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Inselnetze: Pionierprojekt für Energiewende

Der Energiespezialist Bredenoord unterstützt das progressive Bundesforschungsprojekt INZELL unter der Leitung der OTH Regensburg. Bei dem Projekt wird ein neues, nachhaltigeres Konzept von Inselnetzbetriebssystemen getestet, das so weltweit einmalig ist. Unter einem Inselnetz versteht man ein lokal abgegrenztes Stromnetz, das nur aus wenigen Elektrizitätswerken besteht. Diese begrenzte Zahl von Kraftwerken kann dann wiederum ein bestimmtes Gebiet versorgen, das keinen direkten Anschluss zu anderen Stromnetzen besitzt.

In der Praxis werden solche Inselnetze oft für die Versorgung von Industrieanlagen im Falle einer Unterbrechung des öffentlichen Stromnetzes eingesetzt. So auch im Rahmen des INZELL Forschungsprojektes, das an einer Industrieanlage der Max Bögl Wind AG stattfindet. Bei dem Projekt führen die Experten des Forschungsteams bewusst einen sogenannten „Schwarzfall“ herbei, also die vollständige Unterbrechung des Stromnetzes. Die Besonderheit: Anstelle eines konventionellen Kraftwerks sorgt unter anderem eine angeschlossene Windenergieanlage für den nötigen Strom. Der Einsatz dieses Konzeptes bei einem solchem Industriebetrieb soll nicht nur nachhaltiger als bisherige Modelle sein, sondern auch eine kostengünstige Variante zur Gewährleistung eines stabilen, öffentlichen Stromnetzes darstellen.
Dies ist auch im Hinblick auf die Energiewende sehr relevant. So betont Josef Bayer, Leiter der Elektrotechnik bei Max Bögl: „Industriebetriebe werden zunehmend als Schlüsselbaustein erkannt, die Energiewende kostengünstiger gestalten zu können.“ Als Grund hierfür nennt Bayer ihre Funktion als „Stabilitätsanker für ein zukünftiges zellulares und dezentrales Energiesystem“.

Industriebetriebe sind jedoch nicht das einzige Einsatzgebiet für Inselnetze. Durch ihre autarken Eigenschaften bieten sie auch eine Möglichkeit zur Energieversorgung abgelegenerer Gebiete. Hier wird die starke Kompetenz von Forschungspartner Bredenoord deutlich, wo man sich schon seit Jahren mit innovative Lösungen für die Versorgung solcher abgelegener Gebiete beschäftigt. Dabei spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle, werden für die mobile Stromversorgung hybride, teilweise mit Sonnenenergie betriebene leise Stromaggregate angeboten.

INZELL könnte sich als ein wichtiger Baustein für eine kostengünstige Umsetzung der Energiewende erweisen. Das Forschungsprojekt ist auf eine Laufzeit von 3 Jahren angesetzt und wird insgesamt mit einer Summe von 1,65 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

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