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Facebook sperrt „Tapfer im Nirgendwo“

Der morgige Freitag könnte in doppelter Hinsicht ein historischer Tag werden, im Schlechten, wie im Guten. Wenn Pferde morgen nicht doch vor Apotheken erbrechen, ist morgen der Beginn der Ehe für alle. Das ist gut. Aber wenn eben jenes Pferdevomieren ausbleibt, passiert auch etwas Schlechtes: Heiko „Vorratsdatenspeicherung“ Maas, Justizminister, der auch mal was durchziehen möchte, kriegt sein „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, das ganz bestimmt und ein für alle Mal Hassrede aus dem Internet verbannen wird und Trolle in Einhörner verwandelt, und das Internet zu eben jenem Platz machen wird, den sich ein sozialdemokratischer Jurist aus dem Saarland, der doch nur Liebe haben will (im Netz), als Paradies vorstellt. Die Kollegen von der FAZ stellen das Ganze noch detaillierter als wir dar.

Aber es braucht gar nicht Heiko „Vorratsdatenspeicherung“ Maas‘ Gesetz, um Inhalte bei Facebook sperren zu lassen, die nicht gesperrt sein sollten. Denn heute wurde Gerd Buurmann gesperrt. Der setzt sich mit seinem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ gegen Antisemitismus ein. Dort kritisierte er unlängst, so wie wir, den sog. „WDR-Faktencheck“. Dafür wurde er nun gesperrt (siehe obiges Foto); und zwar sowohl als Person, wie als Seite – wobei die Seite heute Abend, 21.06 Uhr, wieder erreichbar ist.

Das ist leider nichts Überraschendes, aber es sei hier trotzdem darauf hingewiesen. Ebenso wie auf den Umstand, dass Holocaustleugnung hingegen für Facebook OK ist.

 

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6 Kommentare zu “Facebook sperrt „Tapfer im Nirgendwo“

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    Werntreu Golmeran

    Was soll denn diese Hetze hier bei den Ruhrbaronen?

    Das Gesetz von Herrn Maas ist verfassungswidrig und wird höchstwahrscheinlich vom Bundesverfassungsgericht oder vom EuGH wieder weitgehend aufgehoben.

    Aber hier bei den Ruhrbaronen darüber zu lamentieren, wenn gleichzeitig die Buddies von correctiv.org bei Facebook Big Brother spielen (oder spielen wollen), ist doch ziemlich unglaubwürdig. Passt aber irgendwie auch in die hier auf dem Blog gelebte "Debattenkultur", wo unliebsame Kommentare gerne gar nicht freigeschaltet werden.

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  • #6
    Gerd

    M.A. soll das Internetzensurgesetz sie her stellen, dass es kein Informationsleck a la Köln vor der Wahl gibt.

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