzten und den begehrten Cup erringen konnten.

Es wird also spannend bleiben in der NHL. In ca. 4 Wochen wissen die Eishockeyfreunde dann wer die wohl weltbeste Eishockeymannschaft 2013 stellt.

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