Gotteskrieger der AfD auf Kreuzzug

Die AfD im Saalekreis: Von Mujahedin unterwandert?
Die AfD im Saalekreis: Von Mujahedin unterwandert?

Normalerweise beziehen sich ja genau jene extremistischen Kräfte, die von der AfD – zumindest offiziell – propagandistisch bekämpft werden, auf eine höhere Macht. Im Normalfall: Gott – in islamischen Kreisen auch Allah genannt.

Egal, ob die Gefahr vom IS oder Al Qaida ausgeht: Das christliche Abendland muss vor religiösem Extremismus geschützt werden.

Beten für Bernd Hoecke und Wahlerfolge: Beim Arbeitskreis "Mujahedin in der AfD im Saalekreis"!
Beten für Bernd Hoecke und Wahlerfolge: Beim Arbeitskreis „Mujahedin in der AfD im Saalekreis“!

Der (weitgehend) säkulare Staat ist schützenswert. Weihnachten ist schützenswert – natürlich Inklusive dem Krippenspiel, wobei das Thema „Nächstenliebe“ bei der AfD ja eigentlich nicht besonders im Schwange ist!

Das höchste Fest der Christenheit, ist ebenso zu schützen: Das Osterfest.

Die gerade gefeierten Osterfeiertage waren, für die Agitations- und Propagandaabteilung der AfD im Saalekreis, deshalb ein willkommener Aufhänger für ihre Arbeit in den sozialen Medien.

Die, heuer veröffentlichten, guten Umfrage bei der Sonntagsfrage für die AfD  in Ostdeutschland, sind den Rechtspopulisten – anscheinend – etwas zu Kopf gestiegen. In einem Beitrag, der am Ostersonntag (21. April, 10:44 Uhr) auf der Facebook-Seite der AfD-Gotteskrieger veröffentlicht wurde, ist die frohe Osterbotschaft der Rechtspopulisten zu lesen:

Ostersonntag: Die Auferstehung! Keine Amtskirche und keine verstaubten Kleriker, tragen das Wort Gottes nach außen. Nur die Zeichen sind es, welche davon zeugen, was Gott will: AfD stärkste Partei im Osten!

Ganz nach dem Leitspruch –  Gott mit uns – der Wehrmacht: 

Jesus Christus wird damit zum Osterfest 2019, bei der AfD im Saalekreis, unfreiwillig zum Blutzeugen im politischen Kampf der Rechtspopulisten…

Darauf jetzt erstmal ganz viel Messwein. Amen.

Dir gefällt vielleicht auch:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
13 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments
Joachim Datko
5 Jahre zuvor

Es gibt keinen Gott, es gibt keine Götter. Den angeblich wundertätigen Wanderprediger hat es nicht gegeben.

Die AfD wurde anfänglich etwas spöttische Professoren-Partei genannt. Dazu würde das naturwissenschaftliche Weltbild passen.

Joachim Datko – Ingenieur, Physiker

thomas weigle
thomas weigle
5 Jahre zuvor

Naja, der wurde kürzlich aber auch schon mal totgesagt, der Karel aus Pilsen. Auch wenn es heißt, dass Totgesagte lange leben, ewiglich wird er nicht unter uns sein. Und dann?

Jupp Schmitz
Jupp Schmitz
5 Jahre zuvor

Das AfD-Plakat steht in der Tradition des "Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben" in Eisenach und der Deutschen Christen.
Der Doppelband "Entjudung" – Kirche im Abgrund von Oliver Arnhold sei hierzu empfohlen.

GMS
GMS
5 Jahre zuvor

@Joachim Datko

Eine Person de Jesus von Nazareth hat es tatsächlich zu der Zeit gegeben. Er war auch als einer von vielen Wanderpredigern unterwegs und wohl erfolgreich.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferchristliche_antike_Quellen_zu_Jesus_von_Nazaret)

Allerdings kann man die Wunder so wie auch die angeblich göttliche Herkunft in das Land der Legenden schicken.

Martin Wehlan
Martin Wehlan
5 Jahre zuvor

Interessant ist, dass es anscheinend völlig egal ist, warum die AfD im Osten so stark ist. Das sind doch dieselben Leute, die noch in den 90ern "König Kurt" mit absoluter Mehrheit gewählt haben. "Gott will es" ist zwar eine dreiste Provokation, aber "Gott lässt so etwas zu" sollte schon diskutiert werden.

Nina
Nina
5 Jahre zuvor

Ein richtiger Christ würde niemals diese abstoßende Partei voller Rechtsextremer unterstützen.

Philip Steinbeck
Philip Steinbeck
5 Jahre zuvor

Nina, gerade ein echter Christ soll und wird kein Interesse daran haben, dass unser Land islamisiert wird.
Also: Gott will es!

Sims
Sims
5 Jahre zuvor

Ein Christ, interessiert sich nicht für Politik…..
Es hilft nur beten.

Karl
Karl
5 Jahre zuvor

#9 Philip Steinbeck, gehe ich recht in der Annahme, dass sie der Philip Steinbeck sind, der einst auf der Spendenwerbeliste der NPD stand, für die Landtagsfraktion der rechtsextremen Partei „Deutsche Liga für Volk und Heimat“ in Schleswig-Holstein arbeitete und in einem Verfassungsschutz-Gutachten über die AfD erwähnt wurde? Der, wie einige andere AfD-Mitglieder in Mecklenburg-Vorpommern, mit einem roten Kreuz auf goldenem Grund am Revers gesehen wurde und sich auf die Kreuzritter beruft?
Deus lo vult (Gott will es) war ein Slogan aus den mittelalterlichen Kreuzzügen, der heute auch von anderen rechten Gruppen gern benützt wird. Der Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz hat darauf hingewiesen, dass auch der rassistische KU-Klux-Klan Kreuze als Symbol verwendet, der genauso wenig mit dem Christentum zu tun hat.

Richard Grünert
Richard Grünert
5 Jahre zuvor

Selbst wenn's so ist hat er offensichtlich mehr Mut zur eigenen Meinung als alle Karls zusammen.

Wolfram Obermanns
Wolfram Obermanns
5 Jahre zuvor

"Gott will es" ist Gotteslästerung.

Aber darum geht es nicht. Es geht um vom Leben beleidigte Menschen, die sich an ihrer Umwelt rächen wollen – für was auch immer. Das kann der zu nah am Zaun stehende Gartenzwerg des Nachbarn, das Kopftuch der Nachbarin, die Rundfunksteuer (da erlaube ich mir eine von der offiziellen Rechtsprechung abweichende Rechtsauffassung), die Haut- und Haarfarbe des anderen, "was glotzt'e" oder auch nur die schiere Anwesenheit in Schlagweite der/des Dauerbeleidigten sein.
Als Ausrede sucht man sich gerne das, von dem man hofft, andere verstehen noch weniger von der Sache als man selbst. Für Leseanfänger mit Problemen beim sinnverstehenden Lesen und in einem Umfeld, in die traditionelle Religion wie kaum woanders unbekannt ist, muß dann auch heute noch auch schon mal eine Schriftreligion herhalten.

Entscheidend bei der Suche nach Heimat der beleidigten ist außerdem sowieso nicht irgendeine Überzeugung, da ist der Befund der Extremismusforschung eindeutig. Entscheidend ist allein die Erstbegegnung mit einem Alibi, von dem man sich erhofft, es gibt genug andere, die einen beklatschen, wenn man sein dummes Zeug erzählt und seine häßlichen Taten begeht. Nationalisten, sind entwischte Islamisten, sind entwischte Stalinisten, sind – denkt Euch selber noch was anderes aus – entwischte Schlagetots, nicht mehr nicht weniger.
Die Lügen, die sie sich selbst und uns erzählen, braucht man nicht ernst nehmen. Das einzige, was man ernst nehmen muß, ist ihre Gewaltätigkeit.

Werbung