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Energiewende in Nordrhein-Westfalen – Der ökologische Umbau eines Industrielandes

Sven Lehmann

Nordrhein-Westfalen ist in Deutschland das Energieland Nummer Eins. Nirgendwo sonst wird soviel Energie produziert wie hier – aber auch nirgendwo sonst wird soviel Energie verbraucht. Von unserem Gastautor Sven Lehmann. Sven Lehmann ist Landesvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen NRW.

Dies stellt gerade NRW vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Risiken der Atomkraft vor besondere Herausforderungen. Seit den neuen Erkenntnissen der dramatischen Folgen des Klimawandels und der Katastrophe in Fukushima ist hoffentlich jeder und jedem klar, wie wichtig die Energiewende, wie wichtig Energieeinsparung, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Erforschung neuer, nachhaltiger Technologien zur Energiegewinnung und Energieeffizienz sind. Neben den nicht beherrschbaren Risiken der Atomkraft stößt nämlich auch die Nutzung fossiler Rohstoffe zur Energieerzeugung an ihre Grenzen. Nicht nur die weiter steigenden Spritpreise zeugen täglich von der Abhängigkeit endlicher Energiequellen.

Ein Drittel des in Deutschland erzeugten Klimagases CO2 entsteht in Nordrhein-Westfalen. Das bedeutet: Ohne ein Umsteuern im größten Bundesland kann die Bundesrepublik ihre Klimaschutzziele nicht erreichen. Bis 2020 will Deutschland den Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent reduzieren, bis 2050 sogar um 80-95 Prozent. Ohne NRW ist das nicht zu schaffen. Gerade weil die Bundesregierung zwischen unverbindlichen Lippenbekenntnissen und zaghaften Maßnahmen hin- und herschwankt, halten wir Grüne in NRW den Weg der Energiewende für unaufschiebbar und werden verbindliche Schritte auch unabhängig von der Bundesregierung gehen, denn NRW steht in der Verantwortung.

 

Rot-Grün im Land hat im Koalitionsvertrag verabredet, die CO2-Emissionen bis 2020 auch im Rahmen des bundesweit ersten Klimaschutzgesetzes um 25 Prozent zu senken, und zwar durch konkrete Maßnahmen. Die Landesregierung hat bereits die ersten Weichen gestellt, um diese Klimaziele in NRW erreichen zu können:

 

  • Der neue Windkrafterlass erleichtert – im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort – den Bau neuer, höherer und damit leistungsstärkerer Windkrafträder und das Repowering alter Anlagen – dies bietet eine echte Chance, auf einfache Weise im Windland NRW erneuerbare Energie zu erzeugen.
  • Im Haushalt 2011 werden 32 Millionen Euro bereitgestellt für Projektförderungen und Maßnahmen u.a. in den Bereichen Kraft-Wärme-Koppelung, Energieberatung, Elektromobilität, Brennstoffzellen/Wasserstoff. Diese Mittel werden durch die EU noch aufgestockt.
  • Die Einrichtung eines Klimaschutzbeirates mit VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft soll den Prozess zur Erarbeitung eines Klimaschutzplans für NRW begleiten und unterstützen.
  • Von der Stärkung der wirtschaftlichen Betätigung kommunaler Unternehmen, vor allem der Stadtwerke, geht ein Schub für das Erreichen der Klimaschutzziele aus, weil immer mehr Städte und Gemeinden massiv in Erneuerbare Energien investieren.
  • Die gesamte Verwaltung des Landes soll bis 2030 klimaneutral arbeiten.

 

Im Ausbau der Erneuerbaren Energien und in der Nutzung von Effizienzmöglichkeiten beim Energieverbrauch liegen enorme wirtschaftliche Potentiale. Bereits 2009 haben 24.000 Beschäftigte in der Branche der regenerativen Energiewirtschaft einen Umsatz von sieben Milliarden Euro erwirtschaftet. Diese Zahlen steigen stetig und auch Handwerksbetriebe profitieren von den Klimaschutzzielen der Landesregierung. Die Wärmedämmung von Immobilien, der Bau privater Photovoltaikanlagen, die Nutzung von Geothermie und die Planung und Realisierung kompletter Wohnsiedlungen im Passivhaus-Standard kommt dem Klimaschutz massiv zugute. Handwerk hat grünen Boden.

 

Vom mittelständischen Unternehmen bis hin zum Großkonzern haben auch Industrie und Wirtschaft längst erkannt, welche Chancen in der Energiewende liegen können. Sie werden mit innovativen Produkten in den genannten Bereichen weltweit zu gefragten Anbietern, vor allem bei der Entwicklung neuer Technologien und Werkstoffe für Erzeugungsanlagen (z.B. Windkraft, Solar, Speicher etc.) und im Bereich der Energieeinsparung (z.B. Wärmedämmung). Auch in ihren eigenen Betrieben werden Dachflächen zunehmend für Solarmodule genutzt. Das bedeutet die Senkung des Stromverbrauchs und damit die Einsparung von Betriebskosten.

 

Politisch ist für uns Grüne eindeutig klar: Neue, auch moderne Kohlekraftwerke, wie sie jetzt nicht nur von den großen Energiekonzernen wieder vehement gefordert werden, dienen nicht dazu, unsere Klimaschutzziele zu erreichen, vor allem aufgrund der geringen Effizienz und des hohen Wärmeverlustes und da sie teilweise um die 60 Jahre am Netz sein werden. Kleckern wir also nicht, sondern klotzen wir und gehen jetzt endlich konsequent den Weg ins energiepolitische 21. Jahrhundert.

 

Immer mehr Menschen wollen die Wende hin zu sauberen, erneuerbaren Energien. Unser Land NRW steht vor einer grünen industriellen Revolution und wird von ihr dann profitieren, wenn wir politisch jetzt den Weg zu einem schnellen Umbau ebnen. Ökologie und Ökonomie sind kein Widerspruch, sondern führen nur zusammen zur Sicherung des attraktiven Wirtschaftsstandortes im Westen der Republik. Packen wir’s an!

 

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16 Kommentare zu “Energiewende in Nordrhein-Westfalen – Der ökologische Umbau eines Industrielandes

  • #1
    amo

    Hallo Hr. Lehmann,

    sicherlich ist vieles in ihrem Beitrag vollkommen richtig.
    Was aber in dieser schwierigen Situation entfallen muss ist ein Schwarz-Weiß-Denken.

    Die Effizienz moderner Kohlekraftwerke wird in Zusammenhang bemängelt, wenn die großen Versorger diese bauen, wenn Stadtwerke Kohleanlagen kaufen, ist dies keiner Bemerkung wert.
    Beispiele sind Kraftwerke (alte und neue) der Steag, Neubauten der Trianel, Erwerb vom Kraftwerk Rostock durch RheinEnergie und andere Beteiligungen der Stadtwerke an Neubauten.

    Was wir brauchen, um die Kosten der Umstellung unserer Energieversorgung in bezahlbare Grenzen zu halten, ist auch ein Konzept, das bestehenden Anlagen in den Umbau miteinbezieht.
    Beispiele sind z.B. die Erschließung eines höheren Potenzial an Fernwärme, die im Ruhrgebiet durch Kraftwärmekopplung in bestehenden Großkraftwerken (Müll, Kohle) versorgt wird.
    Da gilt es entsprechend die Wärmeversorung durch dezentrale Erdgas/Öl-Kessel zu ersetzen. Dies schadet aber den Umsatz der Stadtwerken, ist aber umweltpolitisch dringend notwendig.

    Desweiteren muss sich Deutschland fragen, ob es, im Gegensatz z.B. zu den Niederlanden und Dänemark, den Einsatz von Biomasse in Großkraftwerken weiterhin ablehnt. Der Traum, vor Ort in jeder kleinen Gemeinde, wird Strom und Wärme aus einer Biomasseanlage bereitgestellt, ist vollkommen ineffizient. Wenn die Wärme außerhalb der Heizperiode nicht benötigt wird, laufen diese stark geförderten Anlagen mit einem sehr geringen Wirkungsgrad. Ein Beispiel ist das Heizkraftwerk Garath, Düsseldorf mit einer elektrischen Leistung von ca. 3,5 MW und einem elektrischen Wirkungsgrad von kleiner 18%, Baujahr 2007.
    Sinnvoller ist der Einsatz der Biomasse in Großkraftwerken, deren elektrischer Wirkungsgrad mindestens doppelt so hoch ist. Eine anteilige Feuerung von 10% ist ohne technische Probleme möglich. Damit würde der knappe Brennstoff Biomasse doppelt so effizient eingesetzt.

    Die Energiewende benötigt neue Ideen und die Abschaffung von Denkblockaden.

  • #2
    Lars

    Weltklasse, die Grünen haben doch noch einen Parteivorsitzenden. Aber jetzt bloß nichts falsch gemacht. Ja nicht der eigenen Fraktion auf die Finger schauen und hauen. Klar, die sind sowieso die Besten oder war da etwa was mit dem Skandalkraftwerk EOn Datteln?

    Warum wollen die Grünen ihre Wahlversprechen brechen und Eon Datteln durchwinken, das wäre doch mal interessant zu lesen gewesen und nicht dieses Fast-Food-Blabla aus der Tüte. Es gab mal Zeiten bei den Grünen, in denen die Partei zumindest den Anspruch hatte, zu kontrollieren, was die Fraktion aus ihrem Wahlprogramm macht. Heute wird sie nur noch als Jubeltruppe der Fraktion gehalten und wer am lautesten jubelt, bekommt als Zuckerbrot das nächste Mal ein Landtagsmandat.
    Packen wir es doch wirklich mal an Herr Lehmann und keine Lippenbekenntnisse mehr, wie sie ganz richtig ausführen.
    Was sagen die Grünen zu Datteln 4?????
    Amnesie, Amnestie oder Angriff????????

    Ja, ich weiß, bloß keine klaren Aussagen und nicht zu konkret werden. Das macht man doch nur vor der Wahl. Danach gibts für die grüne Parteibasis und die Öffentlichkeit nur Informationsdiät und für die „Experten“ die Abgeordnetendiäten. Keine schlechte Arbeitsteilung, wenn man vor(ne) sitzt……..

    Beste Grüße

    Lars

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  • #4
    Bibo

    Ist es nicht erschütternd, dass in diesen Zeiten in einem solchen Artikel, ausgerechnet zum Thema ‚Energie‘, das Wort ‚Datteln 4‘ von den Landesgrünen nicht einmal erwähnt wird?!?

    Was wird denn nun aus ‚Datteln 4‘? Wie will man weiter vorgehen? Wie konnte die Gutachtengeschichte im RVR so gründlich schief gehen? Wer hat das zu verantworten?

    Warum schweigt die Landespartei, trotz eindeutiger Aussagen vor der Wahl in 2010 (z.b.Trittin: Bei einer Grünen Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl geht Datteln 4 nicht ans Netz!) nun zu dem Thema?

    Wie rechtfertigt die Landesspitze der Grünen ihr Schweigen?

    Ist das Alles so nicht höchst peinlich? Finde ich schon…

    Vielleicht sollte man in Düsseldorf gerade das Thema endlich mal anpacken…. Doch dazu hört man seit langer Zeit leider gar nichts mehr. Wahrscheinlich hat man Angst die schöne Machtposition an der Regierung und die damit verbundenen vielen schönen Pöstchen im Zweifelsfall dann zu verlieren. Ganz traurig!

  • #5
    Freidenker

    Wenn ich dies lese, wird mir um NRW angst und bange. So lange diese vernunftfreien Fortschrittsfeinde Politiker spielen dürfen – und selbstverständlich für die Folgen ihres ideologischen Murks haftungsfre bleiben – wird NRW schwierigen Zeiten entgegen sehen. Der Zeitgeist will es so, aber warten wir mal ein paar Jahre ab. Dann wird dieser links-grüne Spuk vorbei sein, weil es sich keiner mehr leisten kann und will!

  • #6
  • #7
    Ingrid

    Herr Lehmann, nettes, nichtssagendes Geschwätz zur Energiepolitik- wo bleibt die konkrete Aussage zu Datteln IV? Vor der NRW Landtagswahl ist es den Grünen nicht schwergefallen hier Position zu beziehen- doch was stört Euch das Geschwätz von gestern gegenüber Euren Wählern. Die haben schon lange nichts mehr von Euch gehört!!! Und werden es wohl auch erstmal nicht – aussitzen scheint die Devise zu sein, das erhält die Pöstchen, verplichtet zu nichts und alles ist gut. Doch dieMenschen in der Region haben nicht das erhoffte kurze Gedächtnis und lassen sich auch nicht von Taktierereien, Kompensationsaussagen usw. blenden- noch zu gut haben sie das Versprechen im Ohr, dass mit den Grünen an der Landesregierung das „Aus für das Kraftwerk in Datteln“ besiegelt ist. Und wie steht es nun mit diesem Versprechen? Heiße Luft und bauernfängerei oder ernstgemeint?

  • #8
    Brilano

    Kohlekraftwerk Datteln IV: Hocheffiziente Strom- und Fernwärmeerzeugung am Dortmund-Ems-Kanal
    Die GRÜNEN möchten jetzt doch Datteln IV im RVR durchwinken. Ich glaube, ich verstehe die Grünen nicht mehr. Machen die denn keine Umweltpolitik mehr? Kennt jemand eine Partei, die sich noch für unsere Umwelt einsetzt?
    Hier noch einmal alle Fakten zu Datteln IV: 360 t/h Steinkohle werden verfeuert, 2950 t/h Dampf wird erzeugt, der dann schön warm in die Umwelt gelassen wird und mit seiner 4 Km langen Dampffahne alles im Kreis Recklinghausen verschattet, 45 % Wirkungsgrad heißt im Klartext: 55 % nutzlos in die Umwelt,

    Das bedeutet: 24*360t/h = 8.460 t Steinkohle am Tag, davon werden nur 45 % genutzt, der Rest geht ab in die Luft und ins Wasser. Das bedeutet: 8.450 t Steinkohle *55% = 4647 t Steinkohle am Tag, die nur die Umwelt aufheizen. Jeden Tag! Mit 1.696.155 Mio. t/a wird in Datteln die Luft und das Wasser beheizt. Ist das effizient? Wenn man jetzt noch die t Steinkohle mit 200 € ansetzt, dann kostet die Aufwärmung der Umwelt 339.231.000 € im Jahr. Ist das effizient? Wer bezahlt denn wohl die importierte Kohle? Wer zahlt den Umweltschaden durch die Erderwärmung, Starkregen, Überflutung, usw.
    Das ist nicht effizient, das ist Schwachsinn! Ich weiß beim besten Willen nicht, was die Grünen gerade reitet oder von welchen Geistern sie getrieben werden.

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  • #10
    Industrievertreter

    Sehr geehrter Herr Lehmann,
    ich möchte dezent darauf hinweisen, dass den 24.000 Beschäftigten und den läppischen 7 Milliarden € die Montan- und Schwerindustrie sowie bedeutende Chemieparks entgegenstehen, die in den letzten 50 Jahren die Basis für den Wohlstand geschaffen haben, den Sie und Ihresgleichen gerade dem regenerativen goldenen Kalb opfern. Das EEG ist eine sinnfreie, ineffiziente und Einzelgruppen gezielt bereichernde Subvention, deren Beschäftigungseffekt extrem negativ ist. Sie lügen, wenn Sie behaupten, es werde auch nur eine Tonne CO2 eingespart und Sie lügen, wenn Sie behaupten, der Beschäftigungseffekt sei positiv. Sie zerstören ein Industrieland und werden keinerlei Klimaeffekte erkennen. Sie werde Umwelteffekte erreichen (bei uns wird es sauberer sein als noch heute) aber das Klima wird weiter leiden, weil die Produktion stattdessen nach China geht. Damit gewinnen wir nichts, wir verlieren aber weite Teile der energieintensiven Industrie, die Steuern zahlt und Arbeitsplätze schafft und die damit weitere Teile der Politikerkaste und der Nettostaatsprofiteure, die wohl zu weiten Teilen die Wählerschaft der aktuellen Landesregierung stellt, alimentiert.
    Bitte bitte seien Sie ehrlich und ersetzen Sie dieses unfaire EEG durch eine Quotenregelung, die keinen Wohlstandstransfer vom „kleinen Mann“ zum Großbauern und wohlhabendem Eigenheimbesitzer verursachen würde.
    Und bitte bitte setzen Sie auf Wärmedämmung und Effizienzverpflichtungen sowie den CO2-Handel aber lassen Sie die Industrie, die uns sonst einfach verlassen wird und nach Asien weiterzieht, mit dem Staatsdirigismus in Frieden!

  • #11
    Ingrid

    Hallo Herr Lehmann, können Sie mir vielleicht verraten was da gestern im Wirtschaftsausschuss des Landtages NRW geschehen ist? Soll jetzt auch mit den Stimmen der RVR- und Landes Grünen Schlupflöcher für das illegale E.ON Kraftwerk Datteln IV geschaffen werden? Sieht so der der von Ihnen hochgpriesene Energieumbau aus?
    Können Sie auch nur einem Wähler erklären warum Recht und Gesetz nach Belieben verändert werden kann- auch von Ihnen, die vorher lauthals den sofortigen Abriß gefordert haben, von Rechtsbruch sprachen und davon, dass Recht Recht bleiben muss. Denn dies ist der Knackpunkt in diesem Trauerspiel, da können noch soviele Rechts- und sonstige Gutachter urteilen- es gibt eine höchstrichterliches Urteil, das besagt, dieser Bau verstößt gegen Planungsrecht und dem Recht der Bürger vor Schutz vor Gefahren.
    Dies möchte ich von Ihnen ohne die üblichen politischen Taktiereien erklärt haben.

  • #12
    Brilano

    Grüne wollen das Kraftwerk Datteln durchwinken!
    Es ist doch schon sehr erstaunlich, wir ruhig es in der Grünen Partei bezüglich des rechtswidrig erstellten Kraftwerks Datteln geworden ist. Warum sich die Grünen nicht eindeutig zur Justiz und den von unseren höchsten Gerichten gesprochenen Urteilen bekennt, nämlich, dass Datteln IV an den jetzigen Standort keine Rechtsgrundlage hat und auch zukünftig nicht finden wird, ist nicht mehr nachvollziehbar. Wenn die Partei der GRÜNEN zum heutigen Zeitpunkt noch Kohlekraftwerke unterstützt, die für die nächsten 50 Jahre weiterhin Dreck und 55 % der Gesamtleistung als nichtgenutzte Abwärme produzieren, der ist als Partei nicht mehr wählbar. Das konterkariert die elementarsten Grundsätze der grünen Politik! Es ist nicht zu glauben.

  • #13
    Brilano

    Europarichter stärken die Rechte der Umweltverbände! Aktuell***
    Ich meine, damit können sich die Grünen nun auch gegen Dattel IV und auf Rechtsgrundsätze besinnen.

  • #14
    Brilano

    GRÜNE bauen zusammen mit EON Kohlekraftwerk in Datteln!
    Sehr geehrter Herr Lehmann, dass was Sie am 09.05.2011 hier geschriben haben und das was Sie jetzt im RVR beschlossen haben widerspricht sich in beachtlicher Weise. Zitat von Ihnen: Politisch ist für uns Grüne eindeutig klar: Neue, auch moderne Kohlekraftwerke, wie sie jetzt nicht nur von den großen Energiekonzernen wieder vehement gefordert werden, dienen nicht dazu, unsere Klimaschutzziele zu erreichen, vor allem aufgrund der geringen Effizienz und des hohen Wärmeverlustes und da sie teilweise um die 60 Jahre am Netz sein werden. Kleckern wir also nicht, sondern klotzen wir und gehen jetzt endlich konsequent den Weg ins energiepolitische 21. Jahrhundert.
    Jetzt bauen Sie zusammmen mit EON das Kraftwerk -rechtswidrig- zu Ende. Herzlichen Glückwünsch zu Ihrer Entscheidung gegen die Bürger und Wähler und für den Schwenk zur CDU, FDP und SPD, zur genehmigten Umweltverschmutzung durch die Grünen! Das nenne ich konsequent.

  • #15
    xman

    Der Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken weltweit beträgt im Mittel 31 %, in Deutschland liegt er bei 38 %. Vor allem in Ländern wie China (durchschnittlicher Wirkungsgrad 23 %) gibt es große Verbesserungspotenziale. 45% Wirkungsgrad sind für ein Kohekraftwerk ein guter Wert.

    Wer mehr will muss nur die Gesetze der Physik ändern. Mit einer 2/3-Mehrheit sollte das möglich sein.

    Mit den sogenannten erneuerbaren Energien lässt sich ein Industrieland nicht betreiben.

    http://www.science-skeptical.de/blog/dreizehn-energiewende-marchen-teil-1/004727/

    Immerhin der Widerstand formiert sich langsam. Hoffentlich nicht zu langsam, sonst wird es ein böses Erwachen geben.
    http://www.naeb.info/

  • #16
    Brilano

    Hocheffiziente Strom- und Fernwärmeerzeugung:

    Hier alle Fakten zu Datteln IV: 360 t/h Steinkohle werden verfeuert, 2950 t/h Dampf werden erzeugt, der dann schon warm in die Umwelt gelassen wird. 45 % Wirkungsgrad heißt im Klartext: 55 % nutzlos in die Umwelt und deshalb brauchen wir diese Form der Enregieerzeugung nicht.

    Am Beispiel Datteln bedeutet dies: 24*360t/h = 8.460 t Steinkohle am Tag, davon werden nur 45 % genutzt, der Rest geht ab in die Luft und ins Wasser. Das bedeutet: 8.450 t Steinkohle *55% = 4647 t Steinkohle am Tag, die nur die Umwelt aufheizen. Jeden Tag! Mit 1.696.155 Mio. t/a wird die Luft und das Wasser beheizt. Ist das effizient? Wenn man jetzt noch die t Steinkohle mit 200 € ansetzt, dann kostet die Aufwärmung der Umwelt 339.231.000 € im Jahr. Ist das effizient? Wer bezahlt denn wohl die importierte Kohle? Wer zahlt den Umweltschaden durch die Erderwärmung, Starkregen, Überflutung, usw.
    Das ist nicht effizient, das ist dumm.

    Wer mehr will muss nicht die Physik ändern, sondern die Energieerzeugung.

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