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FDP hilft Solarindustrie

Foto: Flickr.com / conergyus

Für die Solarindustrie kommt der Regierungswechsel zur richtigen Zeit. Dank der Forderung einiger FDP-Politiker nach einer deutlichen Senkung der Solarenergie-Förderung kann die Branche ihre Lagerbestände abverkaufen.

Man kann Solarworld-Chef Frank Asbeck eine Menge vorwerfen. Etwa, dass er den Mund gerne ein wenig voll nimmt oder etwa, dass er als Öko-Manager nicht auf seinen Maserati verzichten will. Ganz sicher ist er aber einer der besten Strategen in der jungen Branche. Wenige Tage vor der Wahl schlug er als Frontläufer eine Kürzung der Solarsubventionen um bis zu 15 Prozent vor. Nach der Wahl griffen die Liberalen den Vorschlag dankend auf.

Warum aber hat Asbeck die Kappung der Subventionen auf den Tisch geworfen? Immerhin geht eine Kürzung der Förderung auf den ersten Blick zu Lasten seiner Margen. Ganz einfach, seinen Vorschlag koppelte er an die Forderung nach Sozial- und Umweltstandards. Wer vom EEG - das Gesetz mit dem die Förderung von Solarstrom geregelt ist - profitiert, der sollte künftig keine Kinder beschäftigen und die deutschen Umweltstandards berücksichtigen. Für die Billigkonkurrenz aus China ist dies schwerlich machbar.

Asbeck erreichte auch noch einen zweiten Effekt, einen viel wichtigeren aus seiner Sicht. Häuslebauer wurden darauf aufmerksam, dass man mit seiner Solaranlage Geld verdienen kann, viel Geld. Denn wenn die Förderung heute so hoch ist, dass man diese problemlos um 15 bis 20 Prozent senken kann, ohne das man Verluste macht. Dann muss der Kauf einer Anlage mit den aktuellen Subventionen ein Spitzengeschäft sein.

Der Plan geht auf. Asbecks Solarworld und auch andere Solarfirmen verspüren einen deutlichen Nachfrageschub.

Foto: Flickr.com / conergyus

Für die Solarindustrie kommt der Regierungswechsel zur richtigen Zeit. Dank der Forderung einiger FDP-Politiker nach einer deutlichen Senkung der Solarenergie-Förderung kann die Branche ihre Lagerbestände abverkaufen.

Man kann Solarworld-Chef Frank Asbeck eine Menge vorwerfen. Etwa, dass er den Mund gerne ein wenig voll nimmt oder etwa, dass er als Öko-Manager nicht auf seinen Maserati verzichten will. Ganz sicher ist er aber einer der besten Strategen in der jungen Branche. Wenige Tage vor der Wahl schlug er als Frontläufer eine Kürzung der Solarsubventionen um bis zu 15 Prozent vor. Nach der Wahl griffen die Liberalen den Vorschlag dankend auf.

Warum aber hat Asbeck die Kappung der Subventionen auf den Tisch geworfen? Immerhin geht eine Kürzung der Förderung auf den ersten Blick zu Lasten seiner Margen. Ganz einfach, seinen Vorschlag koppelte er an die Forderung nach Sozial- und Umweltstandards. Wer vom EEG – das Gesetz mit dem die Förderung von Solarstrom geregelt ist – profitiert, der sollte künftig keine Kinder beschäftigen und die deutschen Umweltstandards berücksichtigen. Für die Billigkonkurrenz aus China ist dies schwerlich machbar.

Asbeck erreichte auch noch einen zweiten Effekt, einen viel wichtigeren aus seiner Sicht. Häuslebauer wurden darauf aufmerksam, dass man mit seiner Solaranlage Geld verdienen kann, viel Geld. Denn wenn die Förderung heute so hoch ist, dass man diese problemlos um 15 bis 20 Prozent senken kann, ohne das man Verluste macht. Dann muss der Kauf einer Anlage mit den aktuellen Subventionen ein Spitzengeschäft sein.

Der Plan geht auf. Asbecks Solarworld und auch andere Solarfirmen verspüren einen deutlichen Nachfrageschub. Die Läger, zuvor prall gefüllt wegen einer von der Finanzkrise ausgelösten gedämpfen Nachfrage, leeren sich rasant. Solarworld ist für dieses Jahr ausverkauft.

Und die Sonderkonjunktur wird noch mindestens ein Jahr laufen, denn bis dahin wird die neue Regierung die Förderung so lassen wie sie ist. Asbeck und andere Solarmanager wissen das, denn die Spitzen der FDP sind längst in Lager der Solarfreunde übergelaufen. Parteichef Guido Westerwelle – wie Asbeck aus Bonn – macht vor der Wahl sogar Werbung für Solarworld.

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