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„Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.?

Heidrun G. war ein Jahr lang Lehrerin an einer Waldorfschule im Ruhrgebiet. Heute unterrichtet sie an einer staatliche Schule und  blickt kritisch auf ihre Zeit als Waldorfschullehrerin zurück.

Es war die Größe, die G. an ihrer Waldorfschule als erstes auffiel: Die Größe der Klassen. „Ich hatte Klassen mit fast 40 Kindern, da ist ein vernünftiger Unterricht kaum möglich. Man kann in so einer großen Gruppe nicht auf die Probleme einzelner Kinder eingehen.“ Vor allem im Sprachunterricht sei die Klassengröße ein Problem. Internationale Studien, erklärt mir G., hätten erwiesen, dass 22 Kinder pro Gruppe die absolute Obergrenze seien.

Solche Studien allerdings hätten ihre Waldorfkollegen kaum wahrgenommen: „Die Waldorfpädagogik legt keinen wert darauf, an den wissenschaftlichen Diskursen der Pädagogik teilzunehmen. Man hat ja Steiners Lehre.“  Waldorfschulen…

Heidrun G. war ein Jahr lang Lehrerin an einer Waldorfschule im Ruhrgebiet. Heute unterrichtet sie an einer staatliche Schule und  blickt kritisch auf ihre Zeit als Waldorfschullehrerin zurück.

Es war die Größe, die G. an ihrer Waldorfschule als erstes auffiel: Die Größe der Klassen. „Ich hatte Klassen mit fast 40 Kindern, da ist ein vernünftiger Unterricht kaum möglich. Man kann in so einer großen Gruppe nicht auf die Probleme einzelner Kinder eingehen.“ Vor allem im Sprachunterricht sei die Klassengröße ein Problem. Internationale Studien, erklärt mir G., hätten erwiesen, dass 22 Kinder pro Gruppe die absolute Obergrenze seien.

Solche Studien allerdings hätten ihre Waldorfkollegen kaum wahrgenommen: „Die Waldorfpädagogik legt keinen wert darauf, an den wissenschaftlichen Diskursen der Pädagogik teilzunehmen. Man hat ja Steiners Lehre.“  Waldorfschulen, das würden viele Eltern unterschätzen, seien vor allem die Schulen der antroprosophischen Bewegung. Klar wurde das G. auf einer Fortbildungsveranstaltung. Das Thema: Der Umgang mit schwierigen Schülern. „Der Dozent hat uns eine einzige Methode des Umgangs beigebracht. Wir sollten nach Feierabend auf der Couch intensiv an den Schüler denken und so eine Beziehung von Seele zu Seele aufbauen. Das würde helfen.“

Viele Eltern würden die Bedeutung den Charakter als Bewegungsschule unterschätzen: „Die Waldorfschule hat den Ruf alternativ zu sein, im Prinzip ist sie aber eine Schulform mit einem sehr festgelegten Menschenbild und einer absolut überholten Methodik: In über 90 Prozent  der Zeit fand bei uns an der schule klassischer Frontalunterricht statt.“ Die Schüler würden angehalten viel zu reproduzieren,

Das Image der Schulen und die Wirklichkeit würden nur selten übereinstimmen. Die Waldorfschulen seien aus Prinzip intransparent: „Es gibt keinen verbindlichen, dafür angeblich einen geheimen Lehrplan, über den immer mal wieder geredet wurde, aber den ich nie gesehen habe. Ein Problem sind aber auch die sehr großen Freiheiten jedes Lehrers, seinen Unterricht nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Niemand und muss sich von seinen Kollegen in seine Arbeit reinreden lassen. Haben die Kinder einen guten Lehrer, haben sie Glück, haben sie einen schlechten Lehrer, Pech. Eine inhaltliche Kontrolle  habe ich nicht erlebt.“
G. hat viel Unfug gehört: In den unteren Klassen haben die Kinder Epochenunterricht über Zwerge und Gnome gehabt. Atlantis und Sagen waren Stoff im Fach Geschichte. „Sagen gehören in den Deutsch-, aber nicht in den Geschichtsunterricht“, weiß G., die studierte Historikerin ist.

Aber wie sollen das die Lehrer beurteilen? G. bestätigt einen Bericht des ZDF-Magazins Frontal aus der vergangenen Woche, in der die  Qualifikation von Waldorflehrern bezweifelt wurde: „Bis in die achte Klasse hinein unterrichtete der Klassenlehrer bei uns alle Fächer – niemand kann so etwas qualifiziert leisten. Vor allem Waldorflehrer nicht, von denen viele keine wissenschaftliche Ausbildung haben. Wer seinen Namen tanzen kann muss nicht zwingend Ahnung von Mathematik haben.“

G. fand nicht alles schlecht an der Waldorfschule. Gut, dass bislang zum Teil der Hauptschulabschluss zum Teil erst nach 12 Schuljahren erreicht wurde, fand sie befremdlich. „Aber den Kindern tut es gut, mehr Zeit zum Lernen zu haben. Leider sind viele Kinder an der Waldorfschule unterfordert. Die Zeit wird nicht gut genutzt. Ich habe Kinder erlebt, die nach acht Jahren Fremdsprachenunterricht kaum Russisch oder Englisch sprachen.“
Gut sei die Waldorfschule hingegen wenn es um die Entwicklung der Kreativität gehe. „Es wird viel gemalt, getanzt und geschauspielert an den Waldorfschulen.“ Zwar hätten die Schüler nur wenig Mitspracherechte, wenn es um die Inhalte geht, aber diesen Teil des Angebots der Waldorfschulen fand G. gut.

Aber, erklärt mir G., ob die Qualität in diesem Bereich an jeder Waldorfschule gut sei, könne sie nicht beurteilen: „Jede Waldorfschule ist anders. Eltern wissen nie worauf sie sich einlassen und der Weg zurück auf eine konventionelle Schule ist schwierig. Das liegt an dem niedrigeren Niveau der Waldorfschulen und daran, dass die Waldorflehrer den Kindern Angst vor den normalen Schulen machen.“ Ein Kind das von der Waldorfschule auf ein Gymnasium wechseln will müsse damit rechnen, ein bis zwei Jahre zurückgestuft zu werden. Nach einem Jahr an einer Waldorfschule ist für G. klar: „Ich würde nie mein Kind an einer Waldorfschule anmelden.“

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224 Kommentare zu “„Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.?

  • #1
    -Berry-

    hmm,

    die Waldorfschule scheint Dir – Stefan Laurin – richtig quer zu sitzen.
    Dieser Beitrag ist nahezu identisch mit dem Beitrag vom 09. märz http://www.ruhrbarone.de/waldorfschuler-ohne-abschluss/

    zuerst möchte ich mich für mögliche Rechtschreibfehler entschuldigen. Mein möglicherweise holprige Schreibweise ist Folge meiner Nationalität (Niederländisch) und nicht weil Waldorfschüler wäre. Die habe ICH nämlich nicht besucht.

    Leider.

    Aber dafür dürften meine Kinder die Waldorfschule in Dortmund besuchen. Beide haben mittlerweile studiert. Und beide haben das Studium innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen.
    Und beide haben das Vergnügen problemlos eine Stelle gefunden zu haben.

    Heidrun G. meint: ?Ich würde nie mein Kind an einer Waldorfschule anmelden.?

    Wenn „ich“ Kritik auf der Waldorfschule habe, ist es meist die doch elitäre Zusammenstellung der Elternhäusern. In der Klasse meiner Tochter kamen die SchülerInnen meist aus Arztfamilien. Wenn ich mich recht erinnere waren es 8. Eine vergleichbare hohe Zahl waren Kindern von/aus Lehrerfamilien. Meist LehrerInnen aus staatlichen Schulen.
    Und die restlichen. Auch nicht die Looser dieser Welt: Selbstständigen oder die eher höher Angestellten.

    Kein Querschnitt dieser Gesellschaft und das hat mich zu der Zeit auf jedem Fall doch gestört. Kaum Ausländerfamilien, erst recht keine dunkelhäutige.

    Meine Kinder würde ich wieder an der Waldorfschule anmelden.

    ach ja:

    „Wer seinen Namen tanzen kann muss nicht zwingend Ahnung von Mathematik haben.“

    Meinen Sie damit, WaldorfschülerInnen sind etwa drei Stunden wöchentlich damit beschäftigt ihren Namen zu tanzen? Drei Jahre lang – immer wieder den Namen tanzen. Und tanzen und tanzen!

    Sollte das tatsächlich mal passieren, wird dieses tanzen so lange dauern wie einmal in die Nase bohren. 5 bis 10 min. Glauben Sie mir, DAS hat noch keiner das Abitur gekostet

  • #2
    Peter A.

    Vorweg: ich respektiere natürlich, dass Frau G. ihr Kind nicht an einer Waldorfschule anmelden würde. Das soll jeder machen wie er will und sicher ist die Waldorfschule auch nicht für jeden was.

    Aber mich würde einmal interessieren, an welcher Waldorfschule Heidrun G. unterrichtet hat. Ich war selbst 13 Jahre Waldorfschüler und weiß, dass die Waldorfschule nicht perfekt ist. Aber das, was Frau G. schreibt, klingt doch sehr skurril und übertrieben.

    Gruppen von über 40 Kindern gibt es im sogenannten „Hauptunterricht“ in den ersten zwei Schulstunden. Danach, in den Fachstunden, werden die Klassen geteilt oder gedrittelt. So ergeben sich weniger als 22 Kinder pro Lerngruppe in den Sprachunterrichten, wie internationale Studien dies fordern.

    „Die Waldorfpädagogik ist die empirisch am besten erforschte Reformpädagogik“, sagt Prof. Dr. Heiner Ullrich, Uni Mainz. Und er muss es wissen, publiziert er doch seit Jahrzehnten teils sehr kritisch über Waldorfpädagogik. Es gibt viele gemeinsame Kolloquien, der Austausch zwischen Erziehungswissenschaft und Waldorfpädagogik ist rege. Ich könnte zahlreiche viel beachtete empirische Studien zur Wirksamkeit der Waldorfpädagogik nennen, stellvertretend seien genannt:

    -Heiner Barz, Dirk Randoll (Hrsg.): Absolventen von Waldorfschulen. Eine empirische Studie zu Bildung und Lebensgestaltung ehemaliger Waldorfschüler

    -Werner Helsper, Heiner Ullrich, Bernhard Stelmaszyk, Davina Höblich, Gunther Graßhoff, Dana Jung: Autorität und Schule: Die empirische Rekonstruktion der Klassenlehrer-Schüler-Beziehung an Waldorfschulen

    -Ulrike Keller: Quereinsteiger: Wechsel von der staatlichen Regelgrundschule in die Waldorfschule

    Brater, Michael: Interkulturelle Waldorfschule : Evaluation zur schulischen Integration von Migrantenkindern

    Soviel zum Vorwurf, „Waldorf“ würde sich gegenüber wissenschaftlicher Überprüfung verschließen.

    Was den Lehrplan angeht, so gibt es den, er ist frei zugänglich: „Tobias Richter: Pädagogischer Auftrag und Unterrichtsziele – vom Lehrplan der Waldorfschule.“ Das Waldorflehrer freier sind bei der Umsetzung des Lehrplanes, nicht aber beim Erreichen der Lernziele, das ist aus meiner Sicht ein Vorteil.

    Also den Hauptschulabschluss nach der 12. Klasse habe ich ja noch nie gehört! Ich habe nach 13 Jahren mein Zentralabitur in BaWü gemacht, es gibt kein Waldorfabitur. In den Abschlussprüfungen liegen die WaldorfschülerInnen nie unter dem Durchschnitt der Regelschüler, oft etwas darüber. Und es gibt keine Schulform, die einen höheren Prozentsatz an Abiturienten hervorbringt. Zum Vergleich: Die Abiturientenquote an Regelschulen (2005/06) ist 29,9 Prozent, plus 13,6 Prozent Fachhochschulreife ergibt 43,5 Prozent. An Waldorfschulen machten im gleichen Zeitraum 67,7 Prozent der SchülerInnen Abitur, und 7,7 Prozent Fachhochschule, ergibt gesamt 75,4 Prozent. Das gibt doch zu denken?

    Die Frage, ob Lehrer gut ausgebildet sind oder nicht dürfte sich damit eigentlich auch beantworten.

    Bester Gruß

  • #3
    Heidrun G.

    @Peter A.
    Ohne Zweifel gibt es empirische Untersuchungen über Waldorfschulen. Die von Ihnen angeführte Literatur gibt aber nicht nur die „Wirksamkeit“, sondern genausogut die „Unwirksamkeit“ einiger Felder der Waldorfpädagogik wieder.
    Viel interessanter erscheint mir der Hinweis auf die Qualität der Lehrer an Waldorfschulen. Die läßt sich also mit einem Vergleich der Abi-Quoten von Regel- und Waldorfschule beweisen?? Mit einem äußerst geringen Anteil an Migrantenkindern und wenigen Schülern aus sozial schwachen Verhältnissen ist eine Vergleichbarkeit mit Regelschulen lediglich polemisch. Der Aussagewert tendiert gegen null. Auch die von Ihnen angeführten Untersuchungen bestätigen doch, dass die Elternhäuser überproportional aus dem Bildungsbügertum stammen. Das entzieht einem Vergleich die Grundlage.
    Außerdem sei die Frage erlaubt, wie hoch der Anteil an Schülern ist, der schon vor Prüfungen durch entsprechende Beratungsgespräche seitens der Schule erst gar nicht die Prüfung ablegen, weil das Scheitern voraussehbar ist…
    Darüber hinaus ist der Anteil an Schülern, die nur durch Nachhilfelehrer den Stoff bewältigen, recht hoch…
    Auf die eigentlichen Kritikpunkte gehen Sie leider nicht ein.

  • #4
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Berry: Ich bin der letzte Mensch auf Erden, bei dem Sie sich für Rechtschreibfehler entschuldigen müssen. 🙂 Und ja, mir sitzt die Waldorfschule quer. Erst einmal aus den von Ihnen genannten Gründen: Ich mag keine Privatschulen und bin ein Freund der öffentlichen Schulen. Ich bin der Ansicht dass es für Kinder gut ist, auch Kinder aus anderen Schichten kennen zu lernen, auch zu erfahren was Arbeitslosigkeit etc. bedeutet. Das für Ihre Kinder die Waldorfschule OK war freut mich (und das ohne jede Hähme). Aber ich kannte auch Waldorfschüler die keinerlei politische Bildung erfahren haben und denen ich (nachdem sie Abitur hatten) erklären durfte, was ein Kanzler ist, was ein Bundespräsident ist und was die Zweitstimme ist. Ich habe das ganz normal auf der Schule gelernt. Dafür kannten sie sich wirklich mit Zwergen und Wichteln aus. Ich fand das erschreckend. Übel finde ich die Ideologie von Steiner, die rassistische Elemente hat. Ich mag es nicht, das eine Bewegung Die auf Steiners Ideen beruht Schulen betreiben darf. Ich halte ziemlich viel von der Aufklärung und sehr wenig von Esoterik und Okkultismus – und in diese Bereiche gehört Steiner. Ich weiß das jede Waldorfschule anders ist, was die Kritik an „den“ Waldorfschule erschwert. Aber Heidrun G. war an einer. Vielleicht hatten ihre Kinder einfach nur Glück.

  • #5
    Arnold Voß

    Die Waldorfschule ist nichts anderes als eine religiöse Schulform. In Bezug auf die Auswahl ihrer Lehrer agiert sie entsprechend wie ein sogenannter Tendenzbetrieb. Auf diese Weise ist eine ernst zu nehmende interne Diskussion über die Pädagogik selbst unmöglich. Damit findet auch eine Erneuerung und gesellschaftliche Anpassung der Schule an veränderte Verhältnisse nur begrenzt und wenn überhaupt nur sehr langsam statt. Eine echter Dialog konträrer Meinungen ist nämlich ausgeschlossen bzw. können die Kritiker nur dann im System bleiben, wenn sie sich letztlich den ?Bewahrern? fügen. Diesbezüglich gibt es jedoch graduelle Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen in ihrer inneren Liberalität.

    Auf diese Weise ist die Waldorfschule trotz ihrer überdurchschnittlichen Elternbeteiligung und ihrem besonderen Zugang zu ihren Schülern im Kern eine undemokratische, wenn nicht antidemokratische Einrichtung. Ganz abgesehen davon, dass Steiner selbst nicht als besonderer Freund der Demokratie bekannt ist. Die Eltern spielen dieses Spiel jedoch oft gegen besseres Wissen mit, weil sie sich in dieser Schule eine besondere Betreuung ihrer Kinder erhoffen und weil sie sie von den sozialen Problemen der staatlichen Schulen fernhalten wollen.

    Das wiederum führt zu einer partiell recht doppelmoralischen Atmosphäre, denn die Kinder bekommen natürlich mit, dass ihre Eltern keineswegs nach den Regeln und Werten Leben, die ihnen in der Schule ?gepredigt? werden. Oft werden sie sogar gebeten, den Lehrern nichts davon zu erzählen. Kinder die gegen dieses ?System? opponieren respektive geistig und seelisch damit nicht klar kommen, kommen in allergrößte Schwierigkeiten und werden mitsamt ihren Eltern über kurz oder lang aus der Schule gedrängt. Oder sie tauchen erst gar nicht dort auf, wenn sich die Erziehungsberechtigten genügend und jenseits der offiziellen Verlautbarungen kundig gemacht haben.

    Es gibt aber auch eine Menge Kinder die damit bestens klar kommen, weil sie den besonderen Ansatz dieser Schule zusammen mit ihren Eltern auch weitest gehend zu leben versuchen. Und die Gruppe natürlich, die die ungeschriebenen doppelmoralischen Regeln der Schule perfekt beherrschen. Für beide zusammen und das heißt für die überwiegende Mehrheit der Eltern und Schüler wird und ist die Waldorfschule dadurch sicherlich die richtige Schule.

  • #6
    Angelika Hörner

    Auslöser für die Anmeldung unserer Tochter in der Waldofschule war ihr Geschichtsheft (Realschule Klasse 9): Abhandlung Gründung Deutsches Reich 1871 bis 1900. Im letzen Fünftel der Heftseite kam die Überschrift: Ursachen der Oktoberrevolution in Rußland 1917 und einige Daten. Auf mein Unverständis hin, antwortete mir meine Tochter, man hätte noch schnell in den letzten 10 Minuten der Unterrichtsstunde ein neues Thema angefangen. Meine Tochter konnte mir kaum etwas über das Deutsche Reich erklären noch die Ursachen der Oktoberrevolutioon darlegen.
    Vorangegangen waren diesem „Ereignis“ Unmut über das Lernen für die nächste Klassenarbeit, die Persönlichkeitseinschätzung der Schüler nach Zensuren, schulmeisterliche Belehrungen zu Elternabenden (nur 3 x im Jahr). Wir hatten immer den Eindruck, es gehe nur um den Lernplan und die Zensuren. Die Angst, keine Ausbildungsstelle zu bekommen, wurde ständig als Druckmittel für gute Zensuren benutzt.
    Dieses Druckmittel gibt es in der Waldorfschule nicht. Dafür aber ausführliche schriftliche Einschätzung der Leistung und monatliche Elternabende – zu denen die Eltern auch kommen!!!! Wir und unsere Tochter empfanden ein Bemühen um jeden Schüler. Durch das sehr gute Verhältnis zum Elternhaus konnten Probleme rechtzeitig besprochen werden. Besonders die Anregungen über Kunsthandwerke wie Weben, Tischlern, Steinmetzen, Zeichnen und Schauspielern während des Schulunterrichts (auch Samstags) förderten das Selbstbewußtsein unserer Tochter. Vom lernschwächsten bis zum hochintelligentesten Schüler wurden alle mitgezogen. Nie haben wir einen religiösen oder spirituellen Einfluss bemerkt. Die Realschul-und Abiturprüfungen mussten vor schulfremden Lehrern (vom Regionalschulamt beaufsichtigt) abgelegt werden.
    Unsere Tochter ist heute nach einem Sozialpädagogikstudium begeisterte Kindergärtnerin, ein Klassenkamerad studiert in Tokio Verkehrstechnik, ein anderer ist Pädagoge geworden, andere Tischler, Florist, Arzt.

  • #7
    Andreas Lichte

    Hallo „Ruhrbarone“,

    ich bin ausgebildeter Waldorflehrer, habe aber darauf verzichtet, für eine fundamentalistische, religiöse Gemeinschaft – die Anthroposophie – zu arbeiten.

    Hier gibt es mehr infos zur Ausbildung der Waldorflehrer, den Waldorfschulen ganz allgemein, und mir:

    – ?Seminar für Waldorfpädagogik Berlin? – ein Interview mit Andreas Lichte

    http://blog.ebook-insel.de/2008/10/22/seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin-ein-interview-mit-andreas-lichte/

    Ich habe unter anderem an den folgenden TV-Beiträgen mitgearbeitet:

    – „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“

    http://www.youtube.com/watch?v=x8aCwm7bzQ4

    – Frontal 21: „Kritik an Waldorf-Lehrern – »Wir haben die meiste Zeit gesungen«“

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/710932?inPopup=true

    Ich war Gutachter im Indizierungsverfahren der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) wegen Rassismus gegen 2 Bücher Rudolf Steiners, siehe für den aktuellen Stand:

    – „Bundesprüfstelle an der Nase herumgeführt“

    http://brightsblog.wordpress.com/2008/11/24/bundesprufstelle-an-der-nase-herumgefuhrt/

  • #8
    Bastian

    coole fortsetzung, interview von andreas lichte mit den ruhrbaronen:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/

    Waldorfschule: Vorsicht Steiner

    Ruhrbarone: Herr Lichte, Sie haben eine Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen aber trotz Job-Angebotes darauf verzichtet, in der wunderbaren Waldorfwelt zu arbeiten ? warum?

    Andreas Lichte: Als ich mich entschloss, Kunst- und Werklehrer in der Waldorfschule zu werden, wusste ich noch nicht, dass die wichtigste Qualifikation eines Waldorflehrers darin besteht, Rudolf Steiner (den Gründer der Waldorfschulen und der Anthroposophie) als absolute Autorität zu verehren, z.B. so etwas:
    ?Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.?

    Ruhrbarone: Was soll das sein? Der Heilige Rudolf, Schutzpatron der Maniküren?

  • #9
    erdem muazzez

    sehr geerhete Frauen/herren

    ich bin schon 4 jahre in Deutschlan leben. ich habe ein Kind.Er geht momentan kinderhaus.er ist 4 jahre alt.ich möchte ihm Waldofschule scheiken.ich habe bei ihnen informaion gelesen.ich freu mich…….

    Mit freundlichen Grüßen

    Erdem Muazzez

  • #10
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Und wer sich die Binnenlogik zu Gemüte führen möchte, kann z.B. auf der Homepage von Hermann Keimeyer nachlesen, wie die neuesten Meldungen aus der geistigen Welt so lauten. Keimeyer ist ein selbsternanntes Medium, das angeblich Kontakt zum kosmischen Christus hat. Er kennt sich also aus mit dem Weltenplan, kann sozusagen in der von Steiner als Erkenntnisquelle (mit der z.B. über Reikarnationen von bedeutenden Politikern „forscht“!) gerühmten Akasha-Chronik lesen, seine Lesart ist angeblich christlich, christlich-politisch sozusagen. So etwas sollte man schon wissen. Tja, wahre Anthroposophie eben! Diese Anthroposophie ist Grundlage der Waldorfpädagogik und wird es bleiben, so lange bis sie verboten wird. Vielleicht diskutieren wir auch noch in hundert Jahren darüber.

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  • #13
    Sabine

    …finde es hoch interessant, dass Leute, die nichts mit der Waldorfschule zu tun haben bzw. keine Kinder dort haben, so viel Negatives zu berichten haben…

    Klar jede Schule (egal ob Privat- oder staatl. Schule) steht und fällt mit den Menschen, die dort arbeiten bzw. lehren. Für meinen Sohn, der übrigens zwei Jahre lang eine staatliche Schule besucht hat, konnte ich bisher nur Positives verbuchen. Und ich sehe mich eher als kritischen Menschen, der weder besonders alternativ noch der typ. Waldorf-Elterntyp ist (falls es den überhaupt gibt..). Das Eltern bei jeder Schulform präsent sein sollten, das versteht sich ja von selbst. Nur wer sich kümmert, der ist am Jahresende nicht über die Noten im Zeugnis seines Kindes überrascht. Und die Waldorfschule fordert dieses Kümmern und den Austausch mit den Eltern mehr ein, als dies an staatl. Schulen der Fall ist. Für uns gilt jederzeit wieder!

    Und für alle, die sich nur und ausschließlich den Texten von und über Herr Steiner widmen, kann ich nur empfehlen sich doch mal eine Waldorfschule/ Unterricht mal direkt anzuschauen. Das halte ich für sehr viel ergiebiger als dieses nutzlosen, endlosen Diskussionen……

  • #14
    Andreas Lichte

    @ Sabine

    Sie schreiben: „Und für alle, die sich nur und ausschließlich den Texten von und über Herr Steiner widmen, kann ich nur empfehlen sich doch mal eine Waldorfschule/ Unterricht mal direkt anzuschauen …“

    Haben Sie sich denn den Unterricht direkt angeschaut?

    Ich auf jeden Fall, ich habe unterrichtet, u.a. an der „Waldorfschule Märkisches Viertel Berlin“.

    Eine Schule im „Sozialen Brennpunkt“ Märkisches Viertel, auf die kein einiges Kind aus dem Sozialen Brennpunkt geht … siehe zum Thema Waldorfschule als „Ausländerfreie Zone“, bzw. Schule ohne Kinder aus „sozial benachteiligtem Milieu“:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-37883

  • #15
    Andreas Lichte

    @ Sabine

    Vielleicht sollten Sie doch einmal Steiner lesen, als ausgebildeter Waldorflehrer sage ich Ihnen:

    A L L E S , was in Waldorfschule passiert, beruht letztlich auf der Anthroposophie Rudolf Steiners.

    Werden Eltern darüber informiert? Ich habe einen Eltern-Info-Abend einer Berliner Waldorfschule besucht, um diese Frage zu klären, siehe den Artikel:

    “Die Johannes-Schule Berlin – wie Waldorfschulen Eltern aufklären”

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/

  • #16
    SwENSkE

    Lieber Hr. Lichte,

    Leute die so missionarisch agieren wie Sie das tun machen mich immer EXTREM mißtrauisch.

  • #17
    Andreas Lichte

    @ SwENSkE

    welchen Verdacht haben Sie denn?

    Hier noch jemand anders, den Sie verdächtigen dürfen:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-curriculum-und-karma-das-anthroposophische-erziehungsmodell-rudolf-steiners/

    „Waldorfschule: Curriculum und Karma – das anthroposophische Erziehungsmodell Rudolf Steiners

    Die anthroposophische Pädagogik ist eine Mogelpackung für Herrschaft. Sie beutet das vielfach anzutreffende Orientierungsbedürfnis aus, um die Herrschaft einer selbsterwählten Elite zu begründen. Von unserem Gastautor Klaus Prange. (…)“

  • #18
    Paul Kuhn

    Als ausgebildeter Waldorflehrer sollte man schon wissen, das es „die“Waldorfschule gar nicht gibt.

  • #19
    Andreas Lichte

    @ Paul Kuhn

    was besseres fiel Ihnen nicht ein?

    Was sagen Sie dazu, dass die „Ausbildung“ zum Waldorflehrer eine Steiner-Gehirnwäsche ist? Und das nicht nur am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, wo ich sie machte, lese:

    „Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand“

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  • #20
    Andreas Lichte

    @ Paul Kuhn

    … damit wir uns auch wirklich richtig verstehen … zur “Steiner-Gehirnwäsche” … hier noch ein Brief, der die Ausbildung zum Waldorflehrer am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” beschreibt:

    “M.S.

    Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
    Beuthstr. 6-8
    10117 Berlin

    Bitte um staatliche Prüfung der Lehrerbildung und damit verbundener Lehrinhalte am Waldorf- Lehrerseminar Berlin- Mitte

    Berlin, 28.2.2007

    Sehr geehrter Prof. Dr. Zöllner,

    ich habe von September 2006 bis Ende Februar 2007 an der Weiterbildung zum Waldorflehrer/ Abendkurs am Seminar für Waldorfpädagogik e.V. in Berlin- Mitte, Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin, teilgenommen.

    Was dort als Lehrerbildung bezeichnet wird, ist meiner Erfahrung nach die Vermittlung anthroposophisch- esoterischer Inhalte, ohne Duldung sachlicher Kritik, die seitens der teilnehmenden Seminaristen geäußert wurde. Zur Weiterbildung gehört die Besprechung und Auslegung esoterischer Texte des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Diese Besprechungen und Auslegungen haben den Charakter einer ideologischen Schulung, die das anthroposophische Menschenbild im zukünftigen Lehrer fest verankern soll. Das bedeutet, dass die äußerst fragwürdigen Anschauungen Steiners in den zu lehrenden Unterrichtsstoff der Waldorfschulen einfließen.

    Noch vor Beginn des Seminars wurde mir vom Dozenten und Seminarleiter Michael Handtmann beim Vorstellungsgespräch versichert, dass ich keinesfalls zum „willigen Schüler Rudolf Steiners“ ausgebildet werden solle. Das Gegenteil war der Fall. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht im Verlauf einer offenen Auseinandersetzung das Seminar verlassen habe, sondern schlicht um eine Auflösung meines Lehrgangsvertrages gebeten habe.

    Viele meiner Mit- Seminaristen waren ebenso verwundert und abgestoßen von der Indoktrination esoterischer Schulungsinhalte, doch offene Kritik kam nur bei den wenigsten auf. Grund dafür ist die berufliche und ökonomische Lage der meisten Seminaristen, die sich durch die Weiterbildung zum Waldorflehrer eine berufliche Perspektive erhoffen. Die meisten der Seminaristen sind ebenso wie ich über 30 Jahre und älter – viele von ihnen von Arbeitslosigkeit bedroht. Da Kritik von den Dozenten des Seminars mit Schweigen oder beleidigter Ablehnung beantwortet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit schweigt, obwohl viele anders denken – niemand möchte seinen zukünftigen Arbeitsplatz gefährden.

    Zur Methodik des Unterrichts: Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.

    Ich frage mich ernsthaft, wo dabei das eigene Denken eines zukünftigen Lehrers bleiben soll, es wird einfach ersetzt, denn die obskuren Schriften Steiners liefern nach Ansicht der Dozenten die Antworten auf alle Fragen. Diese Art von Lehrerbildung verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht im Denken und Handeln der Teilnehmer, sie ist sektiererisch und esoterisch- ideologisch. Deshalb bitte ich sie nachdrücklich, das Aufsichtsrecht des Staates zu nutzen, um die Lehrerbildung des Seminars für Waldorfpädagogik eingehend kritisch zu prüfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.S.”

  • #21
    Anna

    Krasser Kommentar von Frau G.

    Ich bin von der Waldorfschule in die 10.Klasse eine Gymansiums gewechselt und musste dort am Ende auch direkt die zentralen Prüfungen schreiben für die Zulassung zur Oberstufe.
    Ohne probleme und mit der 1 vor dem Komma auf dem Abschlusszeugnis mit dem Realschulabschluss bin ich jetzt in der Oberstufe.
    Der Anteil an schlechten, unmotivierten Lehrern ist auf dem Gymansium höher als auf der Waldorfschule. Dass auf dem Gymnasium mehr Wissen vermittelt wird, stimmt. Ich bin auch zufrieden mit dem Schulwechsel. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass auf dem Gymnasium mehr „Oberflächendenker“ sind, die möglichst dem Lehrer nur alles Recht machen und keine Eigeninitiative, keine eigenen Vorstellung oder Denkansätze besitzen.
    Die Mischung bei mir fand ich ideal, denn ich habe die Waldorf-Erziehnung genossen und kann nun nach meinen Vorlieben die Fächer wählen und bringe Leistung ohne zu viel Druck.
    So ist die Behauptung (und ich bin nicht die einzige die gewechselt hat) dass Waldorfschüler zurückgestellt werden müssen, Müll. Es ist eine Umstellung, die nicht von selbst läuft, aber der Mensch ist ja anpassungsfähig.
    Nur dieses Leistungsdenken ist doch doof, ganz ohne gehts auch nicht.
    Nun, ich werde mir mal die Stilmittel der Lyrik aneigen.

  • #22
    Andreas Lichte

    @ Anna

    warum schreibst du deine Werbe-Botschaften anonym?

    Lass uns doch wissen, wer die Musterschülerin „Anna“ – „mit der 1 vor dem Komma auf dem Abschlusszeugnis“ – ist, auf welcher wunderbaren Waldorfschule sie war, usw.

  • #23
    Andreas Lichte

    Das Dossier zur Waldorfschule und zur “Ausbildung” von Waldorflehrern am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_dossiers/waldorfschule_anthroposophie/

    “Waldorfschule & Anthroposophie”

    Markus Beauchamp, Nicole Glocke, Andreas Lichte: “Rudolf Steiner in Berlin”
    Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte über den Begründer der Waldorf-Pädagogik.
    Novo88 (5-6 2007), S. 56, http://www.novo-magazin.de/88/novo8856.htm

    Nicole Glocke: “Inkarnieren zum Klavier”
    Nicole Glocke über ihre Erfahrungen am Seminar für Waldorfpädagogik in Berlin.
    Novo88 (5-6 2007), S. 57-59, http://www.novo-magazin.de/88/novo8857.htm

    Andreas Lichte: “Die Welt in meinen Füßen”
    Andreas Lichte über die Seriosität von Waldorfschulen.
    Novo82 (5-6 2006), S. 16-18, http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm

    Andreas Lichte: “Vom zweifelhaften Erfolg der Waldorf-Pädagogik”
    Andreas Lichte über esoterische Anthropologie und deren Unvereinbarkeit mit aufklärerischer Bildung.
    Novo 73/74 (11 2004-02 2005), S. 22-24, http://www.novo-magazin.de/73/novo7322.htm

    Andreas Lichte: “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”
    Erlebnisbericht eines Hospitanten, der das Weite suchte.
    Novo71 (7-8 2004), S. 38-43, http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  • #24
    Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden

    *hüstel*

    Sie sitzen allen Ernstes mitten in der Nacht am Rechner und fragen nach dem Klarnamen und dem der besuchten Schule eines Schulmädchens?

    Und dann? Soll Sie Ihnen vielleicht noch Photos schicken? Selbstverständlich nur, um zu belegen, daß sie nicht in Wirklichkeit z.B. Malte oder Detlev heißt?

    Und Sie schicken Ihr dann dafür ganz viele Links zu Kommentaren zu Artikeln mit Links zu Kommentaren zu Artikeln mit Links zu Kommentaren zu Artikeln?

    Wenn man nichts mehr merkt, vor lauter Beißreflex…

    Pardon, das mußte einfach mal raus. Mir geht es jetzt auch direkt schon viel besser.

    Schönes Wochenende allenthalben!

    PS: Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden ist nicht mein wirklicher Name!

  • #25
    Frank

    @ Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden

    du hättest so schön Werbung machen können, für die wunderbare Waldorfschule. Und jetzt das übliche „im Abgang schal mit einem leicht säuerlichen Nachgeschmack“.

  • #26
    Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden

    Nö, hätte ich nicht. Muß ich auch nicht. Will ich auch nicht.

    Ich lese täglich die Ruhrbarone. Als Substitution zum WAZ-Abonnement quasi. Und mich stößt dieser geifernde Stil, der hier schon seit Monaten durch die Kommentarspalten schwappt, ab. Unappetitlich. Alle paar Wochen läßt sich dann mal jemand unbedarfterweise auf eine „Diskussion“ mit ihm ein, und da capo. Anfangs fand ich es noch amüsant. Aber so Klöpse wie oben verderben mir dann echt den Spaß. Man sieht förmlich die Eifersabbertröpfchen am Monitor. Und es kommt doch wirklich nix bei rum.

  • #27
    Frank

    @ Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden

    Bei solchen Kommentaren wie deinen, was soll denn „dabei rum kommen“?

  • #28
  • #29
    Rosemary

    Für meinen Sohn war die Waldorfschule der blanke Horror…
    Er war total unterfordert und gelangweilt. Das ganze Singen und Malen machte ihm keinen Spaß. Die Klasse war groß und viele sozial extrem schwierige Kinder in der Klasse, die Klassenlehrerin konnte nicht damit umgehen, Beschwerden von Eltern hatten keine Konsequenzen. Mein Sohn verweigerte sich total, wollte nicht mehr zur Schule.
    Heute halte ich das ganze Waldorf-Konzept für gefährliche „panmäßige Kinderverdummung“.
    Mein Sohn besucht jetzt eine staaliche Grundschule und geht gerne zur Schule! Mathematik ist sein Lieblingsfach. Im Lesen und Schreiben hat er, Dank Waldorfschule, starke Defizite, die wir noch aufarbeiten müssen.
    Eine Bekannte nahm ihren Sohn von der Waldorschule, weil er in der 5. Klasse noch nicht lesen und schreiben konnte! Er besucht heute eine staatliche Gesamtschule und es geht ihm gut.
    Ich kann nur jedem von der Waldorfschule abraten!!!

  • #30
    Rosemary

    Noch ein Wort zu dem ständig gebetsmühlenartig wiederholten Argument, an der Waldorfschule würden statistisch mehr Schüler Abitur machen, als an Regelschulen. Tausendmal habe ich es im Internet gelesen.

    Winston Churchill sagte einmal: „Ich glaube nur Statisktiken, die ich selber gefälscht habe.“
    Nun in der Statisktik werden nur die Schüler gezählt, die zum Abitur zugelassen werden. Verschwiegen wird aber, dass meistens nur Schüler zugelassen werden, die das Abi wahrscheinlich auch schaffen. Die Schüler die nicht zum Abitur zugelassen werden bzw. die die Waldorfschule vorher schon verlassen, werden nicht mit berücksichtigt.
    Meine Erfahrungen im Bekanntenkreis sehen ganz anders aus. Die Haupfächer werden an Waldorschulen auf einem extrem niedirgen Niveu unterrichtet, viele Waldorfschüler schaffen den Schulwechsel in eine staatliche Schule nur sehr schwer und alle haben große Defizite. Das sagen auch alle Lehrer an staatlichen Schulen, die ehemalige Waldorfschüer unterichten.

    Von der Tatsache, dass der Geschichtsuntericht an Waldofschulen wohl eher einer Märchenstunde gleicht, mal ganz zu schweigen…

  • #31
    Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    “Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Hopmann: (…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann.

    Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)”

    das vollständige Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #32
    Marion

    Hallo , ich bin neu hier und lese mit grossem Interesse…..habe drei Waldorfschueler einer bayrischen Schule in meiner Nachhilfe, die ich in einer Fremdsprache soweit bringen soll, dass sie erstmal überhaupt für die Abiturklasse zugelassen werden. Nach 11 Jahren Fremdsprachenunterricht können die jungen Leute nichts, gar nichts.Die einfachsten Strukturen fehlen, nichts ist abrufbar vorhanden. null. Ich habe bei Adam und Eva beginnen müssen, buchstäblich. Nach nur 6 Wochen gemeinsamen Arbeitens sind sie auf dem Stand der Realschüler nach einem Jahr des Lernens, was beweist, dass es nicht an Ihnen gelegen hat sondern an der (Nicht-) Vermittlung des Stoffes, oder ?
    Vor etwa 16 Jahren durfte ich einen Vortrag des leitenden Kinderarztes Dr. Mittelstrass an der Filderklinik in Filderstadt- Bonlanden zum Thema Neurodermitis hören. Achteckiger Raum, orangefarbene Wände, Edelsteine in der Mitte, Gedichte ……Vortrag. dann wurden Fragen zugelassen. Auf meine Bitte, doch zu erklären (deshalb war ich gekommen, akuter Anlass), was die von ihm beschriebenen Therapieformen der Schulmedizin voraus haetten (das war alles sehr obskur geblieben) , laechelte der Herr mich an und sagte : Ich ziehe es vor, zur naechsten Frage ueberzugehen. BASTA. Und dieses Schweigen habe ich über die Jahre immer wieder erlebt wenn ich mit Anthroposophen zu tun hatte. Eine inhaltliche Auseinandersetzung schaetzt man offenbar gar nicht.

    Was meine Nachhilfeschüler anbelangt, so bitte ich um Verstaendnis, dass ich hier keine Schule nenne, sie wären sehr leicht zu identifizieren und es steht mir nicht zu, sie in die öffentliche Diskussion zu bringen.
    ich persönlich fange eigentlich jetzt erst an, mir wirklich eine Meinung zu dem Thema zu bilden, meine Kinder waren/sind an staatlichen Schulen, gut geraten, einer studiert.
    Abschliessende Frage, gibt es einen Lehrplan für die OS, aus dem ich erkennen
    Kann, wie der Lehrer seine Schüler auf das Abi vorbereiten soll?
    Danke für Tipps !!

  • #33
    Marion

    Verzeihung, ich bin hier noch am Ueben, ja ich möchte über Kommentare zu meinem Artikel informiert werden
    Danke
    marion

  • #34
    Andreas Lichte

    @ Marion #32

    Danke für Deinen Kommentar!

    – Du bestätigst damit eine Studie, die herausgefunden hat, dass an der Waldorfschule der meiste Nachhilfe-Unterricht von allen Schulformen in Anspruch genommen wird

    – Du bestätigst eine persönliche Erfahrung: ich habe mal jemanden kennengelernt, der seinen Lebensunterhalt mit Nachhilfe-Unterricht für Waldorfschüler verdiente

    Deine Frage: „gibt es einen Lehrplan für die OS, aus dem ich erkennen
    Kann, wie der Lehrer seine Schüler auf das Abi vorbereiten soll?“

    Da bin ich gerade überfordert. Aus meiner Erfahrung (als ausgebildeter Waldorflehrer) kann ich Dir nur sagen, dass die offiziellen Lehrpläne der Waldorfschule nicht viel mit der Schulwirklichkeit zu tun haben … natürlich steht im Lehrplan auch nicht, dass die Kinder statt Sprachen „Atlantis“ lernen, sonst gäbe es wohl Schwierigkeiten mit der staatlichen Förderung.

  • #35
    caitlin m. lowdon

    ! Warnung !

    .. Familienverhältnis durch Waldorfideologie zerstört! ..

    Ich habe gerade Teile dieses Berichts gelesen und bin so froh,dass andere Waldorfschüler auch so denken wie ich.

    Ich bin durch und durch Waldi: Vater (Waldorflehrer), Großvater (Waldorflehrer), Mutter auch in der Waldorfschule gewesen sowie meine drei Geschwister und ich war auch im Waldorfkindergaten plus 13 Jahre Waldorfschule.- der wahrgewordene Alptraum!

    Es kommt einem vor, als wäre die Waldorfschule eine Sekte, wo intelligente und hoffnungsvolle Schüler zu gescheiterten Persönlichkeiten gemacht werden.

    Habe nach meinem Abitur weder einen Studienplatz noch einen Arbeitsplatz im einfachsten und primitivsten Supermarkt bekommen. Ich konnte weder eine Überweisung tätigen noch wusste ich welcher Politiker welcher Partei zugehörig ist. -habe aber ein staatlich anerkanntes Abitur..!?
    Darum fing ich an, an der Waldorfschule und ihrem (Lehr-)System zu zweifeln.

    Als ich eines Tages meine Zweifel über die Waldorfschule und Anthroposophie meiner Familie mitteilte -musste ich zu meinem Bedauern feststellen,dass diese sich daraufhin von mir abwandte und der Großteil bis heute nichts mit mir zu tun haben möchte..

    Sollten da nicht Fragen aufkommen und Zweifel angebracht sein ? Oder was soll man dazu noch sagen..?!

    Mir ist dieser Waldorf -Fanatismus mittlerweile echt unheimlich und ich bin sehr erschrocken, dass ein Schulsystem wichtiger zu sein scheint als die Liebe zu seinem eigenen Kind – mit dem man zuvor 17 Jahre in Harmonie gelebt hatte..

  • #36
    Blume

    Antwort auf “ familienideolgie …..zerstört“

    Das tut mir sehr leid für Dich!
    Vielleicht kannst du deiner Familie schreiben/sagen, wie sehr dich ihr Verhalten schmerzt?
    Eltern dürfen niemals eine Ideologie über die Beziehung zu ihrem Kind stellen!
    Bleibe deiner Meinung/Auffassung treu und lass dich nicht verbiegen!!
    Und ich bin fest davon überzeugt, dass ihr wieder einen Weg miteinander – denn jeder auf seine Weise gehen kann – finden werdet.

    Abstand kann manchmal auch sinnvoll sein, um eigene Wege zu gehen und um Gedanken zu ordnen.

    Ich habe sehr zwiespältige Erfahrungen mit Waldorf gemacht. Es wird ja immer so die Achtung/Fürsorge für das Kind in den Mittelpunkt gestellt.
    Ich fand im Kindergarten aber vieles Gleichmacherei ( mein Sohn geht seit drei Jahren in den Kindergarten) und gar nicht individuell und liebevoll. Eher dominant, bestimmend und einengend/beschränkend.
    Er wurde tatsächlich immer wieder krank- ungewöhnlich lang. Unser gesamtes Familiäres System hat darunter gelitten. Als Eltern erhielt man die Rückmeldung, dass das Kind besonderen Förderbedarf habe und das Gefühl, als wurden wir etwas falsch machen. Kritik war überhaupt nicht erwünscht. Irgendwie muss es wohl dann doch in der Elternschaft durchgesickert sein, dass ich mich kritisch geäußert habe. Denn ich wurde wie Luft behandelt, unser Kind auch, z.b. Wurde und werde ich nicht mehr gegrüßt von den Eltern, unser Kind ist seit drei Jahren nur einmal auf einer Geburtstagsfeier eingeladen usw. Das tut richtig weh.. Es ist eine Form der sozialen Ächtung, wie ich sie nicht für möglich gehalten habe.

    Andererseits erlebe ich bei integrierten Familien ein richtiges aufblühen in die Gemeinschaft. Das tut auch den Kindern gut so getragen zu werden.

    Aber für mich ist es ein totalitäres System, das Fremdkörper ausscheidet bzw, auseitert. Ziemlich Feige obendrein, denn Offenheit ist ein Fremdwort bei den Waldis.

    Und setzt man sich mit der Anthroposophie als Solche auseinander, kommen doch erhebliche Fragen hoch. Andererseits ist dies Auseinandersetzung mit dem Hintergrund dieses besonderen pädagogischen Ansatzes sehr erhellend, da plötzlich klar wird, warum im Kindergarten z.B. Fragen von Kindern meistens unbeantwortet bleiben.

    Ich könnte noch viel mehr schreiben…
    Summa sumarum bin ich sehr ent-täuscht von der ganzen Pädagogik und auch von der Schein-Heiligkeit.
    Ich wollte den Kindergarten kennenlernen, um eine Entscheidungshilfe für die Schule zu haben.
    Die haben wir in voller Breite erhalten. Wir können und wollen unser Kind nun nicht mehr auf eine Waldorfschule geben. Zu groß ist die Differenz zwischen dem was gesagt wird und wie es in der Wirklichkeit ist.

    Und liebe Eltern: Nicht jedes Kind ist für diese Art der Beschulung geeignet!
    Denn: Es liegt immer etwas Ätherisches in der Luft…. das verdrägt nicht jedes Kind…
    Schaut also genau hin, bevor es an die Einschulung geht und lest und lest und lest, damit ihr wisst, was eure Kinder und euch erwartet!

    Nichts ist frei an dieser Pädagogik – nicht mal das Denken!

  • #37
    Andreas Lichte

    „Liebe (Waldorf-) Schüler, helft mir mal beim Französisch!

    („Un homme et une femme“)

    C’est très charmante, cette chanson! Kann man auf Deutsch auch so bezaubernd sein? Einen deutschen Text für „Un homme et une femme“ schreiben? Von Andreas Lichte.

    Warum ich ausgerechnet Waldorfschüler anspreche? C’est tout simple: Der Begründer der Waldorfschulen, Rudolf Steiner, hielt Französisch für „tot“, „dekadent“, und wollte es „abschaffen“. Siehe unten. „Der Reiz des Verbotenen“ – für Waldorfschüler (…)

    Rudolf Steiner über Französisch:

    „Einen Anfang kann sie [die Waldorfschule] nur machen durch jenes Verständnis, welches unsere Lehrerschaft entgegenbringt dem Charakter des Französischen, daß man es so behandelt, daß man sich bewußt ist, man bringt eigentlich eine Dekadenzerscheinung in die Schule hinein; das muß man nicht den Kindern sagen, aber man sollte sich schon darüber klar sein.

    Man ist sich darüber klar, aber auf der anderen Seite ist es absolut ausgeschlossen, daß wir von der Waldorfschule den Anfang machen mit dem Kampfe für die Abschaffung der französischen Sprache. Das ist aus äußeren Gründen nicht möglich. Wir haben ja noch kein freies Geistesleben (…)“ [Seite 278]

    „Was die französische Sprache aufrecht erhält, ist der Furor, das Blut der Franzosen. Die Sprache ist eigentlich tot, und sie wird als Leichnam fortgesprochen. Das ist am allerstärksten an der französischen Poesie des 19. Jahrhunderts hervorgetreten. Korrumpiert wird die Seele ganz sicher durch den Gebrauch der französischen Sprache. Sie gewinnt nichts als die Möglichkeit einer gewissen Phraseologie. Das wird auch übertragen auf andere Sprachen bei denjenigen, die das Französische mit Enthusiasmus sprechen.

    Es liegt dies vor, daß gegenwärtig die Franzosen dasjenige, was ihre Sprache als Leichnamssprache aufrechterhalten hat, das Blut, auch noch selbst verderben. Die schreckliche Kulturbrutalität der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, es ist eine furchtbare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich selbst zurück. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurück. Das wird wesentlich die französische Dekadenz fördern. Das französische Volk als Rasse wird zurückgebracht.“ [Seite 282]

    Rudolf Steiner, „Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule 1919 bis 1924 – Konferenz vom Mittwoch 31. Januar 1923, 16–19 Uhr“, GA 300b (…)“

    zum vollständigen Artikel – mit französischer Musik …: http://www.ruhrbarone.de/liebe-waldorf-schueler-helft-mir-mal-beim-franzoesisch-un-homme-et-une-femme/

  • #38
    Kristian Kolb

    Wir sind ein sog. „Künstlerhaushalt“, Vater Musiker, Mutter Grafikerin. Wir sind nicht religiös oder esoterisch, eher bodenständig. Wir würden uns aber durchaus als Menschen mit einer gewissen Spiritualität bezeichnen. Unsere Kinder haben in eine Waldorfschule gewechselt. (Ein Freund – Prof. der Physik und ehemaliger Waldorfschüler – hat uns darauf gebracht.)
    Seitdem freuen sie sich jeden Morgen auf die Schule und sind unglücklich, wenn sie – z.B. wegen Krankheit – zu Hause bleiben müssen. Wir haben uns vorher eingehend mit der Waldorfpädagogik beschäftigt, Probe-Unterricht besucht, mit Lehrern gesprochen, etc. und fühlen uns dort bestens aufgehoben. Kindgerechter, naturverbundener Unterricht, Spaß am Lernen (weil ohne Druck), Wecken bzw. Beibehalten der natürlichen kindlichen Neugier, Förderung von Fantasie/Kreativität, Begreifen von komplexen Zusammenhängen (z.B. durch Landwirtschafts-Epoche), Lernen mit allen Sinnen (nicht rein intellektuelles Pauken), achtsamer Umgang miteinander, Freundschaften fürs Leben durch Klassenzugehörigkeit von 1-13, tolle Quoten bei den Abschlüssen – sind nur einige Punkte, die uns an der Waldorfschule gut gefallen.

    Bestimmt gibt es auch Kritikpunkte – die Herr Lichte ja zur Genüge ausgeführt hat – die wir persönlich an unserer Schule bisher nicht in der Praxis feststellen konnten.

    Jeder Unterricht steht und fällt mit dem Lehrer – diese Erkenntnis haben wir aus den unterschiedlichen Schulsystemen mitgenommen.
    Auch die staatlichen Schüler erhalten Nachhilfe – und zwar meist schon ab der 5. Klasse – haben Probleme mit Mobbing, schlechten Noten, Druck von zu Hause, frustrierten Lehrern; seit G8 fehlt den Schülern oft die nötige Reife, den (nicht angepassten) Lehrplänen zu folgen (nur die Lektüre als Beispiel), und ein nicht unwesentlicher Teil verlässt das Gymnasium schon vor einem Abschluss.
    Auch die staatlichen Schulen sind christlich geprägt und vermitteln ab der Grundschule diese Werte (bei uns in Bayern wird noch jeden Morgen gebetet).

    Wir als Eltern fühlen uns für die moralisch/ethische Bildung unserer Kinder in erster Linie verantwortlich, auch schon als sie von staatl. Schulseite her katholisch „erzogen“ wurden.

    Wir wünschen uns für unsere Kinder, daß sie gute Menschen werden und ein erfülltes Leben nach ihren eigenen Neigungen und Wünschen führen können. Ob mit Abi oder ohne. Dazu gehört unserer Meinung nach auch eine relativ unbeschwerte Kindheit und Schulzeit. Was wir um uns herum mitbekommen, hat sich diese bei vielen Schülern mit Eintritt ins Gymnasium erledigt. Die fast panische Angst vieler Eltern, ihr Kind könne „auf der Strecke bleiben“ nimmt zum Teil bizarre Ausmaße an. Wir persönlich bevorzugen die Vielfalt an Möglichkeiten und Sichtweisen. Unsere Kinder haben jetzt noch eine weitere dazubekommen. Und wir hoffen, daß das noch lange nicht aufhört.

    Es gibt nicht nur „eine“ richtige Schulform. Jeder muß selbst das Richtige finden (dürfen).

  • #39
    Andreas Lichte

    @ Kristian Kolb #38

    prima Werbebroschüre für die Waldorfschule, die Sie hier abgetippt haben!

    Da bin ich wirklich neugierig, wer so „schönschreiben“ kann, wie Sie! Von den Mitarbeitern des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ kenn ich das natürlich schon …

    Ich möchte Sie gern näher kennenlernen, kontaktieren Sie mich bitte, Kontakt über Stefan Laurin: stefan.laurin (at) ruhrbarone.de

  • #40
    Andreas Lichte

    „Man kann nicht nur ein biss­chen Wal­dorf sein

    Prof. Dr. Ste­fan T. Hop­mann, Bil­dungs­wis­sen­schaft­ler an der Uni­ver­si­tät Wien, über Wal­dorf­schule, Rudolf Stei­ner und die Anthro­po­so­phie. Das Inter­view führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Hop­mann: Wir leben in einer freien Gesell­schaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glau­ben. Nur soll­ten sich Eltern, die ihr Kind einer Wal­dorf­schule anver­trauen, dar­über im kla­ren sein, dass sie dann einer Päd­ago­gik ver­trauen, die ein heil­lo­ses Gebräu eso­te­ri­scher Glau­bens­sätze über Drü­sen, Zahn­ent­wick­lung, astro­lo­gi­schen Ein­flüsse und ähnli­ches ist, das von der moder­nen Kin­der­psy­cho­lo­gie und der aktu­el­len Lehr-Lern-Forschung durch­weg als durch nichts begründ­ba­rer Unsinn abge­lehnt wird. Ent­schie­dene Wal­dor­fia­ner wird das nicht anfech­ten: Wie alle Sek­ten sind sie gegen wider­spre­chende Wis­sen­schaft immun (…)”

    zum voll­stän­di­gen Inter­view mit Prof. Hop­mann: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #41
    Waldorfschülerin

    Hinweis des Administrators:

    Aus Rechtsgründen wurde der Inhalt des Kommentars von „Waldorfschülerin“ entfernt.

    Der ursprünglich von „Waldorfschülerin“ abgegebene Kommentar wurde als Beweis archiviert.

  • #42
    Doro

    @ Waldorfschülerin

    es gibt auch „erfolgreiche“ Menschen, die gerne an ihre Schulzeit zurückdenken, wenn die Schule eine „Napola“, eine „Nationalpolitische Erziehungsanstalt“, des dritten Reiches war:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpolitische_Erziehungsanstalt#Prominente.2C_die_Nationalpolitische_Erziehungsanstalten_besuchten

    „Theo Sommer, ZEIT-Journalist, war Schüler an der Adolf-Hitler-Schule (AHS) auf der Ordensburg Sonthofen (August 1942 bis Mai 1945)“

    Theo Sommer war vor kurzem in einer TV-Dokumentation über die Napolas zu sehen, ernsthafte Kritik an der nationalsozialistischen Schule hatte er nicht …

  • #43
    Doro

    http://www.taz.de/!44862/

    „Doku über Napola-Zöglinge

    „Herrenkinder“ erzählen

    … Die Zuschauer müssen sich selbst fragen, welchen ideologischen Schutt die im Nationalsozialismus Erzogenen ihren Nachkommen weitergegeben haben. Und was es bedeutet, wenn Theo Sommer meint, die „Eliteauswahlkriterien“ der Napola seien „ja vielleicht gar nicht so schlecht“ gewesen. Er macht fast den Eindruck, stolz auf seine Ausbildung an einem Ort der Elitenbildung zu sein, wenn er am Anfang des Filmes sagt: „Wir wurden gefordert, was jungen Menschen guttut.“

  • #44
    E.W.

    @ Ruhrbarone

    wenn irgendwo kritisches über die waldorfschule veröffentlicht wird, schlagen früher oder später waldis auf, mit total unglaubwürdigen kommentaren wie oben von „Kristian Kolb“ oder „Waldorfschülerin“. das ist überall das gleiche. es folgt das ende einer dummdreisten waldorf-lüge bei „esowatch“:

    http://blog.esowatch.com/?p=5092#comment-16370

    22. Dezember 2011, 19:59 | #29

    Liebes “Waldorfkind”: Wir lassen uns nur ungern verarschen. Hier einen Schüler zu simulieren, ist eine ganz schlechte Idee.

  • #45
    Ulli

    Wichtig ist nicht, was man gelernt hat, sondern das man gelernt hat zu lernen, zu kombinieren und selbständig Schlußfolgerungen zu ziehen, ohne anderen nachzublabbern. Die Waldorfschule ist da nicht schlechter als andere Schulen. In unserer Gesellschaft möchte man aber lieber brave Bürger erziehen, die glauben was in der Zeitung steht und nicht selbst mit denken anfangen. Das zeigt doch jedesmal das Resultat der Wahlen. Große Plakate ohne Aussagekraft = gewinnen die Wahl.

  • #46
    Andreas Lichte

    @ E.W. #44

    Es werden nicht nur Kommentare geschrieben, um naiven Eltern die „Pädagogik“ des Scharlatan Rudolf Steiner zu verkaufen – hier ein Beispiel dafür, wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ eine Meinungsumfrage manipuliert hat:

    “Voting: Private versus Öffentliche Schulen

    wiwo.de-Leser verdächtig einig

    von Wilfried Eckl-Dorna

    Auf wiwo.de stimmen die Leser in unserem aktuellen Voting darüber ab, ob private Schulen im selben Ausmaß staatliche Förderung verdienen wie öffentlich geführte. Das Ergebnis ist ein erstaunlich klares Ja – doch es hat einen kleinen Schönheitsfehler (…)

    Eine so eindeutige Antwort hatten wir ehrlich gesagt nicht erwartet – und sie machte uns stutzig. Zustimmungsraten von über 90 Prozent mögen in totalitären Staaten häufig vorkommen. Bei Online-Umfragen ist solch traute Einstimmigkeit jedoch äußerst rar. Kein Wunder.

    Ein Leser erhellte das mysteriöse Abstimmungsverhalten. Am Montag, den 21. April, um 10:39 Uhr hatte der Verband der freien Waldorfschulen eine E-Mail an alle seine Mitglieder versandt. In dem Schreiben – das wiwo.de in Kopie vorliegt – wies der Verband auf die Abstimmung auf wiwo.de hin und berichtete, dass aktuell eine knappe Mehrheit der Leserstimmen gegen eine Gleichstellung der Förderung abgegeben worden war.

    Danach folgte ein Zusatz, der eine mehr als eindeutige Aufforderung enthielt: „In dieser für uns überaus wichtigen Frage zeichnet sich momentan ab […] , dass mehr Stimmen gegen eine gleiche Förderungen von Schulen in freier Trägerschaft sind als dafür. Daher bitten wir Sie, fleißig mitzustimmen, damit ein > anderes > Signal entsteht.“ (…)”

    zum vollständigen Artikel der Wirtschaftswoche: http://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/voting-private-versus-oeffentliche-schulen-wiwo-de-leser-verdaechtig-einig/5375008.html

  • #47
    Andreas Lichte

    „Man kann nicht nur ein biss­chen Wal­dorf sein

    Prof. Dr. Ste­fan T. Hop­mann, Bil­dungs­wis­sen­schaft­ler an der Uni­ver­si­tät Wien, über Wal­dorf­schule, Rudolf Stei­ner und die Anthro­po­so­phie. Das Inter­view führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Prof. Hop­mann: Wir leben in einer freien Gesell­schaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glau­ben. Nur soll­ten sich Eltern, die ihr Kind einer Wal­dorf­schule anver­trauen, dar­über im kla­ren sein, dass sie dann einer Päd­ago­gik ver­trauen, die ein heil­lo­ses Gebräu eso­te­ri­scher Glau­bens­sätze über Drü­sen, Zahn­ent­wick­lung, astro­lo­gi­schen Ein­flüsse und ähnli­ches ist, das von der moder­nen Kin­der­psy­cho­lo­gie und der aktu­el­len Lehr-Lern-Forschung durch­weg als durch nichts begründ­ba­rer Unsinn abge­lehnt wird. Ent­schie­dene Wal­dor­fia­ner wird das nicht anfech­ten: Wie alle Sek­ten sind sie gegen wider­spre­chende Wis­sen­schaft immun (…)”

    zum voll­stän­di­gen Inter­view mit Prof. Hop­mann: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #48
    Ein Waldorf-Interessierter

    Es wurde ja schon viel über Ideologien, Esoterik, Werte und all die anderen Dinge diskutiert.
    Mich würde mal interessieren, wie es mit dem Wissen bzw. der Bildung der Schüler aussieht.
    Ob steht geschrieben, dass viel Wert auf Musik und Theater gelegt wird.
    Wieviele Musikinstrumente lernt denn ein Waldorfschüler?
    Sind Klavier und Geige möglich?
    Oder beschränkt sich alles auf den Orff-Unterricht, den ich auch in einer staatlichen Schule „genießen“ durfte? Selbst auf der staatlichen Schule gibt es die Möglichkeit Blockflötenunterricht zu besuchen. Da müsste es ja dann eine entsprechende Steigerung an der Waldorfschule geben.

    Gestern musste ich an die Waldorfschulen denken, als mir auffiel, dass mittlerweile selbst an deutschen Hochschulen ein GMAT für ein Master-Studium obligatorisch ist.
    Wir leben in einer Welt, in der Leistungsdruck völlige Normalität ist.
    Ein paar Semester mehr im Bachelor und du bist raus und wirst exmatrikuliert.
    Ein GMAT-Test der es in sich hat, um für ein Master-Studium in Deutschland zugelassen zu werden.
    Im Beruf Vorgaben, die man zu erfüllen hat, sonst bekommt man Probleme mit dem Vorgesetzten.
    Wie ist die Waldorfpädagogik mit der Realität vereinbar?!

    Ich bin mir sicher, dass es auch erfolgreiche Waldorfschüler gibt, die erfolgreich im Studium und Beruf sind.
    Das liegt aber meiner Meinung nach nicht an der Schulform, sondern viel mehr an den Schülern selbst!
    Ein Schüler der wissbegierig ist, Spass daran hat sich ständig neues Wissen anzueignen und für sich den Anspruch hat, sich ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern, für den ist es völlig egal, auf welche Schule er geht.
    Er wird seinen Weg gehen.
    Für solche Schüler mag die Waldorfschule eine echte Bereicherung darstellen.
    Nur sind solche Schüler eher in der Unterzahl, meiner Meinung nach.

    Natürlich ist es für das Kind schön, wenn es eine Kindheit genießen kann, ohne Leistungsdruck zu verspüren.
    Nur ist das sehr kurzfristig gedacht! Langfristig fährt am besten, wer sein Kind schon in frühen Jahren mit den Gedanken vertraut macht, dass Leistung zählt.
    Ich halte nichts davon, dem Kind einen vorgefertigten Weg aufzudrücken.
    Viel mehr bin ich dafür, dass das Kind Wahlfreiheit hat.
    Z.B. welches Musikinstrument es als erstes Lernen will oder welche Sprache es aktuell interessant findet.
    Das geht dann abseits von der Schule.

    Ich kann mich noch an meine Grundschulzeit erinnern.
    Dort hatte ich einen Freund, der jede Woche Klavierunterricht nehmen musste.
    Ich habe ihn darum nicht beneidet.
    Doch jetzt wo ich Ende 20 bin merke ich, dass mir etwas fehlt und ich gerne an seiner Stelle gewesen wäre. Auch wenn es für mich damals sicherlich sehr hart gewesen wäre.
    Und wenn Mann ein Musikinstrument beherrscht, dann freuen sich auch die Frauen 😉

    Selbst in einem Sportverein wird von einem Kind/Jugendlichen Leistung verlangt.
    Sonst braucht das Kind auch nicht dort hin gehen.
    Und wer sich schon als Kind an einen raueren Umgangston gewöhnt, wird es als Erwachsener leichter haben.

    Denkt bitte nicht kurzfristig, sondern langfristig!
    Manchmal muss ein Kind durch die „Hölle“ gehen, damit er oder sie als Erwachsener glücklich werden kann.

    Was bringt es denn den Eltern und dem Kind, wenn es sich und andere Personen schätzt, aber nie den Umgang mit Druck gelernt hat und so dann von Hartz IV leben muss?

    Ich bin auf eure Antworten schon sehr gespannt!

  • #49
    Andreas Lichte

    @ Ein Waldorf-Interessierter #48

    „Wieviele Musikinstrumente lernt denn ein Waldorfschüler?
    Sind Klavier und Geige möglich?
    Oder beschränkt sich alles auf den Orff-Unterricht, den ich auch in einer staatlichen Schule “genießen” durfte? Selbst auf der staatlichen Schule gibt es die Möglichkeit Blockflötenunterricht zu besuchen. Da müsste es ja dann eine entsprechende Steigerung an der Waldorfschule geben.“

    Falls Waldorfschüler wirklich lernen, ein Instrument zu beherrschen, dann:

    a.) weil sie „musikalisch“ sind, „Talent“ haben – dafür kann die Waldorfschule nichts

    b.) weil sie zuhause musikalisch gefördert werden – die Klientel der Waldorfschulen kann sich auch privaten Musikunterricht leisten

  • #50
    Andreas Lichte

    @ Ein Waldorf-Interessierter #48

    … in der Waldorfschule selbst wird verhindert, dass sich das musikalische Talent der Schüler entfalten kann:

    “Die Waldorfschulen informieren

    (…) „Ich habe eine Frage zur Musik: Wir haben während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer ganz oft Mozart gesungen und ich habe mich immer gefragt, was passiert wäre, wenn Mozart in den Genuss einer Waldorf-Erziehung gekommen wäre … hätten wir dann die Zauberflöte? Wenn für Kinder nur die Pentatonik richtig ist.“ (…)”

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/

  • #51
    Andreas Lichte

    @ Ein Waldorf-Interessierter #48

    … ganz allgemein gesagt: „Kreativität“ ist der bestgepflegte Mythos der Waldorfschulen:

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    “(…) Hopmann: … Und welche Freiheit, welche Kreativität sind gemeint in einer Schulphilosophie, deren Erfinder weder als Demokrat, noch als Ästhet hervorgetreten ist, sondern der eine autoritäre Geisteshaltung einnahm und eine naturalistische Schrumpfästhetik bevorzugte? (…)”

    zum Interview “Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein”: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #52
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    “(…) Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun. (…)”

    zum Interview “Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein”: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #53
    Wissenslücke

    Meine Waldorf – Schulzeit liegt lange zurück, ich habe mein Abitur Ende der 90`er Jahre gemacht.

    Mindestens ein Instrument war obligatorisch – aber das wurde anhand irgendwelcher „Temperaments-Eigenschaften“ zugewiesen, aussuchen Fehlanzeige.

    Naturwissenschaften waren in der Oberstufe ganz regulär im Lehrplan, allerdings war die Gesamtausrichtung der Schule sehr auf Musik und Kunst ausgelegt, was etliche Mitschüler dann weg getrieben hat.
    Bis auf einen wurde allerdings keiner zurück gestuft, so ganz pauschalisieren kann man das schlechte Niveau nicht.
    Dennoch wäre für mich heute, wäre ich selbst Mutter, die Waldorfschule keine Option mehr, zu vieles finde ich sowohl vom Pädagogischen als auch vom Hintergrund her zu fragwürdig.
    Meine Eltern haben sehen es heute auch kritischer, damals waren sie einfach angesteckt vom Gründer-Geist der neuen Schulform.

    Mit der Ideologie dahinter bin ich erst im Studium in Kontakt gekommen (Lehramt Primarstufe) – und seit dem ist für mich der Ofen aus.
    Die Lektüre der Original-Steiner-Texte war für mich weder beglückend, erhellend oder inspirierend – nein, ich war geschockt und habe bis heute nicht begriffen, wie man als Lehrer/in „nur“ die Pädagogik machen kann, und den Rest dahinter einfach ausblendet.
    Das schlimmste ist für mich wirklich, was man in den Original-Texten über die Rassen findet, vom esoterischen Mischmasch mal ganz abgesehen.
    Das wird nicht dadurch besser, dass man von Waldorf-Seiten nicht müde wird, darauf hinzuweisen, dass man das ja im historischen Kontext sehen müsse und selbst Steiner ja mehrfach klar gestellt habe, dass der Rasse-Begriff in (unserem) „Atlantischen Zeitalter“ überholt sei.
    Er sagt aber an keiner Stelle, dass seine unsäglichen Aussagen über die Rassen damit nicht mehr gültig seien oder gar falsch wären.
    Wer mich hier korrigieren mag – gern.

    Einige ehemalige Lehrer, die ich zu den Rasse-Vorwürfen befragt habe und denen ich Texte aus den Steiner-Schriften vorgelegt haben, meinten, es sei ja bedenklich zu sehen, wie eine intelligente junge Frau (hahaaa, ja, damals… ;-)) so schnell den Irrlehren des Mainstream und der Manipulation durch die Medien anheim fallen könne.
    „Die Visionen“ Steiners seien eben sehr weit voraus gedacht, viele Menschen verstünden das einfach noch nicht, das sei aber ganz normal und ganz im Sinne Steiners.
    Ach, da ging`s mir doch gleich viel besser.

    Ein paar meiner alten Schulfreunde sind selbst Waldorflehrer geworden und meinen, das müsse man eben trennen lernen. Und im Waldorfseminar würde man lernen, wie Rudolf Steiner es „in Wirklichkeit“ gemeint habe – nämlich dass ja die „Rassen eines Tages sowieso im „Geistigen“ aufgehen werden und schon heute gar keine Bedeutung mehr hätten“
    Aha.
    Aber setzt das nicht voraus, dass man dann trotzdem die unsäglichen Aussagen Rudolf Steiners nicht doch irgendwie als gültig akzeptiert – auch wenn sie „in einigen tausend Jahren“ vielleicht im „Geistigen“ aufgehen???
    Was auch immer das bedeuten mag…

    Ich selbst habe tatsächlich in der Schulzeit keinerlei rechte oder rassistische Tendenzen bemerkt, ich habe auch immer ein rationales Weltbild gehabt und kann esoterischen oder okkulten Theorien nichts abgewinnen.
    Insofern habe ich mich nie in irgendeiner Form indoktriniert gefühlt an meiner Schule (es gab allerdings handfeste Dinge, die mich sehr gestört haben, z.B. „alle machen alles“ und keine Wahlfreiheit in den Fächern – das habe ich aber immer mit der kleinen, damals noch jungen einzügigen Schule verknüpft).

    Also mag es vielleicht sein, dass man die Pädagogik von der Ideologie getrennt praktizieren kann.
    Für mich wäre es dennoch ein unüberbrückbarer Konflikt.

  • #54
    Andreas Lichte

    @ Wissenslücke #53

    Du schreibst: „»Die Visionen« Steiners seien eben sehr weit voraus gedacht, viele Menschen verstünden das einfach noch nicht, das sei aber ganz normal und ganz im Sinne Steiners.“

    Vergleich das mal mit dem, was ich bei meiner Ausbildung zum Waldorflehrer im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ erlebte:

    „Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’

    (…) Und überrascht ist er auch, dass er keine Antworten bekommt, im Gegenteil: Seine Fragen bringen ihm nur zurechtweisende Blicke ein, die sagen: »Herr L., das werden auch Sie irgendwann verstehen, jetzt fehlen Ihnen noch die Voraussetzungen.« (…)“

    zum Bericht über meine Ausbildung zum Waldorflehrer: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  • #55
    Andreas Lichte

    @ Wissenslücke #53

    Rudolf Steiners Rassen-Denken „im historischen Kontext sehen müsse“ – machen wir das doch mal …:

    „Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) Anthroposophen arbeiteten in allen für sie wichtigen Praxisfeldern mit nationalsozialistischen Organisationen zusammen, im Überblick:

    – Waldorfschulen: „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1 Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    – Anthroposophische Medizin: „Die Vereinigung anthroposophischer Ärzte stellte eine Hauptstütze der NS-treuen »Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde dar«.“4

    – „Biologisch-dynamische“ Landwirtschaft: „1935 wurde der »Reichsverband für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise« korporatives Mitglied der nationalsozialistischen »Deutschen Gesellschaft für Lebensreform« (Motto: »Die Weltanschauung der Deutschen Lebensreformbewegung ist der Nationalsozialismus«).“5 (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #56
    Wissenslücke

    @Andreas Lichte:

    Ist mir alles bekannt, ich habe selbst schon eine ganze Linksammlung 😉
    Aber danke trotzdem nochmal!
    Dass die Anthroposophie weit über den Rahmen der Schulen hinaus in allen möglichen Bereichen (Landwirtschaft, „Medizin“ usw.) arbeitet, ist ja auch kein Geheimnis.

    Ich habe ja, wie gesagt, im Rahmen des Studiums mit der Eigenrecherche begonnen und war (bin es bis heute) irritiert darüber, dass es scheinbar tatsächlich für viele Menschen möglich erscheint, diese Dinge vom alltäglichen Waldorfleben zu trennen.
    Wie man ernsthaft an so etwas wie die Anthroposophie glauben kann, ist mir immer schwerer verständlich – nicht nur, aber vor allem wegen der rassistischen Formulierungen.
    Im alten Freundeskreis stehe ich mit meiner heute deutlich ablehnenden Haltung allerdings fast allein da, viele haben ihre eigenen Kinder auch in der Waldorfschule und sind glücklich dort.
    Zum Teil sind sogar noch unsere ehemaligen Lehrer dort unterwegs.

    Meine eigenen Eltern haben sich damals auch nur am Rande mit der Anthr. beschäftigt, sie haben heute auch eine eher distanzierte Haltung und würden, stünden sie heute noch mal vor der Entscheidung, nicht mehr diese Schulform wählen.
    Meine beiden jüngeren Brüder hatten grosse Probleme dort, vor allem durch die grossen Klassen. Beide haben dann gewechselt, der eine nach der 8. Klasse, der andere schon nach der 4. Klasse.

    Btw.: Ich bin übrigens dann gar keine Lehrerin, sondern Handwerkerin geworden.
    Die Entwicklungen in der Pädagogik (auch der Waldorfpäd.) verfolge ich dennoch am Rande, dadurch bin ich auch hier auf der Seite gelandet.

  • #57
    Wissenslücke

    @Andreas Lichte:

    Du zitiertest mich hier:
    @ Wissenslücke #53

    Du schreibst: “»Die Visionen« Steiners seien eben sehr weit voraus gedacht, viele Menschen verstünden das einfach noch nicht, das sei aber ganz normal und ganz im Sinne Steiners.”

    Nur noch mal zur Klarstellung:
    Nicht ICH habe das so gesagt, mein alter Klassenlehrer hat mir das so gesagt, als ich ihn zu den Rassismus-Vorwürfen befragt habe.
    Dein Zitat aus meinem Text könnte man jetzt durchaus so interpretieren, dass ich das selbst gesagt hätte.
    Vielleicht bin ich da ein bisschen pingelig 😉

    Fast immer, wenn ich ältere Waldorflehrer oder auch ein paar Eltern zu dieser Thematik befragt habe, kam so etwas ähnliches.
    Man ist eigentlich nie wirklich auf die Inhalte eingegangen, und wenn, dann hat man es oft als „olle Kamellen“ oder „ach, jetzt kommst Du auch mit dem Kram an…“.

    So ähnlich, wie Du es auch in Deinem Seminar-Bericht beschreibst, den habe ich früher schon gelesen.

  • #58
    Andreas Lichte

    @ Wissenslücke #57

    Du schreibst: „Nicht ICH habe das so gesagt, mein alter Klassenlehrer hat mir das so gesagt, als ich ihn zu den Rassismus-Vorwürfen befragt habe.“

    So habe ich es – natürlich – auch gemeint. Anthroposophen schwafeln unentwegt von „Höheren Erkenntnissen“ Rudolf Steiners … dann wird es jedes mal still und geheimnisvoll … nur, was sollen das für höhere Erkenntnisse sein? Lüften wir ein Geheimnis für die noch „Uneingeweihten“, nur eins:

    „(…) So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)

    Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse. (…)“

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

  • #59
    Wissenslücke

    @Andreas Lichte:
    Bin beruhigt – danke nochmal!

    Den zuletzt von Dir zitierten Steiner-Text hatte ich seinerzeit auch dabei, als ich meine ehemaligen Lehrer befragt hatte.
    Auch eine alte Freundin von mir, die gerade im Waldorf-Seminar ist, kennt das natürlich – sie sagt, der „Konsens“ sei, dass es für den Unterricht eben nicht relevant sei.
    Tja, wer das so für sich sehen kann…ich könnt`s nicht.

  • #60
    Andreas Lichte

    @ Wissenslücke #59

    was ist denn in der Waldorfschule „für den Unterricht relevant“ ?

    Vielleicht das:

    „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    (…) „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses grossen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“4 (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  • #61
    Andreas Lichte

    @ Wissenslücke

    Ich möchte Dir eine Frage stellen, zu etwas, das ich in meinem Erlebnisbericht aus dem „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ nicht angesprochen habe. Als ich meinen Erlebnisbericht schrieb, wusste ich noch nicht, wie eng Anthroposophen mit dem Nationalsozialismus kooperiert haben.

    Wilfried Jaensch unterrichte im “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” Rudolf Steiners “Allgemeine Menschenkunde”. Bei einer Raucherpause sagte er einmal:

    “Wenn die Anthroposophen in der Mehrheit wären, hätten wir längst den Faschismus.”

    Meine Frage:

    Ist die Anthroposophie eine faschistische Bewegung?

  • #62
    Wissenslücke

    Hallo!

    Ob das Statement dieses Lehrers, was Du da ansprichst, automatisch Konsens aller Waldorflehrer oder Anthroposophen ist – das weiss ich nicht.
    Da Du ja im Seminar warst und ich lediglich Schüler-Erfahrung habe, hast Du, was den Anthroposophischen Background angeht, sicher mehr Einblick als ich.

    Mein persönliches Fazit ist:
    So, wie sich mir nach dem Lesen (einiger) Originalschriften Steiners die Anthroposphie darstellt, finde ich sie schlimm, rassistisch gefärbt und als Konzept für eine Pädagogik oder gar Gesellschaftsordnung absolut fragwürdig.

    Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob von den Anthroposophen eine konkrete Gefahr oder gesellschaftlich negativer/faschistischer Einfluss ausgeht.

    Manche können scheinbar den Hintergrund von der Schule trennen kann, – ich könnte es nicht.
    Mehr kann ich dazu nicht sagen.
    Du schreibst es ja selbst in Deinem Artikel – dass es eben auch viele Lehrer (oder solche, die es werden wollen) gibt, die einfach einen Job brauchen und daher das Waldorfseminar mitnehmen, weil sie sich bessere Chancen erhoffen.
    Ob die sich dann auch alle so fundiert und kritisch informieren – keine Ahnung.

    Ich käme jetzt trotz meiner Recherchen und meiner heutigen Einstellung nicht auf die Idee, allen Waldorflehrern/Eltern automatisch Rassismus zu unterstellen.

    Wer sich informieren will, kann das tun.
    Ich hab`s gemacht und meinem Schrecken ja nun auch genügend Worte gewidmet…

  • #63
    Andreas Lichte

    @ Wissenslücke #62

    Du sagst: „Du schreibst es ja selbst in Deinem Artikel – dass es eben auch viele Lehrer (oder solche, die es werden wollen) gibt, die einfach einen Job brauchen und daher das Waldorfseminar mitnehmen, weil sie sich bessere Chancen erhoffen. Ob die sich dann auch alle so fundiert und kritisch informieren – keine Ahnung.“

    Man muss sich gar nicht speziell „fundiert und kritisch informieren“ – es reicht völlig, einfach nur zur Kenntnis zu nehmen, was während der Ausbildung zum Waldorflehrer passiert, „gelehrt“ wird. Wenn man das tut, kann man sich nur noch mit SCHRECKEN abwenden und gehen, siehe den Brief, unten.

    Aber das tun die meisten zukünftigen Waldorflehrer eben nicht, sie sind „Mitläufer„, wie sie sich vorzugsweise in totalitären, faschistischen Systemen, wie dem Nationalsozialismus, finden.

    Der folgende Brief lag der Redaktion des Deutschlandradio Kultur vor, wurde im Feature „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?” auszugsweise zitiert:

    “M.S.

    an:
    Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
    Beuthstr. 6-8
    10117 Berlin

    Bitte um staatliche Prüfung der Lehrerbildung und damit verbundener Lehrinhalte am Waldorf- Lehrerseminar Berlin- Mitte

    Berlin, 28.2.2007

    Sehr geehrter Prof. Dr. Zöllner,

    ich habe von September 2006 bis Ende Februar 2007 an der Weiterbildung zum Waldorflehrer/ Abendkurs am Seminar für Waldorfpädagogik e.V. in Berlin- Mitte, Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin, teilgenommen.

    Was dort als Lehrerbildung bezeichnet wird, ist meiner Erfahrung nach die Vermittlung anthroposophisch- esoterischer Inhalte, ohne Duldung sachlicher Kritik, die seitens der teilnehmenden Seminaristen geäußert wurde. Zur Weiterbildung gehört die Besprechung und Auslegung esoterischer Texte des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Diese Besprechungen und Auslegungen haben den Charakter einer ideologischen Schulung, die das anthroposophische Menschenbild im zukünftigen Lehrer fest verankern soll. Das bedeutet, dass die äußerst fragwürdigen Anschauungen Steiners in den zu lehrenden Unterrichtsstoff der Waldorfschulen einfließen.

    Noch vor Beginn des Seminars wurde mir vom Dozenten und Seminarleiter Michael Handtmann beim Vorstellungsgespräch versichert, dass ich keinesfalls zum „willigen Schüler Rudolf Steiners“ ausgebildet werden solle. Das Gegenteil war der Fall. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht im Verlauf einer offenen Auseinandersetzung das Seminar verlassen habe, sondern schlicht um eine Auflösung meines Lehrgangsvertrages gebeten habe.

    Viele meiner Mit- Seminaristen waren ebenso verwundert und abgestoßen von der Indoktrination esoterischer Schulungsinhalte, doch offene Kritik kam nur bei den wenigsten auf. Grund dafür ist die berufliche und ökonomische Lage der meisten Seminaristen, die sich durch die Weiterbildung zum Waldorflehrer eine berufliche Perspektive erhoffen. Die meisten der Seminaristen sind ebenso wie ich über 30 Jahre und älter – viele von ihnen von Arbeitslosigkeit bedroht. Da Kritik von den Dozenten des Seminars mit Schweigen oder beleidigter Ablehnung beantwortet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit schweigt, obwohl viele anders denken – niemand möchte seinen zukünftigen Arbeitsplatz gefährden.

    Zur Methodik des Unterrichts: Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.

    Ich frage mich ernsthaft, wo dabei das eigene Denken eines zukünftigen Lehrers bleiben soll, es wird einfach ersetzt, denn die obskuren Schriften Steiners liefern nach Ansicht der Dozenten die Antworten auf alle Fragen. Diese Art von Lehrerbildung verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht im Denken und Handeln der Teilnehmer, sie ist sektiererisch und esoterisch- ideologisch. Deshalb bitte ich sie nachdrücklich, das Aufsichtsrecht des Staates zu nutzen, um die Lehrerbildung des Seminars für Waldorfpädagogik eingehend kritisch zu prüfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.S.”

  • #64
    woeller007

    Nun kann ich die Situation der Frau G. nicht beurteilen. Der Unterricht bei meinen Kindern an einer Waldorfschule wurde nach dem Hauptunterricht, also den ersten beiden Stunden, immer halbiert bzw. Gedrittelt. Unterschide zwischen Schulen gibt es bei Waldorfs sicher, doch ebenso bei Gesamtschulen, Gymnasien etc.
    Oft sind es bei den Waldis gescheiterte Lehrer, die danach aus der individuellen Situation eine Systemfrage machen.
    Nachvollziehbar, aber eigentlich schade.

  • #65
    Andreas Lichte

    @ woeller007 #64

    Sie schreiben: „Unterschiede zwischen Schulen gibt es bei Waldorfs sicher, doch ebenso bei Gesamtschulen, Gymnasien etc.“

    Es gibt Unterschiede zwischen verschiedenen Waldorfschulen, aber sie sind viel kleiner, als immer wieder behauptet wird: Die deutschen Waldorfschulen sind zentral im „Bund der Freien Waldorfschulen“ organisiert. Dies geht zum Beispiel deutlich aus folgendem Schreiben hervor:

    „Bund der Freien Waldorfschulen e.V.

    Henning Kullak-Ublick

    11.05.2012

    An – die Schulleitungskonferenz – die Geschäftsführung – den Elternrat der Waldorf- und Rudolf Steiner Schulen

    Krisen-PR

    Sehr verehrte, liebe Freunde,

    In den letzten Monaten haben mehrmals Waldorfschulen auf Grund von Ereignissen die überregionale Aufmerksamkeit der Medien gefunden, die geeignet waren, den Ruf der Waldorfschulen auch über den eigenen Standort hinaus zu beschädigen. Im Unterschied zu den regionalen Medien, die überwiegend positiv über die Schulen berichten, wird das Interesse der überregionalen Medien oft eher durch negative Ereignisse geweckt.

    Da eine überregionale Berichterstattung niemals nur die interne Angelegenheit einer einzelnen Schule ist, möchten wir Sie dringend darum bitten, unsere Kommunikations-Abteilung im Bund der Freien Waldorfschulen immer sofort zu unterrichten, wenn ein Ereignis dazu geeignet ist, eine solche überregionale Aufmerksamkeit zu finden.

    Wir arbeiten sehr eng mit unserer Rechtsabteilung zusammen und haben schon mehrmals Schulen dabei helfen können, durch eine gezielte Informationspolitik gegenüber der Öffentlichkeit Schaden von der eigenen und den anderen Schulen abzuwenden.

    In den letzten Jahren konnten wir durch einen veränderten Umgang mit der Presse erreichen, dass die Berichterstattung über die Waldorfschulen sich von mancherlei gängigen Klischees gelöst hat – nicht immer, aber immer öfter. Ganz wichtig war dabei eine offene Informationspolitik, bei der auch wir viele Erfahrungen gesammelt haben, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen, wenn es „brennt“. Dafür ist es allerdings oft zu spät, wenn wir erst aus der Presse erfahren, dass etwas schief gegangen ist. Dann können wir allenfalls noch bei der Schadensbegrenzung helfen. Besser ist es in jedem Fall, wenn wir uns im Vorfeld mit Ihnen verständigen können.

    Bitte nehmen Sie Ihre Verantwortung innerhalb unseres Bundes auch dadurch wahr, dass Sie uns in Ihre Öffentlichkeitsarbeit einbeziehen. Wir helfen Ihnen gerne – und Sie helfen damit uns allen!

    Mit freundlichen Grüßen, Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeiterinnen

    Henning Kullak-Ublick“

    Die Kritik an der Waldorfschule, Kritik an der Waldorfpädagogik, ist vor allem eine Kritik an den Vorgaben Rudolf Steiners, die für JEDE Waldorfschule gelten – siehe den folgenden Kommentar …

  • #66
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    “(…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun. (…)”

    zum vollständigen Interview “Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein”: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #67
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei:

    „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“

    Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage:

    „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“

    (…)“

    weiter – u.a. mit einer Darstellung des “Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule”: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • #68
    Anna

    Ich war selber 11 Jahre auf einer waldorfschule in Schloss hamborn und muss sagen das ich die Lehrer dort sehr gut fand ,wir hatten sogar einige mit DoktorTitel. Wir haben sehr viel gelernt und dadurch das ich durch einen Umzug die Schule wechseln musste also auf eine Realschule um dort meinen RealschulAbschluss abzuschließen ist mir der Unterschied sehr stark aufgefallen . Ich finde in der Staatsschule wird fast nur auswendig gelernt außer bei Mathe und die Schüler lernen eigentlich kaum eigenes denken. Ich war total unterfordert und es Kamm mir vor das man nur funktionieren sollte.
    Ich finde das echt ne Frechheit das hier behauptet wird dass waldorflehrer schlechter seien als StaatsSchulenlehrer das stimmt kein bisschen, in der waldorfschule gestalten die Lehrer den Unterricht selber und das ist schwieriger als einfach ein schulbuch aufzuklappen und die Sachen aus dem Buch vorzulesen und daraus Aufgaben aufzugeben, also mein MatheLehre konnte ohne Probleme drei unbekannte suchen und ausrechnen ohne in ein Buch reinzugucken und eine Aufgabe ging fast zwei TafelSeiten lang ^^ Also ich kann nicht sagen das Staatsschulen besser sind ,und in Geschichte haben wir alles gelernt von 600v. Chr. Bis 1989 als die Mauern fielen und in den anderen Fächern waren wir schon viel weiter als in der anderen Schule wo ich war.Es ist Schwachsinn was hier geschrieben wird, vorallen weil wir viel gelernt haben in der waldorfschule das man Dinge hinterfragen soll, Sachen von verschiedenen Perspektiven betrachten soll usw. Und zum Thema fremdsprachKenntnisse ich spreche besser Englisch als die anderen in meiner Realschulklasse ^^ und immerhin haben wir in Deutsch Faust und verschiedenen andere Werke von z.b. Friedrich Schiller gelesen. So noch zum Thema Rassismus oder das man in waldorfschulen nur die schönen Sachen sieht das stimmt nicht , wir haben uns mit dem Thema der Slums in Brasilien beschäftigt und eigene Projekte gestartet womit wir Geld verdienen können um es dort einer Stiftung zu spenden usw. Und viele in meiner Klasse haben sie für Ausländer eingesetzt haben gegen Nazis und so demonstriert, obwohl sie aus guten FamilienHäusern kammen haben wir uns (die ganze Klasse) immer für die schwächeren eingesetzt. Ich bin stolz darauf eine waldorfschule besucht zuhaben, weil ich dort vieles gelernt habe, nämlich Eigenständig zu denken, was viele leider in meiner Realschulklasse nicht konnten , weil sie sollen es auch nicht können, sie sollen einfach nur funktionieren. So will der Staat uns ja haben Menschen die auf Befehl eine gewisse Leistung bringen sollen in kürzester Zeit, das ist der perfekte Arbeiter der einfach alles macht ohne es zu hinterfragen^^ Die meisten Leute plappern hier einfach nur Müll, haben noch nie eine waldorfschule von innen gesehen und meinen Urteilen zu dürfen über etwas was sie nicht kennen.

  • #69
  • #70
    Andreas Lichte

    Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

    Die von André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ macht weiter Schlagzeilen. Nun berichtete auch der Deutschlandfunk. Und Henning Kullak-Ublick, Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, hält urplötzlich eine „Waldorf-Schule light“ für möglich, nachdem diese zuvor von Waldorf-Seite entschieden abgelehnt worden war: ist Kullak-Ublick glaubwürdig? (…)“

    weiter beim Blog „Ruhrbarone“: http://www.ruhrbarone.de/henning-kullak-ublick-der-bund-der-freien-waldorfschulen-und-die-glaubwuerdigkeit/

  • #71
    Andreas Lichte

    ‘Waldorfpädagogik ist gefährliche Esoterik’ – André Sebastiani im Interview mit der taz über die geplante ‘staatliche Waldorfschule’

    Noch im Januar 2013 warb Christian Füller in der taz für die umstrittene erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands und diffamierte dabei André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, tollpatschig als „Rudolf-Steiner-Hasser“. Nun bietet die taz Sebastiani die Chance, in einem Interview die Gründe für die von ihm initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ darzustellen.

    Sebastiani nutzt seine Chance, gibt der taz ein eindrucksvolles Interview, Leseempfehlung!

    Ich möchte hier nur einen wichtigen Punkt herausgreifen, und ergänzen, Zitat taz:

    „taz: Hamburg will in dem Schulversuch diejenigen Teile der Waldorfpädagogik übernehmen, die gut funktionieren. Viel Kunst und Musik und keine Noten. Da spricht doch nichts dagegen.

    Sebastiani: Natürlich nicht. Aber für all das brauche ich keine Waldorfpädagogik. Die staatliche Schule, an der ich unterrichte, ist ebenfalls notenfrei. Meine Befürchtung ist, dass es nicht bei ein paar guten pädagogischen Elementen bleibt, sondern man sich die ganze unsinnige Weltanschauung dahinter mit in die Schule holt.

    Der Bund der Freien Waldorfschulen hat in einer ersten Mitteilung zum Schulversuch ‘Waldorf light’ ausgeschlossen. Inzwischen haben sie die Mitteilung interessanterweise von ihrer Homepage gelöscht.“

    Unwidersprochen bleibt hier der Mythos, dass Waldorfschulen Kunst und Kreativität fördern. Ein Kommentar zum taz-Interview stellt das richtig (die Autorin ist mir persönlich bekannt), Zitat:

     

    „(…) Stichwort Kunst-Unterricht:

    Ich habe den Vergleich, möchte mich hier aber nur auf die Unterstufe beschränken, da ich LA [Lehramt] Primarstufe studiert habe.

    Als Waldorf-Schülerin habe ich z.B. ‘gelernt’ dass Umrisslinien nicht gut sind.

    ‘Ein Baum ist schliesslich nicht von schwarzen Linien eingesperrt’.

    Nur flächiges Malen war erlaubt (wie gesagt, es geht nur um die ersten Schuljahre).

    Dass fast alle Kinder beginnen, mit Linien und nicht mit Flächen ihre Umgebung abzubilden, wird nicht berücksichtigt, das ist auch z.T. noch heute so an Waldorfschulen.

    Auch die ewige Nass-in-Nass-Pinselei (die mir damals Spaß gemacht hat – das nur am Rande!) zieht sich bis heute wie Klon-Kunst durch die Waldorf-Welt. Sieht hübsch aus, ist aber nichts Eigenständlich-Kindliches, was bei aller Ästhetik sehr schade ist.

    Wie gesagt, das muss keine seelischen Traumata verursachen.
 Aber es ist wenig bis kein Platz für kindliche Neugier und Individualität in solch einem ‘Kunst-Unterricht’.

    Zum Vergleich habe ich dann in den ‘bösen, staatlichen Schulen’ (ja, uns wurde beigebracht, dass es dort ganz schlimm zugeht, das bestätigen ja auch viele Kommentare von ‘aufgeklärten’ und ‘vielseitig informierten’ Waldorfschülern hier im Thread…) einen sehr freien, kreativen und vor allem von den Kindern mit EIGENEN Impulsen durchzogenen Kunst-Unterricht kennen gelernt.

    Und habe begonnen, mir Gedanken über die von Waldorfschulen proklamierte ‘Erziehung zur Freiheit’ zu machen (…)“

    Als ausgebildeter Waldorflehrer, der Werk- und Kunstlehrer werden wollte, bestätige ich ausdrücklich diesen Kommentar, auch wenn er mir noch viel zu milde erscheint: wenn man Rudolf Steiners „Menschenkundliche Grundlagen“ für den waldorfspezifischen Kunstunterricht kennen gelernt hat, bleibt gar nichts mehr von ‘Kreativität’ und ‘Freiheit’.

    Wie sollte auch? Der Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Stefan T. Hopmann sagt im Interview mit den Ruhrbaronen:

    „(…) Und welche Freiheit, welche Kreativität sind gemeint in einer Schulphilosophie, deren Erfinder weder als Demokrat, noch als Ästhet hervorgetreten ist, sondern der eine autoritäre Geisteshaltung einnahm und eine naturalistische Schrumpfästhetik bevorzugte? (…)“

    Prof. Hopmann hält das von Sebastiani im taz-Interview angesprochene Konzept „Waldorf Light“ für unmöglich, Zitat Hopmann:

    „(…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist. (…)“

    „Waldorf Light“ wurde folgerichtig vom „Bund der Freien Waldorfschulen“ ursprünglich ausgeschlossen, bis die entsprechende Mitteilung „retuschiert“ wurde, wie Sebastiani im taz-Interview andeutet. Hier gibt es dazu die Geschichte: Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

    Kullak-Ublick, Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, kommentierte höchstpersönlich den Artikel, hier und hier, siehe auch André Sebastianis und meine Antwort.

    Ist Kullak-Ublick glaubwürdig, oder bietet er mit seinem „Waldorfsprech“ eine Mogelpackung an? So wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ dem Hamburger Senat?

    zum Original-Artikel > http://www.ruhrbarone.de/waldorfpaedagogik-ist-gefaehrliche-esoterik-andre-sebastiani-im-interview-mit-der-taz-ueber-die-geplante-staatliche-waldorfschule/

  • #72
    Wissenslücke

    Der Kommentar von Anna zeigt eins sehr schön:

    Wenn Eltern bereit sind, für die Schulbildung ihrer Kinder einen gewissen Batzen Geld hinzulegen, und wenn Lehrer bereit sind, für einen durchschnittlich geringeren Lohn zu arbeiten, dann ist Idealismus im Spiel.
    Also sind die Erwartungen hoch, und natürlich kann man so etwas nur vor sich selbst (und ggf. anderen) rechtfertigen, in dem das Konzept, welches man fördert und unterstützt, „besser“ ist.
    Zwischen Idealismus und Indoktrination verläuft ein sehr schmaler Grat, das zeigt Anna`s Kommentar auch sehr deutlich.

    Es macht mich echt traurig, vor allen Dingen Passagen wie diese hier:

    Zitat von @Anna:

    „Ich bin stolz darauf eine Waldorfschule besucht zuhaben, weil ich dort vieles gelernt habe, nämlich Eigenständig zu denken, was viele leider in meiner Realschulklasse nicht konnten“

    Das habe ich schon in so vielen „Pro-Waldorf-Kommentaren“ gelesen, und wenn man es hinterfragt, kommt original nichts.
    Vielleicht hat Anna ja eine Antwort darauf, wie sie zu dieser „Diagnose“ kommt?

    Andere schlecht machen geht ziemlich leicht, ist aber keine besondere Leistung.
    Schon gar keine, die auf eine besonders ausgeprägte „eigenständige Denkfähigkeit“ schliessen liesse.
    Liebe Anna, vielleicht möchtest Du mal ein Beispiel dafür bringen, woran Du Deine Diagnose fest machst?
    Wie kannst Du denn erkennen, dass Deine MitschülerInnen auf der Realschule nicht eigenständig denken konnten?
    Das ist eine sehr gewagte und nicht gerade respektvolle Behauptung, und wenn man so etwas über andere Menschen sagt, sollte man ein paar ordentliche Begründungen dafür parat haben.

    Anna bestätigt dann auch noch sehr anschaulich ein weiteres Klischee, nämlich dass WaldorfschülerInnen sozialer und hilfsbereiter seien (zu der Nazi-Sache später noch etwas)…ich zitiere:

    „Und viele in meiner Klasse haben sie für Ausländer eingesetzt haben gegen Nazis und so demonstriert, obwohl sie aus guten FamilienHäusern kammen haben wir uns (die ganze Klasse) immer für die schwächeren eingesetzt.“

    Ich lasse mir das mal auf der Zunge zergehen (von der leicht schwankenden Orthografie mal ganz abgesehen…):
    „Obwohl wir aus guten Familienhäusern kamen…haben wir uns immer für die Schwächeren eingesetzt“
    Wie überaus lobenswert. Die Kids aus „gutem Hause“ sind sich also nicht zu schade, sich für „Schwächere“ einzusetzen.
    Was auch immer mit „schwächer“ gemeint sein mag.

    Im Ernst: Anderen helfen ist eine gute Sache!
    Das will ich gar nicht in Abrede stellen.
    Und natürlich weiss man als WaldorfschülerIn auch gar nicht, welche Ideologie zum Thema „Ausländer“ oder „Behinderte“ der Pädagogik zu Grunde liegt.
    Also hilft man und engagiert man sich natürlich voller guten Willens, und diesen will ich weder klein reden noch die tatsächlichen Aktivitäten schlecht machen.

    Dass aber immer noch von den WaldorfschülerInnen selbst geglaubt wird, sie wären sozialer, menschlicher oder gar insgesamt gebildeter als andere SchülerInnen, finde ich ein ziemlich schlimmes Phänomen.
    In solchen Aussagen wie der von Anna steckt (sicher gar nicht beabsichtigt) diese typische Überheblichkeit, die ich immer wieder in Kommentaren von WaldorfschülerInnen lese, die „ihre“ Schule mit ähnlichen Argumenten als die „bessere“ verteidigen wollen.

    Das hat mit eigenständigem, kritischen Denken allerdings nicht viel zu tun, auch wenn man sich noch so viel darauf einbildet.

    Anna. Keiner hat behauptet, an der Waldorfschule würde man zum Nazi gemacht.
    Rassismus ist überall auf der Welt vertreten, leider. Nicht immer ist er offen erkennbar.

    Steiner allerdings war ein Rassist, und zwar keiner, der das versteckt hat.
    Das bestreiten noch nicht mal die Anthroposophen selbst – auch wenn sie sich leider immer noch mit umfangreichen Relativierungsversuchen abmühen und das alles etwas blumiger formulieren.
    Das können sie ja sehr gut.
    Und darum hat man auch die Pflicht, das Lehr-Konzept der Waldorfschulen, was eben auf Steiners Welt,- und Menschenbild basiert, zu überprüfen.

    Es steckt viel verkappter (und z.T. auch offener) Rassismus in der Anthroposophie, da empfehle ich wirklich, sich mal gründlich einzulesen.
    Und zwar bitte das Original, nicht die ganzen Fan-Schriften von Steiner`s Anhängern.

    Für mich sind nach der Steiner-Lektüre unüberbrückbare Konflikte sichtbar geworden zwischen dem, was Waldorfschule sein will, und dem, was Anthroposophie ist, wenn sie ernst genommen wird.

    Mich haben früher auch die Attacken gegen die Waldorfschule aus der Richtung Rassismus-Vorwürfe irritiert, da ich das überhaupt nicht mit meinem Schulalltag in Zusammenhang bringen konnte.
    Denn:
    Auch ich habe damals auch mit meinen Waldorfschulkameraden gegen rechts demonstriert, wir hatten (das sehe ich auch heute noch so) einen recht guten und umfassenden Geschichtsunterricht, der da nichts ausgelassen hat.
    Dennoch steht das Konzept der Waldorfpädagogik auf einem Denk-Konstrukt, was durchaus menschenverachtende und rassistische Inhalte hat.
    Das ist aber ein Konflikt, von dem man innerhalb der Schulzeit wenig bis gar nichts mitbekommt, daher fallen ja auch so viele aus den rosa Wolken, wenn sie dann mit den Hintergründen konfrontiert werden.

  • #73
    Andreas Lichte

    Die Kritik der Waldorfschule und der Anthroposophie hat ein Problem:

    Rudolf Steiners „Erkenntnisse“ sind so bizarr, dass man gar nicht glauben möchte, dass irgendwer den Scharlatan Rudolf Steiner zur Autorität der Waldorfschulen machen könnte … ein Beispiel:

    „Ichlose Dämonenkinder

    Falls Sie beabsichtigen, ihr Kind an eine Waldorf-/Steinerschule zu schicken, sollten Sie bedenken, dass Rudolf Steiner einigen Kindern schlicht das Menschsein abspricht und sie zu Dämonen erklärt. Ob ihr Kind ein Dämon ist, erkennen Sie an seinen Ohrläppchen. In diesem Fall sei ihm jedenfalls die staatliche Regelschule empfohlen.

    Ein Beispiel anthroposophischer Wahnvorstellungen, Geheimdünkelei und der bis heute anhaltenden, kritiklosen Hörigkeit seiner Jünger gegenüber den kruden Thesen des grossen Meisters beginnt mit der Lehrerkonferenz von Mittwoch, dem 25. April 1923, 16.30-19 Uhr:

    “Der Schularzt spricht über besondere medizinische Fälle.

    Dr. Steiner: Das Mädchen L. K. in der l. Klasse, da wird irgendeine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Inneren. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten.

    X.: Wie ist das möglich?

    Dr. Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange füreinander determiniert die hinuntersteigen den Individualitäten. Es geschehen auch Genera­tionen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächt­nis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.

    Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesen­heit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zu­rück.

    Es könnte sein, daß irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirnautomatismen eine Pseudomoral züchten.

    Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies viel­fach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, daß es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht sol­chen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade da­durch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Men­schen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt.

    Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegner­schaft ist so schon groß genug. Solche Dinge schockieren die Men­schen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Schock hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, daß ein ganz berühmter Universitätspro­fessor, der einen großen Ruf hat, daß der, nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt, ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.

    Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.”

    (GA300c-1975-S 70 – Konferenzen mit den Lehrern IIIA)

    Ein Beispiel, wie devot Anthroposophen mit solch unmenschlichem Schrott des Meisters noch heute umgehen, findet sich im entsprechenden Eintrag auf “Anthrowiki”:

    (…)“

    weiterlesen: http://rudolfsteinerblog.wordpress.com/2013/03/01/ichlose-menschen/

  • #74
    Andreas Lichte

    Eine Kritik der Waldorfpädagogik, Kritik der Waldorfschule und Kritik der Anthroposophie von Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien – hier ein kurzer Auszug aus dem Interview mit den Ruhrbaronen:

    „(…)

    Lichte: Ein Werbeslogan der Waldorfschulen lautet: „Im Mittelpunkt der Mensch“. Im Standard sagen Sie über die anthroposophische Pädagogik: „Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht.“

    Hopmann: Im Mittelpunkt steht bei denen der Mensch, wie Rudolf Steiner ihn sieht, also als Reinkarnation, als Mitglied einer Rasse, als Charaktertyp usw. Ziel ist es, den jeweiligen Menschen entsprechend den Steinerschen Lehren zu formen bzw. sein „Wesen“ zu entfalten. So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen – nicht anders als eine Bank dein Geld will: Nicht um nett zu dir zu sein, sondern um an dir Geld zu verdienen. Bloß blöd, wenn man zu jenen Wesen zählt, denen laut Steiner Dahinsiechen oder Verkümmern vorausbestimmt ist. Denen geht es dann wie bei der Bank, wenn die Kreditwürdigkeit dahin ist.

    (…)“

    zum Interview mit Prof. Hopmann:

    Waldorfschule: ‘Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein’

  • #75
    marion Giannelos

    Waldorfschüler sind besser, sie sind freundlich, klug, gebildet und müssen nicht damit prahlen!!!
    Viele schüler die in eine Waldorfschule kamen aus einer normalen mussten in der 6. noch das einmaleins lernen!…

  • #76
    Arnold Voss

    Sie müssen damit nicht prahlen? Und was haben sie hier gerade getan, Frau Giannelos? Genau das!!! 🙂

  • #77
    Andreas Lichte

    @ marion Giannelos #75

    wenn man in der Waldorfschule auch noch lesen lernte, hätte sich die Sache ganz schnell erledigt … der Gründer der Waldorfschulen, Rudolf Steiner:

    “Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss durch eine geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man kann also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Masse, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. (…) Denn es ist tatsächlich so, dass, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer.”

    Rudolf Steiner, “Über Gesundheit und Krankheit Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre”, GA 348, FÜNFTER VORTRAG, Dornach, 13. Dezember 1922 – Seite 103

    siehe auch: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2013/11/29/rudolf-steiner-stirbt-die-blonde-rasse-aus-wird-die-menschheit-dummer/

  • #78
    Andreas Lichte

    Eine Kritik der Waldorfpädagogik, Kritik der Waldorfschule und Kritik der Anthroposophie von Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien – hier ein kurzer Auszug aus dem Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“:

    Prof Hopmann: “(…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Rudolf Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)”

    zum Interview mit Prof. Hopmann: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #79
  • #80
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @marion Giannelos: Eine Runde Namen-Tanzen hilft bestimmt 🙂

  • #81
    Andreas Lichte

    @ marion Giannelos #79

    meinen Sie vielleicht, Sie sind wütend darüber, wie Anthroposophen lügen ?

    „Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

    (…)

    Als Kommunikationschef des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ scheint Kullak-Ublick dem selbsternannten Hellseher Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfpädagogik und der esoterischen Weltanschauung Anthroposophie, nacheifern zu wollen. Rudolf Steiner sagt:

    „Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst und dass wir dasjenige, was aus der Geistesforschung geschöpft wird, in den Urkunden wieder aufsuchen … Was heute erforscht werden kann ohne eine historische Urkunde, das ist die Quelle für das anthroposophische Erkennen.“1

    Es zählt, was der anthroposophische Hellseher sieht, und nicht, was in „Urkunden“ steht, also dokumentiert ist.

    Dokumentiert ist, dass der Lehrplan der ersten Waldorfschulen „Rassenkunde“ enthielt, die in der siebten Klasse einzuführen sei, samt der Diskussion des „Gegensatzes von nördlicher und südlicher Volksart“ und dem kulturellen Ausdruck von „fremden Volksseelen“.2

    Bei einer Pressekonferenz des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ zu Rudolf Steiners Rassismus erklärte Kullak-Ublick aber im Widerspruch zur oben dokumentierten Geschichte der Waldorfschule:

    „Schon bei ihrer Gründung sind die Waldorfschulen mit einem Ansatz angetreten, der im krassest möglichen Gegensatz zu den Beschuldigungen [des Rassismus in der Waldorfschule] steht“.3

    Am 6. September 2007 entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. Und auch hier fühlt sich Kullak-Ublick nicht an Fakten gebunden:

    „(…) So erläuterte Henning Kullak-Ublick, Mitglied im Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen, in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur der Hörerschaft, die Bundesprüfstelle habe die inkriminierten ‘Stellen für unwesentlich erklärt und … sie eben nicht indiziert. Gerade das hat sie ja nicht getan. Sie wäre dazu verpflichtet gewesen, wenn sie die eben als rassendiskriminierend angesehen hätte.’ Angesichts der Tatsache, dass in der Entscheidung 5505 [der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien] explizit steht, dass das Zwölfergremium zu dem Ergebnis gekommen ist, dass ‘Die Mission einzelner Volksseelen’ in Teilen ‘als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen’ sei, muss sich Kullak-Ublick eine Verdrehung der Fakten vorwerfen lassen. (…)“4

    (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/henning-kullak-ublick-der-bund-der-freien-waldorfschulen-und-die-glaubwuerdigkeit/54728

  • #82
    Andreas Lichte

    Eine Kritik der Waldorfschule, Kritik der Anthroposophie als die die Waldorfschule prägende Weltanschauung – von Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien – hier ein kurzer Auszug aus dem Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“:

    Prof. Hopmann: “(…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Rudolf Steiner zu einer eigenen Weltanschauung [„Anthroposophie“] amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein ‘bißchen’ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)”

    zum vollständigen Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #83
    Sylke Weißer

    Ich sage nur so viel zum Thema Waldorfschule: übst Du Kritik und beginnt Dein Kind nicht mit dem Strom mitzuschwimmen, wird Dir vorgeschlagen, Dein Kind in die geschlossene Psychiatrie und zwar „möglichst lange“ zu stecken. Letztendlich wird einfach der Schulvertrag gekündigt, weil keine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit den Eltern mehr gewährleistet sei. Eine längere Geschichte, aber leider wahr. Wir haben alle unsere 4 Kinder von der Waldorfschule genommen und sie in staatlichen Schulen / Gymnasium (allerdings im Gymnasium mit Rückstufung) angemeldet. Der Bildungsrückstand war erheblich. Nie wieder Waldorfschule. Geschehen in der Waldorfschule Eckernförde!

  • #84
    Andreas Lichte

    @ Sylke Weißer #83

    Danke für Ihren Kommentar !

    Zu Ihrem Stichwort „Psychiatrie“: Sehr beliebt bei der Waldorf-Sekte auch „Heil-Eurythmie“, siehe den Erfahrungsbericht einer Waldorfmutter „Wie gut sind Waldorfschulen?“ bei den Ruhrbaronen, Zitat:

    „Es ist heute wie ein Befreiungsschlag für ihn [den Sohn], in der öffentlichen Schule keine Eurythmie mehr zu haben. Sich keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen, ob er „noch richtig tickt“, so mein Sohn. Wenn man sich nicht voll auf die Eurythmie konzentriert, so die Lehrerin, hat „man sich mit dem Stoff nicht richtig verbunden“. Dann wird ‘Heileurythmie’ verordnet. Einen Grund dafür findet der Waldorflehrer immer, wenn er denn nur will: das Kind ist dann „unkonzentriert“, „zu ruhig“, „im Bewegungsablauf zu langsam“, egal …“

    Falls Sie Interesse haben, könnten Sie auch einen (etwas längeren) Erfahrungsbericht über die Waldorfschule schreiben …

  • #85
    DerWaldi

    @marion Giannelos

    Ich bin der Meinung das Sie mit Menschen diskutieren sollten, die etwas gebildeter sind als die durchschnittlichen Nutzer auf dieser Website. Hier werden zwar Lügen verbreitet aber wenn die Nutzer dieser Website nichts anderes können als Lügen, werden sie in ihrem Leben nicht wirklich weit kommen

  • #86
  • #87
    Andreas Lichte

    „‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte

    Auf seiner Homepage stellt der Waldorfkindergarten Schwerte „Literatur zur Waldorfpädagogik“ vor. Darunter Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’

    (…)

    Aber was macht dieses Buch in einem Waldorfkindergarten? Wird schon den Allerkleinsten von Atlantis erzählt? Auszuschließen ist das nicht, in der Waldorfwelt ist alles möglich … man kann ja gar nicht früh genug damit beginnen, das anthroposophische Geschichtsbild mit Atlantis als historischer Tatsache zu vermitteln.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/02/08/unsere-atlantischen-vorfahren-im-waldorfkindergarten-schwerte/

  • #88
    Müller

    Entschuldigung,aber ich habe im Leben keinen größeren Schmarren gelesen. Sind das wirklich erwachsene Menschen die sich da austauschen? Was sind das für Diskussionen? Da kann man sich nur schämen. !!!

  • #89
  • #90
    Andreas Lichte

    @ Müller #88

    schämen Sie sich ruhig, Herr Müller. Sie können sich auch gleich für den Scharlatan und Rassisten Rudolf Steiner mitschämen.

  • #91
    Andreas Lichte

    @ thomas weigle #89

    Rudolf Steiner scherzt nicht. Die anthroposophischen "Kulturepochen" sind bitterer Rassismus, der auch in der Waldorfschule im "Geschichtsunterricht" auftaucht – siehe den Artikel bei den Ruhrbaronen:

    "Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’"

  • #92
    isildur

    Die Waldorfschule wurde von den Nationalsozialisten VERBOTEN!!!
    So eng kann die Zusammenarbeit ja nicht gewesen sein, oder?
    Zitat aus Wikipedia
    Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden im deutschen Reich alle Waldorfschulen „allmählich erstickt“.1934 gab es einen Kultusministeriums-Erlass, dass keine ersten Klassen mehr gebildet werden durften. 1935 wurde die Anthroposophische Gesellschaft verboten. Zu den Waldorfschulen heißt es in dem Dekret Heydrichs (u. a. Leiter des Reichssicherheitshauptamtes): „Die auf der Pädagogik des Gründers Steiner aufgebauten und in den heute noch bestehenden anthroposophischen Schulen angewandten Unterrichtsmethoden verfolgen eine individualistische, nach dem Einzelmenschen ausgerichtete Erziehung, die nichts mit den nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätzen gemein hat.“

    Zur Hochnäsigkeit und Überheblichkeit von Waldorfschülern:
    Wenn man dauernd von anderen Menschen gesagt bekommt, dass man seinen Namen tanzen soll, in diversen Internetportalen lesen kann wie dumm und ungebildet man sei, dass man den ganzen Tag nur seinen Namen tanzen würde, nicht zu vergessen bei Sektentreffen Bäume zu umarmen und Geister zu beschwören. Lesen? Schreiben? Rechnen? Fehlanzeige! Würdet ihr euch da nicht verteidigen? Anderen versuchen zu erklären, dass die Waldorfschule die beste Schulform sei? Nur um wenigstens zu beweisen, das man was lernt und nicht ein durchgeknallter Esoteriker oder Dummkopf ist?
    Diese Vorurteile von Leuten, die einfach keine Ahnung haben und meinen, sie müssten überall ihren Senf dazugeben ist einfach nur ätzend und auch ziemlich armselig. Habt ihr nichts anderes zu tun als euch, auf Texten Rudolf Steiners etc… basierend, über eine Schulform aufzuregen die ihr erstens nicht richtig kennt und die euch zweitens überhaupt nicht zu interessieren braucht, da ihr sie ja so schrecklich findet, dass ihr sie weder als Lehrer, noch als Schüler oder Eltern betreten wollt?

  • #93
    Andreas Lichte

    @ isildur #92

    ALLE "Privatschulen" wurden von den Nationalsozialisten "verboten" …

    Wenn Sie die Geschichte der Waldorfschulen und der Anthroposophie im Nationalsozialismus wirklich kennenlernen wollen, lesen Sie diesen Artikel bei den Ruhrbaronen:

    "Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    Berlin, 22. Juli 2012 – Die Anthroposophie hatte als konkurrierende Weltanschauung erbitterte Gegner innerhalb des nationalsozialistischen Machtapparats. Sie fand aber auch zahlreiche einflussreiche Förderer und Unterstützer, unter diesen am bekanntesten der „Stellvertreter des Führers“ Rudolf Heß. Was machte die anthroposophischen Angebote aus Sicht ihrer nationalsozialistischen Unterstützer attraktiv? Gibt es eine Kontinuität vom „Dritten Reich“ bis in die Gegenwart?

    Anthroposophen arbeiteten in allen für sie wichtigen Praxisfeldern mit nationalsozialistischen Organisationen zusammen, im Überblick:

    – Waldorfschulen: „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1 Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    (…)"

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/44449

  • #94
    Sylke Weißer

    Unser Sohn konnte in der 2. Klasse noch nicht lesen, unsere Tochter war noch in der 4. Klasse weit entfernt von irgendwelchen orthografischen Regeln, es sollte auch noch nicht darauf geachtet werden, würde sich alles noch entwickeln. Stattdessen bekam sie Heileurhythmie, weil sie zu still im Unterricht sei. Sie sagte:" Wir haben heute wieder über Pronomen gesprochen, dabei machen wir das schon 2 Wochen undwir können das schon alle. Es ist so langweilig.". Mein Sohn in der 7. Klasse konnte nicht einen Satz in Englisch formulieren. In Latein lernten sie nur Vokabeln, keine Satzformulierungen. Nachdem sie nun alle ein halbes Jahr auf eine staatliche Schule gegangen sind, haben wir gesehen, wie groß doch die Defizite waren. Zum Glück haben wir noch früh genug gewechselt. Der Kleine wiederholt die 2. Klasse jetzt noch einmal, er war sehr fleißig, hat in diesen 6 Monaten Dank toller Lehrer und sehr kleiner Klasse (13Kinder) lesen, schreiben, Schreibschrift, die Uhrzeit , das kleine Einmaleins und alle 4 Grundrechenarten gelernt. Aber da er so viel aufzuholen hatte, ist das Wissen nicht verinnerlicht, sodass wir uns (unser Sohn selbst, wir Eltern und die Lehrer) dazu entschlossen haben, dass er wiederholt. Unsere Tochter hat auch sehr gut aufgeholt, braucht nicht wiederholen und wechselt jetzt auf’s Gymnasium. Der große ist auch auf’s Gymnasium gekommen, war aber 1 Jahr zurückgesetzt worden, was auch gut war, denn allein in Latein haben sie 4 Wochenstunden und der aufzuholende Stoff war enorm. Ebenso natürlich im Fach Englisch. Ich würde jedem raten, der sich mit dem Gedanken trägt, die Kinder von der Waldorfschule zu nehmen

  • #95
    Sylke Weißer

    …es nicht zu spät zu tun, da es immer schwerer wird, den Anschluss zu bekommen.
    Und unser 4. Kind, den die Schule in die Förderklasse stecken wollte, und die Lehrerin meinte:" Also wenn er es in meiner Klasse nicht schafft, dann wird er es niemals auf einer staatlichen Schule schaffen," genau dieser hat auf der Realschule einen 2er Durchschnitt in dem Zeugnis.
    Es ist ja nicht nur so, dass die Schule gegen Eltern sind, die nicht mitziehen. Es wurde auch eine Lehrerin, weil sie aus Georgien kam, aus der Schule gemobbt. Sie hatte uns gesagt, dass sie Dinge unterschreiben musste, die andere Lehrer nicht unterschreiben mussten, oder sie Dinge nicht machen dürfte, die andere schon machen dürfen. "Das habe ich nicht nötig, ich habe gekündigt." Auf dem Elternabend würde dann verhandelt, wer der nachfolgende Lehrer der Klasse werden sollt. Natürlich ein eingefleischter Anthroposoph der Schule. Die Lehrerin weinte , einige Mütter weinten, aber die noch beisitzenden anderen Lehrer waren kühl und sachlich. Während eines anderen Elternabends würde die Englischlehrerin von den Eltern wirklich fertig gemacht, daraufhin setzte sich die Klassenlehrerin von ihr weg. Spricht auch nicht für einen großen Zusammenhalt in der Lehrerschaft. Die Lehrer nehmen in keiner Weise Kritik an , wer nicht zu 100% für die Ideologie ist, ist gegen sie und Gegner bekämpft man.

  • #96
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann

    "hält Anthroposophen für eine esoterische Sekte, spricht von «totalitärer Pädagogik» und findet den Unterricht an manchen Waldorfschulen so subtil indoktrinär, dass es selbst die meisten Eltern nicht bemerkten."

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Grossarth, "Eliten an die Waldorfschule – Strickzeug statt Smartphone", 6.8.2014

  • #97
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann im Interview mit den Ruhrbaronen:

    "… machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist …"

    zum Interview "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein" mit Prof. Hopmann: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #98
    Aufgewacht

    Hallo!

    Mein Sohn ist auch auf einer Waldorf Schule.
    Jedoch konnte ich zur Umschulung noch nichts dagegen unternehmen.

    Ich suche hier nach Foren und Selbsthilfegruppen.

    Nach dem ich mich informiert hatte und sich das sektenartige, demokratie und wissenschaftsfeindliche Verhalten dieser Organisation nur all zu deutlich gezeigt hat muss ich mich zur Wehr setzen. Mein Kind erhält z.B. seine vom Jugenamt bestätigten LRS Förderung nicht und wird statt dessen in nordischer Mythologie unterrichtet. Das im ersten Jahr in der Regelschule vorgeschlagene AO-SF wird nun von den anthropologischen Irren abgelehnt.
    Von Arnsberg ist leider keine Hilfe zu erwarten.

    Je tiefer man in die Materie Waldorf/ Steiner/ Anthropologie eindringt desto deutlicher wird welcher Nährboden hier den Kindern eingepflanzt wird.

    Wir sind für jede Hilfe dankbar.

  • #99
    Andreas Lichte

    @ Aufgewacht #98

    ich bedaure, aber ich kenne kein "Selbsthilfegruppe" für Opfer der Waldorfschule.

    Ich habe selber eine Ausbildung zum Waldorflehrer gemacht, also eine Steiner-Gehirnwäsche überlebt. Dafür hat sich aber von offizieller Seite niemand interessiert, und mit "niemand" meine ich z.B. die Berliner Schulaufsicht. Sie wurde auch von anderen Waldorfseminaristen informiert, nur ein Beispiel:

    "M.S.

    Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
    Beuthstr. 6-8
    10117 Berlin

    Bitte um staatliche Prüfung der Lehrerbildung und damit verbundener Lehrinhalte am Waldorf- Lehrerseminar Berlin- Mitte

    Berlin, 28.2.2007

    Sehr geehrter Prof. Dr. Zöllner,

    ich habe von September 2006 bis Ende Februar 2007 an der Weiterbildung zum Waldorflehrer/ Abendkurs am Seminar für Waldorfpädagogik e.V. in Berlin- Mitte, Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin, teilgenommen.

    Was dort als Lehrerbildung bezeichnet wird, ist meiner Erfahrung nach die Vermittlung anthroposophisch- esoterischer Inhalte, ohne Duldung sachlicher Kritik, die seitens der teilnehmenden Seminaristen geäußert wurde. Zur Weiterbildung gehört die Besprechung und Auslegung esoterischer Texte des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Diese Besprechungen und Auslegungen haben den Charakter einer ideologischen Schulung, die das anthroposophische Menschenbild im zukünftigen Lehrer fest verankern soll. Das bedeutet, dass die äußerst fragwürdigen Anschauungen Steiners in den zu lehrenden Unterrichtsstoff der Waldorfschulen einfließen.

    Noch vor Beginn des Seminars wurde mir vom Dozenten und Seminarleiter Michael Handtmann beim Vorstellungsgespräch versichert, dass ich keinesfalls zum „willigen Schüler Rudolf Steiners“ ausgebildet werden solle. Das Gegenteil war der Fall. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht im Verlauf einer offenen Auseinandersetzung das Seminar verlassen habe, sondern schlicht um eine Auflösung meines Lehrgangsvertrages gebeten habe.

    Viele meiner Mit- Seminaristen waren ebenso verwundert und abgestoßen von der Indoktrination esoterischer Schulungsinhalte, doch offene Kritik kam nur bei den wenigsten auf. Grund dafür ist die berufliche und ökonomische Lage der meisten Seminaristen, die sich durch die Weiterbildung zum Waldorflehrer eine berufliche Perspektive erhoffen. Die meisten der Seminaristen sind ebenso wie ich über 30 Jahre und älter – viele von ihnen von Arbeitslosigkeit bedroht. Da Kritik von den Dozenten des Seminars mit Schweigen oder beleidigter Ablehnung beantwortet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit schweigt, obwohl viele anders denken – niemand möchte seinen zukünftigen Arbeitsplatz gefährden.

    Zur Methodik des Unterrichts: Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.

    Ich frage mich ernsthaft, wo dabei das eigene Denken eines zukünftigen Lehrers bleiben soll, es wird einfach ersetzt, denn die obskuren Schriften Steiners liefern nach Ansicht der Dozenten die Antworten auf alle Fragen. Diese Art von Lehrerbildung verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht im Denken und Handeln der Teilnehmer, sie ist sektiererisch und esoterisch- ideologisch. Deshalb bitte ich sie nachdrücklich, das Aufsichtsrecht des Staates zu nutzen, um die Lehrerbildung des Seminars für Waldorfpädagogik eingehend kritisch zu prüfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.S."

    über die "Ausbildung" zum Waldorflehrer bei den Ruhrbaronen:

    "Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’"

    http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/23428

  • #100
    Aufgewacht

    @ Andreas Lichte #99,

    danke für ihre Antwort.

    Das in Bezug auf Waldorfschulen keine Reaktion der Aufsichtsbehörden erfolgt ist vielleicht weniger verwunderlich wenn man bedenkt welche Macht die anthroposophische Sekte besitzt.
    Ich spreche hier nur mal von der offiziellen, mir bekannten, Seite, der wirtschaftlichen.
    Firmen wie Weleda, GLS Bank, Alnatura, dm-drogerie Markt usw. bekennen sich offen zur Anthroposophie. (Quelle: Kapital=Geist, J. Heisterkamp)

    Wie weit hier die Unterwanderung auch in die Politik bereits fortgeschritten ist läßt sich nur vermuten.

    Ich komme aus eigener Erfahrung nicht umhin, zumindest den begründeten Verdacht zu äußern, das sich der Wirkkreis der Anthroposophischen Gesellschaft auch in deutsche Gerichte erstreckt.

    Insofern erhoffte ich mir von staatlicher Seite, also den zudem auch noch über belasteten und unterbesetzten Aufsichtsbehörden keine Hilfe.

  • #101
    elisa stein

    Sehr geehrter Herr Lichte,
    mit Verlaub, ….. Sie müssen viel Zeit haben.
    Wie kann man nur so einseitig über die Waldorfschulen herziehen und sie auch noch als "Sekte" bezeichnen. Ich finde, es muss jeder herausfinden, welches Schulsystem zu seinem Kind passt.
    Mein Sohn hätte laut staatlichem Schulsystem ab der 3. Klasse in eine Schule für körperbehinderte Menschen gehen sollen, da er im Sportunterricht die Linien nicht eingehalten hat, beim Schreiben nicht schnell genug war usw. In der 3. Klasse Grundschule war er ein verzweifelter kleiner Junge ohne Selbstbewusstsein. Er wechselte an eine Waldorfschule und nzwischen macht er Abitur an einer Waldorfschule in Baden Württemberg – hatte seit seiner 8. Klasse nur Einser im Sport, spricht perfekt Englisch und spielt begnadet Klavier. Er ist Statist an der Oper und sehr sehr gut in deutscher Literatur. Auch in den anderen Fächern – die alle gymnasialen Standard- haben , ist er sehr gut. Er hat viele Freunde und ist sowohl bei den Lehrern als auch bei den Schülern sehr beliebt. – Wir sind sehr stolz auf ihn und froh, dass er durch die Waldorfschule die Möglichkeit hatte, sich zu so einem wundervollen Menschen zu entwickeln.

  • #102
    Andreas Lichte

    @ elisa stein #101

    welche Sekte zu einem paßt, muß jeder selber herausfinden, da haben Sie Recht.

    Für Sie ist die "Anthroposophie" – sprich: "Waldorfschule" – ideal, und so ist es Ihnen auch nicht peinlich, Ihre himmelhoch jauchzenden Werbebotschaften zu verbreiten, für eine Schule, über die der Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Stefan T. Hopmann sagt:

    "(…) Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun. (…)”

    zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann “Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein”:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #103
    Andreas Lichte

    Horror-Erfahrungsberichte aus der Waldorfschule bei "Ältere Kommentare", unten, dort klicken.

    Ein Beispiel, aus dem Kommentar #98 von – "Aufgewacht, 26. Dezember 2015 um 11:46" – , Zitat:

    "(…) Ich suche hier nach Foren und Selbsthilfegruppen.

    Nach dem ich mich informiert hatte und sich das sektenartige, demokratie und wissenschaftsfeindliche Verhalten dieser Organisation nur all zu deutlich gezeigt hat muss ich mich zur Wehr setzen. Mein Kind erhält z.B. seine vom Jugenamt bestätigten LRS Förderung nicht und wird statt dessen in nordischer Mythologie unterrichtet. (…)"

    link zu "Ältere Kommentare": http://www.ruhrbarone.de/ich-wurde-mein-kind-nie-an-einer-waldorfschule-anmelden“/1952/comment-page-2#comments

  • #104
    RAyn and

    Hallo Herr Lichte!

    Ich kann ihnen nur in vollem Maße zustimmen.
    Je weiter wir nachforschen, je agressiver wir vorgehen, desdo fürchterlicher wird das Bild das sich abzeichnet.
    Demokratiefeindlich, wissenschaftsfeindlich, verfassungswidrig, weltfremd, versteckt rassistisch und antisemitisch.
    Eine subtil agierende Schattengesellschaft welche in den Waldorfschulen eine wiederwärtige, kranke Weltanschauung in Kinderköpfe pflanzt.

    In jeder Sektenberatungsstelle (auch in den unabhängigen) die ich bisher kontaktiert habe sind Anthroposophen, Waldorf und Steiner ein Begriff der ganz oben auf der Liste steht.

    Kurios ist die zurückhaltende Art und Weise mit der die Gespräche mit den Sachbearbeiter/ innen fast immer beginnen.
    Erst wird einem vorsichtig erzählt das die Waldorfpädagogik einfach eine andere Weltanschaung vertritt.
    Sobald man seine Position und tieferes Wissen über diese Sekte darstellt, hagelt es an fundierter Kritik an den Anthrophosophen, oft einhergehend mit der klaren Aussage das dies eine Sekte ist. Leider mit wenig Hilfestellung.

    Geendet haben die Gespräche jedoch fast immer sinngemäß Gleich: "Gegen die ist noch kein Kraut gewachsen……….." genausowenig wie gegen Lügen & Dummheit .

    Nutzen sie bitte weiterhin ihre Zeit um gegen diese Sektierer vor zu gehen, sie tuen damit ihren Dienst als aufgeklärter Bürger für den Erhalt unserer demokratischen Werte.

    Das mag pathetisch klingen, entspricht aber erschreckender Weise der Wahrheit.

  • #105
    isildur

    irgendwie ist es ja schon lustig diese Kommentare zu lesen. Und schön zu merken wie sich andere Leute sorgen um die Zukunft von Menschen machen, die sowieso zu vergessen sind, weil Waldorfschüler.
    Wissen sie was? Kümmern sie sich um ihren eigenen sch…Kram- jeder Mensch kann selber entscheiden, was er gut findet. Haben sie eigentlich nichts anderes zu tun als auf sämtlichen Foren ihre einseitige, kindische und hassende Meinung über Waldorfschulen zu verbreiten? Dann tun sie mir ehrlich leid!@AndreasLichte

  • #106
    Andreas Lichte

    @ isildur #105

    langweilig – wie wär‘s denn mal mit dem _ERSTEN_ originellen Kommentar für die Waldorf-"Sekten"-Schule?

    „(…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung [‘Anthroposophie’] amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein kann.

    Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist. (…)“

    zum vollständigen Interview “Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein” mit dem Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Stefan T. Hopmann:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #107
    Hoffamnn

    Meine Kinder waren beide auf der Waldorfschule . Mein ältester bis zum Abitur der jüngere bis zur mittlere Reife , er besucht nun die FOS und hat die Fachrichtung Design gewählt. Der älteste studiert Maschinenbau.
    Uns war der Lehrplan und alles um die Waldorfschule, die Anthroposophie, die Menschenkunde ,wie sie nun mal altmodisch genannt wird, nie ein Rätsel. Wir haben immer hinterfragt und immer Antworten bekommen die plausibel waren . Die Kinder haben uns, die Freude am Lernen und eine Weltoffenheit gepaart mit einem hohen Grad an sozialen und emotionalisieren, wie auch künstlerisch gestalterischen Kompetenzen, als Ergebnis dieses Bildungsplans gespiegelt. Sie sind zu starken Persönlichkeiten, mit offenem positiv kritischem Blick, herangereift denen Lernen mehr Spaß als Leid war. Mehr kann man nicht ernten.
    Auch der Umgang in der Schulgemeinschaft, in der wir gleichberechtigt eingeladen waren mitzugestalten und mitzubestimmen, hat uns als Eltern viel gegeben. Natürlich gibt es auch Dinge die einem missfallen , aber man konnte darüber kommunizieren und wurde gehört. Egal ob man Groß – oder Kleinverdiener ist, die Kinder werden aufgenommen und erst dann wird darüber gesprochen wie hoch ein Schulbeitrag ausfällt. Wir als Kleinverdiener, haben nie eine andere Behandlung erfahren als alle Anderen. Rassismus war nie ein Thema , außer das er bis heute das Unverständnis meiner Kinder erntet und sie sich dessen aktiv erwehren.
    Rudolf Steiner hat in einer Zeit gelebt in der die Sprache noch gar nicht von einer solchen Weltoffenheit geprägt war wie heute. Sehr wohl aber seine Gesinnung. Man muss eben das Ganze Werk sehen/ lesen / verstehen um es richtig zu interpretieren. Die Vorsichtigen und zu recht einfühlsamen Formulierungen von heute, wenn es um angeblich Fremde geht, waren damals noch nicht bekannt.
    Das Schulgeld war für uns gut aufzubringen, ,zumal wir bis zur Oberstufe kaum Schulmaterialien kaufen mussten und die Kinder in Fächern unterrichtet wurden ,die wir als zusätzliche Bildung, ,Ihnen nie hätten zukommen lassen können. Als sie älter waren waren sie gerne beriet auch dazu zu verdienen um ihren Unterhalt mitzufinanzieren. Dies regten die Jungs selber an, denn wie wusste zu schätzen, das sie auf dieser schule waren , außerdem hatten sie die Kompetenzen hierzu in vielen Bereichen erworben. Es gibt keine Steiner- Lehre in Wahldorfschulunterricht…..
    Sie sind zu selbstständigen, in Kunst, Literatur, Musik und allen anderen Fächern gebildete Menschen herangewachsen.
    Wir können nur sagen wir haben in das Wichtigste und Nachhaltigste für unserer Gesellschaft und für uns, im Leben investiert , in die Zukunft unserer Kinder.
    Eider muss sich viel Ihrer Beiträge als Unsinn widerlegen , aus eigener Erfahrung.

  • #108
    Andreas Lichte

    @ Hoffamnn #107

    ganz tolle Werbebotschaft, die SIe hier hinterlassen …

    hätte der "Bund der Freien Waldorfschulen" nicht besser gekonnt –

    sind Sie vielleicht der "Bund der Freien Waldorfschulen" ?

  • #109
    Andreas Lichte

    @ Hoffamnn #107

    Sie schreiben zu Rudolf Steiners Rassismus, Zitat Hoffamnn: "Rudolf Steiner hat in einer Zeit gelebt in der die Sprache noch gar nicht von einer solchen Weltoffenheit geprägt war wie heute. Sehr wohl aber seine Gesinnung. Man muss eben das Ganze Werk sehen/ lesen / verstehen um es richtig zu interpretieren."

    Sie sind an Verlogenheit nicht mehr zu überbieten. Hören Sie mal, wie sich Harry Rowohlt vom RassenWAHN Rudolf Steiners distanziert:

    "‘Töne wie aus einer undichten Gummizelle!’

    BERLIN. (hpd) Harry Rowohlt wird immer wieder öffentlich als “prominenter Waldorfschüler” genannt. Er hat aber nie eine Waldorfschule besucht. Sondern die “Walddörfer Schule” in Hamburg, was er in einem pointierten Leserbrief an die “taz” klar stellte. Bernd Durstewitz befragt Harry Rowohlt dazu in einem Telefoninterview.

    Durstewitz: “Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?”

    Rowohlt: “Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: ‘Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt’. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers ‘Mein Kampf’. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!”

    Was hat Harry Rowohlt da nur gelesen? Das, Zitat Rudolf Steiner: “(…) Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss durch eine geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man kann also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Masse, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. (…) Denn es ist tatsächlich so, dass, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer. (…)”

    Wie gut, dass es die “Geisteswissenschaft” (= “Anthroposophie”) gibt, die die Menschheit vor der völligen Verdummung rettet! Und noch besser, dass Rudolf Steiners “Hirnforschung” auch noch letzte Klarheit in der “Rassenfrage” schafft. Zitat Rudolf Steiner: “(…) So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)”

    Rudolf Steiner hat dann noch 1923, kurz vor seinem Tod, als Höhepunkt seiner anthroposophischen “Rassentheorie”, das Schicksal der Menschheit geklärt, als er feststellte: “Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

    (…)"

    weiter: http://hpd.de/artikel/10216

  • #110
    Andreas Lichte

    Zur Kritik der Waldorfschule / Kritik der Anthroposophie siehe auch den Erfahrungsbericht einer Mutter – "Wie gut sind Waldorfschulen?" – bei den Ruhrbaronen.

    Zum Artikel gibt es zahlreiche kritische Kommentare zur Waldorfpädagogik und ihrem anthroposophischen Hintergrund, hier ein aktueller:

    "#197 Reuttlinger, 25. Februar 2016 um 14:35

    So etwas gibt es bei uns auch. Auch hier werden die Kinder von Bildung strikt ferngehalten, damit sie nicht ohne größere Probleme ins staatliche Schulwesen wechseln können. Die Schüler sind eben das Kapital und eine Ressource ist eben nur dann wertvoll, wenn man sie auch kontrollieren kann. Das wird so sichergestellt.

    Da wird eben die Kundschaft von morgen geschaffen, die soll nicht wegrennen können, bis es soweit ist. Die Kinder werden hierzu auch bei jeder Gelegenheit zur Schule zitiert, an Feiertagen, Wochenenden, sogar in den Ferien. So wird Familienzeit durch Schulzeit verdrängt, um Bindungen herzustellen. Dabei hat man nämlich auch Gelegenheit, Gehirnwäsche durchzuführen.

    Sind ja ein ganzer Markt und ein ungeheurer Filz, die da dahinterstehen. Deswegen können Anthros auch ziemlich eklig werden, wenn man das ganze System mal infrage stellt. Sie leben ja immerhin davon oder haben dadurch zumindest einen Lebensinhalt. Es gibt sicher auch Überzeugte und Mitläufer, die es einfach angenehm finden, wenn jemand für sie entscheidet oder in einer scheinbar heilen Welt außerhalb der als bedrohlich empfundenen Realität zu leben, aber in erster Linie geht es da m.E. ums Geld. Das wird dann schon mal als Überzeugung dargestellt. Ein guter Polizist fragt aber eben immer zuerst: "Wo ist das Geld?"

    Würde z.B. diese Schule dichtmachen müssen, fast das ganze Personal (welches Anthroposophie kann und sonst fast gar nichts) stünde erwerbs- und einkommenslos auf der Straße. Das ist diesen Personen m.E. auch ganz bewusst.

    (…)"

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/3101/comment-page-4#comment-1058994

  • #111
    Andreas Lichte

    … damit Eltern ihr Kind doch an einer anthroposophischen Waldorfschule anmelden, wird alles getan, um den esoterischen Hintergrund zu verbergen – so von Jost Schieren, der als Professor der anthroposophischen "Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft" seine "Mogelpackung Waldorfpädagogik" verkauft:

    "Der Waldorf-Werber", http://hpd.de/artikel/waldorf-werber-12931

  • #112
    gabi

    Guten Tag,
    durch Zufall bin ich auf den Artikel und diese Kommentare gestoßen. Ich bin kein Anthroposoph und unsere Kinder gehören auch zu einer evangelischen Gemeinde an. Beide sind und waren auf einer Waldorfschule in Bayern. Der Große hat Abitur und studiert Archäologie, der Kleine ist noch auf dem Weg zum Abitur. Beide Kinder sind hochbegabt und wir sind froh, sie nicht dem Regelschulsystem aussetzten zu müssen.
    Auch bei uns gibt es gute und weniger gute Lehrkräfte (wie in jeder Schule). Aber wir Eltern haben eine viel bessere Möglichkeit bei einer vermeidlich schlechten Lehrkraft zu reagieren. Als Eltern sind wir in der Schule tiefer eingebunden und bekommen die Geschehnisse bei weitem besser mit.
    Unsere Kinder sind selbstbewusst erzogen (auch durch die Schule) und äußern sich auch zu den Schulgeschehnissen. Da wir den Unterricht auch aktiv mit verfolgen, wäre uns ein Esoterischer Unterricht aufgefallen. Bei uns ist es definitiv nicht der Fall.
    Wir Eltern stehen in der Pflicht, uns in das Schulsystem einzubringen!
    Als Überlegung noch: Jede Waldorfschule ist ein Verein. Wir Eltern und Familien sind Mitglieder. Wir wählen auch einen Eltern – Vorstand in "unserem Sinne". Ergo ist auch jede Waldorfschule anders. Der Grundgedanke ist da, aber jede Schule lebt es für sich aus. Bei uns stehen die Kinder im Mittelpunkt und auch wir haben einen Lehrplan, nach dem, wie in jeder anderen Schule, unterrichtet wird.
    Alle unsere Lehrer sind Akademiker oder/und haben Lehramt studiert und sich mit der Waldorfpädagogik auseinander gesetzt. Wir haben zwar größere Klassen (bis zu 30 Kindern) aber die Kinder werden nur im Hauptuntereicht gemeinsam unterrichtet.
    Bei dem Rest der Lehrfächer werden die Klassen geteilt!!!!
    15-17 Kinder, ein Traum für mache Lehrkräfte!!!!
    Und die Abschlüsse der Kinder geben da auch Recht.

    Das Schulgeld wird in jeder Schule unterschiedlich gehandhabt und richtet sich nach dem Einkommen.
    Unterricht findet ebenfalls, wie in jeder Schule zu gewohnten Zeiten statt. Fünfmal im Jahr sind Veranstaltungen an einem Samstag, welches die einzigen Veranstaltungen sind, die außerhalb der Schulzeiten stattfinden.
    Vielleicht sollte sich der Autor nicht nur darauf beschränken Steiner Lektüre zu lesen, sondern sich aktiv mit verschiedenen Waldorfschule auseinandersetzen, bevor irgendwelche nicht nachvollziehbaren Behauptungen aufgestellt werden.

    Ach ja und unsere beiden Kinder haben weder eine äußerst konservative oder gar rassistische Gesinnung!

    Unsere Kinder kommen aus der Schule und die Meisten wissen auch schon, was sie wollen.
    Und das ist doch das Beste was passieren und was man einem Kind wünschen kann.

    Viel Erfolg bei den zukünftigen Nachforschungen. Gehen Sie ruhig etwas unvoreingenommen an die Schulen und schauen Sie sich ruhig mal eine 8. oder 9. Klasse einer Mittelschule an!
    Vergleichen Sie!
    Wir können dann gerne nochmals sprechen.

  • #113
    Andreas Lichte

    @ gabi #112

    "Beide Kinder sind hochbegabt und wir sind froh, sie nicht dem Regelschulsystem aussetzten zu müssen."

    dann doch lieber der anthroposophischen Waldorfschule aussetzen …:

    Aiga Stapf, „Hochbegabte Kinder“, C.H.Beck, 2006. Zitat, S. 230ff:

    “Waldorfschulen

    Nicht alle privaten, besonderen Schulen sind für Hochbegabte geeignet. Eltern, die das Beste für Ihre Kinder wünschen, wählen in einigen Fällen eine Waldorfschule, die ihnen eine individuelle Förderung aller Begabungen zu bieten verspricht.

    Betrachtet man jedoch die auf der anthroposophischen Lehre R. Steiners beruhende pädagogische Praxis der Waldorfschulen (und Kindergärten) unvoreingenommen und kritisch,43 so wird augenfällig, warum Waldorfschulen für die meisten intellektuell hochbegabten Schüler eine besonders ungeeignete Schulform sind (Feger 2000).

    Da Hochbegabte ideologisch bedingte geistige Einengungen ablehnen, und um diese handelt es sich bei der Anthroposophie, leiden Hochbegabte Vorschulkinder auch in Waldorfkindergärten.

    Die Grundvorstellungen der Anthroposophie bestimmen den Schulalltag, wie z.B. Annahmen über die «Reinkarnation», über das vorgeburtliche Leben, das sich in einer «karmakonformen» Erziehung wiederfindet (Prange 1985). Aufgrund unausgegorener, wissenschaftlich nicht haltbarer Vorstellungen von einer Temperamentslehre, werden Kinder in vier Typen «kategorisiert». Vorstellungen über einen «Siebenjahresrhythmus» der menschlichen Entwicklung führen u.a. dazu, dass in den ersten sieben Lebensjahren Kindern keinerlei geistige Anregungen geboten werden, da Kinder nach Steiner von einer «Astralhülle» umgeben sind, durch die bestimmte Eindrücke nicht hindurchkommen.44

    Die Ablehnung intellektuell-abstrakter Beschäftigungen sowie technischer Geräte (u.a. Computer) und vorgefertigter Spielzeuge45 zieht sich weiter durch die ersten Schuljahre: Es gibt in den ersten Klassen keine Schulbücher, spielerische Beschäftigungen herrschen vor, das «Lernen» von Fremdsprachen beschränkt sich nach unseren Erfahrungen in den ersten Klassen weitgehend auf Lieder und Gedichte. Lesen, schon gar vor Schuleintritt, ist verpönt, und wird in einigen Schulen erst nach dem zweiten Schuljahr unterrichtet. Dabei sind die ersten Klassen mit nicht selten ca. 40 Kindern recht groß, was bei den nicht unerheblichen Kosten (Schulgeld und Elternaktivitäten) erstaunt. Das pädagogische Argument, die Kinder würden sich gegenseitig erziehen und positiv beeinflussen, konnten die bei uns untersuchten Kinder nicht bestätigen: waren sie schüchtern, sensibel gingen sie einfach «unter».

    Eine individuelle Förderung «vor allem für den intellektuellen Bereich» wird in Waldorfinstitutionen «ausdrücklich abgelehnt» (Feger und Prado 1989, S. 221). Die daraus resultierende starke kognitive Unterforderung, die Ablehnung u. a. ihrer Bedürfnisse nach Wissen (auch aus Büchern) führte bei einigen der uns vorgestellten hochbegabten Waldorfschüler zu hoher motorischer Unruhe, zu Spannungen (auch zwischen Kind und Eltern) sowie aggressivem Verhalten, das nach dem Wechsel auf eine staatliche Schule verschwand, als sie «endlich Bücher lesen durften». Allerdings ist ein später Wechsel (nach der dritten Klasse) nicht immer leicht zu bewerkstelligen, da eine Reihe von akademischen Fertigkeiten nachzuholen ist, was in der Regel für Hochbegabte jedoch kein Problem bedeutet.

    Gerade weil immer wieder Stimmen laut werden, die eine (Ziffern-)Benotung in den Grundschulen völlig abschaffen wollen, sei auf bei Berichtszeugnissen auftretende praktische Schwierigkeiten hingewiesen. Sie erfordern bei Lehrkräften, die von «Musterzeugnissen» abweichend die Schüler individuell treffend charakterisieren wollen, einen erheblichen Arbeitsaufwand. Oft sind daher die Angaben sehr allgemein gehalten. Zahlreiche Zeugnisse von Erstkläßlern staatlicher Grundschulen über sehr unterschiedlich leistende Kinder, die uns vorliegen, sind sich zum Verwechseln ähnlich. Für Eltern besitzen sie keine große Aussagekraft, da die wahren Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Kinder nicht geschildert wurden. Bei Waldorfschulen gibt es nur Berichtszeugnisse, in denen sich die genannten Grundvorstellungen widerspiegeln: In einem uns vorliegenden Zeugnis einer Waldorfschule wurde einem Erstkläßler «eine Chaotik der Seele» bescheinigt, was das betroffene Kind und seine Eltern als äußerst verletzend erlebten.

    Es sind auch nicht gerade die schwierigen Kinder, denen auf den Waldorfschulen geholfen wird. Eltern berichteten wiederholt, dass Kinder vom Waldorfkindergarten und der Waldorfschule abgelehnt wurden. Die Kinder mussten u. a. bei dem Aufnahmegespräch etwas malen: ein Sechsjähriger malte z.B. ein Haus ohne Tür, wozu er kommentierend auf Nachfrage der Waldorfpädagogin sagte: «Die Tür ist hinten.» Dies wurde von ihr als ein «Anzeichen» dafür gedeutet, dass das Kind seine Seele nicht öffnen will, sie lehnte die Aufnahme ab. Im nachhinein waren die Eltern froh über diese Ablehnung. (…)”

  • #114
    Andreas Lichte

    Im Interview mit den Ruhrbaronen sagt Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule und Anthroposophie:

    "(…) So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen (…)"

    Damit Eltern weiter ihre Kinder an der Waldorfschule anmelden, macht der Anthroposoph Jost Schieren aus der "Sekte mit Totalitätsanspruch" die Mogelpackung "Freiheit":

    "Der Waldorf-Werber": http://hpd.de/artikel/waldorf-werber-12931

  • #115
    John Rand

    Es ist bemerkenswert mit welcher "Regelmäßigkeit" hier Anthroposophie/ Waldorf Befürworter oder besser "Gehirn gewaschenes" Sektenmitglieder immer wieder versuchen kritische Stimmen zu dementieren.

    Weder den Ex-Waldis, noch den Okultismus und Rassismus/ Antisemitismus blinden Eltern von Genies (Was hätten diese Kinder auf einer hochbegabten Schule erreichen können! Vermutlich war diese aber noch teurer als Waldorfschule und zahlreiche Nachhilfestunden zusammen) gelingt es mal Beweise vor zu legen die verifizierbar und falzifizierbar sind. Nun gut was erwartet man von fundamentalistischen Anthroposophen mit ihrer grundlegend wissenschaftsfeindlichen Weltanschauung. Bekanntlich leiden Antrophosophen nicht an gesundem Menschenverstand. (Eines meiner liebsten Beispiele: die Masernepedemien in den Waldorfschulen. Masern sind gut fürs Karma und auch für Spätfolgen wie Hirnhautentzündungen die Kinder und Erwachsene tötet oder zu Pflegefällen machen. Heil Karma! Sieg Steiner!)

    Ein kurzes Beispiel aus dem typischen Unterrricht einer Waldorfschule:
    Epoche "Die Germanen" 4.te Klasse.
    Ein nicht Eingeweihter würde hier eine vermutlich an Geschichtsunterricht denken.
    Die über Wochen laufende indoktrination der Kinder beinhaltet unter anderem:
    Erlernen der Götterhierachie in der "Edda" eine okulte Version der nordischen Götterwelt (Odin, Walhalla, usw.)
    Erlernen der nordischen Runenschrift
    Ritualisierte Stockkämpfe mit runenverzierten selbstgeschnitzten Hölzern.
    Theaterstücke und Tänze in mit Runen verzierten Göttergewändern.

    Keines der Kinder ist in der Lage auch nur einen Germanenstamm zu bennen, geschweige denn zu sagen wann oder wo diese lebten, noch werden die Kinder dafür sensibilisiert das genau dieses okulte Gebahren im Nationalsozialismus mißbraucht wurde, und noch immer für rassistische Ideologien herhält. Warum wohl?

    Und gutgläubige Eltern die überfordert mit dem Lehrplan einer staatlichen Regelschule, also den damit einhergehenden Anforderungen an die häusliche Unterstützung ihrer Kinder sind, tanzen gerne mit in der heilen Waldorfwelt in der Menschen von den Sternen abstammen. Wo Tiere ganz strikt menschlichen Körperteilen und darüber klaren Charaktereigenschaften zu geordnet sind damit die Kinder die Tiere ganz unvoreingenommen erleben können und sich individuell und kreativ in Richtung Intoleranz, Xenophopie, Kadavergehorsam und Rassenwahn lenken lassen. Den wissenschaftlichen Ansatz der wertfreien Aufteilung in die verschieden Klassen wie Säuger, Reptilien, Amphibien vermeidet man von vornherein.
    Aufklärung wäre schließlich schädlich wenn es irgendwann darum geht Charaktereigenschaften den verschiedenen Menschen und ihrer Abstammung zu zu ordnen. Der Grundstein für eine solche wiederliche Ideologie wird mit Hilfe der steinerschen Lehren schon im Kindesalter eingepflanzt.

    Nach außen hin wird sehr erfolgreich ein anderes Bild präsentiert und man lässt die Elternschaft sich für teure Beiträge selbst organisieren, in dem Glauben sie würden sich in die Schule einbringen.
    Während dessen die anthrophosophischen Rattenfänger hinter dieser Fassade, ihre kranken Lehren in Kinderköpfe pflanzen.

    Insofern sind die gelangweilten Kommentare bzw. wiederholte Nennung von Links und Zitaten mit Zahlen, Fakten, Gerichtsferfahren usw. von Herrn Lichte fast schon amüsant und traurig zu gleich.
    Ein zum Umdenken bewegen oder gar diesen Sektierern das Handwerk legen scheint kaum möglich.
    In einer Gesellschaft mit steigenden Anforderungen geben sich jene die überfordert sind lieber dem eifnachen, dumpfen Glauben, statt dem anstrengen empirischen Wissen hin. Die Führer des antrophosophischen Vereins wissen das und verstehen das zu nutzen um ihre wachsende Zahl von Schafen zu lenken.

    Wie immer Herr Lichte, gut zu wissen das da noch welche sind die an besagtem "gesunden Menschenverstand" "leiden" .

  • #116
    Andreas Lichte

    @ John Rand #115

    @ alle Leser

    Zitat John Rand: "Es ist bemerkenswert mit welcher ‘Regelmäßigkeit’ hier Anthroposophie/ Waldorf Befürworter oder besser ‘Gehirn gewaschenes’ Sektenmitglieder immer wieder versuchen kritische Stimmen zu dementieren."

    ich frage mich schon sehr lange:

    – sind es ganz normale, sympathische Eltern, die "durch Zufall auf den Artikel gestoßen sind", und einfach nur einmal ihre positiven Erfahrungen mit der Waldorfschule schildern möchten?

    – sind es Eltern, die Symptome einer narzisstische Persönlichkeitsstörung zeigen, für die ihre vorzugsweise "hochbegabten" Kinder den Rest der Welt in den Schatten stellen?

    – oder sind die "Eltern" eine Erfindung, ganz schlecht geschriebene Fake-Kommentare?

  • #117
    Andreas Lichte

    harte, treffende Kritik der Waldorfschule vom Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann – besser vor der Anmeldung an der Waldorfschule lesen:

    "(…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Rudolf Steiner zu einer eigenen Weltanschauung ["Anthroposophie"] amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann.

    Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw.

    Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)"

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie, mehr: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #118
    Robert Bennett

    Im pauschalen Urteil offenbart sich immer der Dumme!
    Doch wer will schon als "dumm" angesehen werden!?

    Naja, wir erleben momentan leider eine Zeit, in der Menschen reflexartig und aus Angst Entscheidungen treffen oder sogar grundgesetzwidrige Parteien wählen.
    Für solche und andere Menschen ist es bestimmt gut, dass es die staatlichen Schulen gibt. Auf diese Weise können sie sicher sein, dass alles seine Ordnung hat und brauchen kaum noch Angst zu haben, dass ihre Kinder später "unter einer Brücke schlafen müssen". Oder doch? Ich weiß es nicht. (Studien belegen einen immer höheren Beruhigungsmittelkonsum bei Kindern die in staatliche Schulen gehen…)

    Wenn es jedoch um Kinder geht, die nicht sogleich in das konformistische Schulsystem passen, wird es schwierig. Gut, dass in unserem Grundgesetz die freien Schulen vorkommen. Ob Steiner, Montessori, oder Petersen. Es waren und sind die Reformpädagogen, die das Preußische Schulsystem infrage gestellt und konstruktiv verändert haben.
    Ihnen haben wir es zum Beispiel zu verdanken, dass Kinder ab der 1. Klasse Fremdsprachen spielerisch lernen, dass versucht wird, bei allem "Stress" ihre Seele ausgeglichen zu halten und dass sie nach ihren individuellen Fähigkeiten gefördert werden.
    Inzwischen ist das auch in den staatlichen Schulen angekommen. Gut, noch nicht bei allen Lehrern, aber das wird schon.

    Kritik wird und muss es immer geben, auch an den reformpädagogischen Schulen.
    Doch eine Entscheidung dafür oder dagegen sollte immer aus Vernunft getroffen werden, nicht nur aus Reflex. Das Bauchgefühl ist dabei eine wichtige Instanz.

    Und wenn jemand sein Kind nicht auf eine Waldorfschule schicken möchte… auch gut.

    Aber bitte nicht gegen etwas oder jemanden pauschal hetzen, nur weil man selbst schlechte Erfahrungen gemacht hat. Wenn ich in einem Hotel mal schlecht geschlafen habe und das Essen nicht in Ordnung war, dann müssen ja nicht gleich alle Hotels dieser Kette genauso übel sein.
    Es sei denn, man kann das auf die Kritiker übertragen. Haben sie sich einmal ein pauschales – und daher dummes – Urteil erlaubt, werden sie das dann immer und in alle Ewigkeit tun? Ich denke und ich hoffe – Nein. Oder liege ich da falsch?

    Also bitte: Nicht alle Waldorfschulen über einen Kamm scheren, es gibt sehr gute und es gibt sehr fragwürdige – ich spreche aus Erfahrung!

  • #119
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett

    Rudolf Steiner ist kein "Reformpädagoge",

    Rudolf Steiner ist der Begründer der "Sekte" Anthroposophie:

    "(…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Rudolf Steiner zu einer eigenen Weltanschauung ["Anthroposophie"] amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann.

    Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw.

    Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)"

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie, mehr: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #120
    Steinerschülerin

    Ich komme aus einem akademischen, kritischen Elternhaus und durfte die Waldorfschule besuchen. Ich bin meinen Eltern dafür sehr dankbar, da ich bei vielen Altersgenossen die eine "normale" Schule besuchten, im Gegensatz zu meinen ehemaligen Mitschülern einige Defizite feststellen kann. Meine nun erwachsenen Mitschüler erlebe ich als eigenständige, mutige und äusserst reife Persönlichkeiten.
    Es ist verständlich, dass die ganzheitliche Lernerfahrung für Aussenstehende schwer nachvollziehbar ist und einiges an dieser Pädagogik befremdlich wirkt. Dies erfordert ein tiefes Auseinandersetzen mit der Thematik. Nicht alles heisse ich rückblickend gut. Zu nennen sind da bei mir z.B. die obsolete Einstellung gegenüber neuer Technik und Medien. Ich hoffe da aber auf Reformen in den letzten vergangenen Jahren. Immer wieder werde ich jedoch mit dem Vorwurf rassistischer Lehren in Steinerschulen konfrontiert, was mich irritiert. In all den Jahren habe ich nie auch nur annähernd davon im Unterricht gehört. Im Gegenteil! Weltoffenheit, Neugierde, verantwortungsvolles Handeln im Umgang mit Mitmenschen und der Natur, sowie kritisches Denken sind typische Eigenschaften die ich bei ehemaligen Mitschülern wiedererkenne. Ausnahmslos alle aus meiner Klasse haben einen für sie sehr passenden Beruf erlernt und arbeiten mit Engagement und Freude. Egal ob Krankenschwester, Biologie-Doktorand oder Opernsängerin. Alle haben eine sinnvollen Berufsweg eingeschlagen, dem sie mit Interesse und Begabung folgen. Keiner verfolgt eine Karriere des Geldes oder Status wegen. Ist das Zufall? Mit freundlichen Grüssen, M Curkovic.

  • #121
    Andreas Lichte

    @ Steinerschülerin #120

    Sie schreiben: "Immer wieder werde ich jedoch mit dem Vorwurf rassistischer Lehren in Steinerschulen konfrontiert, was mich irritiert. In all den Jahren habe ich nie auch nur annähernd davon im Unterricht gehört."

    In den Steinerschulen (Waldorfschulen) wird natürlich verschwiegen, daß Rudolf Steiner ein Rassist war, und ein Scharlatan. Wenn darüber geredet würde, müßte man die Waldorfschule ja sofort schließen. Der bekannte Autor und Übersetzer Harry Rowohlt erklärt es Ihnen:

    "’Töne wie aus einer undichten Gummizelle!‘

    BERLIN. (hpd) Harry Rowohlt wird immer wieder öffentlich als “prominenter Waldorfschüler” genannt. Er hat aber nie eine Waldorfschule besucht. Sondern die “Walddörfer Schule” in Hamburg, was er in einem pointierten Leserbrief an die “taz” klar stellte. Bernd Durstewitz befragt Harry Rowohlt dazu in einem Telefoninterview.

    Durstewitz: “Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?”

    Rowohlt: “Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: ‘Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt’. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers ‘Mein Kampf’. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!”

    Was hat Harry Rowohlt da nur gelesen? Das, Zitat Rudolf Steiner: “(…) Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss durch eine geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man kann also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Masse, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. (…) Denn es ist tatsächlich so, dass, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer. (…)”

    (…)"

    weiter, mehr Rassenwahn von Rudolf Steiner: http://hpd.de/artikel/10216

  • #122
    Franziskus von Arkonien

    Steinerschülerin
    2. Juni 2016 um 01:06
    "Immer wieder werde ich jedoch mit dem Vorwurf rassistischer Lehren in Steinerschulen konfrontiert, was mich irritiert."

    John Rand
    3. Mai 2016 um 20:13
    "Wo Tiere ganz strikt menschlichen Körperteilen und darüber klaren Charaktereigenschaften zu geordnet sind damit die Kinder die Tiere ganz unvoreingenommen erleben können und sich individuell und kreativ in Richtung Intoleranz, Xenophopie, Kadavergehorsam und Rassenwahn lenken lassen."

    Verbotene Ideologien werden nicht offen vermittelt, sondern sorgsam vorbereitet. Im Fall von Waldorfschulen indem man eine regelrechte "Parallgesellschaft"(Bsp.: Praktika/ Klassenfahrten vorwiegend auf Demeterhöfen bzw. anthroposophischen Einrichtungen. Waldorfabschluss. Wissenschaftsfeindliche Haltung, Ablehnung moderner Pädagogik) lebt in der die Kinder lenkbar und gefügig gemacht werden.

    Nach Aussen ruft man auf Druck der Eltern "Refugees Welcome!", richtet Kurse für den Umgang mit modernen Medien ein, selbst der anthroposophische Schularzt taucht mal auf. Dieses Bild gibt aber wie zahllose Beispiele belegen nicht die Realität hinter der Fassade wieder.

    Die sieht ganz anders aus.
    Kleine Aufgabe für den noch kritischen Nicht-Anthrophosophen: " Zähle die Schüler mit immigrations Hintergrund an einer Waldorfschule und an einer Regelschule. Vergleiche diese Zahlen."

    Wobei das einfacher geht, diese wurden bereits erhoben, mit erschreckend eindeutigem Ergebniss.

  • #123
    Andreas Lichte

    @ Franziskus von Arkonien #122

    Waldorfschulen sind weitgehend "ausländerfrei", wie Du zu Recht festgestellt hast. Kinder aus „sozial benachteiligtem Milieu“ gibt es an Waldorfschulen auch kaum – eine "Parallelgesellschaft", wie Du sagst.

    Beim Artikel der Ruhrbarone "Drei Gründe für die Waldorfschule" Zahlen zum Anteil von Schülern mit "Migrationshintergrund", hier:

    http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/11459

  • #124
    abraxsrgb

    @ Franziskus von Arkonien
    Erst wenn die letzte Differenz wegegalisiert wurde und die letzte Freiheit eingeschränkt ist , werden Typen wie Du feststellen, dass Ameisen auch nicht glücklich leben 😉

    Aus der Rubrik "animal farm" mal ein anderes Zitat:

    A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects.

    -Robert A. Heinlein

  • #125
    Erwin Francke

    @ Franziskus von Arkonien #122

    Die soziale Auslese bei Waldorfschulen ist die eine Sache, die andere Sache ist die Tatsache, dass die Waldorfschulen sich immer noch auf einen Rassisten beziehen. Das kann ich einfach nicht verstehen.

    Einige Kommentare kommen mir, verzeiht, so vor, wie bestellt aus der Zentrale der Steiner Sekte. Schön reden, aber nicht zu konkret werden.

    "ab der 1. Klasse Fremdsprachen spielerisch lernen" – bitte mal den Erfolg messen. Das ist in der Fremdsprachendidaktik umstritten. "spielerisch" liest sich schön putzig, aber ist ziemlich sinnfrei.

    Liebe/r Herr/Frau Bennett:

    "Studien belegen einen immer höheren Beruhigungsmittelkonsum bei Kindern die in staatliche Schulen gehen…"

    Das interessiert mich wirklich. Könnten Sie mir bitte einen Link zu diesen Studien schicken?

    Ich habe übrigens kürzlich einen Absolventen Ihres Systems kennengelernt, der aus dem Entzug kam.

    Bin gespannt auf die Links.

    @Rober Bennett rührt alles unterschiedslos zusammen:

    "Wenn es jedoch um Kinder geht, die nicht sogleich in das konformistische Schulsystem passen, wird es schwierig. Gut, dass in unserem Grundgesetz die freien Schulen vorkommen."

    Das öffentliche Schulsystem hat zwar viele, viele Macken und Fehler, aber konformistisch sind viele Anhänger der Waldorfschulen und Rudolf Steiners.

    Die angeblich "irritierte" Steinerschülerin geht auf die konkreten Vorwürfe im Artikel nicht ein. Was sie oder er sagt, ist so allgemein, dass es für jede beliebige Schule gelten könnte.

    "Ab der

  • #126
    Andreas Lichte

    @ Erwin Francke #125

    "… wie bestellt aus der Zentrale der Steiner Sekte", sagst Du über "einige Kommentare".

    Falls Du eine Antwort auf Deine Fragen an die Kommentatoren "Robert Bennett", "Steinerschülerin", usw. willst, könntest Du auch versuchen, Dich direkt an den "Bund der Freien Waldorfschulen" zu wenden.

    Nur: was erwartet Dich da? Vielleicht so etwas:

    "Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners‘ (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom "verstörenden" Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der "Frommann-Holzboog Verlag", an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

    (…)"

    weiter, zum Artikel: http://hpd.de/artikel/11618

  • #127
    John Rand

    #115 John Rand
    3. Mai 2016 um 20:13:
    "Bekanntlich leiden Antrophosophen nicht an gesundem Menschenverstand. (Eines meiner liebsten Beispiele: die Masernepedemien in den Waldorfschulen. Masern sind gut fürs Karma und auch für Spätfolgen wie Hirnhautentzündungen die Kinder und Erwachsene tötet oder zu Pflegefällen machen. Heil Karma! Sieg Steiner!)"

    Deja Vu oder gut für’s Karma?

    http://mobil.ksta.de/panorama/nach-masernfaellen-schule-verbietet-zugang-fuer-ungeimpfte-schueler-und-lehrer-24202492?originalReferrer=http://m.facebook.com/&dmcid=sm_fb_p

  • #128
    Iris Hofmann

    An alle Eltern, die ernsthaft erwägen ihr/ihre Kinder an einer Walldorfschule anzumelden : (. Mein Sohn ging in Hessen auf eine dieser Katastrophenschule…das war die Hölle !!! Der Klassenlehrer meines Sohnes war ein gelernter Schreiner,der dann zwei bis drei Jahre eine Ausbildung an einer Ausbildungsschule für Walldorflehrer machte. Dieser " Walldorfpädagoge" darf Kinder dann sieben Jahre auf ihren so wichtigen Lebensweg begleiten…von Pädagogik hatte dieser Mensch keine Ahnung. Wir Eltern hatten keinen Einblick was unsere Kinder im Unterricht machten/lernten 🙁 es gab keine Bücher!…Hefte, Wachsmalstifte (das war in der 1 u.2 Klasse das Arbeitsmaterial ) mußten wir in der Schule kaufen. Die Kinder malten nur in den Fächern : Rechnen,Deutsch,Englisch,Französisch…in der 3 Klasse fingen die Kinder mit einzelnen Wörten zuschreiben an…alles falsch geschriebene durfte nicht verbessert werden. Ich lies meinen Sohn Ende 3 Klasse beim Dezentralen Schulamt auf seinen Leistungsstand testen….er war auf dem Stand Anfang erste Klasse staatliche Schule. Handarbeit und den Namen tanzen…das waren gaaaanz wichtige Fächer. Die Walldorfschulen werben mit ihrer sozialen Kompetenz…u.a. auch individuell auf jedes Kind einzugehen…alles Lüge! Kinder von sozial schwächeren Familien wurden erst gar nicht aufgenommen…wenn doch mal eins durch ihr Raster rutschte…wurde es auf gemeinste Weise raus gemoppt!! Ich spreche für meinen Sohn u. mich….und für ganz viele Eltern u ihre Kinder. Ich glaube auch sehr daran…das Walldorfschulen ( R. Steiner Anhänger) eine starke Struktur einer Sekte zu haben! Je höher die Geldspende u. der zinsfreie Kredit ausfällt um so besser ist ein Kind an dieser Schule gestellt.

  • #129
    Robert Bennett

    … es heißt "Waldorfschule"- geschrieben mit einem "l" – nicht mit zwei !
    War ihr Kind wirklich dort so lange? Und Sie kennen die Schreibweise nicht? Seltsam.

    Solche "Erfahrungsberichte" sind auch an den "normalen" Schulen zu finden.
    Freie Schulen sind im Grundgesetz verankert (wehret der Gleichschaltung im Nationalsozialismus).
    Solange Freie Schulen keine Gesetze brechen, sind sie in ihren Lehrplänen frei. Je nach Bundesland benötigen die Lehrer kein Staatsexamen.
    In Deutschland ist die Schulpflicht gesetzlich verbindlich geregelt, nicht jedoch die Lehrpläne an freien Schulen oder das Erreichen von Abschlüssen.
    Lehrpläne an staatlichen Schulen sind "nur" Verwaltungsvorschriften. Damit sind sie verbindlich, jedoch rechtlich nicht einklagbar.

    Schulabschlüsse sind also kein Muss. Allerdings ist es sehr schwierig ohne Schulabschluss eine Ausbildung oder einen Studienplatz zu bekommen. Das geht, soweit ich weiß, nur im künstlerischen Bereich, über den s.g. Begabtenstatus.

    Beste Grüße
    Robert Bennett

  • #130
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #129

    die "Zentrale der Steiner Sekte" meldet sich noch einmal, und dann gleich mit "Nationalsozialismus": "wehret der Gleichschaltung im Nationalsozialismus"

    „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete:

    »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1

    Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    zitiert aus: "Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft‘", dort auch Quellenangaben:

    http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/44449

  • #131
    Erwin Francke

    @Robert Bennett

    Beantworten Sie bitte meine Frage aus #125!

    Ich wiederhole vorsichtshalber:

    Liebe/r Herr/Frau Bennett:

    "Studien belegen einen immer höheren Beruhigungsmittelkonsum bei Kindern die in staatliche Schulen gehen…"

    Das interessiert mich wirklich. Könnten Sie mir bitte einen Link zu diesen Studien schicken?

  • #132
    Rank Hearden

    "Live" Bericht von der Zuchtanstalt für Hochbegabte:

    Klassenfahrt zu einer anthroposophie treuen Einrichtung. Man muß schließlich, so weit es irgendwie geht, verhindern das die Kinder mit etwas anderem außer Waldorf und Co. In Kontakt kommen, sonst entwickeln diese noch einen eigenen Willen…..

    Also Klassenfahrt 4 Klasse. Erste Mail Benachrichtigung an die Elternschaft (Bei der Verbreitung der Steinerschen Lehren/ Propaganda sind moderne Medien nicht tabu!)
    (Regnerisches Wetter )

    "Die Kinder durften erste Matsche-erfahrungen sammeln"

    Ja richtig gelesen, und ja Ende 4. Schuljahr und nicht Ende 4. Lebensjahr.
    Die steinersche Elite sammelt mit 8-10 Jahren Erfahrungen die in diesen Kreisen wohl unter altersgerechte Pädagogik fällt.

  • #133
    Hans-jürgen Rosiak

    Was machen wir dann mit dem Protestantismus und seinem Einfluss auf die Gesellschaft? Schließlich war Luther auch nicht frei von Rassismus!!

  • #134
    Andreas Lichte

    @ Hans-jürgen Rosiak #133

    als Arbeitssklaven in den anthroposophischen Kräutergarten des KZ ?

    "(…) Pohl war für das Netzwerk biologisch-dynamischer Höfe bei verschiedenen Konzentrationslagern zuständig, u. a. in Dachau11 und Ravensbrück. Das Dachauer Gut wurde von dem Anthroposophen und SS-Offizier Franz Lippert beaufsichtigt, der vorher Obergärtner bei Weleda gewesen war. Die SS-eigenen biologisch-dynamischen Betriebe bestanden bis zum Kriegsende.“12 (…)"

    zitiert aus: "Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft‘", dort auch Quellenangaben:

    http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/44449

  • #135
    Tagny Daggert

    1. Luther’s Lehren sind aus dem 15. Jahrhundert und die Protestanten in der Regel so weit im 21. Jahrhundert angekommen und nicht nicht derart realitätsfern das sie diese Teile mit in ihre Weltanschauung aufnehmen.
    Abgesehen davon war Luthers bestreben die Aufklärung, soweit er für die damalige Zeit aufgeklärt war.
    2. Es ist nicht die Rede von einer etablierten,gemäßigten, Weltreligion sondern von Okkultismus und Sektiererei der rassistischen Antrophosophischen Gesellschaft.
    3. Rassismus und Lehren die diesen in den Vordergrund stellen gehören entsorgt. Dieses Bestreben gehört zu einer modernen, aufgeklärten, demokratischen Gesellschaft.
    Wer heutzutage noch an Steiner glaubt sollte sich mitsamt dieses kranken Gedankenguts in das Jahr 1920 entsorgen, damals war Platz für solche Irren.

  • #136
    Dave

    Anruf beim Bund der freien Waldorfschulen:

    "Hallo – spreche ich mit der Steiner Sekte?"

    "Nein – mit dem Bund der Freien Waldorfschulen"

    "Passt schon – können Sie mich mit dem Mitarbeiter verbinden, der bei den Ruhrbaronen massenhaft Kommentare fälscht?"

  • #137
    isildur

    Wenn die Waldorfschule so rassistisch ist, wieso lerne ich seit der 1. Klasse russisch, nimmt die Schule Flüchtlinge in die Klassen auf- und nein, sie müssen kein Schulgeld zahlen- , habe ich mehrere ausländische Lehrer und Mitschüler…
    Nichts habe ich in meiner Schulzeit so verabscheuen gelernt, wie den Holocaust. Dieses Thema wurde in nahezu allen Fächern behandelt. Im Englischunterricht lasen und lesen wir Bücher über Nelson Mandela, Martin Luther King oder Kurzgeschichten über die Apartheid in Südafrika. Meine Schule bewirbt sich für das Siegel "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage".
    Vielleicht ist das ja alles Teil einer großen Verschwörungstheorie der Anthros, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Wer das so hindrehen möchte, kann es gerne tun- ist ja nicht so als hätten wir mit ernsthafteren Problemen auf dieser Welt zu kämpfen.

  • #138
    Andreas Lichte

    @ isildur #137

    Sie lernen in der Waldorfschule ab der 1. Klasse Russisch, weil nach der 5ten nachatlantischen Kulturepoche, der "Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche" (1413 – 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche) die "Slawische Kulturepoche" (3573 – 5733 n. Chr.) folgt.

    Zu Rudolf Steiners "Kulturepochen"-Lehre und "Atlantis" im Unterricht der Waldorfschule siehe den Artikel der Ruhrbarone:

    "Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’"

    (…)

    „Großeinteilung für die Bestimmung der historischen Rhythmik der Menschheitsgeschichte auf der Erde ist das Platonische Weltenjahr von 25920 Jahren. (…) Alles, was zeitlich angeordnet ist, das ist nach dem Maße und nach der Natur der Siebenzahl angeordnet. (…) Jede der sieben Kulturepochen entspricht nach Steiner der Zeit, die der Frühlingspunkt braucht, um ein Tierkreiszeichen zu durchwandern, also 2160 Jahren.“2

    Die sieben anthroposophischen Kulturepochen im Überblick:

    1. Urindische Kultur (7227 – 5067 v. Chr.)

    2. Urpersische Kultur (5067 – 2907 v. Chr.)

    3. Ägyptisch-Chaldäische Kultur (2907 – 747 v. Chr.)

    4. Griechisch-Lateinische Kultur (747 v.Chr. – 1413 n. Chr.)

    5. Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche (1413 – 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche)

    6. Slawische Kulturepoche (3573 – 5733 n. Chr.)

    7. Amerikanische Kulturepoche (5733 – 7893 n. Chr.)

    Anthroposophische Zahlenmystik bestimmt den Geschichtsunterricht der Waldorfschule. Aber natürlich ist auch der Inhalt des Geschichtsunterrichts anthroposophisch.

    (…)"

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/49644

  • #139
    Rayn And

    Aha! Da ist er wieder, der regelmässige, geistlose Erguss eines Beauftragten der anthrophosophischen Gesellschaft. Wurd ja auch Zeit…

    Und wieder einmal wird wirrer Irrglaube und ideologische Verblendung mit Wissen und Wahrheit weggewedelt, so das der anthrophosophische Kothaufen darunter zu Tage tritt. Quasi "Lichte" in die Dunkelheit gebracht.

    Eine Erfahrung die ein wissenschaftsfeindlich erzogener Waldorfschüler kaum machen kann.
    Schon gar nicht wenn er sich als Nutzernamen eine Figur aus einem Fantasy Kinderbuch wählt.
    Ausserhalb seiner Feenwelt hätte der Waldorfpropagandist alias "Isildur" vielleicht seine Kritikfähigkeit gegenüber der Sekte die er so sehr verteidigt, wieder erlangt.

    Die Fassade einer angeblichen Rassismus und Antisemitismus freien Schule wird nur aufrechterhalten damit weiter Gelder fließen.

    Beim Besuch eines Martinsbasaares an einer RSS neben welcher ein Flüchtlingsheim steht, wurde diese Heuchelei wieder deutlich.

    Vorab wurde öffentlich gemacht das es kostenlose Essensbons für die Flüchtlinge gibt.
    Nur war nachher auf dem Fest keiner der Flüchtlinge zu sehen…..

    Ein Schelm wer hier vermutet das es staatliche Gelder für solche Aktionen gibt. Abgesehen davon das so das Image tüchtig aufpoliert wird ohne das einer nachfragt.

    Oben drauf kommt die ignorante Haltung der Waldorfschulen gegenüber moderner Pädagogik und Wissenschaft.

    Fächer wie Geschichte, Physik, Geographie usw. finden sich nicht wieder, auch im vom, erschreckend oft, völlig inkompetenten "Lehrkräften" geführten Hauptunterricht nicht.

    Nur massive häusliche Unterstützung und externe Förderung sorgen dafür das die Kinder überhaupt etwas ausserhalb der engen Grenzen der "Waldorfpädagogik" lernen dürfen.

    Es bilden sich an diesen steinerschen Iindoktrinations Anstalten Elternkreise die sich, zu Recht, über die Lernschwierigkeiten ihrer Kinder wundern und sich ärgern warum ihre kleine Anna-Sybille und ihr Leander im 5. Schuljahr immer noch das Lesen, Schreiben und Rechnen nur auf dem Niveau eines 2.Klässlers aus der Regelschule beherrschen.

    LRS Therapeuten und die Schülerhilfe freuen sich über regen Zulauf und die verblendeten Eltern zahlen doppelt und dreifach für die Bildung ihrer Kinder. Wobei ein großer Teil eben an die anthrophosophische Gesellschaft fließt welche sich über jeden gehorsamen Jünger freut.

  • #140
    Hofmann

    Mein Sohn war bis zur 4. Klasse ein sehr guter, motivierter Schüler-Zensurendurchschnitt 1,7 nach Abschluss der 4. Klasse. Aufgrund, dass er minimum 4 Mal die Woche aktiv Leistungssport bereibt, ist dieses Ergebnis um so höher zu bewerten. Zu verdanken haben wir seine Leistungen auch hochmotivierten Lehrern, die mit Freude und Begeisterung ihrem Beruf nachgehen. Diese Lehrer sind zum größten Teil 50-63 Jahre alt. Was wir besonders schätzten war die aktive Kommunikation mit dem Elternhaus-auch über die normale "Arbeitszeit" hinaus, ja manchmal sogar am Wochenende, wenn man ein Problem hatten. Mit dem Übergang zur Oberschule, innerhalb der selben Bildungsgruppe, änderte sich dies schlagartig. Eine unmotivierte junge Klassenlehrerin (Quereinsteigerin), welche die Kommunikation scheut und der das Wort Motivation ein Fremdwort zu sein scheint, von sozialer Kompetenz ganz zu schweigen. Ein zum Teil chaotischer Unterrricht, in dem kein roter Faden sichbar ist, und bei dem selbst wir Eltern Probleme haben, zu erkennen, was den Kindern eigentlich an Stoff vermittelt wird. Wahlloser Ausdruck an nutzlosen Kopien aus dem Internet, mit Aufgaben, bei denen selbst gestandene Gymnasiallehrer mit dem Kopf schütteln. Plötzlich schlechte Noten in der gesamten Klasse, Nachhilfeunterricht ist das neue Schlagwort. Mein Sohn ist teilweise weder in der Schule motiviert (es gibt immer noch Ausnahmefächer mit sehr guten Lehrern, in denen seltsamerweise alle Kinder motiviert und sehr gut sind) noch zu Hause-dabei war doch Mathe eines seiner Lieblingsfächer. Hier hagelt es nur noch schlechte Noten. Seit 3 Wochen geht er zur Mathe-Nachhilfe-wieder zusätzliche Zeit, die er investieren muss. Fazit: Im Mathe-Nachhilfeunterricht gibst es weder Schokolade, noch Geld-keine "Einsen", noch sonst irgendwelche verlockende Angebote, um meinen Sohn vom Mathematikunterricht zu überzeugen. Aber, der Mathelehrer ist "cool"(Aussage meines Sohnes), freundlich, hilfsbereit-mein Sohn macht freiwillig mit, hat hier wieder Spaß an Mathe, versteht schnell, hinterfragt Aufgaben und kommt sichtlich gut gelaunt aus der Stunde. Er lernt hier schneller und intensiver und mit viel Freude.

    Nun fragen wir uns ernsthaft, was der Sinn einer Schule ist. Warum sollen wir ihn weiterhin der Willkür von Lehrern an staatl. Schulen aussetzen, die obendrein keine Lehrer sind und aus gutem Grund nie werden wollten. Welchen Sinn machen Noten-was spiegeln diese Noten eigentlich wider? Die Qualität der Lehrkraft? Ausbaden muss es unser Sohn…
    Schade, dass Lehrer keine Eltern/Schüler Zeugnisse am Ende des Schuljahres bekommen…
    Aus diesem Grund sind wir auf alternative Schulen aufmerksam geworden und werden uns weiter informieren. Uns ist es egal, wie diese Schulen heißen, aber unser Sohn soll wieder Freude am Lernen haben.

  • #141
    Andreas Lichte

    @ Hofmann #140

    Da Sie die Notwendigkeit von "Nachhilfeunterricht" beklagen, hier eine Information, die gegen eine Anmeldung eines Kindes an der Waldorfschule spricht:

    In Deutschen Waldorfschulen nimmt man soviel Nachhilfe, wie in keiner anderen Schulform. Erst zahlt man Schulgeld und dann Nachhilfe …

    Weitere gute Gründe gegen die Wahl der Waldorfschule nennt der Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview mit den Ruhrbaronen "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein", http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #142
    Walter Stach

    -140-
    Hofmann

    1.
    Ihre konkreten Erfahrungen finden sich verallgemeinert in einem SPIEGEL- ARTIKEL wieder:
    "Eine Polemik" von Sigrid Wagner, die seit 22 Jahren als Lehrerin arbeitet -DER SPIEGEL 36/2016 S.62/63
    Daraus einige Sätze:

    "Es gibt, erstens, zu wenig Lehrer, die ernsthaft motiviert sind.

    Kinder werden in der Schule zu häufig kleingemacht, weil Lehrer ihren Frust an ihnen auslassen.

    Sie haben Angst vor dem Leben" (gemeint sind die Lehrer, nicht die Kinder).

    Das große Ziel der meisten Lehrer ist die Verbeamtung."

    Neben diesen und ähnlichen kritischen Anmerkungen gibt es Gedanken, Ideen, Vorschläge, wie Lehrer ihren Beruf/ihrer Berufung zum Wohle der Kindern ausüben könnten, ausüben sollten.

    2.
    Meine jüngsten Erfahrungen -als Opa eines 8.Jährigen Grundschülers- und als sog . Lesepate an einer Grundschule (Lutherschule in Waltrop) bestätigen Ihre positiven Erfahrungen mit den Lehrern an der betr. Grundschule, die Ihr Sohn besucht hat.
    Die Lehrerinnen -leider kein Lehrer- an der genannten Grundschule sind allesamt fachkompetente, außerordentlich engagierte, außerordentlich freundliche Menschen, und vor allem, so scheint mir, haben die Kinder allesamt sehr, sehr viel Vertrauen gegenüber ihren Lehrerinnen (…die sind für mich da; die wollen mir helfen….).

    Und an den sog. weiterführenden Schulen……..???
    Ich kann nur hoffen, daß mein Enkel das Glück haben wird, auch dort -egal, ob auf der Realschule, der Gesamtschule, dem Gymnasium- Lehrer zu haben, die "in einer Atmosphäre des Vertrauens fruchtbar unterrichten-fruchtbar für de Kindern und für die Lehrer" -so schließt die Polemik, die ich einleitend erwähnt habe.

    Privatschule als Alternative zu einer staatlichen weiterführenden Schule?
    Besuch einer Waldorfschule?

    Darüber denke ich selbstverständlich nach -nicht nur mit Blick auf meinen Enkel, aber…
    1. :
    Darüber habe ich als Opa nicht zu befinden, ja nicht einmal die Befugnis, den Eltern Ratschläge zu erteilen.

    2.:
    Ich weiß über Privatschulen , konkret über Waldorfschulen, vor allem über die in der "Nachbarschaft" zu wenig.

    3.
    Wenn mir allerdings ein jetzt in GB praktizierender Mediziner aus meiner " nächsten Verwandtschaft" über seine Schulzeit an einer Waldorfschule erzählt, dann habe ich von ihm diesbezüglich nur Positives gehört!
    Aus diesem Waldorfschüler ist nicht nur ein guter Mediziner geworden, sondern -vor allem- ein liberaler, ein kultur- und kunstinteressierter Mensch, ein Musikliebhaber, weltoffen -der In Schottland, in Neuseeland gelebt hat -, ein rundherumn angenehmer, ein liebenswerter Zeitgenosse.
    Und das wegen oder ob trotz des Besuches einer Waldorfschule……….??
    Dazu vermag ich nichts, gar nichts zu sagen.

  • #143
    Andreas Lichte

    @ Walter Stach #142

    lesen Sie mal den Erfahrungsbericht einer Waldorfmutter bei den Ruhrbaronen (und auch die anderen Artikel, die ich oben angegeben habe), hier nur einige kurze Auszüge:

    "Wie gut sind Waldorfschulen?

    (…)

    Die Waldorf-typischen ‘Epochenunterrichte’, das heißt, Unterrichtseinheiten von mehreren Wochen Dauer, entpuppten sich als reines ‘Wischi-Waschi’: sie waren schlecht vorbereitet, wurden schlecht durchgeführt, der Stoff wurde wenig vertieft. Folge: Gelernt wurde wenig, und nach 4 Wochen war bei meinem Sohn – und nicht nur bei ihm – fast alles wieder weg. An ein „Wiederhochholen“, so der Waldorf-Fachausdruck, war nicht zu denken, ging es doch sofort mit neuen Themen oder Fächern weiter. Wenn der Lehrer scheitert – was natürlich niemals offen gesagt wird – sind die Eltern gefragt. So hieß es in der Klasse meines Sohnes des öfteren: „Um wieder eine erfolgreiche Leseepoche durchführen zu können, werden wieder freiwillige Eltern benötigt.“ Dasselbe galt auch für die Schreib- und Rechenepoche.

    (…)

    Danke für die ganzheitliche Erfahrung der „Freien“ Waldorfschule. Geläutert machte ich mich auf den Weg zu der in Waldorfkreisen geächteten, bösen „Staatsschule“ (so der Waldorf-Sprachgebrauch). Ich ging mit meinem Sohn zu einer öffentlichen Grundschule, um ihn dort einschulen zu lassen. Wie die erfahrenen Pädagogen durch einen Test feststellten, entsprach der Wissensstand meines damals 10 Jahre alten Sohnes dem eines Zweitklässlers: die Direktorin, sowie die anwesende Lehrerin schüttelten ungläubig den Kopf. Alle waren sich sehr schnell einig, dass es nicht an meinem Sohn lag, auch dass er vom Auftreten und von der Größe her (1.52m), nicht in die 2. Klasse passte – für die weitere schulische Laufbahn wäre es auch nicht sinnvoll gewesen.

    Wie ich rückblickend sagen muss, ist das Waldorfsystem raffiniert und an Verlogenheit nicht zu überbieten. Ist man einmal in dessen Fänge geraten, kommt man nur ganz schwer wieder heraus. Mit dem Eintritt in die Waldorfschule begibt man sich automatisch in ein Abhängigkeitsverhältnis – ohne sich dessen bewusst zu werden. Der Lehrstoff der Waldorfschulen ist so angelegt, dass Kinder beim Wechsel in eine öffentliche Schule erhebliche Lücken haben, die nur sehr schwer, oder gar nicht, wieder zu schließen sind – mein Sohn hatte diese erheblichen Wissenslücken und wurde schliesslich in die 4te Klasse zurückversetzt.

    (…)"

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/3101

  • #144
    RAyn and

    Und wieder hat sich die propaganda Abteilung der Antrophosophen gemeldet. Heute sind die Obersektierer Stach und Hofmann im Dienst. Zwar nicht nicht weniger plump aber umso hinterhältiger als ihre Vorgänger/innen
    Jetzt wird der verhasste Feind, die staatliche Schule und proffessionelle Lehrkräfte in Frage gestellt.

    Klar ist, versagen Schulpädagogen in der fordernden realen Welt der staatlichen Schulen und erweisen sich als inkompetent in ihrer Aufgabe unsere Kinder beim erwachsen Werden zu unterstützen, gestehen sie sich ihr Unvermögen nicht ein.
    Das ist auch nicht notwendig denn gerade Waldorfschulen nehmen diese "unzufriedenen" Versager/innen gerne auf. Frustriert und enttäuscht das man in der Leistungsgesellschaft keinen Fuß fasst flüchten sich diese möchtegern Lehrkräfte in die Scheinwelt der Antrophosophie und verteidigen ihre bunte Waldorf Seifenblase notfalls auch über Kinderleichen. (Siehe Masernepedemien in Waldorfschulen).

    Genauso flüchten sich versagende Eltern in die Waldorf Sekte.
    Denn wie oben bereits gesagt, Lehrer/innen unterstützen nur. Die anstrengende und äußerst fordernde Aufgabe ein Kind zu einem aufgeklärten, kritischen Individuum zu machen liegt in den Händen der Eltern.

    Kinder an Waldorfschulen gelten nach den realistischen Maßstäben moderner Pädagogik, dank inkompetenter antrophosophischer Lehrkräfte, sowie den lächerlichen Lehrinhalten auf Basis von geisteskranken Ausführungen eines okultistischen Rassisten und bei mangeldem Förderunterricht oder häuslicher Unterstützung der Eltern als Retardiert und das in vielen Bereichen ihrer Entwicklung.

    Kinder einer staatlichen Schule mit entsprechend aufgeklärtem und aufgeschlossenem Elternhaus sind den Kindern in antrophosophischen Einrichtungen, sofern diese kein massive externe Förderung erhalten, haushoch überlegen.
    Ein Drittklässler aus dem staatlichen Schulsystem ist einem Sechstklässler aus einer Waldorfeinrichtung in jeder Hinsicht überlegen. Sei es in der schulischen, sozialen oder auch in der kreativen Entwicklung. Ebenso ist Individualität und Kritikfähigkeit bei den Kindern deutlich stärker ausgebildet als bei den Waldorfschülern, welche permanent der steinerschen Lehre ausgesetzt sind und somit zu hörigen, unkritischen Befürwortern der anthrophosophisch Gesellschaft verkümmern .

    Und abschließend noch etwas neues aus der Sekte Waldorf.
    Ein Vorzeigeflüchtlingskind wurde an einer RSS aufgenommen!
    Wohl kaum weil dies die obersten Steiner Gurus aus reiner Menschlichkeit für richtig befinden, sonder wohl eher im Versuch sich vom begründeten Vorwurf des Rassismus rein zu waschen und so weiter ins Staatssäckel greifen zu dürfen.
    Ich frage mich ob demnächst die Epoche "Judentum" an der Rudolf Steiner Schule eingeführt wird und die Kinder, statt nordische Runen zu malen und ritualisierte Stockkämpfe zu üben, dann häbräisch/aramäisch schreiben lernen und den Talmud lesen?

  • #145
    Hofmann

    @ Andreas Lichte

    Vielen Dank für Ihre Antwort auf meinen Artikel. Wir schätzen konstruktive Hinweise und nehmen diese auch gern an.

    Darüber hinaus an "Rayn": Wir hatten nie erwähnt unseren Sohn an einer W. Schule anmelden zu wollen und wir meinen uns zu erinnern, erwähnt zu haben, dass wir bisher an einer "staatlichen Schule" überdurchschnittlich zufrieden waren und diese würden wir absolut empfehlen. Aber auch eine staatl. Schule fällt und steigt bekanntlich mit ihren Lehrkräften, oder solchen, die heutzutage keine sind … .
    Und unser Kind besucht tatsächlich bald eine andere staatl. Schule. Die trägt einen anderen Namen als die bisherige staatliche 😉 …

    Also-bitte erst ganz in Ruhe lesen und dann poltern.

    Und meinem Kind den Lehrstoff zu Hause beizubringen, nachdem fast die gesamte Klasse mit einer 5 oder 6 in einer Klassenarbeit bestraft wurde, kann wohl kaum unsere Aufgabe sein. Ich rede hier von einer Klasse, die bisher, unter ihrer alten, sehr motivierten Lehrerin (die Betonung liegt auf Lehrerin und nicht Quereinsteigerin) mit "1" und "2" glänzte. Seltsam: Neuer "Quereinsteiger" und das einfachste ist es natürlich, dem Elternhaus von 26 Schülern Versagen vorzuwerfen.

    Schön wars damals zu meiner Schulzeit 😉 …

    Viel Spaß noch beim Diskutieren.

  • #146
    Andreas Lichte

    @ alle Leser

    das Thema ist hier "Waldorfschule", nicht ein bashing der "Staatsschule" (Waldorf-Sprachgebrauch)

    Ich empfehle nochmals das Interview des Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann mit den Ruhrbaronen (unten ein kurzer Auszug):

    "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein

    (…)

    Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun."

    (…)"

    zum vollständigen Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #147
    RAyn and

    @ Hofman:
    Dann können wir uns vielleicht darauf einigen das wir wieder zum Thema finden, der berechtigten und fundierten Kritik an der Waldorfsekte, deren Vergehen an den Kindern weit über Inkompetenz und mangelnde Motivation hinausgehen.

  • #148
    bekky

    Wie schön, wie wichtig, wie wohltuend wäre eine offene, freie, ehrliche und unverklemmte Diskussion über die Licht- und Schattenseiten der Waldorfschulen! Aber … wie schade …:
    Ist ja echt irre(!), mit welch verbohrtem Tunnelblick hier Hass und Missgunst verspritzt werden – solche angstgetriebene oder machtbesessene Engstirnigkeit kenne ich sonst nur von Sekten. Es gibt bestimmt Splitter im Auge der Waldorf-Bewegung – aber die Balken im Auge von Herrn Lichte und Co. überdecken allzu vieles! Ich bin kein Anthroposoph, kenne mich aber doch – insbesondere bei Waldorfs – so gut aus, dass ich zumindest die wirklichkeitsverdrehenden Waldorf-Bashing-Seiten der "Ruhrbarone" als würdige Nachfolger des "Lügenbarons" vorschlage.

  • #149
    Andreas Lichte

    @ bekky #148

    Sie schreiben: "solche angstgetriebene oder machtbesessene Engstirnigkeit kenne ich sonst nur von Sekten" – welche Sekten meinen Sie? Die "Anthroposophie"?

    Der Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann über Rudolf Steiners anthroposophische Waldorfschule und "Sekten":

    "(…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Rudolf Steiner zu einer eigenen Weltanschauung "Anthroposophie" amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)"

    Zum Interview der Ruhrbarone mit Prof. Hopmann: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #150
    RAyn and

    @bekky #148

    Eine "offene, freie, ehrliche und unverklemmte Diskussion" erfordert eine Kompetenz welche Waldorfbefürworter, also Anthroposophiebefürworter nicht vorweisen. Desweiteren ist das Wissen um die wirren Lehren auf denen die Waldorfschulen bauen notwendig um ehrlich und offen zu diskutieren.
    Offen und ehrlich sind auch die Zahlen, Daten und Fakten die erschreckend deutlich die Wahrheit dokumentieren.
    Sie weisen keine verifizierten Zahlen/ Daten/ Fakten vor.

    Herr Lichte jedoch wiederholt unablässig Postings von unabhängigen und vielfältigen Quellen welche eben diese Fakten enthalten und sich 1:1 mit der realität an Waldorfschulen decken.

    Erst vor kurzem erzählte mir eine zunehmend waldorfkritisches Elternteil das Lehrkräfte die Schüler und Schülerinnen kurz vor der Pubertät als "Blonde Statuengleiche Adonise" beschreiben .

    Eine der "Epochen" behandelt wohl über mehrere Wochen das Thema "Engel" und "Findung des eigenen Engels" .
    Das bei der Vermittlung solcher Lehrinhalte an Kinder, bei denen esoterischer Unfug mit christlichen Anschauungen zu krudem Okkultismus vermischt werden, jeder aufgeklärte und wissenschafts zu gewandte Mensch mit Kopfschütteln und bei ausreichend tiefer Kenntniss der anthroposophischen Machenschaften mit Abscheu reagieren ist kaum verwunderlich.

    Dem Verlauf der Postings folgend ist aber davon auszugehen das auch diesmal wieder nur ein Waldorfjünger seinen "befohlenen" Kommentar geleistet hat, insofern also keine Fakten folgen werden.

  • #151
    Andreas Lichte

    @ RAyn and #150

    in der Waldorfschule "… esoterischer Unfug mit christlichen Anschauungen zu krudem Okkultismus vermischt werden …"

    Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorfschule, hat beispielsweise diese "Erkenntnis", Zitat Steiner:

    "Nun glaubt die Wissenschaft, daß das Herz eine Art von Pumpe ist. Das ist eine groteske phantastische Vorstellung. Niemals hat der Okkultismus eine solch phantastische Behauptung aufgestellt wie der heutige Materialismus. Das, was die bewegende Kraft des Blutes ist, sind die Gefühle der Seele. Die Seele treibt das Blut, und das Herz bewegt sich, weil es vom Blute getrieben wird. Also genau das Umgekehrte ist wahr von dem, was die materialistische Wissenschaft sagt."

    Rudolf Steiner, "Die Theosophie des Rosenkreuzers", GA 99, Rudolf Steiner Verlag, Dornach – Dreizehnter Vortrag, 5. Juni 1907, Seite 148

    Da müssen sich Anthroposophen natürlich etwas einfallen lassen, um das Image Rudolf Steiners zu retten, und Eltern davon zu überzeugen, ihre Kinder an der Waldorfschule anzumelden:

    man gründet eine eigene anthroposophische Hochschule – die "Alanus Hochschule" – und deren Lehrbeauftragte bescheinigen Rudolf Steiner dann "wissenschaftlich-philosophisches Denken" … siehe: "Jeder Mensch ein Wissenschaftler!", http://hpd.de/artikel/jeder-mensch-wissenschaftler-13429

  • #152
    Andreas Lichte

    @ alle Leser

    Horror-Erfahrungsberichte aus der Waldorfschule gibt es bei "Ältere Kommentare" (siehe unten, dort klicken)

    Ein Beispiel, aus dem Kommentar #98 von – "Aufgewacht, 26. Dezember 2015 um 11:46" – , Zitat:

    "(…) Ich suche hier nach Foren und Selbsthilfegruppen.

    Nach dem ich mich informiert hatte und sich das sektenartige, demokratie und wissenschaftsfeindliche Verhalten dieser Organisation nur all zu deutlich gezeigt hat muss ich mich zur Wehr setzen. Mein Kind erhält z.B. seine vom Jugenamt bestätigten LRS Förderung nicht und wird statt dessen in nordischer Mythologie unterrichtet. (…)"

    link zu "Ältere Kommentare": http://www.ruhrbarone.de/ich-wurde-mein-kind-nie-an-einer-waldorfschule-anmelden“/1952/comment-page-2#comments

  • #153
    Rudi Rast

    Waldorfschule Seewalde in Mecklenburg, diese Schule kann man in keinem Fall empfehlen. Ich hatte dort ein Kind eingeschult. Die Geschäftsleitung ist eine Katastrophe, es soll über die Eltern so viel wie möglich Geld verdient werden. Die Eltern müssen die Räume der Schule reinigen, wem dazu die Zeit fehlt, bekommt diese Arbeit trotz gezahltem Schulgeld in Rechnung gestellt (10 € pro Std.). Dann sind da noch die Arbeitseinsätze für die Schule. Bei fehlender Zeit, bekommt man nachträglich eine Rechnung. Da kommt dann auf das schon gezahlte Schulgeld noch eine schöne Summe dazu. Um eine bestimmte Klassenstärke zu erreichen, werden auch verhaltensauffällige Kinder in der Schule aufgenommen, die Eltern haben in dieser Hinsicht kein Mitspracherecht, selbst wenn durch diese Kinder der Unterricht massiv gestört wird, und Lerndefizite bei den anderen Kindern auftreten.Es muss wohl um jeden Preis Geld verdient werden. Dieses Verhalten spiegelt auch die hohe Fluktuation der Schüler wieder. Von ca. 35 Schülern in der Schule, haben im letzten Schuljahr fünf Kinder die Schule verlassen, und haben ihre Kinder in eine staatliche Schule umgeschult. Auch wenn die Lehrer sehr bemüht sind, wird diese Mühe durch die schlechte Geschäftsleitung vor Ort wieder zerstört. Der Fisch stinkt halt vom Kopf. Mein Kind ist in der neuen Schule sehr glücklich, und auf die Eltern wird dort so zugegangen wie es sich für Erwachsene gehört!!

  • #154
    Inge Koschmidder

    Hallo Herr Rudi Rast, oder besser Herr Sturm,

    Bis heute sind alle Eltern – die sich mit der Waldorfpädagogik tatsächlich auseinander gesetzt haben! – glücklich mit der Entscheidung ihre Kinder in Seewalde beschulen zu lassen.

  • #155
    Andreas Lichte

    @ Inge Koschmidder #154

    was bedeutet denn für Sie, Zitat Koschmidder, "sich mit der Waldorfpädagogik tatsächlich auseinander gesetzt zu haben"?

    Wer wie Waldorferzieher und Waldorfeltern bestätigt, dass Steiner Recht hat, und seine „Erkenntnisse“ tatsächlich aus „übersinnlicher Anschauung“ schöpft, der hat gelernt, Steiner zu folgen, und ist ein Teil der Waldorfbewegung geworden, die der Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann als „Sekte“ bezeichnet.

    Prof. Hopmann im Interview der Ruhrbarone: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #156
    Robert Bennett

    Ja, stimmt alles… ! Aber bitte differenzieren oder haben wir es mit hier mit minderbemittelten Besserwisser zu tun? Wo haben die denn ihre Schulausbildung gemacht? Vorurteile sind keine Kritik!

    Z.B.: Atlantis ist umstritten, dennoch ist es möglich, dass es existiert hat. Platon schreibt darüber und seriöse Forscher suchen danach.

    Dann:
    Physikalisch gesehen kann unser Herz die Menge Blut wohl allein nicht pumpen…. zu klein, hörte ich – ob es stimmt, weiß ich nicht genau!
    Und:
    Was ist denn die "Lebenskraft" bzw. das Leben? Darauf hat bislang kein Wissenschaftler eine überzeugende Antwort! Denn: Das Leben bräuchte es, genau genommen, nicht zu geben.

    Oder, ein anderes Beispiel:
    Wer feiert alles Weihnachten? Ein Fest, an dem die Geburt von Gottes Sohn weltweit gewürdigt wird, von Milliarden von Menschen. Alles Humbug oder sind die alle geistesgestört?

    Was aber wird an der Staatsschule vermittelt?
    Z.B.: Dass der Mensch vom Affen abstammt… was bislang überhaupt nicht bewiesen ist, da es zu viele "Missing Links" gibt.
    Auch, dass unser Universum aus dem Urknall entstanden ist… lediglich eine krude Theorie, die ebenfalls keineswegs bewiesen ist.

    Und:
    Was wird an einer staatlichen Schule alles gelehrt, was man wirklich überhaupt nicht zum Leben benötigt… zum Beispiel: Differentialrechnung, Redoxreaktion, Quintenzirkel, Gedichtinterpretation usw. … die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Themen, mit denen sich Generationen von Schülern befassen müssen für… nichts bzw. lediglich für demütigende Zeugnisnoten.

    Kritik üben kann man immer. Deswegen haben wir ja eine freie Gesellschaft; damit jeder den für sich und seine Kinder besten Weg wählen darf.
    Freie Schulen sind im Grundgesetz verankert, damit eine "Gleichschaltung" nicht mehr stattfinden kann.

    Was ich mich jedoch frage ist, warum die "Großen Kritiker" hier nicht umgehend die Schulaufsichtsbehörde informiert haben, sondern ihre Kommentare hier anbringen, wenn sie meinen, dass unsere Gesellschaft in Gefahr ist bzw. den Kindern Blödsinn vermittelt wird.

    Gruß
    RB

  • #157
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #156

    Sie schreiben: "Was ich mich jedoch frage ist, warum die "Großen Kritiker" hier nicht umgehend die Schulaufsichtsbehörde informiert haben …"

    Die "Schulaufsicht" wurde informiert. Mehrfach. Unten nur ein Beispiel von vielen – der folgende Brief lag der Redaktion des Deutschlandradio Kultur vor, wurde im Feature „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?” auszugsweise zitiert:

    “M.S.

    an:
    Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
    Beuthstr. 6-8
    10117 Berlin

    Bitte um staatliche Prüfung der Lehrerbildung und damit verbundener Lehrinhalte am Waldorf- Lehrerseminar Berlin- Mitte

    Berlin, 28.2.2007

    Sehr geehrter Prof. Dr. Zöllner,

    ich habe von September 2006 bis Ende Februar 2007 an der Weiterbildung zum Waldorflehrer/ Abendkurs am Seminar für Waldorfpädagogik e.V. in Berlin- Mitte, Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin, teilgenommen.

    Was dort als Lehrerbildung bezeichnet wird, ist meiner Erfahrung nach die Vermittlung anthroposophisch- esoterischer Inhalte, ohne Duldung sachlicher Kritik, die seitens der teilnehmenden Seminaristen geäußert wurde. Zur Weiterbildung gehört die Besprechung und Auslegung esoterischer Texte des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Diese Besprechungen und Auslegungen haben den Charakter einer ideologischen Schulung, die das anthroposophische Menschenbild im zukünftigen Lehrer fest verankern soll. Das bedeutet, dass die äußerst fragwürdigen Anschauungen Steiners in den zu lehrenden Unterrichtsstoff der Waldorfschulen einfließen.

    Noch vor Beginn des Seminars wurde mir vom Dozenten und Seminarleiter Michael Handtmann beim Vorstellungsgespräch versichert, dass ich keinesfalls zum „willigen Schüler Rudolf Steiners“ ausgebildet werden solle. Das Gegenteil war der Fall. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht im Verlauf einer offenen Auseinandersetzung das Seminar verlassen habe, sondern schlicht um eine Auflösung meines Lehrgangsvertrages gebeten habe.

    Viele meiner Mit- Seminaristen waren ebenso verwundert und abgestoßen von der Indoktrination esoterischer Schulungsinhalte, doch offene Kritik kam nur bei den wenigsten auf. Grund dafür ist die berufliche und ökonomische Lage der meisten Seminaristen, die sich durch die Weiterbildung zum Waldorflehrer eine berufliche Perspektive erhoffen. Die meisten der Seminaristen sind ebenso wie ich über 30 Jahre und älter – viele von ihnen von Arbeitslosigkeit bedroht. Da Kritik von den Dozenten des Seminars mit Schweigen oder beleidigter Ablehnung beantwortet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit schweigt, obwohl viele anders denken – niemand möchte seinen zukünftigen Arbeitsplatz gefährden.

    Zur Methodik des Unterrichts: Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.

    Ich frage mich ernsthaft, wo dabei das eigene Denken eines zukünftigen Lehrers bleiben soll, es wird einfach ersetzt, denn die obskuren Schriften Steiners liefern nach Ansicht der Dozenten die Antworten auf alle Fragen. Diese Art von Lehrerbildung verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht im Denken und Handeln der Teilnehmer, sie ist sektiererisch und esoterisch- ideologisch. Deshalb bitte ich sie nachdrücklich, das Aufsichtsrecht des Staates zu nutzen, um die Lehrerbildung des Seminars für Waldorfpädagogik eingehend kritisch zu prüfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.S.”

  • #158
    Robert Bennett

    Ja, und wie hat die Schulafsicht reagiert bzw. hat der Herr Prof. reagiert?

    Wie viele Oberstufen in Waldorfschulen haben Sie denn nun besucht und vor allem – wie lange?
    Ein wissenschaftliches Urteil kann nur über entsprechend quantitative und qualitativ empirische Erhebungen begründet werden.
    Ich frage mich, wie Sie zu Ihren Einschätzungen gekommen sind, denn gehört habe auch ich vieles, auch sehr positive Berichte von Waldorfschulen sowie katastrophale Berichte über staatliche Schulen.
    Wenn ich danach gehen wollte, kann ich gleich aufhören zu leben.

    Also:
    Besser man überlässt die Entscheidung den jeweiligen Eltern und Kindern / junge Erwachsenen und lässt sie Erfahrungen machen.
    Aber hier Stimmung zu machen finde ich – ehrlich gesagt – unqualifiziert.
    Beste Grüße
    RB

  • #159
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #158

    sollen Eltern selber entscheiden, ob sie ihr Kind in die Hände einer "Sekte" geben wollen?

    hören wir Prof. Hopmann:

    "(…) Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)"

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview mit den Ruhrbaronen über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie, mehr hier:

    "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein", http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #160
    Robert Bennett

    … dann können Sie ja auch die katholische Kirche mit ins Boot nehmen. Die sind auch immun, sogar gegen die Aufklärung von Kindesmissbrauch an ihren Schulen und in ihren Reihen.

    Sekte? Waldorf?
    Da liegt offenbar ein Missverständnis vor. Bitte besser informieren und nicht jeden, der irgendeinen unbewiesenen "Senf" schreibt, einfach zitieren oder mit Begriffen hantieren, die eine andere Bedeutung haben.

    Sollten diese Schulen sektiererisch und gesetzwidrig sein, würde es keine Waldorfschulen mehr geben. Aber, wie gesagt, es gibt ja auch noch katholische Schulen…

    Die genannten Vorwürfe kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Es gibt es viele verschiedene Waldorfschulen und ich kenne einige aus eigener Erfahrung – ja, es sind oft kritisierungswürdige Strukturen und Qualifikationen vorhanden, aber das ist überall der Fall.

    Die Erfahrungen, die ich gemacht habe waren alles in allem sehr positiv. Zum Beispiel, dass am Ende einer 13-jährigen Schulzeit überdurchschnittlich viele Kinder (auch Freunde von mir) das Abitur bestanden haben und später ihre akademische Laufbahn mit magna cum laude beenden konnten. Und diese wussten genau zu unterscheiden zwischen Naturwissenschaften und Märchen.
    einfach deshalb, weil jeder vernünftige Waldorflehrer den Kindern klarmacht, was Mythos, was Faktum und was Fantasie ist. (wohl gemerkt: jeder ‚vernünftige‘ Lehrer! Aber die Unvernunft ist nicht auf "Waldorf" begrenzt…)

    Der arme Herr Professor, er hat offenbar noch nicht viel von der Welt gesehen… so ist das, wenn man durch zu viel "Akademik" den Anschluss an die Realität verliert. Das hat Goethe schon im Faust deutlich gemacht…

    Naja, soll der Herr Prof. glauben was er will, auch er hat die Freiheit dazu, sich durch oberflächliche Eindrücke leiten zu lassen. Es ist ja sein eigener Ruf, den er vertritt.

    Interessant ist es schon. Herrn Dr. Rudolf Steiner (ja, er war Doktor) werden Glaubensgrundsätze aberkannt, der Herr Prof. darf seine eigenen frei äußern.

    Offen ist die Frage, wie die Schulaufsicht reagiert hat.

    Beste Grüße
    RB

  • #161
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett

    Sie schreiben: "Die genannten [Sekten-] Vorwürfe kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen."

    Sie haben Sie doch schon selber bestätigt … in Ihrem Kommentar "#156", siehe oben, in dem Sie Rudolf Steiner Recht geben, Zitat Robert Bennett:

    "Physikalisch gesehen kann unser Herz die Menge Blut wohl allein nicht pumpen…"

    "Nun glaubt die Wissenschaft, daß das Herz eine Art von Pumpe ist. Das ist eine groteske phantastische Vorstellung. Niemals hat der Okkultismus eine solch phantastische Behauptung aufgestellt wie der heutige Materialismus. Das, was die bewegende Kraft des Blutes ist, sind die Gefühle der Seele. Die Seele treibt das Blut, und das Herz bewegt sich, weil es vom Blute getrieben wird. Also genau das Umgekehrte ist wahr von dem, was die materialistische Wissenschaft sagt."

    Rudolf Steiner, "Die Theosophie des Rosenkreuzers", GA 99, Rudolf Steiner Verlag, Dornach – Dreizehnter Vortrag, 5. Juni 1907, Seite 148:

    Für Anthroposophen hat Rudolf Steiner immer Recht, deswegen ist die Anthroposophie eine "Sekte", und Waldorfschulen sind die Schulen der "Sekte" Anthroposophie …

  • #162
    Robert Bennett

    Genau das ist es, was ich meine… wenn schon, dann zitieren Sie bitte vollständig:

    Ich schrieb dazu: "…. zu klein, hörte ich – ob es stimmt, weiß ich nicht genau!"
    Das ist schon ein kleiner, aber feiner Unterschied, denn damit sage ich, dass es auch anders sein könnte und ich das zum aktuellen Zeitpunkt nur so darstellen kann. Ich behaupte also nicht, dass es richtig ist.

    Aber es ist schon schwierig, wenn man selbst voller Vorurteile steckt, sich einzugestehen, dass es nicht um richtig und falsch geht, sondern um eine vernunftbegabte Meinung, die man sich aufgrund von ausführlichen Recherchen nach allen Seiten bildet.

    Dies war dann mein letzter Kommentar, denn:
    Ich diskutiere nicht mit Menschen, die ihre Vorurteile als Meinung verstanden haben wollen.
    Im Grunde tun Sie genau das, was Sie Rudolf Steiner vorwerfen: Behauptungen in die Welt setzen, die haltlos sind, ohne diese zu relativieren oder zu begründen. Vielleicht sollten Sie einmal ein Buch von ihm lesen… und sich dann ihr ein eigenes Urteil bilden. "Nachplappern kann jeder Depp!" und das sind Sie schließlich nicht.

    Gruß
    RB

  • #163
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #162

    Sie schreiben: "Vielleicht sollten Sie einmal ein Buch von ihm lesen… und sich dann ihr ein eigenes Urteil bilden."

    Wissen Sie eigentlich, mit wem Sie reden? Hier eines der Bücher von Rudolf Steiner, das ich gelesen habe:

    "Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’

    Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“, zu haben. Über diese „Chronik“, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schreibt Rudolf Steiner sein Buch …

    ‘Aus der Akasha-Chronik’(1). Ich versuche, einem Freund den Inhalt zu erklären:

    „Es ist die Geschichte der Menschheit, wie sie sich dem Eingeweihten zeigt. So eine Art ‘Evolutionsgeschichte’, nur dass der Eingeweihte auch in die Zukunft schauen kann. Die Menschheit entwickelt sich laut Steiner auf sieben Planeten. Von Planet zu Planet steigt das Menschengeschlecht höher in der Entwicklung. Dabei helfen ihm Führer, die selber schon auf einer höheren Entwicklungsstufe stehen. Es geht los auf dem Saturn, dann kommt die Sonne, der Mond und schließlich die Erde …”

    „Wieso Sonne und Mond – das sind doch keine Planeten?!”

    „Für den Esoteriker Steiner schon. Die Erde formt sich im nächsten Entwicklungsschritt in den Jupiter um, dann kommt die Venus und zuletzt der Vulkan. Sieben Planeten, und auf jedem Planeten durchleben die Menschen sieben mal sieben Entwicklungsstufen … Ja, ich weiß, das klingt nach Science Fiction … ich habe mich an die Perry Rhodan-Hefte erinnert, du weißt schon, diese Groschenromane.”

    „Mich erinnert das Ganze an ein Video-Game, wo man immer das nächsthöhere Level erreichen muss!”

    (…)"

    weiter: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/

  • #164
    Rayn And

    @Robert Bennett

    Der Mensch stammt eventuell nicht vom Affen ab und Atlantis wird von seriösen Wissenschaftlern gesucht….
    Um sowas von sich zu geben muss man wohl zur Waldorfschule gehen.

    Ja der Mensch stammt definitiv nicht vom Affen sondern von einer affenähnlichen Kreaturen ab, deren Vorfahren wir mit den anderen Menschenaffen teilen. Dies ist auch mit den wenigen Lücken ausreichend verifiziert. Wissenschaftliche Methoden haben eindeutig bewiesen das der Mensch keiner atlantischen Herrenrasse entspringt. Außer vieleicht die Atlanter waren raumfahrende Bonobos die sich mit der Überrasse der Neandertaler vom Planeten Sonne…,

    Also bitte! Seriöse Wissenschaftler suchen nicht nach Atlantis sondern nach den Ursprüngen dieses Märchens.

    Der Weihnachtsbaum ist ein Überbleibsel aus heidnischem Brauchtum das von der christlichen Sekte annektiert wurde.

    Ja richtig der Urknall ist nicht bewiesen.
    In der Wissenschaft nennt man so etwas eine Theorie. Nicht eindeutig bewiesen oder wiederlegt, das hat nichts mit dem verbohrten blinden Glauben steinerscher Jünger zu tuen.

    Ich denke aber das wir hier wieder den üblichen Auftritt eines "beauftragen" Antrophosophen haben. Es war wohl wieder an der Zeit.

    Es ist ja bereits von Herrn R. B. angekündigt das er sich der Diskussion entzieht. Vermutlich mangels Fakten.

    Kommen wir daher zu neuesten Fakten wenn Herr Bennett uns schon keine liefert.

    Ich habe vor kurzem ein Tondokument zugespielt bekommen das wieder eindrücklich zeigt, das sich Antrophosophen nicht von den rassistischen Lehren Steiner distanzieren. Im Gegenteil.

    Die Aufnahmen stammen aus einer Waldorfschule.
    Es finden sich Aussagen der anthrophosophischen Lehrkraft darauf wieder die ich nur mit "erschreckend" betiteln kann.
    Am deutlichsten die Aussage zur Herkunft der anwesenden Eltern bzw. deren Kinder.
    "Unsere Blutwurzeln sind germanischen Ursprungs, unsere geistigen Wurzeln griechischen Ursprungs"

    Beim hören solcher Worte klingt der völlig ausbleibende Aufschrei der Entrüstung von den anwesenden Eltern wie ein stilles "Sieg Heil!"

    Das gesamte Tondokument muß leider immer noch bearbeiten werden um nicht gegen bestehendes Recht zu verstoßen und um die Quellen zu schützen.

    Man mag sich beim hören der Aufnahmen nur wiederwillig Vorstellen welches Gedankengut Antrophosophen hinter verschlossenen Türen zum besten geben bzw. das dieses in Waldorfschulen auf perfide Art und Weise ab Kinder weitergeben wird.

  • #165
    Andreas Lichte

    @ Rayn And #164

    "Ich denke aber das wir hier wieder den üblichen Auftritt eines ‘beauftragen’ Anthroposophen haben"

    Die üblichen FAKE-Kommentare leugnen den anthroposophischen, esoterischen Hintergrund der Waldorfschule – man will, dass möglichst viele Eltern ihr Kind an der Waldorfschule anmelden … deshalb gibt es sowas:

    "Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners’ (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom ‘verstörenden’ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der ‘Frommann-Holzboog Verlag’, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht (…)"

    weiter: http://hpd.de/artikel/11618

  • #166
    sandra

    Hallo liebe Menschen in diesem Forum. Unglaublich wie sie hier Recht haben wollen. Vielleicht sollten Sie jedem Menschen seine eigenen Individualität lassen. Ich bin Körpertherapeutin, beschäftige mich mit energetischer Anatomie, mit der Seele und dem Verbunden sein mit Körper-Geist und Seele. Es gibt viele Wahrheiten, wie heißt es so schön: wenn ich Ohren habe kann ich hören, wenn ich Augen habe kann ich sehen. Es braucht eine Innenschau, ein nach Innen hören.
    Zum Herzen: embryologisch ist zuerst das Blut, durch das Fließen und die Kraft des Fließens entstehen die Arterien und erst dann das Herz. vielleicht sollten sie einfach mal den Standort wechseln und andere Sichtweisen verstehen lernen. mit besten Empfehlungen S.W.

  • #167
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Sandra: Jemand der sich mit einem Schwachsinn wie "energetischer Anatomie"beschäftigt sollte beruflich zu Menschen mindestens 10 Meter Abstand halten.

  • #168
    Andreas Lichte

    @ sandra #166

    wer hat denn was gegen "andere Sichtweisen" ?

    Eltern, die ihre Kinder an der Waldorfschule anmelden, sollen nur wissen, dass sie ihre Kinder an der Schule der Sekte Anthroposophie anmelden … Zitat Prof. Hopmann:

    "(…) Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)"

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview mit den Ruhrbaronen über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie, mehr hier:

    "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein", http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #169
  • #170
    Rayn And

    @Sandra

    Wissenschaftliche verifizierbare und falzifizierbare Beweise werden Aufgeklärte und realistische Menschen nicht ignorieren.

    Wir warten dann mal auf die Fakten… falls wie erwartet keine Folgen hab ich einen formschönen Aluhut an zu bieten.
    Wenn sie diesen tragen hält dieser Menschen wie Herrn Laurin und auch mich fern von ihnen. Zur Wirksamkeit gibt es jedoch noch keine wissenschaftliche Erhebung.

  • #171
    Andreas Lichte

    @ Rayn And #170

    tragen "Atlantier" "Aluhüte"?

    kannst Du es mir sagen, oder muss ich jetzt doch noch mal in der "Akasha-Chronik" lesen?

    Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“, zu haben. Über diese „Chronik“, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schreibt Rudolf Steiner sein Buch …

    mehr hier: "Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’", https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/

  • #172
    Robert Bennett

    Hallo Andreas Lichte und alle anderen.
    vielleicht liest Du mal dieses hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Akasha-Chronik

    Darin stehen sehr gelungene kritische Beiträge zum Thema und ich finde diese durchaus nachvollziehbar.

    Über Ryan Ends Kommentar zu meiner Aussage – diese lautete wie folgt:
    "Der Mensch stammt eventuell nicht vom Affen ab und Atlantis wird von seriösen Wissenschaftlern gesucht…."

    Ryan Ends Kommentar dazu:
    "Um sowas von sich zu geben muss man wohl zur Waldorfschule gehen."

    Meine Antwort:
    Nein, muss man nicht (tue ich auch nicht – ich bin Lehrer an einem Gymnasium), man muss nur ZDF gucken! Die senden dazu Dokumentationen, die recht ordentlich recherchiert sind. Darin werden seriöse Wissenschaftler porträtiert, das ist alles.

    Ryan And erklärt weiterhin:
    "Es ist ja bereits von Herrn R. B. angekündigt das er sich der Diskussion entzieht. Vermutlich mangels Fakten."

    Das beabsichtige ich nicht, doch vielleicht ist Ryan End nicht fähig korrekt zu lesen?
    Ich zitiere hier mich:
    "Ich diskutiere nicht mit Menschen, die ihre Vorurteile als Meinung verstanden haben wollen."

    AAAlsoooo. Gaaaaanz laaangsam…. dies bedeutet nicht, dass es meinerseits keine Fakten gibt (s.u.), sondern nur, dass ich nicht mit Leuten diskutiere, die nicht diskutieren können, sondern stattdessen anderen Vorurteile aufzwingen wollen, ohne sich intensiv mit der Materie auseinandergesetzt zu haben.

    Eine analoge Frage zum vermeintlichen "Schwachsinn der Anthroposophie", die sich mir stellt, ist zudem:
    Ist die katholische Kirche eine Sekte oder ein kriminelle Vereinigung, weil sie einst Frauen als Hexen verbrennen ließ und sich heute gegen die Aufklärung von sexuellem Missbrauch verwehrt, den sie selbst toleriert (hat)? Oder ist sie noch ganz bei Trost, weil sie Schwangerschaftsverhütung ablehnt, Abtreibungen aber verdammt?
    (Hinweis: Professoren aus Wien sind oft katholisch. Vielleicht kann man ja "ein bisschen katholisch" sein und den Blödsinn sowie die Unmoral der r.k.Kirche ausblenden!?)

    Für Ryan And: Wie gesagt, das sind FRAGEN und NICHT meine MEINUNG!

    Im Übrigen geben Tonaufnahmen nicht unbedingt Fakten wieder, sondern sind in der Regel aufgezeichnete Aussagen anderer Menschen. Somit können sie ebenfalls Vorurteile bzw. dummes Zeug wiedergeben; und ja, auch Anthroposophen und Waldorflehrer können Dummheiten und Vorurteile verbreiten, so wie jeder andere Mensch auch.

    Zum Thema Rassismus und Waldorfschulen:
    Jüngst wurde ein "Neonazi" an einer Waldorfschule enttarnt und gefeuert. (Bei der Polizei dürfen s.g. "Reichsbürger" dagegen unbehelligt weiter arbeiten… ging auch durch die Medien; dies nur zur Info!)

    Der "Bund der freien Waldorfschulen" hat sich im Übrigen längst von rassistischen Äußerungen R. Steiners distanziert und diese verurteilt!
    Hier:
    http://www.waldorfschule.de/medien/broschueren/stuttgarter-erklaerung/

    Allgemeines Fazit:
    In einem Diskussionsforum sollten Diskussionsregeln eingehalten werden.
    So genannte FAKTEN bedürfen gründlicher Recherche und die Darstellung von Zusammenhängen. Ansonsten kann ich hier auch posten:
    Hilfe! Die christliche Kirche propagiert den Selbstmord, denn in der Bibel steht ja (wenn auch an zwei verschiedenen Stellen): "Judas ging hin und erhängt sich." / "Gehe hin und tue desgleichen!"

    Übrigens glauben in unserem Kulturkreis Millionen von Menschen an die Jungfrauengeburt und die Auferstehung von Jesus Christus; das wird sogar von ehrenwerten Theologieprofessoren und Religionslehrern an Universitäten und regulären Staatsschulen gelehrt – sind die auch alle verrückt, so wie die Anthroposophen bzw. die Waldorfschulen oder R. Steiner?
    Wie lautet das Vorurteil bzw. die Meinung von Ryan And u.a. in diesem Thread dazu?

    Jetzt geht Euch wohl die argumentative Puste aus… aber die meisten hier waren ja ohnehin schon immer etwas "kurzatmig" und – leider – von Vorurteilen besetzt.

    Schade, wenn man nicht in der Lage ist, begründete, differenzierte und belegte Sichtweisen zuzulassen.

    Nochmal:
    Wie könnte ich mit solchen Teilnehmern diskutieren, ohne dass die sich auf die Füße getreten fühlen, wenn sie nicht einmal in der Lage sind, die AUSSAGEN, die hier stehen, richtig wiedergeben zu können?
    (Das ist eine FRAGE und ein FAKT und NICHT meine MEINUNG!)

    Doch man sollte die Hoffnung nie aufgeben, vielleicht lernt auch Ryan And und lernen alle anderen, die hier "Wundersame Vorurteile" fälschlicherweise als FAKTEN verbreiten, irgendwann, wie man sich eine Meinung bilden kann, diese fair äußert und hören dann endlich damit auf, andere ausschließlich schlecht zu machen, sondern setzen die "Merkwürdigkeiten unserer Kultur" in Beziehung und Zusammenhang.
    Dann werden sie feststellen, dass es viele Dinge gibt, die überhaupt (noch) nicht wissenschaftlich erklärt werden können. (Ein aktuelles Beispiel ist die Theorie der s.g. "dunklen Materie")

    In diesem Sinne beste Grüße
    Robert Bennett

  • #173
    Robert Bennett

    @ sandra

    Ihr Beitrag ist der bislang qualifizierteste, den ich hier gelesen habe!
    Das meine ich in vollem Ernst!
    Lassen Sie sich Ihre Erfahrungen nicht durch Zyniker und Leute, die offenbar viel Wut im Bauch haben, absprechen.
    Und, ja, gehen wir auf gute Distanz, aber ich denke, im Gegensatz zu den anderen erlangen wir dadurch eine andere Perspektive und lassen uns nicht durch die einseitigen, unsachlichen "Suggestionen" aus der Ruhe bringen.
    Vielleicht kommen die Leutchen hier auch noch drauf, dass es nicht um Wahrheit geht, sondern um das Leben an sich und das ist im wahrsten Sinne des Wortes "wundervoll".
    Beste Grüße
    Robert Bennett

  • #174
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #173

    ja, gehen Sie auf Distanz – niemand wird Sie – und die FAKE-Kommentare vom Bund der Freien Waldorfschulen – vermissen.

    Wer noch einen Erfahrungsbericht aus der Waldorfschule braucht, hier ist er:

    "Wie gut sind Waldorfschulen?

    Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.

    (…)

    Wie ich rückblickend sagen muss, ist das Waldorfsystem raffiniert und an Verlogenheit nicht zu überbieten. Ist man einmal in dessen Fänge geraten, kommt man nur ganz schwer wieder heraus. Mit dem Eintritt in die Waldorfschule begibt man sich automatisch in ein Abhängigkeitsverhältnis – ohne sich dessen bewusst zu werden. Der Lehrstoff der Waldorfschulen ist so angelegt, dass Kinder beim Wechsel in eine öffentliche Schule erhebliche Lücken haben, die nur sehr schwer, oder gar nicht, wieder zu schließen sind – mein Sohn hatte diese erheblichen Wissenslücken und wurde schliesslich in die 4te Klasse zurückversetzt. Ein Schulwechsel geht auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, die sich als Versager fühlen müssen, auch wenn sie keine sind. Ich hatte Glück, da wir an der öffentlichen Schule auf kompetente, erfahrene und verständnisvolle Pädagogen trafen.

    Die Waldorfschul-Karriere meines Sohnes erschien der jetzigen Lehrerschaft anfänglich eher unglaubwürdig. Die Waldorfschule verkauft sich nach außen hin sehr gut. Kennt man sie aber von innen, wird man eines Besseren belehrt. Die große Waldorf-Gemeinschaft lebt nach der Devise: „Bist du nicht für uns, bist du gegen uns.“ Die gegen uns sind, lassen wir außer Acht und entledigen uns dieser Eindringlinge schnellstmöglich, egal wie … Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt. Ohne Gegenleistung, ohne Auflagen, ohne wirksame Kontrollen. Wo leben wir? Der Gesetzgeber verpflichtet die Schulaufsicht, auch die Qualität von Privatschulen zu überprüfen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass nur kompetente, gut ausgebildete Lehrer Schüler unterrichten dürfen. Selbstverständlich sollte es auch sein, dass jederzeit die Möglichkeit gegeben ist, an eine andere, auch öffentliche Schule zu wechseln – ohne riesige Wissenslücken und seelische Schäden aus der Waldorfschule im Ranzen mitzunehmen. An der PISA-Studie haben sich die Waldorfschulen gar nicht erst beteiligt … "

    zum vollständigen Erfahrungsbericht: http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/3101

  • #175
    Robert Bennett

    Sehr geehrter Herr Lichte,
    sie können sich ja mal den folgenden Beitrag der Süddeutschen Zeitung durchlesen.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/nobelpreistraeger-thomas-suedhof-energie-im-uebermass-1.1789261

    Darin heißt es: "(…) Dabei wusste Thomas Südhof, als er 1975 besagte Waldorfschule verließ, nicht so recht, wofür er seine Energie aufwenden sollte. So folgte er erst einmal dem Vorbild seiner Eltern. Mit Medizin verbaue man sich ja nichts, meinte er. (…)"

    Kann man nun darauf schließen, dass alle Waldorfschulen die besten Schulen der Welt sind, weil einem ihrer Schüler der Nobelpreis verliehen wurde? Oder sind es eher die Schulen in Hamburg oder in München oder in Kleinkleckersdorf oder eventuell in Würselen?

    Die logische Konsequenz müsste nun lauten:
    Meldet alle Eure Kinder an Waldorfschulen an, denn aus Waldorfschulen kommen Nobelpreisträger!
    Das wäre doch absurd, nicht wahr?

    Ich denke, Sie stimmen mir zu.

    Doch warum sollte ich dann genau dasselbe Prinzip der "Verallgemeinerung von Einzelfällen", das Sie fortwährend proklamieren, ernst nehmen?

    Falls Sie diese Frage vernünftig beantworten können und/oder nachweisen, dass alle zweifelhaften Institutionen – wie zum Beispiel die katholische Kirche oder zum Beispiel buddhistische Klöster (Buddhisten gehen – wie gagga muss man sein – von der Wiedergeburt aus) – demächst geschlossen werden, dann können wir hier gern auf Augenhöhe diskutieren.

    Etwas "Geist" muss schon mit einfließen, ansonsten wiederhole ich mich nur und das ist reine Zeitverschwendung.
    Vor allem, wenn Sie Ihre Vorurteile ohnehin schon in Stein gemeißelt haben und nicht bereit für Neues sind.

    Wenn Sie (und alle anderen) gründlich recherchieren, können Sie weitere positive Aspekte der Waldorfschulen finden neben vielen negative Aspekten, auch aller anderen Schulformen. Es gibt unzählige Beispiele dafür in allen "Lagern".

    Robert Bennett

  • #176
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #175

    hat der Rüstungsmanager Manfred Bode das auf der Waldorfschule gelernt:

    "Top-Manager der Rüstungsindustrie angeklagt

    Gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden des Rüstungskonzerns KMW ist Anklage erhoben worden. Nach Informationen von NDR, WDR und SZ soll Manfred Bode Steuern hinterzogen haben …"

    Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/kmw-anklage-101.html

    und bei google > Manfred Bode waldorfschule < eingeben

    So wie oben sähe es aus, wenn ich "Einzelfälle" zur Waldorfschule vorstellen wollte.

    Der in Kommentar #174 zitierte Erlebnisbericht enthält hingegen viele Elemente, die für die Waldorfschule typisch sind, darüber kann man reden, darüber sollte man reden, darüber …

  • #177
    thomas weigle

    @Robert Bennett "Ich diskutiere nicht mit Menschen, die ihre Vorurteile als Meinung verstanden wissen wollen." Ein so elegantes Totschlagargument habe ich lange nicht gehört bzw. gelesen.
    "Jetzt geht euch wohl die argumentative Puste aus," Ist das jetzt Vorurteil oder Meinung?

  • #178
    abraxasrgb

    Heya, vielen Dank für das immer-wieder-Aufwärmen dieses Threads. Ich werde mein Kind jetzt in einer Waldorf-Kita anmelden 😉

  • #179
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #178

    "Ich werde mein Kind jetzt in einer Waldorf-Kita anmelden"

    Aiga Stapf, „Hochbegabte Kinder“, C.H.Beck, 2006, Seite 252:

    “ ‘…’ [Name von mir entfernt] (1997), die zwei Jahre einen Waldorfkindergarten besuchen musste, dann mit sechs Jahren für eine Weile in einen anderen Kindergarten wechselte, weil niemand auf die Idee kam, sie vorzeitig einzuschulen, schreibt in einem Buch, das sie auf eine Videokassette diktiert hat:

    «(…) Wenn Sie Ihre Kinder in den Waldorf-Kindergarten schicken, so werden sie dumm, strohdumm. Sie kennen keine Musik mit Melodien. Sie müssen es in der Schule sehr schwer haben. Sie können keinen Text. Sie kennen keinen Text von der Musik. Sie wissen es nicht. Sie kennen keine Witzlieder. Es war einfach traurig, so traurig … Meine Eltern haben mich noch rechtzeitig aus diesem Kindergarten herausgeholt»“

  • #180
  • #181
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #180

    ich schreibe hier zuerst mal für den "Bund der freien Waldorfschulen", und da kommt es auf größtmögliche Ernsthaftigkeit an. Schließlich geht es um Rudolf Steiners "Geisteswissenschaft":

    „(…) Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt. Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird (…)“

    Rudolf Steiner

    mehr höhere Erkenntnis Rudolf Steiners hier: "… ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende …", http://www.schiebener.net/wordpress/ein-fortgeschrittener-dunghaufen-ist-das-im-gehirn-sich-ausbreitende/

  • #182
    Helmut Junge

    Lieber Ruhrgebietsrabe, diesmal hatte ich auch nicht die Ironie erkannt. Es ist nämlich so, daß Freunde damals, im letzten Jahrtausend ernsthaft genau solche Gedanken hatten. Die Kinder sind übrigens keine Physiker geworden. War kein Gedanke dran.

  • #183
    abraxasrgb

    Helmut … Arnold Voss hatte schon einmal festgestellt, dass ich wohl eine Dohle sein muss 😉
    Ich hatte einen anderen, schärferen, Kommentar geschrieben, der allerdings nicht veröffenticht wurde.
    Ein harmloserer Satz war, das wir in einer sehr entspannten Welt leben, wenn die Waldis ein Problem darstellen 😉

  • #184
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #183

    … man kann natürlich auch warten, bis die bürgerlichen "Waldis" sich an die guten alten Zeiten erinnern und komplett durchdrehen …:

    "Ein ‚rechter‘ Waldorflehrer soll gehen – Rudolf Steiner bleibt

    BERLIN. (hpd) Nicht zum ersten Mal werden Waldorfschulen im Zusammenhang von "Rechtsextremismus" auffällig. Erinnert sei hier nur an den "NPD-Waldorflehrer" Andreas Molau. Nun gibt es einen neuen Fall. Und alles bleibt beim Alten.

    (…)

    Solange Rudolf Steiner die unangefochtene Autorität der Waldorfschulen bleibt, ist jede Distanzierung des "Bundes der Freien Waldorfschulen" von "Rechtsextremismus" oder "Rassismus" unglaubwürdig: Wenn der Waldorflehrer Schröppe gehen muss, warum darf dann Rudolf Steiner in der Waldorfschule bleiben?"

    mehr: https://hpd.de/artikel/11915

  • #185
    abraxasrgb

    Der Induktionsschluss von einer Schwalbe auf den Sommer ist, was die Geltung der daraus gezogenen Konklusion, immer noch problematisch. Auch wenn es sich um einen braunen Vogel handelt.

    Ich schliesse z.B. auch nicht aus der (In)Kompetenz des Kritikers auf die Qualität des Krtitisierten 😉

    Genug des Ennui 😉

  • #186
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #185

    wenn es nicht interessiert – "Ennui" – warum dann kommentieren ?

    Der "induktionsschluss" ist bekannt, natürlich, in einer originelleren Fassung:

    "Der Mann, der das Huhn tagtäglich gefüttert hat, dreht ihm zu guter Letzt das Genick um und beweist damit, daß es für das Huhn nützlicher gewesen wäre, wenn es sich etwas subtilere Meinungen über die Gleichförmigkeit der Natur gebildet hätte."

    Bertrand Russell, "Probleme der Philosophie"

    … aber zum einzig wahren, einzig großen Philosophen Rudolf Steiner geht es hier: https://hpd.de/artikel/11618

  • #187
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett / Bund der Freien Waldorfschulen

    "Der "Bund der freien Waldorfschulen" hat sich im Übrigen längst von rassistischen Äußerungen R. Steiners distanziert …", schreiben Sie weiter oben.

    Es geht aber nicht um einzelne Äusserungen Steiners, sondern um die rassistische Evolutionslehre "Anthroposophie":

    "(…) Die "weiße Rasse" ist das Ziel von Rudolf Steiners "Menschheitsentwickelung", die der Historiker Peter Staudenmaier so zusammenfasst: "Ausgehend von Blavatskys [4] entwicklungstheoretischem Ansatz baute Steiner eine Evolutionslehre der Völker- und Rassengruppen auf, wonach die menschliche Seele durch aufeinanderfolgende Verkörperungen in immer ‘höheren’ Rassen geistig wie leiblich fortschreitet. Diese Stufenleiter der Rassen steht im Mittelpunkt von Steiners esoterischem Verständnis der Gesamtentwicklung der Menschheit, vom Verhaftetsein in der Materie hin zur geistigen Vervollkommnung." [5] (…)

    Solange Rudolf Steiner die unangefochtene Autorität der Waldorfschulen bleibt, ist jede Distanzierung des "Bundes der Freien Waldorfschulen" von "Rechtsextremismus" oder "Rassismus" unglaubwürdig: Wenn der Waldorflehrer Schröppe gehen muss, warum darf dann Rudolf Steiner in der Waldorfschule bleiben?"

    mehr: https://hpd.de/artikel/11915

  • #188
    Janina

    Ich kann nur schreiben Walorfschule für jedes integrative Kind bitte nicht INTEGRATIVE KINDER werden nur mitgezogen und in keinerlei Hinsicht gefördert nein noch schlimmer sie werden aus dem Hauptunterricht rausgezogen und unterrichtet wie deppen. Mein Sohn ist in der 10.Klasse muss noch ein Jahr und bekommt nur! neunte Klasse Hauptschlule ! Erschreckend er hat viel mehr drauf als rausgeholt wurde…Über jegliche Hilfe wie ich dagegen angehen kannn wäre ich sehr dankbar. Weiss einfach nicht mehr weiter….Waldorf =Sekte ,ist wirklich so …nurGeld,Geld,Geld von morgens bis abends….traurig

  • #189
    Rayn And

    Hallo!

    Direkt von der anthroposophischen indoktrinierungs Anstalt runternehmen.
    In eine richtige Schule stecken. Dort sind ausgebildete Schulpädagogen die Probleme erkennen und nicht durch Inkompetenz glänzen.
    Die werden vermutlich ein AOSF Verfahren einleiten um gezielte Fördermaßnahmen für ihr Kind zu bekommen.
    Vielleicht auch beim Jugendamt in den Beratungsstellen Hilfe suchen.
    Und keine Angst vor Förderschulen! Hier sitzt die geballte Kompetenz die Kinder wirklich vorwärts bringen, hier sind meist mehr staatliche Gelder für individuellere Förderungen da. Ein richtiges Abitur ist auch an diesen Schulen möglich.
    Gerade diese Schulen glänzen durch soziale Kompetenz. Dort werden keine verstörten atlantischen Herrenrasse Kinder gezüchtet.

    Zudem ist egal welcher Abschluss über dem nicht "Schule des Lebens" steht einem geistig gesundem Arbeitgeber lieber.

    Weg von den irren judenhassenden Esoterik Spinnern ist die einzige Chance für das Kind!

  • #190
    Robert Bennett

    Vielleicht werfen Sie mal einen Blick ins Grundgesetz bevor Sie hier herumhetzen!
    Die "richtigen Schulen" haben uns damals den Nationalsozialismus mit beschert, deswegen sind "freie Schulen" in Deutschland inzwischen zulässig und gewollt.
    Für Ihre Vorwürfe ist die Schulaufsicht zuständig. Sind Sie von der Schulaufsicht? Sicher nicht!
    Das ist die richtige Stelle, an die man sich wenden sollte, wenn man Probleme hat.
    In diesem Blog werden die nicht gelöst… .
    Das was Sie hier absondern ist genauso infam und faschistoid, wie das Verhalten, dass Sie pauschal "allen" Waldorfpädagogen vorwerfen. Mit dem Unterschied, dass Sie das hier nachweislich tun, Ihre Vorwürfe aber nicht beweisen (können).
    Können Sie das mit den "atlantischen Herrenrasse Kindern" belegen oder bleibt es bei dieser diskriminierenden Behauptung?
    Mal im Ernst, auf was für einer Schule waren Sie denn, dass Sie noch nicht einmal wissen, wie man vernünftig argumentiert? (Von der unzureichenden Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung mal abgesehen – offenbar habe Ihre eigenen "tollen" Lehrer bei Ihnen versagt!)
    Unterlassen Sie einfach solche unqualifizierten Beiträge – sind sind einfach nur ein Ärgernis für vernunftbegabte Menschen.
    Robert Bennett

  • #191
    Robert Bennett

    An alle, die hier ständig herumhetzen müssen.
    Ich verabschiede mich aus diesem Kommentar-Blog. Es ist ein Jammer, mit anzusehen, auf welch niedriges Niveau man herabsteigen müsste, um da mitreden zu können.
    So etwas Undifferenziertes, Blödsinniges, Strohdoofes habe ich selten gelesen! Behauptungen werden aufgestellt und einfach mal eben verallgemeinert.
    Genau das tun diese feigen "A-löcher" von den Populisten auch. Sie setzen Unwahrheiten in die Welt und am Ende erklären Sie dann, dass alle anderen doof sind. Trump lässt grüßen!

    Mit Meinungsfreiheit hat das nicht zu tun. Das ist Verhetzung im übelsten Ausmaß!
    Aber gut, wer noch gut schlafen kann, wenn er andere in den Dreck zieht… bitteschön!

    Übrigens: Martin Luther war nachweislich (!) Antisemit! Und eure Steuergelder werden gerade dazu verwendet, um ihm ein Festjahr mit Kirchentag zu finanzieren.
    Aber man könnte auch auf das sehen, was Luther Wichtiges und Positives geleistet hat… wer es kann! Wer nicht, möge weiter hetzen.

    R.Bennett

  • #192
    Rayn And

    @ Bennett

    Statt ab zu lenken wie wäre es mit Gegenbeweisen?

    Distanzierung von Steiners Weltbild.
    Zuwendung zur modernen wissenschaftlichen Pädagogik.
    Abkehr vom Antisemitismus.
    Zuwendung zur Wissenschaft statt kruder Okkultismuss.
    Dazu bitte Beweise liefern statt hohle und sinnfreien Phrasen.

    Und zur Erinnerung, es geht hier im diesem Blog nicht um Luther.

  • #193
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #190

    „Steiner kommt von oben, Hitler kommt von unten, und in der Mitte reichen sie sich die Hand.“

    So erinnert sich der Zeitzeuge Dieter Brüll: "Ein Bewusstsein war nicht vorhanden", in: Info3, 4/1999, S. 19-20, hier: 20.

    das zitiere ich, weil von Ihnen dauernd "Nationalsozialismus" kommt. Bei den Ruhrbaronen gibt es einen Artikel, der die Forschungsergebnisse des Historikers Prof. Peter Staudenmaier zusammenfasst:

    "Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…)

    Anthroposophen arbeiteten in allen für sie wichtigen Praxisfeldern mit nationalsozialistischen Organisationen zusammen, im Überblick:

    – Waldorfschulen: „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1 Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    (…)"

    zum Artikel: https://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/44449

  • #194
    Robert Bennett

    @Andreas Lichte
    „Steiner kommt von oben, Hitler kommt von unten, und in der Mitte reichen sie sich die Hand.“
    Was ist das jetzt für ein Quark???

    Ihr Herr Prof. Peter Staudenmaier stellt dauernd Behauptungen auf, die er nicht oder falsch belegt!!! Hatte ich aber schon nachgewiesen.

    Bitte eine Waldorfschule als Beweis nennen, die zwischen 1933 und 1945 als solche tätig war.
    (Ich weiß von keiner, aber ich erhebe mich nicht über die Fakten, falls es diese gibt!)

    Aber es ist ja, wie ich gesagt habe: Hier werden Fakten verdreht, Menschen verunglimpft und hier wird nicht unterschieden bzw. bleiben die Behauptungen unbewiesen stehen.

    Das hier ist genau deshalb ein faschistoider, diskriminierender, populistischer Werbeblock! Damit will ich nichts mehr zu tun haben.
    Leider muss man diesen Schwachsinn immer wieder gerade rücken, damit die Unwahrheiten nicht stehen bleiben.

    Wo kommt Ihr eigentlich alle her – Ihr Barone von der Ruhr? Seid Ihr von der AfD, von den Reichsbürgern, aus irgendeiner Schlagenden Verbindung? Was wollt Ihr eigentlich? Packt Euch an Eure eigene Nase und macht es besser bzw. macht gute Vorschläge, anstatt immer nur drauf zu hauen und diesen unbewiesenen Dreck zu verzapfen!!

    Vielleicht mal hier lesen (und verstehen – falls das intellektuell überhaupt machbar ist):
    http://www.zeit.de/2008/38/Waldorf-Schwarzbuch

    und Tüssssss!

  • #195
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #194

    "faschistoider, diskriminierender, populistischer" … "Rudolf Steiner"?

    oder wie sollen wir den Satz weiterführen? Interpretieren Sie den Lesern doch mal folgendes:

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses grossen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“

    So das Fazit von Ettore Martinolis Artikel „Ein Vorankünder des neuen Europa: Rudolf Steiner“, in dem er vor allem die perfekte Übereinstimmung zwischen Rudolf Steiners Denken und den grundlegendsten Tendenzen des Faschismus und Nationalsozialismus im politischen, sozialen, und spirituellen Feld betont. Martinoli berichtet auch, dass Rudolf Steiner in seiner Wiener Periode „als Anti-Semit wohlbekannt wurde“.

    Quelle: „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute“, https://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/39020

  • #196
    abraxasrgb

    # 194 Ich habe mal kurz im Netz nachgesehen und bin verblüfft. Es stimmt, die NaSos haben die Waldorfschulen abgewürgt. Hm, da haben die braunen Brüder wohl ihre Gesinnungsgenossen nicht verstanden … oder … die NaSo "Argumentation" (wenn man sie so nennen möchte) hinkt übel.
    Danke für den Hinweis, wusste ich noch nicht!

  • #197
    Rayn And

    @ Robert Bennett #194

    Applaus!
    Antroposophische Selbstimmunisierung läuft bei ihnen!
    Soviel zu ihren "Fakten" und wie "unabhängig" diese sind.

    Über die Verfasserin Dorion Weickmann aus dem von ihnen verlinkten Artikel:
    http://www.zeit.de/2008/38/Waldorf-Schwarzbuch

    "Dorion Weickmann, ehemalige Waldorfschülerin und freie Mitarbeiterin von Dr. Detlef Hardorp, „Bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg“, "

    Quelle:
    https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2013/11/30/die-lobby-der-waldorfpadagogik/

    Also liegen hier gar keine unabhängigen Fakten vor, sondern nur der verzweifelte Versuch einer Waldorf Sektenbeauftragten die Kritiker mit Kot zu bewerfen.
    Oder auch zum einfacheren Verständniss für Angehörige der atlantischen Herrenrasse und Gläubige der steinerschen Ideologie:
    "Hugin hackt Munin kein Auge aus!"

  • #198
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #196

    welche Privatschule konnte denn unter den Nationalsozialisten fortbestehen? Eben …

    und hier noch einmal etwas ausführlicher:

    "Anthroposophie und Nationalsozialismus: ’Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…)

    Leitbild der nationalsozialistischen Pädagogik war die „totale Erziehung“, die die „arische“ Jugend zu rassebewussten Volksgenossen formen, ihre jugendlichen Körper stählen13, und zu überzeugten Nationalsozialisten erziehen sollte. Privatschulen mit eigenem Lehrplan und eigenen Zielen standen diesem Vorhaben im Wege, wurden von den Nationalsozialisten im Laufe der Zeit immer weiter zurückgedrängt und verboten.14

    Vor diesem Hintergrund einer allgemeinen Ablehnung von Privatschulen ist zu bewerten, dass Rudolf Heß’ Adjutant Ernst Schulte-Strathaus den Erziehungsminister um eine Ausnahmeregelung für die Waldorfschulen ersuchte, die für den Nationalsozialismus besonders wertvoll und nicht wie andere Privatschulen zu behandeln seien.15

    Schulte-Strathaus war überzeugt: „Die Ziele der Waldorf-Schulen decken sich in ihren Grundzügen mit den Forderungen des Führers für das Erziehungswesen. (…) Es müsste ein Weg gefunden werden, die in den Waldorf-Schulen aus deutschem Wesen erwachsene, planmäßig gegen materialistisches Denken und blossen Intellektualismus gerichtete Erziehungsart bei der Neugestaltung des Erziehungswesens für die Sicherung des geistigen und seelischen Gehalts im Nationalsozialismus nutzbar zu machen. Das würde nicht so schwierig sein, weil die Grundgedanken der Waldorf-Schulen der Idee des Nationalsozialismus viel näher stehen als es bei einem oberflächlichen Überblick erscheinen mag.“16

    (…)"

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: https://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/44449

  • #199
    Robert Bennett

    Mannomann, hört das denn nie auf? Ich dachte, so langsam sollte auch der Letzte begriffen haben, worum es (nicht) geht!

    Seit wann ist das, was Rudolf Hess dachte und meinte, richtig? Wenn dieser Faschist diese Ansicht hat, dass Waldorfpädagogik mit der NS-Ideologie konform geht, dann heißt es doch nicht automatisch, dass das richtig und gut ist!
    Wie kann man nur so behämmert sein und einen Nazi als Autorität für ein Argument anführen, vor allem einer, der die Waldorfpädagogik und ihre Zielsetzung für seine Zwecke missbraucht?
    (Richtig ist, das Steiner eine heutzutage grauenhaft zu bewertende Rassenlehre mit vertreten hat. Das war in der Zeit üblich – so wie der Antisemitismus zu Luthers Zeit. Heute muss man das ablehnen und man muss das grundlegend kritisieren und sich davon distanzieren – genauso, wie es der Bund der freien Waldorfschulen getan hat!)

    Klar ist: Bekloppte und Bescheuerte gibt und gab es auch unter Anthroposophen – jede Menge sogar, auch Faschisten und – heute – Reichsbürger, aber ich werde mich weiterhin dagegen wehren, wenn alle über einen Kamm geschert werden – genau das ist faschistoid und diskrimierend!

    Ich bleibe dabei: Differenzieren, Argumentieren und vor allem: genau lesen!!!

    Oder sind seit dem Flugzeugabsturz in den Alpen 2015, als der Pilot die Tür verriegelt hatte und über 200 Menschen in den Tod riss, nun etwa alle Piloten potenziell feige Mörder? Nein! Aber wenn man so daherschreibt, wie es hier üblich ist, kommt mancher zu einer anderen Sichtweise.
    Das ist ein unglaublicher Schwachsinn und gehört sich einfach nicht!
    Solche Töne gebrauchen Populisten! Daher meine Frage(n)

    zum Thema Staudenmaier siehe:
    http://www.nna-news.org/de/nachrichten/artikel/vieldiskutierte-staudenmaier-studie-jetzt-als-buch-erschienen-1768/

    "Der Historiker verschweigt weder die universalistischen und individualistischen Ambitionen Steiners noch die Tatsache, dass einige seiner Schüler erklärte Gegner des NS-Regimes waren.

    Dass die Vorstandsmitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft Ita Wegman und Elisabeth Vreede sowie viele ihrer Anhänger Hitler ablehnten, und sie sich um die Internationalisierung und Auswanderung von Anthroposophen bemühten, erwähnt Staudenmaier nicht. Auch die Ablehnung des Nationalsozialismus durch den deutschen Vorstand 1933 bleibt unberücksichtigt, nur der schnell darauf (1934) eintretende Kurswechsel unter Hermann Poppelbaum wird beschrieben. "

    Mehr muss man wohl nicht mehr schreiben, denn damit ist alles, was manch einer hier anführt widerlegt bzw. "differenziert"!
    Übrigens… falls dieses Wort unbekannt ist… einfach mal bei Google eingeben.

    Schöne Grüße!

  • #200
    Andreas Lichte

    @ Robert Bennett #199 / Bund der Freien Waldorfschulen

    hören Sie doch endlich damit auf, Ihre anthroposophischen Propaganda-Quellen zu zitieren:

    wer soll glauben, was "nna" – "News Network Anthroposophy" – zu sagen hat? Wer glaubt, was Anthroposophen über Anthroposophen sagen? So naiv kann doch niemand sein …

    Und Ihr Märchen über anthroposophischen "Widerstand" wurde auch schon so oft von Anthroposophen erzählt, das glaubt Ihnen erst recht niemand mehr:

    die Mehrheit der Anthroposophen unterstützte den Nationalsozialismus.

    Das geht aus Ansgar Martins’ Buch „Hans Büchenbacher: Erinnerungen“ hervor:

    “Hans Büchenbacher: Erinnerungen – Reviewed by Peter Staudenmaier

    (…)

    According to Büchenbacher, “approximately two thirds of German anthroposophists more or less succumbed to National Socialism.” (40) He reports that a wide range of influential anthroposophists, whom he identifies by name, “staunchly supported Hitler.” Both Guenther Wachsmuth, Secretary of the Swiss-based General Anthroposophical Society, and Marie Steiner, the widow of Rudolf Steiner, are described as “completely pro-Nazi” (24). Büchenbacher concludes with a lament for the far-reaching “Nazi sins” of his Dornach colleagues.

    (…)”

    zur vollständigen Rezension: https://waldorfblog.wordpress.com/2014/08/09/staudenmaier-buechenbacher/

  • #201
    Rayn And

    Und da das Thema Rassismus/ Antisemitismus in den Glaubensschriften der Anthroposophen wieder durchgekaut ist, hier noch ein paar Themen die für ein Verbot der anthroposophischen Sekte und sofortige Schließung aller Einrichtungen sprechen:

    – Okkultismus
    – Pseudowissenschaft
    – Parralellgesellschaft

  • #202
  • #203
    abraxasrgb

    # 201 Die Kriterien
    – Okkultismus
    – Pseudowissenschaft
    – Parallelgesellschaft
    treffen ja auf – fast – jede Religion und den Sozialismus zu … bereit zu der logischen Konsequenz? 😉

    PS: Wer es schafft, in das Wort "Parallelgesellschaft", zwei orthographische Fehler einzubauen, sollte sich zum Thema Schule m.E.n. besser etwas bedeckter halten 😉

  • #204
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #203

    … werden Sie doch Waldorflehrer, da können Sie korrigieren, soviel Sie wollen – UND:

    Sie sind die "geliebte Autorität" …:

    "(…)

    Andreas Lichte: Neulich sprach ich mit Prof. Prange über Reformpädagogik, konkret, die Missbrauchsfälle in der Odenwaldschule. Prof. Prange sagte: „Familie als Profession ist bedenklich …“ Halten Sie auch die Rolle des Klassenlehrers in der Waldorfschule als „geliebte Autorität“ für problematisch?

    Prof. Hopmann: Nicht nur für „problematisch“, sondern für gefährlichen Unsinn. Für mich klingt der Anspruch, „geliebte Autorität“ sein zu wollen, sehr nach „geliebter Führer“, einer irrationalen Form der Unterordnung. Schule als Familie stellt den Anspruch, wie eine Familie für alle Seiten des jungen Menschen zuständig zu sein. Wer so etwas will, vertritt eine totalitäre Pädagogik. Lehrkräfte sind nicht für das „ganze Kind“ zuständig, auch kein besserer Elternersatz, sondern ihre Aufgabe bezieht sich nur insoweit auf die Kinder, insoweit diese Schülerinnen und Schüler sind. Die Aufgabe der Lehrkräfte ist die professionelle Förderung von schulischen Lernprozessen. Natürlich müssen sie dazu auch über die sonstige Situation der Kinder Bescheid wissen, aber es ist weder ihre Aufgabe, noch für sie tatsächlich möglich eine pädagogische Gesamtverantwortung für ein Kind zu übernehmen. Genau so wenig ist pädagogisch vertretbar, von den Kindern zu erwarten, sie sollten ihre Lehrpersonen lieben. Auch das betreibt irrationale Unterordnung. Sie sollten ihre Lehrkräfte als pädagogische Professionelle achten, soweit sie guten Unterricht machen, aber sie müssen sie dafür nicht mehr lieben als ihren Zahnarzt.

    (…)"

    zum vollständigen Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien:

    "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein"

    https://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #205
    abraxasrgb

    # 204 Waldorflehrer werden wollen?
    Och nö, ich habe da ein abschreckendes, versteinertes Beispiel vor dem geistigen Auge … 😉
    #scnr

  • #206
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #205

    an Ihrer Stelle würde ich es mir noch einmal genau überlegen, Ihre Chance:

    Sie sind als Lehrer der uneingeschränkte Herrscher der Klasse – die "geliebte Autorität" – siehe Prof. Hopmann oben,

    und Sie können beispielsweise anthroposophische Chemie, Physik, Mathematik unterrichten …:

    "(…)

    Die Waldorfpädagogik teilt die Schüler in vier Temperamente ein. Diese Temperamente sind Grundlage für die Gestaltung des Unterrichts aller Fächer, auch der wissenschaftlichen, Zitat aus Helmut Eller, „Die Temperamente – und ihre Behandlung im Unterricht“:

    „FEUERARTEN (in der Chemie-Epoche der 7. Klasse):

    [Melancholiker] Erde: Glühen der Eierbriketts, ganz im Innern

    [Phlegmatiker] Wasser: Brennender Spiritus läuft über ein Brett, entzündet aber nicht das Holz

    [Sanguiniker] Luft: eine Bäckertüte wird mit Gas gefüllt, so daß beim Ausdrücken in die Flamme ein kurzer, heller Feuerball entsteht

    [Choleriker] Feuer: Petroleum in einer Blechdose angezündet, läßt sich nicht mit einfachen Mitteln löschen und erzeugt große Hitze

    Diese Versuche findet man in Mackensens Chemie-Abhandlungen. Mit den Kindern spricht man auch in diesem Zusammenhang wiederum über die 4 Temperamente.“

    In Helmut Eller, „Die Temperamente – und ihre Behandlung im Unterricht“, das im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ zur Ausbildung der zukünftigen Waldorflehrer verwendet wurde, finden sich Temperamente in jedem Lebensbereich, natürlich auch in der für Anthroposophen real existierenden Welt der, Zitat Eller:

    „ELEMENTARWESEN

    [Melancholiker] Erde: Gnomen, Zwerge, Wichtelmänner, Wurzelmännlein

    [Phlegmatiker] Wasser: Undinen, Nixen, Nöck

    [Sanguiniker] Luft: Sylphen, Elfen

    [Choleriker] Feuer: Salamander, Feuergeist“

    (…)"

    mehr anthroposophische Schule hier:

    "Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg",

    https://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-offener-brief-an-senator-ties-rabe-hamburg

  • #207
    Rayn And

    #203 abraxasrgb

    Schön das sie aufgepasst haben.
    Gut das sie die Anthroposophie im Bereich Religion sehen. (Der erste Schritt zur Besserung?)
    Schade das sie nicht begreifen das hier nicht die Rede vom Sozialismus, sondern von einer Sekte ist.

    Noch bedauernswerter ist das erneut keine unabhängigen Fakten folgen.

    Ach doch! da ist noch ein weiterer Beitrag von ihnen!
    Nein, leider nur eine dumme, sinnentleerte Beleidigung.

    Wenn der Bart brennt wird es wohl eng mit der nivauvollen Argumentation?

    Okay, warten wir auf den nächsten Propaganda Beauftragten der Steiner Sekte.

  • #208
    abraxasrgb

    # 206 Erleuchteter
    Die vier Temperamente sind – bestenfalls – unterkomplex. Quintessentiell(sic!) fehlt das entscheidende Element des Geistes, respektive "Licht". Auch wenn man es im Namen führt …
    Charismatische Führung war immer mein Ideal als Offizier (OF-4 einer Spezialeinheit mit Einsatzerfahrung u.a. in Ex-Jugoslawien). Axo – eine meiner Vertiefungen im Studium der Physik war Didaktik und Geschichte der Physik, da lernt man auch die antike Elementenlehre. Ich wäre also – vermutlich – im Gegensatz zu anderen hier Schreibenden – durchaus Waldorflehrer geworden, wenn ich gewollt hätte. Nur habe ich eine Aversion dagegen, meinen Namen zu tanzen 😉
    Wenn ich heute an Hochschulen / Universitäten lehre, dann polarisiere ich durchaus, aber eher mit der philosophischen Unterscheidung von Wahrheit und Meinung (Episteme vs. Doxa / Dogma).
    Meine Ferndiagnose zu AL: Melancholiker (frustrierter, schlecht frisierter) …

  • #209
    abraxasrgb

    # 207 Werte Verballhornung einer von mir sehr geschätzten libertären Autorin:
    Wenn Sie den Begriff "satisfaktionsfähig" nachschlagen, dann wissen sie, was Sie, falls sie verstehen, was dort steht, nicht sind 😉

    Apropos Sozialismus, sie und AL unterstellen doch den Waldis dauernd, sie seien nationale SOZIALISTEN (nähe zur Ideologie der NSDAP). Ist ihnen das in ihrem Furor schon mal aufgefallen? 😉

    PS: Sozialismus ist eine, in esoterische Sekten zerfallene, politische Religion 😉 Aber, um das zu verstehen braucht man vermutlich ein erfolgreiches Studium der Soziologie / Politikwissenschaft? #scnr

  • #210
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #208 #209

    Sie schreiben aber viel !

    nur um zu verbergen, dass Sie null Ahnung vom Thema haben ?

    Rückblick …: In Kommentar #196 bedankt sich "abraxasrgb" artig beim anthroposophischen Propaganda-Kommentatoren "Robert Bennett" – für eine "Info", die jeder kennt, der sich nur ein wenig mit Anthroposophie und Waldorfschule beschäftigt hat … es reicht, zum Beispiel, meinen folgenden Artikel zu lesen, auch da steht’s:

    "Anthroposophie und Nationalsozialismus: ’Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’"

    https://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/44449

  • #211
    Andreas Lichte

    @ alle Leser

    Horror-Erfahrungsberichte aus der Waldorfschule gibt es bei "Ältere Kommentare" (siehe unten, dort klicken)

    Ein Beispiel, aus dem Kommentar #98 von – "Aufgewacht, 26. Dezember 2015 um 11:46" – , Zitat:

    "(…) Ich suche hier nach Foren und Selbsthilfegruppen.

    Nach dem ich mich informiert hatte und sich das sektenartige, demokratie und wissenschaftsfeindliche Verhalten dieser Organisation nur all zu deutlich gezeigt hat muss ich mich zur Wehr setzen. Mein Kind erhält z.B. seine vom Jugenamt bestätigten LRS Förderung nicht und wird statt dessen in nordischer Mythologie unterrichtet. (…)"

  • #212
    Rayn And

    #209 abraxasrgb

    1. Ditto

    2. Ja und jetzt? Ob nationaler oder nur Sozialismus oder eben Antroposophie, in einen Sack gesteckt ist jeder Schlag auf eben diesen immer ein Treffer. Das ist ihnen ja aufgefallen oder auch nicht.
    Ihr Exkurs ist vielleicht interessant wenn jemand Soziologe, Politikwissenschaftler, Spezialeinheiten Kriegsveteran, Physiker, Hochschul- und Universitäts Dozent (Professor?), offensichtlich auch noch ferndiagnose Psychoanalytiker und wer-weis-was-noch ist.
    Wie jemand ihre öffentliche Selbstdarstellung interpretieren mag, kann ich mir recht gut vorstellen.

    Und bei all den Bildungswegen die sie beschritten haben wollen, sie rechtfertigen Wissenschaftsfeindlichkeit, Okkultismus und Verweigerung moderner Pädagogik an Waldorfschulen mit: "Ich hab Physik studiert und dabei mal was über die Ursprünge, also z.B. Alchemisten/Elementarlehre, gelesen…..!" ?
    (Ja, auch in Regelschulen wird über diese Ursprünge berichtet, jedoch als geschichtlicher Hintergrund dem das Basiswissen moderner Wissenschaft bereits in der anschließenden Schulstunde folgt.)

    Sie wären wahrlich ein vortrefflicher Waldorflehrer geworden!
    Auch charismatische Führerstile gelten dort, laut Steiner, als Ideal.
    Sie geben ja kund das sie ganz viel "Licht" haben. Damit lässt sich ja bekanntlich gut Blenden, auch das eine sehr gefragte Fertigkeit unter Anthroposophen.

    3. Daher zurück zum Thema, was Herr Lichte ja bereits getan hat.

  • #213
    judith

    Ich kann Herrn Rasts Kommentar vom 18.11.16 zur Seewalder Waldorfschule in einem Punkt völlig unterschreiben, auch wenn ich in den anderen Punkten nicht derselben Meinung bin, aber eben an diesem einen Punkt entfesseln sich tiefgreifende Probleme in alle Bereiche hinein: Die Geschäftsführung ist eine Katastrophe und sozial völlig inkompetent. Hier hat sich ein König seine unangreifbare und alles kontrollierende Machtstruktur aufgebaut und die Lager spalten sich in Kuschen (und damit das System unterstützen) und Resignieren (was es im Endeffekt auch nicht ändert).

    Was die Mitarbeit betrifft, bin ich der Meinung, es ist in jedem Fall das Beste, wenn Eltern und Lehrer eine Schule gemeinsam tragen und mitgestalten. Und bei den finanziellen Belangen stellt sich doch nicht die Frage, wieviel wir zahlen müssen, um eine Schule am Leben zu halten, sondern wie wir sozialisieren, damit sich das jede/r leisten kann. Denn natürlich muss eine Schule finanziert werden durch diejenigen, die sie in Anspruch nehmen, es bleibt nur die Frage, wie das geschehen soll: hintenrum", in dem der Staat dem Steuerzahler Geld entnimmt, um es dann an die Schulen weiterzureichen oder direkt und transparent von den Eltern direkt an diejenige Schule, welche sie unterstützen und nutzen möchten.

  • #214
    Andreas Lichte

    @ judith #213

    Sie schreiben über die "Seewalder Waldorfschule", Zitat judith:

    "Die Geschäftsführung ist eine Katastrophe und sozial völlig inkompetent. Hier hat sich ein König seine unangreifbare und alles kontrollierende Machtstruktur aufgebaut …"

    Einzelfall? Oder die Regel?

    Mir erscheint es typisch, dass in Waldorfschulen "Graue Eminenzen" das Sagen haben …

    Für alle Eltern, die noch überlegen, ob sie ihr Kind an einer Waldorfschule anmelden wollen, sei das Interview "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein" mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, empfohlen, ein Auszug:

    "Prof. Hopmann: (…)Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Rudolf Steiner zu einer eigenen Weltanschauung [‘Anthroposophie’] amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)"

    zum vollständigen Interview: https://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #215
    judith

    @ Andreas Lichte

    ich bin in vielen verschiedenen anthroposophischen und waldorfpädagogischen Kreisen unterwegs und es ist mitnichten so, dass es sich hier um eine Sekte handelt.
    Allerdings muss ich zugeben, dass das Phänomen der Klüngel-Strukturen, in denen man meint, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, damit etwas besseres zu sein und jeglicher Kritik nur Abwehr entgegenbringt, bedauerlicherweise vielerorts antrifft. (aber eben nicht überall!! Und Rassismus bin ich persönlich in diesen Kreisen noch nie (!) begegnet – selbst nicht in denen von mir kritisierten. Sie brauchen sich nicht die Mühe zu machen, mir jetzt Beweiszitate Steiners diesbezüglich herauszusuchen. +/-1920 war eine andere Zeitlage und was zählt ist m.E., wie in der Gegenwart damit umgegangen wird.)

  • #216
    Andreas Lichte

    @ judith #215

    Sie schreiben über Rudolf Steiners Rassismus, Zitat judith: "Sie brauchen sich nicht die Mühe zu machen, mir jetzt Beweiszitate Steiners diesbezüglich herauszusuchen. +/-1920 war eine andere Zeitlage und was zählt ist m.E., wie in der Gegenwart damit umgegangen wird."

    Das ist die in "waldorfpädagogischen Kreisen" übliche "Argumentations"-Linie. Dazu folgendes:

    Im folgenden nur 2 Kriterien, die für die Bewertung von Rassismus im Werk eines Autors von Bedeutung sind:

    1. – wann hat der Autor gelebt? Welche Kenntnis der Welt konnte er haben?

    2. – welche Position nimmt der Rassismus im Werk des Autors ein? Ist der Rassismus zentral – “sinnstiftend” – für das Werk, oder nur eine Randerscheinung?

    1. – Rudolf Steiner lebte von 1861 bis 1925. Große Teile von Steiners Werk entstanden erst im zwanzigsten Jahrhundert, zu einer Zeit, als der von Rudolf Steiner verachtete Albert Einstein seine die Welt verändernde Relativitätstheorie entwickelte. Steiner war mit seiner eklektischen Esoterik schon zu Lebzeiten ein Anachronismus – und ein unverbesserlicher Rassist, der es hätte besser wissen müssen, ein Zitat von 1897:

    “There are many humorous things in the world, among them the white man’s notion that he is less savage than the other savages.”

    Mark Twain, Zitat aus: “Following the Equator”, 1897

    2. – Historiker wie Peter Staudenmaier und Helmut Zander stellen die Rassenlehre Rudolf Steiners als ZENTRAL für die Anthroposophie heraus. Steiners esoterische Evolutionslehre – die „Menschheitsentwickelung“ – ist Beweggrund und Ziel der Anthroposophie, Zitat Staudenmaier:

    „Ausgehend von Blavatskys4 entwicklungstheoretischem Ansatz baute Steiner eine Evolutionslehre der Völker- und Rassengruppen auf, wonach die menschliche Seele durch aufeinanderfolgende Verkörperungen in immer ‘höheren’ Rassen geistig wie leiblich fortschreitet. Diese Stufenleiter der Rassen steht IM MITTELPUNKT von Steiners esoterischem Verständnis der Gesamtentwicklung der Menschheit, vom Verhaftetsein in der Materie hin zur geistigen Vervollkommnung.”5

    Zum Vergleich Helmut Zanders zusammenfassende Darstellung von Rudolf Steiners Rassenlehre, Zitat Zander:

    „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als ‘degenerierte Menschenrasse’ im ‘Hinsterben’ (GA 105,106.107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewußtseinsentwicklung, als ‘degenerierte’, ‘zurückgebliebene’ Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weiße Rasse ‘das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet’ (GA 107,288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vorträgen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, ‘popularisierter’ Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weiße war nun ‘die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse’ (GA 349,67 [1923]).“6

    „Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von ‘degenerierten’, ‘zurückgebliebenen’ oder ‘zukünftigen’ Rassen keine ‘Unfälle’, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“7

    Quellenangaben für die Zitate von Peter Staudenmaier und Helmut Zander hier:

    https://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/49644

    "Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’"

  • #217
    Eric Danielski

    @ judith #215

    Falls mit du mit Fachwissen glänzen willst, kannst du die gesamte Entwicklung nachvollziehen.

    https://www.academia.edu/14690278/Rassismus_und_Geschichtsmetaphysik._Esoterischer_Darwinismus_und_Freiheitsphilosophie_bei_Rudolf_Steiner_2012_

    Bei folgender Seite findest du unveränderte Mitschriften.

    http://steinerdatenbank.de

    http://steinerdatenbank.de/Titelseite/Titelseite_Datenbank.php?SID

  • #218
    Davbub

    @215;"+/-1920 war eine andere Zeitlage und was zählt ist m.E., wie in der Gegenwart damit umgegangen wird."
    Warum sollen dann Worte wie "Neger", "Weiber" etc. aus der zeitgenössischen Literatur ausgemerzt werden. Sie machen es sich da etwas einfach. Steiner war Rassist der übelsten Art, das wird von den Waldörflern schlicht verleugnet; es wird ion keiner Weise "…damit umgegangen…", sonst gäbe es diese Schulen nicht.

  • #219
    Andreas Lichte

    @ Davbub #218 & judith #215

    es wäre höchste Zeit, dass in "waldorfpädagogischen Kreisen" mit Rudolf Steiners Rassismus "umgegangen wird" … es ist ja keineswegs ein "abstraktes Problem", sondern Praxis der Waldorfschule:

    der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”

    zum Beispiel in der anthroposophischen "Kulturepochen-Lehre", einer rassistischen, anthroposophischen Geschichtsschreibung, die in der Waldorfschule gelehrt wird, siehe:

    "Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’"

    https://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/49644

  • #220
    Snaggle

    Was mich immer wundert. Das Wirken, das Auswirken einer Schule gründet sich doch immer auf oder aus dem Fundament heraus, in diesem ja die Lehren von Steiner. Es ist die Basis alles (Schul-)Erziehung.

    Treffen Eltern eine so wichtige Entscheidung, welcher Strömungslehre man das Kind anvertraut, sollte man davon ausgehen, dass man sich vor allem intensiv mit der Bais, der Grundüberzeugung auseinandersetzt und diese im Vorhinein bewertet.

    Würde man Eltern fragen, ob sie ihr Kind zu einer Scientology-Schule, einer Zeugen-Jehovas-Schule oder eine NPD-Schule schicken würden, würden die meisten wohl sagen: Nein, nicht, niemals, auf gar keinen Fall!

    Stellt man aber bei Eltern mal die Gegenfrage, ob sie sich auch ansatzweise mit den Lehren von Steiner auseinandergesetzt haben, würde mich wundern, wenn auch nur ein Bruchteil dieser überhaupt eine einzige Schrift gelesen hat. Astralkörper, Ätherleib, Wurzelrassen, Atlantis, die Menschen haben auf der Sonne etc. gewohnt, blabla….

    Klar, er drückt sich gerne hochtrabend verklausuliert aus….am Ende ist es aber eben doch nur eine Sammlung von aussageloser, unsinniger, fantastischer und somit einem Haufen gequirlter großer Scheiße.

    Da ich mich aber auch nur am Rande damit beschäftige habe und weiterhin ja Zeitverschwendung wäre, was mich aber zum Abschluss des Geistes interessieren würde, wenn da jemand intensiver sich mit beschäftigt hat.

    Es bleibt eine wichtige, grundstätzliche Kernfrage für mich:
    Philiosophie studiert, hoher, extremer Geltungsdrang möglicherweise, die auch bspw. die Bereitwilligkeit zum Kauf des Doktortitels hindeutet etc.
    Eine Erfüllung im Schatten der großen Philosophen war nicht zu finden, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war er dann ja auch eher ein mitteloser Trunkenbold.
    Dann kam die Wende mit der Theosophie und das Zusammentreffen mit zahlungskräftiger Kundschaft und natürlich die spätere Abspaltung.

    Die Frage: Wo würde man den Geisteszustand von Steiner einordnen? Von rein pathologisch bis wirtschaftliches Kalkül (bzw. Geltungssucht).

    Klar, pragmatisch betrachtet heraus aus den Aussagen und Schriften, heute noch unfraglicher als in den damaligen Zeiten, wäre es schlichtweg ein Spinner. Auf der anderen Seite bleibt aber ja noch ein anderes Extrem, da er ja nicht so in das Leben gestartet ist.
    Er gibt Schwachsinn von sich und trifft auf ein Publikum, was ihm zuhört und dafür zahlt. Aus dieser, ich nenne es mal Täter-Opfer-Beziehung, ergibt sich ja die möglicherweise die Notwendigkeit der Intensiveriung, der Vertiefung…..das geschieht durch immer größeren und neuen Blödsinn…im Sinne von größer, weiter, besser…..
    Ich hoffe, ich konnte meine Frage einigermaßen ausdrücken, also auch im Kern die Fragen
    – Hatte er die pathologische Grenze überschritten? (von mir aus in der Bewertung im Kontext der damaligen Zeit)
    – eben die Frage, ob er den Mist, den er verzapft hat, wirklich geglaubt hat oder ob er es nur zur Unterhaltung des Publikums gemacht hat.

    Ich bin auf eine interessante Meinung gespannt.

  • #221
    Andreas Lichte

    @ Snaggle #220

    Waldorfschulen sind zu allererst ein großes Geschäft.

    Und damit das "Geschäftsmodell Waldorfschule" funktioniert, wird Rudolf Steiner von Anthroposophen zum bedeutenden Philosophen erklärt, in einer als "Wissenschaft" deklarierten "kritischen Ausgabe" … kein Scherz, nachzulesen hier (dort auch weitere Quellen):

    "Christian Clements "kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners" (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom "verstörenden" Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der "Frommann-Holzboog Verlag", an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

    (…)"

    weiter: https://hpd.de/artikel/11618

  • #222
    Andreas Lichte

    @ Snaggle #220

    Sie fragen: "Wo würde man den Geisteszustand von Steiner einordnen? Von rein pathologisch bis wirtschaftliches Kalkül (bzw. Geltungssucht)."

    Diese Frage habe ich mir – in ähnlicher Form – auch immer wieder gestellt. Beispielsweise, als ich einen Artikel über Rudolf Steiners Buch "Aus der Akasha-Chronik" schrieb:

    Bei Steiner ist vieles so "bizarr", das man es nicht mehr zitieren kann, der Leser würde nur noch sagen: "Was ist das? Muss ich das verstehen? Nein …"

    Zu meinem Artikel "Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’" hat der Autor "excanwahn" einen Kommentar geschrieben, in dem er das zitiert, was ich mich nicht zu zitieren traute – der Anfang des Kommentars:

    "excanwahn Dezember 20, 2014 um 9:17 am

    Als ich vor Jahren meiner Herzallerliebsten mal einige Passagen aus den „Akasha-Chroniken“ vorlas, kommentierte sie das Gehörte mit der Frage: „Liest Du Patientenakten? Hört sich schwer verwirrt an!

    Nun wähnte Sie mich bei Studienunterlagen, und ich musste sie kurz darüber aufklären, dass ich aus des versteinerten Rudis zu Papier gebrachten Halluzinationen zitierte – was sie einigermaßen fassungslos zurücklies: „Das war Steiner? Der war ja völlig durchgedreht!“

    Was ich so bezeichnend fand, war – in Unkenntnis der Quelle – die Eindeutigkeit der Reaktion, die von den meisten Menschen wohl in gleicher Art zu hören wäre.

    Man muss also nicht Mediziner sein, um hinter Rudolf Steiners Phantasmagorien ein krankes Hirn zu vermuten, aber es hilft schon über etwas psychologische oder psychiatrische Fachkenntnis zu verfügen, denn für Steiners „Weltenschauungen“, für seine bizarre Bilder- und Assoziationswelt, finden sich schlüssige psychiatrische Deutung als Extraversionen innerer Leidenszustände. Man sollte, besser, man muss Steiners Logorrhoe also immer auch als Ausdruck einer schwerwiegenden Persönlichkeits- und Denkstörung ansehen.

    Die Steinerschen Halluzinationen – veröffentlicht 1939 als Aufsatzsammlung aus den Jahren 1904-1908 unter dem Titel „“Aus der Akasha-Chronik“ – dagegen als bare Münze zu nehmen, heißt, der Wahnwelt eines sozial angepassten Irren die gleiche Bedeutung zuzuschreiben, wie sie beispielweise ein naturwissenschaftliches Lehrbuch hat.

    Auf einen solchen Gedanken, so sollte man doch annehmen, käme im Grunde niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat. Was Steiner in seinem lädierten Hirn zusammenfabulierte, ist so offensichtlicher Unsinn, dass selbst mit noch so viel wohlwollender interpretatorischer Umdeutung nicht mehr als Unsinn dabei herumkommt:

    „Es wäre irrtümlich, wenn man glauben wollte, dass alles, was sich an Organen im gegenwärtigen Menschenleib befindet, schon auf dem Saturn veranlagt worden wäre. Das ist nicht der Fall. Es sind vielmehr vorzüglich die Sinnesorgane innerhalb des Menschenleibes, die ihren Ursprung in diese alte Zeit zurückversetzen dürfen.

    Es haben die ersten Anlagen zu Augen, Ohren u.s.w., die auf dem Saturn als mineralische Körper so sich bildeten wie etwa jetzt auf der Erde die „leblosen Kristalle“ einen so alten Ursprung; ihre gegenwärtige Form aber haben die entsprechenden Organe dadurch erhalten, dass sie sich in jeder der folgenden planetarischen Zeiten immer wieder zu höherer Vollkommenheit umbildeten. Auf dem Saturn waren sie physikalische Apperate, nichts weiter.

    (…)"

    weiter: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/#comment-5828

  • #223
    Snaggle

    Na ja…auch ein wenig drüber nachgedacht….

    Möglicherweise war die Psychose von Steiner eben schon in der Kindheit angelegt, wenn mal die Geschichte mit dem Tod der Tante nimmt.
    Die untermäßige Begabung und Beachtung, die vor allem dann ja auch in Armut und vor allem auch ausgiebigen Alkoholkonsum und vielleicht sonst noch welchen Konsum mündete, wird wohl Anfang des 20. Jahrhunderts dafür gesorgt haben, dass er geistig vollends weggekippt ist.
    Und genau das Wegkippen wird ihm dann ja die Schicht dummer Lämmer und Zahlschafe aus der Oberschicht erschlossen haben, was dann eher als Multiplikator der Psychose wirkte.

    Wie sich das dann entwickelte, wenn dumme Menschen Verrückten zuhören, ist dann der normale Lauf der Dinge und eben oft von hartnäckiger Dauer.
    Gerade eben dann wie hier bei Waldorf, wenn der dahintersteckende Sektenschwachsinn bereits vergessen und überwunden wurde und der Gesellschaft angepasst harmonisiert als "Erziehungskunst" verkauft wird. Zudem, wie du ja auch erwähntest, wenn sich dann ein selbstkonstituierendes System erschaffen hat, wo vor allem stumpfe wirtschaftliche Interessen dahinterstecken.
    Die in Auftrag gegebenen "positive" Studien sieht man dann ja zuhauf, Kritiker jedoch werden sofort mit Anwälten überschwemmt und versucht, mundtot zu machen….

    Zu befürchten ist natürlich leider, wenn man sich umschaut, dass die ganzen Extrema durch die gesellschaftfliche Entwicklung weiter zunehmen. Ob Selbstmordattentäter im religiösen Extremismus, politisch, wenn man sich Drecksäcke wie Erdogan, Putin und Co. anschaut, dann ist auch im Bereich Sekten und sektenähnlichen Alternativen nicht davon auszugehen, dass ein Zenith auch nur ansatzweise erreicht wurde.
    Betrüger, Drecksäcke und Asoziale haben eben leider Hochkunjunktur…ein Hoch auf Waldorf und die Dummheit der Menschen….

  • #224
    Andreas Lichte

    @ Snaggle #223

    lassen wir doch einfach offen, ob man für Rudolf Steiner eine "psychiatrische Diagnose" stellen könnte …

    Fest steht, Rudolf Steiner hat der Nachwelt nicht eine einzige bedeutende Erkenntnis hinterlassen, Zitat Gerhard Henschel:

    „Der Begründer der anthroposophischen Bewegung war als Dichter ein stümpernder Epigone, als Mystiker ein Hochstapler, als Philosoph eine Null, als Naturforscher ein Scharlatan und nur als Sektenpriester ein Genie.“

    Was tun? Auftritt bedeutende Mäzene, wie Götz Werner ("dm-drogerie markt"), Peter Schnell ("Software AG"), die Porsches ("Porsche", "VW"), und andere:

    die kaufen sich einfach die Wahrheit, lassen anthroposophische Universitäten wie die "Alanus Hochschule" Rudolf Steiner zum Philosophen erklären …:

    "Hartmut Traub, Alanus Hochschule und Rudolf Steiner

    Jeder Mensch ein Wissenschaftler!

    Die anthroposophische "Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft" kämpft um eine Anerkennung der "Waldorfpädagogik" als Erziehungs-"Wissenschaft"1. Dazu muß zunächst für Rudolf Steiner, Begründer der "Anthroposophie" und Waldorfschulen, ein neues, positives und neutrales Image erschaffen werden: weg vom "verstörenden" Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner 2. Hartmut Traub, Lehrbeauftragter der Alanus Hochschule, hielt dazu im Mai 2016 einen Vortrag, in dem er Steiner wie gewünscht "wissenschaftlich-philosophisches Denken" bescheinigt.

    In seinem Vortrag "Wissenschaft, Mythos und andere unproduktive Etikettierungen …" zitiert Hartmut Traub auf 15 Seiten nicht ein einziges Mal Rudolf Steiner, und das, obwohl er Steiners "Anthroposophie" die einzigartige Eigenschaft zuspricht, Mythos und Wissenschaft in sich zu vereinen, Zitat Traub, Seite 7:

    (…)"

    weiter (mit Quellenangaben): https://hpd.de/artikel/jeder-mensch-wissenschaftler-13429

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