Heimreise mit Harris: Rap trifft Rechtspopulismus

Harris, Foto: Wikipedia by: Matti Blume

Rapper, Partyclown, Rechtspopulismus? Der Berliner Rapper Harris vereint diese Kombination gekonnt. Schon oft fiel der deutsch-amerikanische Partyrapper durch dumpfe nationalistische Songs und Äußerungen auf. Nach „patriotischen“ Sendeformaten, deutschtümelnden Rap-Songs und „integrationsunwillige-Ausländer-raus“-Rhetorik, gab der Rapper nun der aktuellen Ausgbabe der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit ein Interview. Der Beifall von rechts bis rechtsaußen folgte prompt. Mal wieder. Wie aber passt dies zu einem Mann, der mit Kiffer- und Kokssongs sein Geld verdient? Wie passt es zu jemandem, zu dessen Freunden und Rap-Partnern Migranten gehören, dessen Knastkarrieren teils beachtlich sind?

“Die Frage ist: Bist Du ein Patriot? Dann schrei es raus, wie Harris und DJ Maxxx und schalte ein!“ So lautet der Slogan einer Hip-Hop Radio Show des Senders Jam FM. Harris und „DJ Maxxx“ führen durch die Sendung. Man sieht zwei Männer in Gangster-Pose, Rapper Harris, „halbschwarz“, trägt einen Zylinder in Schwarz-Rot-Gold. Spätestens seit seinem Song „Nur ein Augenblick“, ist Harris, der einerseits mit „Kanacken“-Image Rappern (Selbstbezeichnung) wie Haftbefehl („Kanackiş“), Sinan G („Schutzgeld“) und Massiv („Wenn der Mond in mein Ghetto kracht“) Musik macht, auch bei der „biodeutschen“ Rechten sehr beliebt. Integrationsunwilligen Migranten legt er in dem Stück die Ausreise nahe, und biedert sich damit Rassisten an. Kostprobe:

„Egal Türkisch, Afrikanisch, Arabisch oder Indisch/
Wenn du nicht weißt, wo der Flughafen ist – ich bring dich“

„Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“ Da bekommt der alte Neonazi-Demospruch ein unerwartetes Comeback. Nun sollte man nicht denken, der Mann wäre nicht zur Selbstreflexion fähig. Einige Zeilen später räumt er ein:

Wenn es dir hier nicht gefällt, geh doch wo anders hin/
Wär ich blond mit blauen Augen, würdest du sagen, dass ich ein Nazi bin

Es ist nicht davon auszugehen, dass dem hageren Harris derlei über die Lippen käme, stünde der zwei-mal-zwei Meter Fleischklotz und Rapper-Kollege Massiv, bekennender Muslim mit palästinensischen Wurzeln, vor ihm. Zwar ist sich Harris nicht zu schade, mit ebenjenen Musik zu machen, die er doch am liebsten im Flieger gen „Heimat“ sähe. Allerdings macht er keinen Hehl aus seinem Nationalismus, 2010 veröffentlichte er das Mixtape „Bist du ein Patriot“ mit DJ Maxxx.

Der „Alibi-Ausländer“

Soweit, so dubios. Nun aber hat Harris den finalen Absprung nach Rechts vollzogen. Vergangenen Mittwoch gab der Freund von unter anderem Rapper Afrob, Mitglied im antirassistischen Musiker-Kollektiv Brothers Keepers, der rechtspopulistischen Wochenzeitung Junge Freiheit ein Interview. Dort spielt er mal wieder bereitwillig den „Alibi-Ausländer“, der keiner ist. Er sehe nicht ein, „den Mund (zu) halten“, nur weil „damals Schlimmes passiert“ sei. Das passt zum Blatt. 2004 stellte der Verfassungsschutz fest: „Besonderes Augenmerk scheint die JF auf die Relativierung der deutschen Schuld am Zweiten Weltkrieg zu legen.“

Mit Rapper Harris kann sich das rechte Blatt, das laut Verfassungsschutz als „Scharnier zwischen Konservativismus und Rechtextremismus“ fungiert, über einen freuen, der endlich mal „scharfe Kritik an integrationsunwilligen Einwanderern übt.“

Harris glaubt, weil seine Erzeuger ihm einen Schuss Kakao in die Milch mitgaben, könnte er unverhohlen gegen „integrationsunwillige“ Migranten holzen. Er sucht Anerkennung. Wenn er nur kräftig genug deutschtümelt, werden die anderen ihn irgendwann akzeptieren, so sein Kalkül. Schließlich ist er gebürtiger Deutscher, Muttersprachler, lebt gerne hier. Er kommt „von hier“, wie seine Mitdeutschen auch. Umso schwerer ist es für ihn zu akzeptieren, dass auch ihm Rassismus im Alltag begegnet.

Dafür macht er Migranten verantwortlich, die nicht hier geboren sind. Würden sie sich besser anpassen, gäbe es auch keine Vorbehalte. So kann er, der als Dunkelhäutiger seine Erfahrungen mit Ablehnung, Diskriminierung  und Demütigung gemacht hat, endlich einmal auf der Seite der Starken stehen. Auf der anderen Seite, und das zeigen seine engen Kontakte mit der Berliner „Azzlack“-, „Kanacken“- und „Gangster“-Rapszene, hat er Angst davor, die letzte Konsequenz zu ziehen. Das wäre der Bruch mit dem Gangsterrap. Also versucht Harris, auf zwei Hochzeiten zu tanzen, dass dies bislang relativ reibungslos funktioniert, ist zum einen dem politischen Desinteresse der Hip-Hop-Szene insgesamt geschuldet. Auf der anderen Seite haben Rassisten und dumpfdeutsche Nationalisten wenig Ahnung von Hip-Hop, und nur wegen Harris wird sich dies so schnell nicht ändern. Sie sind froh, einen Mitstreiter gefunden zu haben, der Rest ist erstmal egal.

Cool, sympathisch, Revoluzzer

Er scheint wirklich zu glauben, dass die, die ihm von rechts applaudieren, auf seiner Seite wären. In der Kommentarspalte des rassistischen Blogs Politically Incorrect etwa, wird der in Deutschland geborene „Oliver“, wie er mit Vornamen heißt, als „Ausländer“ bezeichnet. Dort weiß man: „Der Harris der ist cool, aber der hat ja auch einen halben amerikanischen Background und keinen arabisch-mohammedanischen!“  Zwar stört es einige, „dass er sich sein Hirn weggekifft hat“, dennoch gilt er ihnen als „Sympathischer Revoluzzer“. Im Junge Freiheit-Forum wird ihm gar ein Feature mit der bei Neonazis beliebten Rapperin Dee Ex anempfohlen. Einen Schritt in diese Richtung hat er bereits gemacht: 2011 drehte Harris ein Video mit dem mutmaßlichen KZ-Barden Joopi Heesters.

Gutes Benehmen

In der Hip-Hop-Szene war dies praktisch nie Thema. Hier genießt Harris das Image eines harmlosen Party-Rappers, der einfach „ein bisschen Jiggy“ ist. Vielleicht sollten seine Rap-Kollegen noch einmal genau hinhören, mit wem sie sich da auf Platten zeigen. Da wäre etwa der in Rüsselsheim geborene Rapper Yassir. Der marokkanische Staatsbürger wurde 2009 wegen Haschisch-Deals nach über drei Jahren Gefängnis nach Marokko abgeschoben. Harris, der selbst mit seinem angeblich exzessiven Drogenkonsum hausieren geht, sagt in seinem Song „Nur ein Augenblick“: „Du hast Glück, bist jetzt hier, also benimm dich / Mach deine Arbeit, werd erwachsen, sei nicht kindisch.“ Yassir hat sich nicht „benommen“. Befürwortet Harris das also? Und wo holt Harris sein Gras? Fordert er seinen Dealer, so der denn zugewandert ist, auch zur Ausreise auf?

Position beziehen

Fragen über Fragen, die Harris wahrscheinlich nicht mal selbst beantworten kann. Die Hip-Hop-Szene aber muss sich positionieren. Und auch Leute, die „Migrantenghetto“-Bildung, Kriminalität, „Kartoffel“-Feindlichkeit und antiwestliche Attitüde befürworten, und das sind Harris‘ bevorzugte Feature-Partner, nicht ignoriert werden. Es ist ein Fakt, dass der Großteil seiner genannten Rapper-Freunde (nicht alle!) genau das tut, was der „stolze Deutsche“  mit seiner „gesunde(n) Portion Nationalbewusstsein“ verpönt. Und auch er tut dies.

Nun wird sich zeigen, ob das neueste Interview mit der rechtslastigen Jungen Freiheit für ein Aufmerken in der Rap-Szene führt. Zu erwarten ist dies aber nicht, denn außer bei ein paar engagierten Fanzine-Redakteuren kommt das Thema Politik hier kaum vor, und wenn, dann in der Regel alibimäßig mit Plattitüden gegen „die da oben“. Mal sehen, wie lange sich die Szene das noch bieten lässt. Interessant wäre es hingegen mal, Rapper Harris zusammen mit den „stolzen Deutschen“ von Politically Incorrect und der Jungen Freiheit  auf einer von seinen Partys zu sehen, wie sie Harris beim Kiffen zugucken und dabei das „Halt die Fresse“ Mixtape hören.

Dem Realitätstest hält diese Freundschaft wohl eher nicht stand. Wenn Harris es wirklich ernst meinen sollte mit seiner Patrioten-Nummer, wäre ein erster und konsequenter Schritt, sich seinen gekünstelten „Isch fick disch“ Pseudomigranten-Slang abzugewöhnen. Darauf aber basiert sein Rap-Image: Der krasse Typ von der Straße. Das ist seine Scharnierfunktion.

Dir gefällt vielleicht auch:

23 Kommentare

  1. #1 | boese sagt am 19. Mai 2012 um 09:45 Uhr

    Nach dem Wort „deutschtümmelnd“ hab ich aufgehört zu lesen.

    Was sich heute alles Journalist nennen darf ist schon traurig.

    Diese leicht durchschauende Denuzierung wegen dem „Jungen Freiheit“, was heute auch zufällig veröffentlicht wird, ist schon traurig.

    Das Niveau von Ruhrbarone ist wirklich zwischen Kreisklasse und Bezirksliga.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 19. Mai 2012 um 10:04 Uhr

    @Boese: Kreisklasse A, B oder C? 🙂

  3. #3 | boese sagt am 19. Mai 2012 um 10:16 Uhr

    @Stefan Laurin

    dem Kommentar von Herrn Niewendick gebe ich Kreisklasse C Niveau. Muss man vermuten das er vorher ein Pamphlet der Antideutschen oder ein Gespräch mit Claudia Roth hatte?

    Ich war überrascht als Harris mit einem wirklichen positiven Track zur Integrationsdebatte kam. „Bierdert sich an Rassisten an“ das ist harter Tobak und was tut der Autor dieses Kommentars?

  4. #4 | Tümmler sagt am 19. Mai 2012 um 10:24 Uhr

    Danke für den interessanten Artikel – rechte Provo-Motzerei wie in Kommentar Nummer 1 ist ja auch kein Wunder. Gibt schließlich genug Leute, die deutschtümelnde (hihi, mit einem m, du deutscher Held!) und rassistische Hetzpublikationen wie PI-News und die Junge Freiheit lesen.

  5. #5 | boese sagt am 19. Mai 2012 um 10:39 Uhr

    @Stefan Laurin

    sind User wie „Tümmler“ das linke Mileu das Ruhrbarone ansprechen möchte? Dann werde ich die Seite nicht mehr aufrufen.

    Die „Junge Freiheit“ ist orthodox Konservativ aber nicht „Rassistisch“.

    Niemand würde einem Türken der seit 10 Jahren in Deutschland lebt meistens türkisch spricht, türkische Zeitungen und türkisches Fernsehen schaut „türkischtümmlei“ vorwerfen.

    Selbst „Graue Wölfe“ werden ja von der öffentlichen Journalie und Parteien eher geschützt, es gibt ja nichtmal „Gegendemos“ wenn sie in der Gruga-Halle auflaufen.

  6. #6 | Ewa M sagt am 19. Mai 2012 um 10:39 Uhr

    Super Artikel! Schön zusammengefasst. Weiter so!

  7. #7 | JwoWW sagt am 19. Mai 2012 um 10:53 Uhr

    Die einzigen Argumente für Harris´ rechte Gesinnung sind(so lustig das ist),sind dasser nazi ist und seine Doppelmoral.

    Zu dieser Diffamierung muss ich ja wohl nichts sagen.Und ob Harris sich jetzt eher über kiffende Ausländer oder eher doch über Deutschenfeindlichkeit und asoziales Verhalten aufregt,ist dann doch fraglich.

    Und wieso sollte man ihm einen Strick daraus drehen,wenn er im selben Song sich gegen Rassismus stellt.Versteht ihr denn nicht dass es hier nicht darum geht,gegen Ausländer zu wettern,sondern dass Harris einen objektiven,politisch korrekten Einblick in seine Welt gibt.

    Gemessen an dieser beschränkten sichtweise wäre ich dann Nazi-Antichrist-Nonkonfirmist-Nazi oder was 😀

    lieber Autor machs dir doch nich so leicht und hör dir mal den Song an den du da so oft zitiert hast.Wer daran was falsches findet,dem kann echt nicht mehr geholfen werden.

  8. #8 | zechpreller sagt am 19. Mai 2012 um 11:05 Uhr

    Nettes Liedchen hier: https://www.youtube.com/watch?v=dY0lONmlFFQ&feature=related

    Also wenn wir schon über Hetze reden…

  9. #9 | Yilmaz sagt am 19. Mai 2012 um 11:19 Uhr

    Schwacher Artikel.

    Rapper wollen doch einfach nur provozieren, egal wie.

  10. #10 | Kairophob sagt am 19. Mai 2012 um 11:50 Uhr

    „Herr“-liche Gewaltphantasien sind Herrn Niewendick zu eigen:

    Es ist nicht davon auszugehen, dass dem hageren Harris derlei über die Lippen käme, stünde der zwei-mal-zwei Meter Fleischklotz und Rapper-Kollege Massiv, bekennender Muslim mit palästinensischen Wurzeln, vor ihm.

    Wo Fäuste Argumente werden ……

    P.S.

    Mir ist die Äquidistanz zu beiden sehr wichtig.

  11. #11 | Rotor123 sagt am 19. Mai 2012 um 13:15 Uhr

    Was ist denn das hier für eine RASSISTISCHE Seite!?

    „Harris glaubt, weil seine Erzeuger ihm einen Schuss Kakao in die Milch mitgaben, könnte er unverhohlen gegen “integrationsunwillige” Migranten holzen.“

    SOWAS IST RASSISTISCH!!!!!
    Diese Schmierseite sollte man sofort melden!

  12. #12 | rantanplan sagt am 19. Mai 2012 um 13:25 Uhr

    So ein alberner Artikel.
    Dass so ein Quatsch, der überall Rassismus entdeckt, salonfähig ist, gibt’s auch nur in Deutschland.

  13. #13 | Martin Niewendick sagt am 19. Mai 2012 um 13:26 Uhr

    @ #1: „Diese leicht durchschauende Denuzierung wegen dem “Jungen Freiheit”, was heute auch zufällig veröffentlicht wird, ist schon traurig.“

    was wollen sie damit sagen? artenschutz für rechtspostillen? und nein, es ist natürlich kein zufall, dass der artikel zusammen mit der ausgabe der jf erscheint – das soll nicht zum kauf animieren!

    @ #7, „Und wieso sollte man ihm einen Strick daraus drehen,wenn er im selben Song sich gegen Rassismus stellt.Versteht ihr denn nicht dass es hier nicht darum geht,gegen Ausländer zu wettern,sondern dass Harris einen objektiven,politisch korrekten Einblick in seine Welt gibt.“

    es gehört zu den billigsten taschenspielertricks, sich im selben atemzug von seinenn eigenen positionen zu distanzieren, ohne dies wirklich zu tun. ich nenne es das deutsche „aber“. „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber…“

    wo gibt harris denn einen einblick in seine welt? es ist doch lächerlich, ständig mit irgendwelchen gangsterrappern songs zu machen, sich mithilfe dieses images finanziell zu bereichern, dann aber „integrationsunwillige“ migranten die ausreise ans herz zu legen.
    wer daran nichts falsches findet, dem kann nicht mehr geholfen werden.

  14. #14 | Martin Niewendick sagt am 19. Mai 2012 um 13:29 Uhr

    @ rotor 123: dass ich das richtig verstehe: sie finden „schuss kakao in die milch“ rassistisch, aber die forderung nach heimreise nich? sie haben interessante sensoren….

  15. #15 | Libero sagt am 19. Mai 2012 um 13:35 Uhr

    Ganz, ganz schwacher versuch, diejenigen stigmatisieren zu wollen, die „die Fresse aufmachen“ und sich nicht von sochen Schmierereien beeindrucken lassen. Ich werde gewiss weiterhin die „JF“ lesen, die „Ruhrbarone“ indes nicht mehr.

  16. #16 | Stefan Laurin sagt am 19. Mai 2012 um 14:04 Uhr

    @Libero: Wir werden den Verlust sicher verkraften…

  17. #17 | Ben sagt am 19. Mai 2012 um 14:47 Uhr

    Der „Schuss Kakao in die Milch“ ist im Kontext des Artikels aber in der Tat zumindest selten dämlich.

  18. #18 | Chris sagt am 19. Mai 2012 um 14:56 Uhr

    @14: Jap, korrekt, bei strenger Auslegung isn Schuss Milch im Kakao definitiv rassisitisch weils sich auf den menschlichen Phänotyp (aka Rasse) bezieht, die „gute Heimreise“ ist das definitiv nicht, es sei denn man geht davon aus, dass jeder abgeschobene Ausländer „fremdrassig“ wäre. Aber das hantieren mit der Rassismuskeule macht halt betriebsblind, is mir klar. Und als wohlmeinender Linker hat man eh recht.

    Faszinierend wie patriotische Minimalforderungen den linken Mob zum Toben bringen können, da merkt man, dass unser Land noch lange von jedweder Art der Normalisierung entfernt ist. Und schreibts euch hinter die Ohren, wer sich selbst nicht liebt, der kann auch niemand anderen lieben. Da täuscht der ganze Ausländerfetischismus nicht drüber hinweg.

  19. #19 | Nadia Shehadeh sagt am 19. Mai 2012 um 15:13 Uhr

    Ich verstehe was Du an der ganzen Harris- inkl. JF-Interview-Nummer problematisieren willst. Ich würde mir aber wünschen, dass Du da noch mal hinterherlegst weil ich anstatt der migrantisierenden & Co.-Thematisierung der von Dir teils beschriebenen Szene eher noch strukturelle Probleme (Bildungsbenachteiligung, etc.) sehe und Dir da durchaus mehr zutraue. Sprich: Mehr Analyse, weniger Polemik, weil ich denke dass Du da genau die richtigen Skills hast, die Provos bei dem Topic nicht benötigen.
    (Und: „Schuss in den Kakao“ geht natürlich gar nicht.)

  20. #20 | Norbert sagt am 19. Mai 2012 um 16:45 Uhr

    Ein Artikel, der sich gegen Rassismus wendet und dann eine Formulierung enthält wie „… weil seine Erzeuger ihm einen Schuss Kakao in die Milch mitgaben …“ – nichts gegen polemische Kritik, aber Rassismus mit subtilem Rassismus angreifen? Da habe ich so meine Zweifel …

  21. #21 | Onkel Ottos Hütte sagt am 23. Mai 2012 um 10:39 Uhr

    Auf die Idee, dass Onkel Harris mit denen die gehen sollen ebenso Rechte als auch Linke meinen könnte, ist wohl noch keiner gekommen!?
    Denn wem passt den das heutige Deutschland nicht wirklich? Korrekt: Rechten und Linken. Also muss ich mir von einem JF-„Quotenneger“ sagen lassen: „Wenn’s Dir nicht passt, dann geh!“? Ich denke nicht.
    Keinem scheint aufzufallen, dass seine Aussagen einfach nur dem schwarz-rot-goldenen „Schlaaand“ Partypatriotismus-Zeitgeist entsprechen. Das fördert sicherlich die Verkaufzahlen. Von tatsächlichen Rechten werden Harris und Konsorten mit ihrem prolligen Getue und halbgaren Lippenbekentnissen sicherlich nicht als was durchweg positives wahrgenommen. Und zwar nicht auf Grund von „rassistischen Vorurteilen“, sondern weil sie derlei Praktiken durchschauen. Mit solchen Leuten ist kein Blumentopf zu gewinnen. Das ist Marketing und kein Nationalismus.
    Den durchschnittlichen Linken graut es natürlich bei solchen Aussagen. Auch wenn Harris‘ dunkler Teint es ihnen vermutlich ein wenig schwieriger machen wird, ihn einfach als „Nazi“ abzustempeln. Aber allein schon das Wort Deustchland dürfte ausreichen, um Beachtung bei diesen zu finden. Und schon gehen die Youtube-Klicks in die Höhe, denn man muss ja wissen wogegen man ist.
    Ein Kasperletheater ersten Ranges.

  22. #23 | Rap und Politik – von linker Gesellschaftskritik zu bürgerlichem Spießertum | Ruhrbarone sagt am 30. Juni 2012 um 08:00 Uhr

    […] Partyrapper Harris der rechtspopulistischen bis rechtsradikalen Wochenzeitung Junge Freiheit ein ausführliches Interview darüber, warum Nationalismus nichts Schlimmes ist. Migranten ohne Deutschkenntnis empfiehlt er die […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Werbung