Ethiksteuer? Reicht nicht!

Laut WAZ fordert Uwe Blum, der Präsident des  In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung Halle (IWH), eine Ethiksteuer für alle, die nicht mehr in der Kirche sind und sich so um die Kirchensteuer drücken.

Mit der Ethiksteuer sollen, so Blum, soziale Projekte finanziert werden. Machen wir uns nichts vor: Die Ethiksteuer reicht nicht aus. Hier noch ein paar Ideen um an das Geld vonb Steuerverweigerern zu kommen:

Der Leberzehnte – Abstinenzler sind Geizhälse und haben keinen Humor – sorgen wir doch dafür, dass sie künftig auch weniger Geld haben.

Wenigerwertsteuer – Konsumzurückhaltung zerstört nicht nur den Aufschwung – auch die Mehrwertsteuereinnahmen sind gefährdet. Da hilft nur schnelles handeln gegen die Konsumverweigerer.

Die Nichtraucherabgabe – Nichtraucher sorgen für Steuerausfälle in Millionenhöhe – Da muss was geschehen.

Der Radlerpfennig –  Tja, dass haben sich die Hippies so gedacht: Mit dem Hollandrad zur Arbeit in den Bioladen fahren und keine Mineralölsteuer zahlen. So geht es nicht, ihr Haschbrüder!

Die Vereinsmeiermark – Immer weniger Menschen sind Mitglieder in Vereinen. Das gefährdet viele Traditionen. Auch wer nicht in der Gruppe turnen und trinken will sollte künftig nicht mehr ungeschoren davon kommen.

 

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13 Kommentare

  1. #1 | Tapedeck sagt am 22. Dezember 2009 um 19:46 Uhr

    You made my day. Ich frage mich wirklich was in solchen Leuten vorgeht…

  2. #2 | Werner Jurga sagt am 22. Dezember 2009 um 20:28 Uhr

    Ich lese die Ruhrbarone regelmäßig und gelobe, dies auch weiterhin zu tun. Dennoch, damit mir ja das nicht durchgeht, eine kleine Bitte an Stefan: solltest Du früher oder später doch einmal, wenn schon nicht für eine neue Steuer, sagen wir einfach nur: für eine Erhöhung irgendeiner Steuer plädieren, lass es mich doch bitte via eMail wissen! Wäre doch mal was.

  3. #3 | Torti sagt am 22. Dezember 2009 um 21:49 Uhr

    Bitte nicht die POPP-Steuer auf Verhütungsmittel vergessen. Der Einsatz von Pille, Kondom und Co einzieht den Sozialkassen wichtige Beitragszahler.

  4. #4 | Martin Budich sagt am 22. Dezember 2009 um 22:29 Uhr

    Uwe Blum geht es doch überhaupt nicht um eine neue Steuer. Mit dieser seit Jahrzehnten immer wiederholten Forderung soll nur suggeriert werden, dass mit den Kirchensteuern irgend etwas Soziales finanziert wird. Keine Landeskirche und kein Bistum führt im Haushalt mehr als 10 Prozent Ausgaben für soziale Zwecke auf. Der Staat verliert durch die Steuerabzugsfähigkeit der Kirchensteuer mehr Geld als die Kirchen für Soziales ausgeben. Die meisten Menschen wissen nämlich nicht, dass die allermeisten kirchlichen Einrichtungen zu 100 Prozent aus Beitragssätzen (z. B. Krankenhäuser) oder anderen öffentlichen Mitteln (z. B. Alters-, Pflege- und Behinderten-Heime) finanziert werden. In diesen öffentlich finanzierten Einrichtungen gelten die Mitwirkungsmöglichkeiten des Betriebsverfassungsgesetz nicht, Nicht-ChristInnen werden diskriminiert. Ein aktuelles Beispiel liefert der ev. Kirchenkreis Herne. Er hat beschlossen, dass Nicht-ChristInnen nicht mehr der Mitarbeitervertretung angehören dürfen. Die Mitarbeitervertretung ist der kirchliche Ersatz für den Betriebsrat (,der mit noch weniger Rechten ausgestattet ist, als ein Betriebsrat). Die WAZ berichtete unter:
    https://www.derwesten.de/staedte/herne/Kritik-am-Evangelischen-Kirchenkreis-id2283912.html

  5. #5 | Admiral Nelson sagt am 22. Dezember 2009 um 22:32 Uhr

    Tja, ich bin auch ratlos.

    Vielleicht sollte man solche Artikel besteuern. Waere zumindest ein Anfang.

  6. #6 | Stefan Laurin sagt am 22. Dezember 2009 um 23:33 Uhr

    @Martin: Schon klar – und dieses Vorhaben ist nicht minder unverschämt und absurd wie die Einführung des Leberzehnten. Eine weitere Frechheit ist übrigens das Kirchgeld.

  7. #7 | Hannes sagt am 23. Dezember 2009 um 00:38 Uhr

    Als Lokalpatriot plädiere ich zu Gunsten für das Hochsauerland: Wir brauchen eine Ski- bzw. Schneesteuer für alle, die nicht dem Skitourismus frönen. Viele negative Entwicklungen des demografischen Wandels könnten auf diese Weise im armen Hochsauerland ausgeglichen werden.

    Als Staatsbürger plädiere ich eher dafür, unserer Regierung ein flexibles Instrument an die Hand zu geben:

    Die „Nicht-Nicht-Steuer“.

    Einmal vom Bundestag beschlossen, könnte die „Nicht-Nicht-Steuer“ unser Land endlich in eine blühende Landschaft verwandeln.

    Je nach Bedarf könnten die Nicht-Tätigkeiten der Bürger besteuert werden.

    Unter uns, lieber Stefan: Mit der „Nicht-Blogger-Steuer“ könnten wir beide endlich ordentlich bezahlt werden. Alles ohne Google-Anzeigen!

  8. #8 | zoom » the westen in bed with the bildzeitung « sagt am 23. Dezember 2009 um 00:42 Uhr

    […] der mit “Experte” fordert” beginnt in 99 Prozent der Fälle in eine Satire(update: Satire bei den ruhrbaronen)umgeschrieben werden kann, sind zu diesem zusammengeschusterten Elaborat folgende Anmerkungen zu […]

  9. #9 | Michael Kolb sagt am 23. Dezember 2009 um 02:25 Uhr

    Ich hätte da noch die „Flotten-“ oder „Schorle-Steuer“ für Weintrinker, die das Zeuch mit Mineralwasser pantschen oder durch den SodaStream jagen, um die Abgaben auf Schaumwein zu sparen. Pritzeln auf der Zunge wollen, aber den Staat betuppen, so ja nun nicht.

  10. #10 | Michael Kolb sagt am 23. Dezember 2009 um 02:44 Uhr

    Argh… dumme Kommentarfunktion…

    Was die Hippies und den Radlerpfennig angeht… damit ist es ja nicht getan. Der Hippie von Welt raucht ja nun Gras und keinen Shit, somit wird hier eine, Achtung Wortspiel, erweiterte „lawn-Steuer“ fällig, schließlich betuppen sie den Staat um die Tabaksteuer.

    Wie auch immer, sollen sie ihren Dinkel schroten und Teebeutel, streng nach Wertstoffen getrennt, korrekt entsorgen… am Ende kriegen wir auch die (höchstwahrscheinlich ehemals) Langhaarigen… und sei es wieder mit der KFZ-Steuer…

  11. #12 | seb sagt am 23. Dezember 2009 um 12:39 Uhr

    Der Radlerpfennig ist mein absoluter favorit!großartig!

  12. #13 | Ludo.K sagt am 12. Januar 2010 um 12:53 Uhr

    Die Vorschläge hätten von unserer Aktion ‚Wahlzusage – Mehr Politik, weniger Demokratie‘ stammen können. Kompliment !

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