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Frieden in Afghanistan: Die Konzessionen der Taliban

Cover des des Buches: Magnum Archives: Taliban von Thomas Dworzak

Käßmanns Gebete wurden erhöhrt. Bald herrscht Friede in Afghanistan. Die Taliban sollen von der Terrorliste gestrichen werden und der Westen zieht seine Truppen zurück. Haben die Alliierten damit vor den Taliban kapituliert?

Natürlich nicht. Denn die Taliban zahlen einen hohen, politischen Preis dafür, dass sie von der Terrorliste gestrichen werden. Auf zahlreichen Feldern werden sie ihre Politik umstellen – streng bewacht durch die UN:

1. Bei Säure-Anschlägen gegen Frauen werden die Taliban künftig auf biologisch abbaubare Produkte zurückgreifen.

2. Rauchverbot in den Kneipen Kabuls.

3. Es ist den Taliban nur noch erlaubt, ein Heiligtum anderer Religionen im Monat zu zerstören. Die Taliban haben sich zudem bereit erklärt, die unterschiedlichen Glaubensrichtungen gleichmäßig zu unterdrücken.

4. Die Taliban sprechen nicht mehr mit Osama bin Laden.

5. Bei Steinigungen wird es künftig eine Männerquote von zehn Prozent geben.

6. Die Taliban streben einen Anteil von 20 Prozent erneuerbare Energien bei der Stromversorgung Afghanistans an.

7. Nicht nur Mädchen, auch Jungs wird der Schulbesuch künftig untersagt.

8. Homosexuelle sollen nicht mehr in Naturschutzgebieten lebendig begraben werden.

9. Bei der Heroinproduktion werden den Taliban künftig vermehrt auf biologischen Anbau setzen.

10. Die Taliban verpflichten sich, evangelische Kirchentage zu besuchen. Im Gegenzug hat die evangelische Kirche zugesagt, Kirchentage künftig nach Geschlechtern getrennt zu organisieren.

 

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