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Initiative GG 5.3 Weltoffenheit: “Wir planen gemeinsame Veranstaltungen”

Screenshot des Videos der Pressekonferenz der Initiative GG 5.3 Weltoffenheit

Im Dezember veröffentlichten zahlreiche staatlich finanzierte Kultureinrichtungen und ihre Manager einen Aufruf, mit dem sie sich gegen die vom Bundestag verabschiedete BDS-Resolution des Bundestages stellten. Sie fürchteten, auf Kosten des Staates keine Antisemiten mehr einladen zu können. Der hatte im Mai  2019 beschlossen, in der die israelfeindliche Boykottbewegung Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) als antisemitisch motiviert verurteilt wurde  und ihre finanzielle Förderung durch Bundesmittel verbietet. Der Antrag wurde mit den Stimmen von CDU/CSUSPDFDP und großen Teilen der Grünen angenommen.

Die Politik ließ die Staatskulturmanager auflaufen. Die Bundesregierung blieb bei ihrer Ablehnung des BDS. Für die Subventionsjongleure ist das allerdings kein Grund aufzugeben. Im Mannheimer Morgen kündigte Hanno Loewy, Leiter des Jüdischen Museums in Hohenems an, neue gemeinsame Veranstaltungen der Initiative an: “Die Initiative ist sehr rege. Also wir tauschen täglich Mails aus, planen gemeinsame Veranstaltungen, eine Website und was weiß ich alles. Nein, nein, man wird von der Initiative weiter hören.”

 

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5 Kommentare zu “Initiative GG 5.3 Weltoffenheit: “Wir planen gemeinsame Veranstaltungen”

  • #1
    nussknacker56

    Scheint mir kein untypischer Vorgang zu sein. Warum sollten Antisemiten und ihre kulturschaffenden Helfershelfer auch auf einmal von ihren Obsessionen ablassen? Selbst die Figuren, die sich für so etwas hergeben – wie etwa Hanno Loewy, Leiter des Jüdischen Museums in Hohenems –, lösen bei mir momentan nur wenig mehr als eine hochgezogene Augenbraue aus.

    Insofern liegt alles im „normalen Bereich“.

  • #2
    Björn Luley

    "Sie fürchteten, auf Kosten des Staates keine Antisemiten mehr einladen zu können." Diese Interpretation der Intention von “Initiative GG 5.3 Weltoffenheit" zeigt, dass Sie nichts, aber auch gar nichts von dem verstanden haben, worum es der Initiative geht. Damit stellt sich der Autor bzw. die verantwortlich zeichnenede Redaktion ein Armutszeugnis aus und disqualifiziert sich selbst. Dass man in dem Zusammenhang noch versucht, den renommierten Leiter eines der besten Jüdischen Museen in Europa, den brillianten Hanno Loewy zu diskreditieren, passt da nur ins Bild.

  • #3
    Stefan Laurin

    @Björn Luley: Ich habe es einfach auf den Punkt gebracht und sehr gut verstanden, worum es geht: Staatlich alimentierte Kulturfunktionäre haben Angst, nicht mehr beim antisemtisch geprägten postmodernen Wanderzirkus mitmachen zu können.

  • #4
    Helena

    warum sollten die "Subventionsjongleure" denn auch aufgeben? immerhin haben sie doch schon mal erreicht, dass der wissenschaftliche Dienst des Bundestages festgestellt hat, dass die BDS-Resolution nicht verbindlich ist und in Gesetzesform sogar verfassungswiedrig. das ist doch schon mal eine gute Grundlage, um neu zu verhandeln, wie sich antisemitismus definiert und wie man gemeinsam dagegen sinnvoll vorgehen kann.

  • #5
    Stefan Laurin

    @Helena: Einfach bei der nächsten Haushaltsrunde daran denken, wer da unterschrieben hat. Schöner Nebeneffekt: man spart Geld und das in einem Bereich, wo es über 90 Prozent der Menschen nicht mmitbekommen und es sie auch nicht interessiert 🙂

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